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Wirtschaftslage 2010

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Nach der grossen Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die globale Wirtschaft langsam wieder gefangen. Die Schweizer Wirtschaft erholt sich dabei schneller als die europäische, was für die Schweiz grundsätzlich erfreulich ist. Gleichzeitig stellt die raschere Erholung die schweizerische Nationalbank vor ein Problem. Einerseits müsste sie mit dem einsetzenden Aufschwung damit beginnen, die Zinsen zu erhöhen, andererseits würden steigende Zinsen zu einer noch stärkeren Aufwertung des Frankens führen und deshalb die Exportwirtschaft belasten.

Dieser Text gibt zuerst einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Schweiz und derjenigen ihres internationalen Umfelds. Darauf aufbauend wird das Dilemma der Nationalbank erklärt und mögliche Lösungen aufgezeigt.

Aktuelle Wirtschaftslage der Schweiz

Mitte 2008 stürzte aufgrund der Finanzmarktkrise auch die Schweizer Wirtschaft schockartig in eine Rezession. Grund dafür waren vor allem die eingebrochenen Exporte. Weil aber der Konsum auch während der Krise stetig gestiegen ist, war die Schweiz im Vergleich zum Ausland weniger stark von der Krise betroffen.

Erst im vierten Quartal 2009 konnte die Wirtschaft real wieder mit einer jährlichen Wachstumsrate von 2.8% wachsen. Um festzustellen, ob dieses Wachstum einen stabilen Aufschwung darstellt oder lediglich eine vorläufige Erholung, betrachten wir, woher genau dieses Wachstum kommt. Dafür werden die vier Bestandteile des Bruttoinlandprodukts (BIP) analysiert. Diese sind der private Konsum, der Staatskonsum, die Investitionen und die Nettoexporte (Exporte minus Importe). Die genauen Veränderungen dieser Grössen werden abschliessend in einer Tabelle zusammengefasst.



Abb.1: Entwicklung des Schweizer BIP (in Mrd. CHF). Quelle: SECO

Der private Konsum ist der grösste Bestandteil des BIP und ist bereits wieder durchschnittlich gewachsen. Er wuchs mit 1.4%, während das durchschnittliche Wachstum der letzten 10 Jahre 1.5% betragen hat. Mit seinem hohen Anteil am BIP stellt der private Konsum eine wesentliche Stütze der Wirtschaft dar.

Die zukünftige Entwicklung des privaten Konsums ist noch unsicher und hängt stark von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ab. Die Stimmung der Konsumenten ist zwar in den letzten 2 Monaten gestiegen, ist aber weiterhin auf einem sehr tiefen Niveau. Die Konsumenten nennen als Grund dafür vor allem die Unsicherheit ihres Arbeitsplatzes. Zwar hat die Arbeitslosenquote im Januar 2010 mit 4.5% ihren Höchstwert erreicht und ist in den letzten 2 Monaten bereits wieder auf 4.2% gesunken. Da aber im Vergleich zu früheren Rezessionen mehr Personen von Kurzarbeit betroffen sind, könnte die Arbeitslosenquote langsamer als früher zurückgehen. So rechnen einige Ökonomen erst ab 2011 mit einer richtigen Erholung der Arbeitsmärkte. Andere hingegen gehen dank dem starken privaten Konsum von einer raschen Erholung aus.

Der Staatskonsum ist mit 6.9% überdurchschnittlich stark gestiegen, dürfte aber in Zukunft weniger stark wachsen. Das hohe Wachstum des Staatskonsums hat vor allem zwei Gründe. Zum einen zahlt die Arbeitslosenkasse in einer Rezession automatisch mehr aus als in wirtschaftlich guten Zeiten. Zum anderen hat der Bund aber auch Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft (Konjunkturpakete) beschlossen. Diese Massnahmen werden zwar bald auslaufen und die Staatsausgaben deshalb wieder zurückgehen. Da sich aber die Wirtschaft mittlerweile relativ gut erholt hat, sollte dies keinen starken negativen Einfluss auf das zukünftige Wirtschaftswachstum haben.

Die Bruttoinvestitionen sind zwar erheblich gesunken. Für die Beurteilung der Stabilität des Wachstums müssen sie aber in Ausrüstungsinvestitionen (Maschinen, Fabriken, etc.) und Bauinvestitionen (Häuser) unterteilt werden.

