David Bolliger

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Januar 2012 Kommentar zu
Littering: Wie lösen wir dieses Problem?
Zur Verminderung des Littering-Problems braucht es wohl ein ganzes Paket, nicht nur Einzelmassnahmen.
An​fangen muss es wohl bereits bei der Erziehung der Kinder. Einerseits müssen die Eltern Vorbilder sein für ihre Kinder und den Abfall dorthin entsorgen, wo er hingehört. Andererseits muss in allen Schulen ein vorbildliches Abfallkonzept vorhanden sein und das Littering und dessen Folgen auch im Unterricht thematisiert werden.
Die Kommunen sind alsdann aufgerufen, auf öffentlichem Grund genügend Abfallentsorgungsmögl​ichkeiten zur Verfügung zu stellen. Gleiches gilt auch für die öffentlichen Verkehrsmittel. Wer einen Abfalleimer weitherum suchen muss, der kommt eher in Versuchung, den Abfall auf den Boden zu werfen.
Das Problem bei der Ursache anpacken ist eine gute Idee. Dabei würde ich aber noch einen Schritt weiter zurück gehen als nur zu den Personen, welche Abfall wegwerfen. Bei allem was Land auf Land ab so weggeworfen wird, sollten Alternativen oder Massnahmen überlegt werden, dass diese nicht mehr am Boden landen (Pfand, Registrierung des Käufers, etc.). Die grossen Verursacher von Littering (Fast Food-Ketten, Gratiszeitungen, Getränkeproduzenten) könnten dazu angehalten werden, für ihre Produkte entsprechende Ideen umzusetzen. Eine kostendeckende Beteiligung solcher Firmen an der Abfallbeseitigung wäre eine Alternative.
Damit Strafen für Litterer abschreckend wirken, müssten die Bussen viel höher, in der ganzen Schweiz einheitlich und ohne grossen administrativen Aufwand zu fällen sein (Ordnungsbussen). Gerade bei Entsorgungen von ganzen Abfallsäcken finden sich im Innern häufig Hinweise auf den Verursacher. Wiederholungstäter zu einer gewissen Anzahl Stunden Abfallbeseitigung zu verurteilen kann sicher auch abschreckend wirken. Wenn man dazu noch den Stundenplan im Internet veröffentlicht (wer, wo, wann, wie lange), dann erst recht…
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