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Portrait 2011: Grüne
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Allgemeine Ausrichtung Die Grünen setzen sich für den Schutz der Umwelt, den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und für soziale Gerechtigkeit ein. Dabei sind ihr die Werte Langfristigkeit, Qualität, Solidarität und Vielfalt besonders wichtig. Positionen zu wichtigen politischen Fragen Zum Thema Verkehrspolitik sagt die Grüne, dass beim Strassenverkehr das Verursacherprinzip gestärkt werden soll. Zudem kommen Tariferhöhungen für den Bahnverkehr durchaus in Frage, solange dadurch der Wettbewerbsvorteil gegenüber dem motorisierten Privatverkehr nicht verschlechtert wird. Das Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) soll in Zukunft stark verbessert werden; am besten durch einen EU-Beitritt. Dieser ist gemäss den Grünen nötig, um in der EU aktiv mitbestimmen und Einfluss nehmen zu können. Vorbehalte macht die Grüne nur bezüglich direktdemokratischen Rechten (Referendum und Initiative), die es weiterhin zu schützen gilt. Bezüglich Energiepolitik fordert die Grüne die drei E für die Energiewende: Einsparungen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Aus der Atomenergie soll bis spätestens 2029 ausgestiegen werden. Die Grüne will in der Gesundheitspolitik nachhaltige Lebensbedingungen schaffen und gesundheitsgefährdende Entwicklungen bekämpfen. Wichtigste Anliegen in diesem Kampf sind saubere Luft, wenig Lärm, gute Wohn- und Arbeitsbedingungen, eine gesunde Ernährung und genügend Bewegung für die Schweizer Bevölkerung. Konkret fordert sie einkommensabhängige Krankenkassenprämien. Bezüglich öffentlicher Sicherheit sagt die Grüne: Prävention statt Repression. Sie unterstützt Massnahmen und Projekte, die gegenseitiges Verständnis, Toleranz und Respekt fördern. Um die soziale Sicherheit zu gewährleisten, fordert die Grüne eine menschenwürdige Existenz für alle. Für Kranke, Alte oder Arbeitslose sollen genügend Nahrungsmittel, eine Unterkunft, Kleider und medizinische Versorgung sichergestellt werden. Die Sozialwerke sollen dafür zu einer einzigen Institution vereinheitlicht werden. Die Grünen wollen eine Familienpolitik, welche auch den neuen Familienmodellen Rechnung trägt. Vor allem der Gleichstellungsgedanke von Mann und Frau soll in der Familienpolitik ein wichtiger Leitfaden für die einzelnen Massnahmen sein. In der Ausländerpolitik fordert die Grüne für alle Menschen ein Recht, sich irgendwo niederzulassen. Die Einteilung von Migranten in EU-Angehörige und Hochqualifizierte einerseits, sowie in Menschen aus der restlichen Welt und mit anderen Qualifikationen andererseits, soll gestoppt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt der Ausländerpolitik bildet die Integration. Weiter sollen Chancengleichheit und Mitbestimmungsrecht eine Voraussetzung sein, ganz im Gegensatz zu Diskriminierung und Ausgrenzung. Künftige Finanzkrisen sollen über eine strengere Bankengesetzgebung verhindert werden. Das Kreditwesen muss reformiert werden. Die Grünen sind für eine Steuer auf Finanztransaktionen (Tobinsteuer), welche die kurzfristige Spekulation eindämmt und Mittel für Arbeitslose und Armutsbetroffene schafft.
Vimentis Publikationen zu diesem Thema
Literaturverzeichnis [ ein-/ausblenden ] |
Zahlen & Fakten Wähleranteil Nationalratswahlen (2007): 9.6 % Bundesräte (2011): 0 (7)* Nationalräte (2011): 20 (200) Ständeräte (2011): 2 (46) Gründungsjahr: 1983 Mitglieder: ca. 6’500 Homepage: www.gruene.ch Jungpartei: Junge Grüne www.jungegruene.ch Positionierung: ![]() Politische Landkarte Quelle: Vimentis Erklärung zur Positionierungsgrafik: Auf der horizontalen Achse bedeutet eine Position links eine auf Soziales ausgerichtete Politik (mehr Umverteilung) und eine Position rechts eine wirtschaftsorientierte Haltung (weniger Umverteilung). Auf der vertikalen Achse bedeutet eine Position in der oberen Hälfte eine Werthaltung der Modernisierung und Öffnung, eine Position in der unteren Hälfte eine Werthaltung der Bewahrung und Abschottung (Abgrenzung gegenüber Fremden). * in der Klammer jeweils die gesamte Anzahl |
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