Lexikon: Steuerprogression
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Die Steuerprogression dient der Umverteilung des Einkommens in der Bevölkerung. Steuerprogression heisst, dass der Steuersatz mit zunehmendem Einkommen ansteigt und man so einen laufend grösseren Anteil vom Einkommen als Steuern bezahlen muss. Resultat ist, dass man mit höherem Einkommen überproportional mehr Steuern bezahlen muss, d.h. verdient man doppelt soviel wie der Nachbar, so zahlt man mehr als das Doppelte an Einkommensteuer (z.B. das Dreifache). Beispiel Nehmen wir für das Beispiel folgende Steuerprogression an:
Herr Schmid verdient 60'000 Fr. im Jahr. Die Steuern berechnen sich nun folgendermassen: Die ersten 10'000 Fr. sind gratis. Für die zweiten 10'000 fallen 10% Steuern an, für die nächsten 20'000 20% Steuern etc. Steuerrechnung:
Die Steuerprogression führt dazu, dass bei doppelt so viel Einkommen mehr als doppelt so viel Steuern bezahlt werden müssen. Die Steuerprogression hat den Vorteil, dass sie das Einkommen in der Bevölkerung von Reich zu Arm umverteilt. Der Nachteil liegt darin, dass es steuerlich unattraktiver wird, hart zu arbeiten, weil fleissige und erfolgreiche Arbeiter durch höhere Steuersätze "bestraft" werden. Die Folge der Steuerprogression ist, dass in der Schweiz auf Bundesebene rund 20% der Bevölkerung für über 80% der Einnahmen der direkten Bundessteuer aufkommen. Die restlichen 80% der Einwohner generieren "nur" 20% des Steueraufkommens.
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