Abstimmungen, Initiativen > National,

Alle Autos verbieten... - Sicher ist sicher!

Artikel weiterempfehlen



Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Viel zu oft pas­sie­ren tra­gi­sche Er­eig­nisse im Stras­sen­ver­kehr. Men­schen müssen ihr Leben las­sen, weil an­dere Men­schen mit ihrem Auto viel zu schnell oder mit zu viel Al­ko­hol un­ter­wegs sind. Jeder die­ser Unglücksfälle ist einer zu viel. Und es ist un­be­strit­ten, dass alles Mögliche zur Erhöhung der Ver­kehrs­si­cher­hei​t un­ter­nom­men wer­den muss. Gleich­zei­tig blei­ben aber Macht­lo­sig­keit und Ge­wiss­heit, dass es uns nie ge­lin­gen wird, sol­che Schicksalsschläge vollständig zu ver­hin­dern. – Müsste man die Autos ver­bie­ten? Oder müsste man die Er­laub­nis für ein Auto nur noch gegen einen ent­spre­chen­den Bedürfnisnachweis er­tei­len?

Ob ich das im Ernst meine? – Natürlich nicht. - Aber ein durchaus vergleichbares Konzept verfolgt die Waffeninitiative, über die das Schweizer Volk am 13. Februar 2011 abstimmen wird. Ich lehne diese Initiative ab. Nicht nur, weil auch in diesem Bereich mit dem strengsten Gesetz tragische Ereignisse nie komplett verhindert werden können. Sondern vor allem auch, weil damit flächendeckend Waffenbesitzer gestraft werden, für die der verantwortungsbewusst​e Umgang mit einer Waffe eine Selbstverständlichkei​t ist.

Vielmehr zeigt doch der bereits eingeschlagene Weg in die richtige Richtung: Waffenregister, die Möglichkeit zur freiwilligen Dienstwaffenabgabe im Zeughaus, der Verzicht auf die Abgabe von Taschenmunition, die vertiefte Abklärung bei Waffenempfängern (Rekruten) usw. Die Initiative verteilt hingegen dort Fesseln, wo der Handlungsbedarf am geringsten ist, und greift genau dort nicht, wo das kriminelle Potenzial am grössten ist. Sie straft deshalb die Falschen.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

40%
(5 Stimmen)
Georg Stamm sagte February 2011

Mit der Einführung von 30-er Zonen in Wohngebieten könnten wesentlich mehr Menschen gerettet werden als mit dieser Waffen"schutz"-Init​iative. Nebenbei denke ich auch noch an Katzen und Hunde. Wer Haustiere hat weiss, dass einem die mehr bedeuten können als mancher Mensch.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

56%
(9 Stimmen)
Rolf Müller sagte February 2011

Helmut Barner
1500 Armeewaffen sollen jährlich verschwinden? Woher habe Sie denn diese Zahlen?
Würde das tatsächlich zutreffen, wäre das tatsächlich bedenklich - bloss diese Zahl ist wohl nur Wunschdenken bzw. Propagande der Pro-Seite.

Jetzt aber ein Argument für Waffen: Suizid ist ein Menschenrecht. Das hat das oberste europäische Gericht wieder bestätigt. Wenn Suizid also ein Recht darstellt, warum wollen wie diesen denn mit allen Mitteln verhindern?
Oder gibt es den guten Suizid, z.B. mit dem Zug, und den schlechten mit der Waffe? Ich bin der Ansicht, dass das Kapitel Suizid jetzt geschlossen werden sollte, damit die echten Argumente wieder besprochen werden können.

Die ganzen Pro-Argumente sind für mich genau so fadenscheinig, wie die Kontra-Argumente für die Befürworter.
Das einzige Pro-Argument, das für mich logisch ist, ist die Tatsache, dass sowohl SP als auch GSoA die Armee abschaffen wollen. Und die Entwaffnung ist nun mal ein logischer Schritt dazu. Alles andere ist Beilage.

