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Die Schweiz in der Finanzkrise – Auswirkungen und Massnahmen
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Literaturverzeichnis Bundesrat. (November 2008). Botschaft zu einem Massnahmenpaket zur Stärkung des schweizerischen Finanzsystems. Gefunden am 10. Dez. 2008 unter Link Eidgenössische Finanzverwaltung. (20. November 2008). Konjunkturreport November 2008. Gefunden am 5. Dez. 2008 unter Link Gerber, D., Hess, M. (Dezember 2008). Finanzkrise: Die Schweizer Lösung im internationalen Vergleich. Die Volkswirtschaft – Das Magazin für Wirtschaftspolitik. Gefunden am 5. Dez. 2008 unter Link Hildebrand, Ph. M. (Dezember 2008). Finanzstabilität und die Rolle der Schweizerischen Nationalbank. Die Volkswirtschaft – Das Magazin für Wirtschaftspolitik. Gefunden am 5. Dez. 2008 unter Link Jäggi, S. (Dezember 2008). Volkswirtschaftliche Auswirkungen der Finanzkrise. Die Volkswirtschaft – Das Magazin für Wirtschaftspolitik. Gefunden am 5. Dez. 2008 unter Link Lampart, D. (Schweizerischer Gewerkschaftsbund). (16. Oktober 2008). Blog: UBS-Paket: Notwendig – aber die Auflagen sind viel zu lasch. Gefunden am 28. Dez. 2008 unter Link Schweizerische Nationalbank (11. Dezember 2008). Geldpolitische Lagebeurteilung vom 11. Dezember 2008. Gefunden am 11. Dez. 2008 unter Link Swissinfo.ch (16. Oktober 2008). Interview mit Rudolf Strahm: „Die Gewinne privat, die Kosten dem Staat“. Gefunden am 28. Dez. 2009 unter Link Neue Zürcher Zeitung. (17. Oktober 2008). Nationalbank und Bund helfen der UBS. Gefunden am 4. Dez. 2008 unter Link Neue Zürcher Zeitung. (21. November 2008). Ist ein UBS-Konkurs möglich? Gefunden am 28. Dez. 2008 unter Link |
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Zusammenfassung Die aktuelle Finanzkrise betrifft auch die Schweizer Wirtschaft in grossem Ausmass. Insbesondere die UBS und die Credit Suisse sind durch ihre Tätigkeiten am amerikanischen Markt direkt von der Finanzkrise betroffen. Da die Banken rund 12 % zum Bruttoinlandprodukt beisteuern, wirkt sich der verschlechterte Geschäftsgang dieser Banken direkt auf die Schweizerische Volkswirtschaft aus. Das geschwächte Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der Banken führt zudem zu Liquiditätsengpässen, da sich Banken gegenseitig kein Geld mehr leihen. Neben Auswirkungen auf den Finanzsektor ist auch die Schweizer Realwirtschaft indirekt von der Krise betroffen. Die Unsicherheit über die zukünftige Wirtschaftslage verschlechtert die Konsumentenstimmung, wodurch weniger investiert und konsumiert wird. Da wichtige Handelspartner der Schweiz ebenfalls von der Finanzkrise betroffen sind, sinkt zudem die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten. Um das schweizerische Finanzsystem zu stabilisieren und das Vertrauen in schweizerische Banken zurückzugewinnen wurde ein Massnahmenpaket beschlossen. Die SNB versucht zudem die Liquidität im Geldmarkt durch eine erhöhte Geldmenge und tiefe Zinsen zu fördern. Auch verschiedene Konjunkturprogramme sind im Gespräch. Einfach erklärt Finanzwirtschaft Die gesamte Volkswirtschaft kann in Finanz- und Realwirtschaft unterteilt werden. Die Finanzwirtschaft vermittelt zwischen Unternehmen oder anderen Personen, die Geld ausleihen möchten und Investoren, die Geld anlegen wollen. Die Finanzwirtschaft erfüllt somit einen wichtigen Beitrag für das Funktionieren der Realwirtschaft. Zur Finanzwirtschaft gehören zum Beispiel Banken und Versicherungen. Realwirtschaft Die Realwirtschaft ist der zweite Teil der gesamten Volkswirtschaft. Zur Realwirtschaft gehören alle Unternehmen oder Personen, die reale Güter wie z.B. Brot, Maschinen oder Kleider produzieren. Ebenfalls dazu gehört die Produktion von Dienstleistungen wie z.B. Haare-Schneiden oder Leute mit der Eisenbahn von A nach B zu transportieren. Liquidität/Zahlungsunfähigkeit Liquidität bezeichnet die Mittel, mit denen man kurzfristige Verpflichtungen wie Rechnungen begleichen kann. Geld ist daher immer liquide. Mit einer Aktie oder einem Auto hingegen kann ich in einem Laden nichts kaufen. Ich muss erst die Aktie oder das Auto verkaufen, also gegen Geld tauschen. Je schneller ich etwas verkaufen kann, desto liquider ist es. Die Aktie ist somit normalerweise liquider als ein Auto. Ein Wertpapier wird als illiquid bezeichnet, wenn kein Käufer mehr gefunden werden kann. Dies ist zurzeit bei vielen Finanzprodukten, die auf amerikanischen Hypotheken basieren, der Fall. Hat man trotz grossem Vermögen zu wenig Bargeld um seine anstehenden Verpflichtungen (z.B. Rechnungen) zu bezahlen, ist man zahlungsunfähig. Zweckgesellschaft Eine Zweckgesellschaft ist ein Unternehmen, das lediglich für einen bestimmten Zweck gegründet wurde. Hat das Unternehmen diesen Zweck erfüllt, wird es wieder aufgelöst. Im Falle der UBS hat die Zweckgesellschaft die Aufgabe, die illiquiden Vermögenswerte zu verwalten und zu verkaufen. Pflichtwandelanleihe Eine Pflichtwandelanleihe ist eine spezielle Form von Wertpapier. Bei einer normalen Wandelanleihe gibt der Käufer des Wertpapiers dem Verkäufer ein Darlehen. Dafür erhält er einen festen Zinssatz und das Recht nach Ablauf des Darlehens den geliehenen Betrag zurück zu erhalten. Zusätzlich erhält der Käufer das Recht, das Darlehen in Aktien des Verkäufers umzuwandeln. Der einzige Unterschied einer Pflichtwandelanleihe gegenüber einer normalen Wandelanleihe ist, dass der Käufer nicht wählen kann, sondern das Darlehen in Aktien umtauschen muss. Im konkreten Fall heisst dies, der Bund hat der UBS CHF 6 Mrd. als Darlehen geben, worauf die UBS einen Zins von jährlich 12.5% bezahlen muss (das sind CHF 750 Mio. im Jahr). Nach einer Frist von 30 Monaten erhält der Besitzer der Pflichtwandelanleihe anstelle des Darlehens Aktien von der UBS. Der Bund hat aber nicht die Absicht, Aktionär der UBS zu werden und möchte die Anleihe deshalb vor Ablauf der Frist verkaufen. |
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