Die Ausrüstungsinvestitionen sind in den letzten beiden Quartalen erstmals seit 2007 wieder gewachsen und sprechen für einen stabilen Aufschwung. Im vierten Quartal sind sie sogar mit 15.6% viel stärker gewachsen als durchschnittlich über die letzten 10 Jahre (2.4%). Da Unternehmen grundsätzlich nur dann investieren, wenn sie von steigenden Verkaufszahlen ausgehen, kann dieses Wachstum als Anzeichen für einen stabilen Aufschwung gedeutet werden. Allerdings ist ein Teil dieses Wachstums auf die Erhöhung von Lagerbeständen zurückzuführen. Dies kann seinen Grund darin haben, dass gewisse Produkte nicht verkauft werden konnten und deshalb eingelagert wurden. Trotzdem wird diese Erhöhung der Lagerbestände zu den Investitionen gezählt. Zudem sind die geplanten Einkäufe der Firmen (PMI) bereits wieder so hoch wie mitten im Boom 2007. Hingegen gehen immer noch sehr wenige Aufträge ein, was den Ausblick eher trübt.

Die Bauinvestitionen hingegen waren zwar im letzten Quartal erneut rückläufig. Sie reagieren aber verzögert auf die Konjunktur und sind daher weniger aussagekräftig für die weitere Entwicklung der Wirtschaft.

Die Nettoexporte als letzter Bestandteil des BIP sind im vierten Quartal 2009 mit rund 32% ebenfalls erheblich stärker gewachsen als ihr 10jähriger Durchschnitt (13%). Die Schweiz ist ein exportorientiertes Land. Die Exporte machen rund 50% des BIP aus. Mehr als die Hälfte davon geht in die EU. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage der EU ist die zukünftige Entwicklung der Exporte aber noch sehr unsicher. Ein starker Einbruch der Exporte könnte den Aufschwung bereits wieder abklemmen, wenn das inländische Wachstum nicht genügend robust ist.


Jährliches Wachstum 2009 Q4 Anteil am BIP
BIP 2.8% 100%
Privater Konsum 1.4% 59%
Staatskonsum 6.9% 11%
Bruttoinvestitionen -6.4% 20%
Nettoexporte 32.3% 10%

Tabelle 1: Veränderung der einzelnen BIP-Bestandteile und dessen Anteile am BIP

Zwischenfazit

Der Blick auf die aktuelle Lage der Schweizer Wirtschaft zeigt, dass der gegenwärtige Aufschwung vor allem von den Exporten getragen wird. Das Binnenwachstum hat sich aber ebenfalls bereits etwas erholt. Dennoch sind die wichtigsten Kräfte für den Aufschwung in der Schweiz, der private Konsum und die Exporte, noch von starken Unsicherheiten betroffen, sodass man noch nicht von einem stabilen Aufschwung sprechen kann.

Die meisten Prognosen sind entsprechend vorsichtig optimistisch. So erwarten die Schweizerische Nationalbank (SNB), das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) für das Jahr 2010 ein Wachstum von 0.6 bis 1.5% und für 2011 von 1.4 bis 2%.

Nichtsdestotrotz bleiben einige Ökonomen aber skeptisch und fürchten insbesondere, dass ein erneuter Rückgang der Nettoexporte die Schweizer Wirtschaft schwächen oder sogar wieder in die Rezession treiben könnte. Da über die Hälfte der Schweizer Exporte in die EU gehen, hängt die künftige Entwicklung der Nettoexporte stark von der wirtschaftlichen Lage der EU-Länder ab. Im Folgenden wird deshalb auch die aktuelle Situation der europäischen Wirtschaft dargestellt.

Internationales Umfeld

Während sich die USA stärker zu erholen scheint als die Schweiz, hinkt der Aufschwung in der EU ein wenig hinterher. In Spanien und Irland beispielsweise ist eine mit den USA vergleichbare Immobilienkrise eingetreten und sorgt in diesen Ländern noch immer für ein negatives Wirtschaftswachstum. Zudem wird die Wirtschaft der EU weiterhin wesentlich durch staatliche Massnahmen gestützt. In vielen Ländern ist deshalb die Staatsverschuldung stark gestiegen. Griechenland steht gar kurz vor dem Staatsbankrott. Eine hohe Verschuldung macht in naher Zukunft Sparmassnahmen des Staates nötig. Die tieferen Staatsausgaben aufgrund dieser Sparmassnahmen schwächen aber wiederum das Wirtschaftswachstum. Ein weiteres Problem ist schliesslich auch die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit in vielen Staaten der EU.