Blickt man in der Geschichte zurück, so sind es immer Waffen, die uns vor Tyrannei geschützt oder befreit haben. Das war gestern so und das wird in 1000 Jahren immer noch so sein. Daraus resultiert die Frage: wollen uns die SP und GSoA tyrannisieren? Der scharze Block hat damit ja schon mal begonnen.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

29%
(7 Stimmen)
Helmut Barner sagte February 2011

Missbrauch von Waffen, das bekämpft die Initiative! Und noch immer warte ich auf die Argumente, wie die Gegner den Missbrauch bekämpfen wollen. Jährlich verschwinden 1500 Militärwaffen in der Schweiz spurlos! Sie hätten längst Zeit gehabt, dies zu verhindern. Taten es nicht. Was alles mit diesen Waffen geschieht, man kann es sich kaum vorstellen! Drum: Waffen nach dem Militärdienst abgegen, einsammeln. Nur das geht. Sie schaffen das ja nicht einmal mit der Munition!




Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

20%
(5 Stimmen)
Helmut Barner sagte February 2011

http://www.sek.ch/med​ia/pdf/themen/Waffeng​ewalt/SEK_Waffengewal​t_10Fragen_de.pdf
Si​nd denn die Kirchen auch Vaterlandsverräter und Schurken? Ich glaube eher, gerade sie ziehen die Schlüsse aus dem Umgang mit den Opfern all der Gewalt, die durch Waffenbesitz in unserem Lande ausgeübt wird. Denen ist nicht egal, ob ein paar mehr oder weniger sich umbringen oder umgebracht werden, wie es einige Gegner diesen sinnvollen Initiative tun. Darum klar, hört auch auf die Stimme der Menschlichkeit!


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

67%
(6 Stimmen)
J. Nyffeler sagte January 2011

Sehr geehrter herr Landolt
Immer sind es die Raucher, Alkoholkonsumenten und Autofahrer, die man Bestrafen will.
Kein Wunder haben wir leere Kassen in der AHV/IV und so weiter.
Ich Meine, dass man eher wieder auf den normalen gesunden Menschenverstand zurück greifen sollte, dann käme auch alles wieder in Ordnung.
Ich persönlich sehe Frauen und Väter, die mit Ihren kleinen Kinder und Babys in diesen kleinen Veloanhängern, durch die Hauptstrasse Fahren und studieren nicht einmalö soweit, wie die Kleinen völlig Ahnungslos die Abgase einatmen.
Überall höre ich ständig Abgas, Umwelt, Klimaerwärmung und und und
Haben wir wirklich keine anderen Probleme ?
Tatsache ist, dass man eher mal das Volk aufklärt, worüber man ja nicht zuviel wissen sollte.
Wie lange, möchten einige Politiker noch das Volk verar.....?
Heute muss man sich nicht mehr Schweizer nennen, sondern Eidgenoss!!!
Den den Pass kriegt ja auch bald jeder, während unser Volk mittlerweile keine Arbeit mehr hat (Siehe Ausgesteuerte und Lehrlinge), die sich Tagsüber auf den Strassen Kaffees usw. Aufhalten
Das Altbewährte war immer noch das Beste.
Freundliche Grüsse


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

75%
(12 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte January 2011

Sehr geehrter Herr Barner

Ich stemple Sie keineswegs als Armeegegner ab, sondern als Waffengegner! Diese unsägliche Entwaffnungsinitiativ​e wird jeden einzelnen legalen Waffenbesitzer direkt treffen. Von der Luftpistole mit über 7,5 Joule bis hin zum Schweizer Armeesturmgewehr wird jeder Furz, der mit dem Schiesssport in Zusammenhang steht an einen Bedarfsnachweis gekoppelt sein.
Nun, der einzige Bedarf, den unbescholtene, gesetzestreue Bürger haben sollten, ist der Gang zur Toilette, aber sicherlich nicht ihre Freizeitgestaltung, Sportausübung oder Geltendmachung verfassungsmässig deklarierter Rechte!


