Unter dem Begriff Wechselkurssystem versteht man die grundsätzliche Wechselkurspolitik die ein Land, bzw. eine Zentralbank verfolgt.
Man kann grundsätzlich zwischen folgenden Wechselkurssystemen unterscheiden:
- flexibles Wechselkurssystem: Die Wechselkurse sind vollkommen flexibel. D.h. die Zentralbank greift nicht mit Devisenzu- oder -verkäufen in den Markt ein. Heute ist ein Grossteil der Wechselkurse grundsätzlich flexibel.
- fixes Wechselkurssystem: Die Wechselkurse zu einer (oder evtl. mehreren) ausländischen Währung ist fix vorgegeben. So könnte man z.B. festlegen, dass 1.- Euro immer genau 1,5 Fr. kosten soll. Sobald dann der Wechselkurs von diesem Wert abweicht müsste die Schweizerische Nationalbank (SNB) Euros ver- oder zukaufen (je nach dem ob der Kurs nach oben oder unten versucht abzuweichen). Während dem Bretton-Woods-System waren z.B. viele Wechselkurse im Verhältnis zum US-Dollar fixiert.
- Wechselkurs-Zielband-System: Dieses System ist eine Variante zwischen den beiden Extremen. Hier definiert die Zentralbank ein oberes und ein unteres Limit. Sie interveniert nur mit Devisenzu- oder -verkäufen wenn der Wechselkurs unter das untere zu fallen bzw. das obere zu übersteigen droht. Solche Zielbänder wurden vor der Einführung des Euros bei vielen europäischen Währungen eingesetzt.
Weblinks / Quellen Keine gefunden.
|
|
|
Vimentis finanziert sich durch die Spenden privater Gönner. Sie können dieses Glossar/Lexikon kostenlos in Ihre eigene Webseite einbauen! Mehr Infos Artikel wurde am 30.12.2011 zuletzt aktualisiert
|
|
Vimentis Publikationen zum Thema Keine gefunden. Die aktuellesten Publikationen finden Sie hier.
|