Da sich die EU im Vergleich zur Schweiz offensichtlich weniger schnell von der Krise erholt und gleichzeitig das Schweizer Wirtschaftswachstum noch nicht sehr stabil ist, steht die Schweizerische Nationalbank vor einem Problem, das im folgenden Abschnitt genauer erläutert wird.

Das Dilemma der SNB

Aufgabe der Nationalbank

Die Nationalbank hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Preise in der Schweiz nicht zu stark steigen. Die Preise steigen meistens in einer Boomphase, denn da ist die Nachfrage nach Gütern grösser als das Angebot. Die Unternehmen kommen an ihre Kapazitätsgrenzen und erhöhen die Preise. Die SNB kann der Preiserhöhung entgegensteuern, indem sie die Zinsen erhöht, was dazu führt, dass die Firmen weniger investieren. Dies reduziert die Güternachfrage und somit steigen die Preise weniger stark.

Rolle der Nationalbank in der Krise

Um die Wirtschaft zu stützen, hat die Nationalbank in der Krise die Zinsen massiv gesenkt. Dadurch konnten die Firmen und Haushalte Kredite und Hypotheken zu günstigen Konditionen aufnehmen und es wurde entsprechend mehr investiert und gebaut. Da sich die Wirtschaft in der Krise befand, waren die meisten Firmen nicht ausgelastet und erhöhten deshalb auch ihre Preise nicht. Die Schweiz befindet sich vermutlich auch wegen den tiefen Zinsen mittlerweile wieder im Aufschwung.

Mit dem Aufschwung droht Inflation

Mit dem Aufschwung steigt nun aber die Auslastung der Wirtschaft wieder. Weil der Effekt der Zinserhöhung erst nach etwa 2½ bis 3 Jahren eintritt, müsste die Nationalbank eigentlich bereits jetzt oder bald damit beginnen, die Zinsen zu erhöhen, um in Zukunft starke Preisanstiege zu vermeiden. Steigende Zinsen würden zwar Investitionen verteuern und deshalb den Aufschwung etwas bremsen. Da die Zinsen im Moment jedoch sehr tief sind, würde eine kleine Anpassung der Zinsen die wirtschaftliche Erholung vermutlich nicht gefährden.

Das Problem der SNB sind aber die Auswirkungen steigender Zinsen auf die Wechselkurse.

"Nebenwirkung" steigender Zinsen

Wenn die Nationalbank ihre Zinsen anhebt, wird es in der Schweiz im Vergleich zur EU attraktivere Zinsen geben, da die europäische Zentralbank (EZB) aufgrund der langsameren Erholung der EU ihre Zinsen noch unverändert tief lässt. Für Anleger wird es deshalb interessanter, ihr Geld in der Schweiz anzulegen und sie werden ihre Euros in Schweizer Franken umtauschen. In der Folge wird der Schweizer Franken noch stärker d.h. der Eurowechselkurs sinkt.

Das bedeutet zwar, dass man für einen Franken mehr Euros bekommt und somit im Euroraum mehr als vorher kaufen kann. Gleichzeitig gilt aber natürlich umgekehrt, dass Europäer für einen Euro weniger Franken bekommen und sie in der Schweiz damit weniger kaufen können. Schweizer Produkte werden also für europäische Haushalte und Firmen teurer. Sie werden deshalb weniger Maschinen, Uhren, Medikamente, Schokolade usw. aus der Schweiz kaufen, weshalb die Nettoexporte der Schweiz zurückgehen.

Eine Aufwertung des Frankens wäre im Moment besonders ungünstig, weil sich der Franken aufgrund der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung Griechenlands und den anderen europäischen Staaten mit Finanzproblemen bereits stark aufgewertet hat.

Fazit

Das Dilemma der SNB ist damit das Folgende. Einerseits müsste sie die Zinsen bald einmal anheben um zukünftige Preisanstiege zu verhindern, anderseits würden Zinssteigerungen den Franken weiter aufwerten und dadurch der Exportindustrie schaden.