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

70%
(10 Stimmen)
Werner Amsler sagte January 2011

Weniger Sicherheit mit Waffenverbot!!
Die Initiative für „Schutz vor Waffengewalt“ will den privaten Besitz von Waffen praktisch verbieten. So genügt das Bedürfnis nach Selbstverteidigung nicht mehr um eine Waffe zu besitzen. Dem Bürger soll also das Recht, sich in den eigenen vier Wänden zu verteidigen, genommen werden. Mit der Entwaffnung der Bürger steigt dafür die Sicherheit der Kriminellen. Dass dadurch die Kriminalität steigt, zeigen die Beispiele von England, Kanada, Australien und der USA. In jedem dieser Länder haben die Gewaltverbrechen massiv zugenommen, nachdem die Waffen stark reguliert oder verboten wurden. Die Suizidrate verringerte sich jedoch nur marginal und nicht höher als der allgemeine Trend. Die Gewaltverbrechen wurden erst wieder massiv reduziert, als die USA Ende der 80er Jahre sukzessive das Waffentragen wieder erlaubten. Als Folge der steigenden Kriminalität ruft man dann nach mehr Polizei und man braucht dann bald hinter jeder Hausecke einen bewaffneten Beamten mit enormen Folgekosten. Da stört mich die Schrotflinte meines Nachbarn weniger



Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

77%
(30 Stimmen)
Rolf Müller sagte January 2011

Alle reden von Mord und Totschlag.

Waffen sind keine Spielzeuge. Waffen haben eine zerstörerische Gewalt.
Aber: Schiessen macht eben doch Spass.
Sich einfach mal über Kimme und Korn (Diopter und Ringkorn) auf einen Punkt zu konzentrieren, sich mit der richtigen Atemtechnik selbst zur Ruhe zu bringen und den Puls zu senken, mit kontrolliert zunehmendem Druck auf den Auslöser eine gewaltige Kraft entfalten und das Geschoss zielgenau mitten auf die Scheibe abzuschiessen - DAS ist Waffeneinsatz.
Mal mit einem Stgw 90 "käpseln" oder mit einem alten Karabiner oder Stutzer direkt mit Stahlkappe an der Schulter, mal eine KK-Pistole, 9 mm Parabellunm oder eine 45 WinMag - da macht das Herz einen Sprung.
Und all das kann einfach auf einem Schiessstand stattfinden. Gefahrlos für die Umwelt weil ein versierter Sprotschütze sich an STRIKTE REGELN hält, sich daran halten MUSS. Alte und junge Schützen kontrollieren und korrigieren sich gegenseitig, geben sich Tipps und Anregungen.

Wie aber könnte ich solch spassige Freizeitbeschäftigung​ aber begründen? Wie soll ich ein Bedürfnis nachweisen für etwas, was viele als völlig unnötig ansehen. Wie soll ich begründen, dass ich spass an grosskalibrige Waffen habe?
Und genau da setzt die Initiative an. Mit solch unpräzisen formulierungen wie "Bedürfnisnachweis"​ soll uns Schützen weisgemacht werden, dass für uns alles beim alten bleibt. In der Ausführung des Gesetzes heisst es dann einfach: KK = zulässig, ab 6 mm Geschossdurchmesser = unzulässig. Das Ziel ist ganz klar: Alles was Spass macht (weil's einfach richtig knallt!) wird verboten - also wird das was nicht so viel Spass macht auch aufgegeben.
Und dann gehen wir alle zum Paintbal und schiessen nicht mehr auf Scheiben sondern auf Menschen weils so lustig ist und auch gar nicht gefährlich. Und all das, was ich mal gelernt habe - auf Menschen schiesse man nicht - gilt jetzt als Trendsport.

Bedürf​nisnachweis tönt so schrecklich langweilig nach Vernunft. Weder Waffen noch grosse Autos oder Motorräder sind aber vernünftig - und machen eben doch Spass.

