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Agrarfreihandelsabkommen Schweiz - EU
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Literaturverzeichnis „Bauernzeitung“. (2008). Öffnung zum EU- Markt hat Potenzial. Gefunden am 19. Nov. 2008 unter Link Bundesamt für Statistik [BfS] (2007a). Bundesausgaben für die Landwirtschaft und die Ernährung. Gefunden am 18. Nov. 2008 unter Link Bundesamt für Statistik [BfS] (2007b). Handelsbilanz. Gefunden am 18. Nov. 2008 unter Link Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement [EVD]. (2008). Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich mit der EU. Gefunden am 19. Nov. 2008 unter Link Die Bundesversammlung – Das Schweizer Parlament. (2006). Dossier Agrarfreihandel Schweiz-EU Gefunden am 19. Nov. 2008 unter Link Schweizerischer Bauernverband. (2008). Es gibt kein Naturgesetz für Freihandel. Gefunden am 19. Nov. 2008 unter Link Schweizerischer Bauernverband. (2008). Agrarfreihandel mit der EU: Es geht auch anders! Gefunden am 19. Nov. 2008 unter Link Schweizer Landwirtschaft. (2007). OECD kritisiert Schweizer Agrarsubventionen. Gefunden am 19. Nov. 2008 unter Link Schweizer Landwirtschaft. (2008). Agrarfreihandel mit der EU: SVP droht mit Referendum. Gefunden am 19. Nov. 2008 unter Link |
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Zusammenfassung Seit 2008 verhandelt die Schweiz mit der EU über ein Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich (FHAL). Erklärtes Ziel ist es, die Konsumentenpreise in der Schweiz zu senken und die Schweizer Landwirte langfristig wettbewerbsfähiger zu machen. Durch das Abkommen würden Zölle und andere Handelshemmnisse gegenüber der EU wegfallen und der Schutz der Schweizer Bauern vor Konkurrenz aus der EU wegfallen. Importierte Lebensmittel und Agrarprodukte aus der EU würden dadurch günstiger. Durch den stärkeren Konkurrenzdruck und die günstigeren Vorleistungsimporte würden voraussichtlich auch die Preise der einheimischen Lebensmittel günstiger. Profitieren sollen vor allem die Konsumenten und schliesslich die gesamte Wirtschaft. Vor allem für die Schweizer Bauern wird in der Anfangsphase nach Eintritt des Freihandelsabkommens jedoch ein enormer Einkommensverlust von 33-50% prognostiziert, der vermutlich viele kleine Betriebe zum Aufgeben zwingen würde. Positionen der grossen Parteien Dafür sind CVP, FDP und SP. CVP und FDP möchten freien Handel fördern und von den langfristigen positiven Effekten für die Volkswirtschaft profitieren. Für die SP soll der Agrarfreihandel auch zu einer Annäherung an die EU führen und europapolitische Konflikte beseitigen. Dagegen sind SVP und Grüne. Die SVP ist wegen dem stärkeren Bauernsterben und der geringeren Selbstversorgung klar dagegen. Die Grünen sind sehr skeptisch und sorgen sich um Arbeitsplätze und den Umwelt- und Tierschutz. Einfach erklärt Produktionskette / - stufen Eine Produktionskette ist bspw. die Produktion eines Liters Milch oder eines Kilogramms Käse vom Anfangspunkt der Produktion bis zur Fertigstellung des Endproduktes für den Konsumenten. Eine Produktionsstufe ist ein einziger Produktionsschritt innerhalb einer Produktionskette. Man unterscheidet zwischen vorgelagerten, Hauptproduktionsstufen und nachgelagerten Produktionsstufen. So sind in der vorgelagerten Produktionsstufe u.a. Dünger, Saatgut und Maschinen anzusiedeln. In der Hauptproduktionsstufe findet sich somit bspw. die Herstellung des Rohstoffes Milch und in der nachgelagerten Produktionsstufe die Molkerei und die Metzgerei. Einkaufstourismus Das Phänomen Einkaufstourismus entsteht, wenn inländische Preise von den Konsumenten als zu hoch eingeschätzt werden und diese deshalb nach ausländischen Märkten suchen, welche ähnliche Produkte zu günstigeren Preisen anbieten. Oftmals ist es so, dass die Preise in Nachbarländern so viel tiefer sind, dass es sich lohnt, schnell über die Grenze zu fahren, um dort einzukaufen. In der Schweiz gehen bspw. viele Westschweizer nach Frankreich und viele Ostschweizer nach Österreich oder Deutschland einkaufen. Offener Markt Ein offener Markt bedeutet, dass ein freier Austausch von Gütern gegen Entgelt für alle Marktteilnehmer gilt. Dies heisst vor allem, dass niemand benachteiligt oder gar aus diesem Markt ausgeschlossen werden kann. In unserem Beispiel bedeutet das konkret, dass europäische Produzenten ihre Produkte ohne Benachteiligungen in der Schweiz verkaufen dürfen und die Schweizer Konsumenten ohne Probleme diese Produkte zu denselben Bedingungen wie in den ausländischen Märkten kaufen können. Dies gilt natürlich auch umgekehrt. Protektion / Handelshemmnisse Handelshemmnisse spielen dann eine Rolle, wenn der offene Markt (siehe oben) gerade verhindert werden soll. Eine solche Beeinträchtigung des Marktzuganges nennt man Protektionismus. So gibt es im Wesentlichen zwei Arten von Handelshemmnissen. Auf der einen Seite tarifäre Handelshemmnisse (insb. Zölle sowie Subventionen und Direktzahlungen für Inländer). Andererseits spielen auch die nicht-tarifären Handelshemmnisse eine Rolle. Diese beinhalten meist inländische Vorschriften (oder gar Gesetze), welche den Markteintritt für ausländische Produzenten besonders erschweren. Ein Beispiel dafür ist das strengere Schweizerische Tierschutzgesetz. |
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