Verschärfend kommt hinzu, dass sich die Schweizer Wirtschaft erst gerade von einer relativ schweren, wenn auch kurzen Rezession erholt. Unter „normalen“ Umständen wäre eine weitere Aufwertung des Schweizer Frankens für den Exportsektor zwar „schmerzhaft“, für die gesamte Wirtschaft aber durchaus tragbar. In der aktuellen Situation besteht aber die Gefahr, dass steigende Zinsen zu einem erneuten Einbruch der Exporte führen und dadurch den Aufschwung gefährden.

Entscheidend ist also, wie stark die Exporte in Folge einer Aufwertung des Schweizer Frankens einbrechen würden und ob die Binnenwirtschaft bereits genügend stark ist, um einen solchen Einbruch verkraften zu können.


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Zusammenfassung

Die Schweiz hat sich von der glo­ba­len Fi­nanz­krise er­holt, die Wirt­schaft wächst wie­der. Stei­gende Aus­rüs­tungs­in­ves­ti­tio­nen und ge­plante Ein­käufe der In­dus­trie spre­chen für einen Aufschwung. Die­ser ist aber wegen der tie­fen Auf­trag­s­ein­gänge und der schwie­ri­gen Wirt­schafts­lage in der EU mit Un­si­cher­hei­ten behaftet.

Die Schwei­zer Wirt­schaft wächst stär­ker als die eu­ro­päi­sche, weil die ak­tu­el­len Kri­sen in der EU den Aufschwung brem­sen. Des­halb ist zu er­war­ten, dass die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank den Leit­zins tief hält. Dies schafft für die Schwei­ze­ri­sche Nationalbank eine be­son­dere Her­aus­for­de­rung, denn so­lange die Zin­sen tief blei­ben, wird die Inflation in Zu­kunft stark an­stei­gen. Um dies zu ver­hin­dern, könnte sie den Leit­zins er­hö­hen. Dann würde der Fran­ken ge­gen­über dem Euro an Wert ge­win­nen, was zur Folge hät­te, dass Schwei­zer Pro­dukte für das Aus­land teu­rer wer­den und die Exporte ein­bre­chen könn­ten. Dies könnte den Aufschwung ab­wür­gen. Lässt die SNB hin­ge­gen die Zin­sen eben­falls tief, ris­kiert sie eine hohe Inflation, aber dafür (zu­min­dest kurz­fris­tig) keine ne­ga­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf das Wirt­schafts­wachs­tum. Die SNB muss nun ein­schät­zen, wel­che Ef­fekte stär­ker wiegen.

Einfach erklärt

Was ist das Brut­to­in­land­pro­dukt (BIP)?

Das BIP ist der Wert aller Güter und Dienst­leis­tun­gen, die wäh­rend eines be­stimm­ten Zeit­raums (nor­ma­ler­weise über 1 Jahr ge­rech­net) in einem Land pro­du­ziert werden.

Beispiel aus dem Alltag:

Ein Bauer ver­kauft einem Bä­cker Zuta­ten für 60 Fr. Mit der Hälfte die­ser Zuta­ten bäckt der Bä­cker Bro­te, die er für total 50 Fr. verkauft.

Für das Bruttoinlandprodukt rech­net man nun den Um­satz aller in der Wirt­schaft ge­han­del­ten Güter zusammen:

60 Fr. (Zutaten)

+ 50 Fr. (Brote)

= 110 Fr. Total

In den 50 Fr. für die Brote sind aber die 30 Fr. (60 Fr. / 2) für die Zuta­ten be­reits ent­hal­ten. Damit diese 30 Fr. nicht dop­pelt ge­zählt wer­den, zieht man sie am Schluss wie­der ab. Die Zuta­ten sind in dem Fall Vor­leis­tun­gen des Brots. Das Bruttoinlandprodukt be­trägt also:

110 Fr. (Um­satz gesamt)

- 30 Fr. (Zuta­ten im Brot = Vorleistungen)

= 80 Fr. BIP

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist nicht nur gleich dem Wert der Menge aller pro­du­zier­ten Gü­ter, son­dern immer auch gleich dem Wert der Menge aller kon­su­mier­ten Gü­ter. Denn nur was vor­her pro­du­ziert wurde kann nach­her auch kon­su­miert werden.

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