Lexikon: Gesellschaftliche Ressource

Gesellschaftliche Ressourcen sind Güter, bei denen nicht kontrolliert werden kann, von wem sie genutzt werden. Sie sind rivalisierend, jedoch nicht ausschliessbar.

Bei nicht ausschliessbaren Gütern kann der Besitzer des Gutes nicht kontrollieren, wer das Gut ebenfalls nutzt. Ist ein Gut rivalisierend, beeinträchtigt jeder Konsument, der das Gut nutzt den Konsum dieses Gutes durch andere Personen. Da nicht kontrolliert werden kann, wer das Gut nutzt, hat jeder den Anreiz, so viel wie möglich davon zu konsumieren. Dies führt zu einer Übernutzung der gesellschaftlichen Ressource.

Ein Beispiel für eine Gesellschaftliche Ressource ist die Hochseefischerei. Da die Hochsee nicht einem einzelnen Land gehört kann niemand genau kontrollieren, wer dort Fische fängt. Ein Fisch, der jedoch von einem Fischer gefangen wird, kann von einem anderen Fischer nicht auch gefangen werden. Und je mehr Fischer auf der Hochsee fischen, desto weniger Fische sind für jeden einzelnen vorhanden. Das Kernproblem ist also, dass alle den Anreiz haben, so viele Fische wie möglich zu fangen, da dies nicht kontrolliert werden kann und daher auch nicht bezahlt werden muss. Bei der Hochseefischerei führt dies zur Überfischung. Es wird also irgendwann keine Fische mehr geben, sofern keine Massnahmen dagegen getroffen werden.

Eine mögliche Gegenmassnahme ist die künstliche Festlegung von Eigentumsrechten. Die Hochsee müsste dafür beispielsweise in verschiedene Zonen eingeteilt werden, die verschiedenen Ländern zugewiesen werden. Es bestünde dann für jedes Land ein Anreiz, dafür zu sorgen, dass die jeweilige Zone nicht überfischt wird.

Alle Güter werden insgesamt in die folgenden vier Kategorien eingeteilt: Privates Gut, Natürliches Monopol, öffentliches Gut und Gesellschaftliche Ressource (auch: Allmendegut, Quasiöffentliches Gut oder unreines öffentliches Gut).


 

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Artikel wurde am 30.12.2011 zuletzt aktualisiert

 

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