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Portrait: GLP - Grünliberale Partei

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Allgemeine Ausrichtung

Mit einem grünen Kern und liberalem Handeln wollen die Grünliberalen Umweltaspekte, Soziales und wirtschaftliche Interessen zusammen bringen. Sie setzen soweit möglich auf die Eigenverantwortung der Bürger. Es sollen deshalb in erster Linie Anreizmechanismen und nur wo nötig Verbote und Gebote zur Anwendung kommen.

Positionen zu wichtigen politischen Fragen

Um die AHV (Altersvorsorge) langfristig zu sichern, möchte die GLP das Rentenalter flexibilisieren. Jeder soll wählen können wie lange er arbeitet. Wer bis 65 arbeitet erhält die normale Rente, wer weniger lange arbeitet eine kleinere und wer länger als 65 arbeitet eine höhere Rente.

Um die Verluste und die Schulden der Invalidenversicherung (IV) zu senken sollen Invalide vermehrt in die Arbeitswelt integriert werden. Die Arbeitgeber sollen dazu dank finanziellen Anreizen vom Staat mehr Arbeitsplätze für Invalide anbieten. Zudem soll die Früherkennung von Invalidität verbessert werden.

Um die ständigen Kostenanstiege im Gesundheitswesen zu dämpfen sollen Krankenkassen weniger Behandlungen bezahlen müssen. Die GLP fordert mehr vorbeugende Gesundheitsförderung sowie die freie Wahl zwischen Alternativ- und Schulmedizin.

In der Ausländer- und Asylpolitik fordert die GLP kurze Verfahren und die Bekämpfung von Missbrauch. Zur Integration sollen Schweizer und Ausländer ihren Beitrag leisten und sich um Integration bemühen. Die Einwanderung will die GLP den Bedürfnissen der Schweizer Wirtschaft entsprechend ermöglichen.

Um den CO2-Ausstoss zu senken will die GLP hohe Lenkungsabgaben (Steuern) auf Brenn- und Treibstoffen erheben und Autos mit hohem Benzinverbrauch noch stärker als heute besteuern. Für Gebäude soll der Minergiestandard (Standard für umweltfreundliches Bauen) obligatorisch werden.

Die GLP will zurzeit keinen EU-Beitritt. Zu einem späteren Zeitpunkt wollen sie diese Frage aber wieder neu beurteilen.

Um die Vereinbarkeit von Beruf & Familie zu verbessern, fordern die Grünliberalen mehr Teilzeitstellen auf allen Hierarchiestufen sowie den Vaterschaftsurlaub fördern. Zudem wollen sie mehr Möglichkeiten für die Kinderbetreuung tagsüber und in Randstunden schaffen. Dabei soll der Staat vor allem die Rahmenbedingungen anpassen, so dass Private diese Angebote einfacher bereitstellen können.

Die Stromversorgung wollen die Grünliberalen durch erneuerbare Energiequellen sichern. Auf neue Atomkraftwerke wollen sie verzichten. Dank Effizienzsteigerungen durch Anreizsysteme und modernen Technologien (z.B. Wärme-Kraft-Koppelung) soll zudem der Strombedarf gesenkt werden.

Die Grünliberalen wollen die Einkommenssteuern durch Abschaffen undurchsichtiger Abzüge radikal vereinfachen. Bei dieser Vereinfachung sollen Haushalte mit tiefen und mittleren Einkommen nicht benachteiligt werden. Sehr hohe Einkommen, die in den letzten Jahren von grossen Steuererleichterungen primär profitiert haben, sollen auch wieder finanziell ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.

Um den Verkehr zu reduzieren will die GLP Wohnen, Freizeit, Einkaufen und Arbeiten näher zusammenbringen. Anstatt neue Strassen zu bauen will die GLP den öffentlichen Verkehr z.B. mit Stadt- und S-Bahnen gezielt fördern. Der Transitgüterverkehr (Güter die durch die Schweiz hindurch transportiert werden) soll zudem konsequent auf die Bahn verlagert werden.


Hier finden Sie die Portraits anderer Parteien


Literaturverzeichnis [ ein-/ausblenden ]


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Zahlen & Fakten

Wähleranteil Nationalratswahlen (03):-*
Bundesräte (2007):0 (7)**
Nationalräte(2007):1(200)
Ständeräte(2007):0 (46)

Kandidaten in die­sen Kantonen:
SG, ZH

Gründungsjahr:2007
Mitglieder:ca. 700
Homepage:www.grun liberale.ch
Wahlportal:-
Jungpartei:-


Positionierung:



Quelle: so­to­mo, Uni­ver­si­tät Zürich

Erklärung zur Positionierungs­grafik:

Auf der ho­ri­zon­ta­len Achse be­deu­tet eine Po­si­tion links eine auf So­zia­les aus­ge­rich­tete Po­li­tik (mehr Umverteilung) und eine Po­si­tion rechts eine wirt­schafts­ori­en­tierte Hal­tung (we­ni­ger Umverteilung).

Auf der ver­ti­ka­len Achse be­deu­tet eine Po­si­tion in der obe­ren Hälfte eine Wert­hal­tung der Mo­der­ni­sie­rung und Öff­nung, eine Po­si­tion in der un­te­ren Hälfte eine Wert­hal­tung der Be­wah­rung und Ab­schot­tung (Ab­gren­zung ge­gen­über Fremden).

Die Po­si­tio­nie­rung ba­siert auf den Ab­stim­mun­gen der Jahre 2005/2006 und stellt keine Pro­gnose über die der­zei­tige und zu­künf­tige Po­si­tio­nie­rung dar.


* kei­nen ei­ge­nen An­teil, weil die Kan­di­da­tur auf der Liste der „Grü­nen“ war

** in der Klam­mer steht je­weils die ge­samte Anzahl

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