Und sich selber oder andere Menschen erschiessen (oder überfahren) ist doch eigentlich gar kein Thema! Und doch passiert's leider immer wieder, dass einer die Beherschung verliert, sich über grundlegende physikalische oder moralische Gesetze hinwegsetzt oder ganz einfach nicht aufpasst beim Entladen oder Kurvenfahren - und dann, wenn's blöd läuft, gibt's Verletzte oder Tote.

Für die wenigen, die unsere Regeln aber in gröbster Weise mit Füssen treten gibt es bereits genügend Gesetze um Waffen und Fahrzeuge einzuziehen oder deren Gebrauch zu verbieten. Und da ist unsere Justiz gefordert. Anders geht es in eiem Rechtsstaat nicht - oder gilt neuerdings die Schuldvermutung!

L​iebe SP, liebe Grüne und GSoA
Wird demnächst auch ein Bedürfnisnachweis für Motorräder und Autos eingeführt? Denn auch diese können "töten" und sind nun wirklich "voll sinnlos" - machen aber unheimlich spass.
Die Initiative könnte dann heissen "Freiheit für alle" - passt nicht, ich weiss. Aber "Schutz vor Waffengewalt" passt ja eigentlich auch nicht.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

68%
(25 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte January 2011

Die meisten? Herr Meier, liefern Sie bitte Zahlen und Fakten... und zwar keine selbstzurechtgebogene​n, sondern offizielle Zahlen! Glauben Sie ernsthaft, dass gewalttätige Personen das Erteilungsprocedere für einen Waffenerwerbschein durchlaufen und bestehen? Hinderungsgründe für den Waffenerwerb/Waffenbe​sitz nach Art.8 des Waffengesetzes gab es bereits zu den goldenen Zeiten des Waffengesetzes als in über der Hälfte aller Schweizer Kantone noch fast alles frei ab 18 Jahren erwerbbar war.
Die Vollzugsorgane hatten seit jeher wie heute auch die Möglichkeit der Waffenbeschlagnahmung​ bei gewalttätigen Personen.
Wenn dies nicht umgesetzt wurde/wird, dann ist dies kein Verfehlen des bereits heute überstrengen Schweizer Waffengesetzes, sondern der Vollzugsbehörden.
In​ dieser Initiative geht es in keinster Weise um Gewalt und deren Prävention, denn andere Länder haben mit ähnlichen Waffenrechtsverschärf​ungen bereits vor Jahrzehnte klar gezeigt, dass mit solchen Müllparagraphen kein Promille mehr an Sicherheit dazugewonnen werden kann.
In dieser Initiative geht es nur darum unbescholtene, gesetzestreue Waffenbesitzer zum Sündenbock zu machen, damit irgendwelche profilierungssüchtige​ Schreibtischtäter mithilfe gefälliger Medien billigen Wählerapplaus ernten!


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

59%
(29 Stimmen)
sagte January 2011

Die Diskussion um die Armeewaffe im Zusammenhang mit der Waffenschutz-Initiati​ve zeigt wie verlogen die Kampagne der Befürworter aus dem GSoA-Lager ist. Armeewaffen sind nicht das Problem bei den Tötungsdelikten! Die meisten Tötungsdelikte werden von Ausländern begangen.

Hier könnt ihr euch die Polizeiliche Kriminalstatistik 2009 anschauen:

http://​www.dailytalk.ch/trug​erischer-schutz-vor-w​affengewalt/

und hier:

http://www.d​ailytalk.ch/mythos-vo​m-schutz-vor-waffenge​walt/


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

59%
(34 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte January 2011

Unredliche Waffen-Initiative
Es​ ist bedenklich, dass man mit der Initiative mehr Sicherheit vorgaukelt, als wirkliches Ziel jedoch die Abschaffung unserer Milizarmee auf Raten anstrebt. Damit hätte die Schweiz entweder gar keine Armee oder dann eine Berufsarmee. Eine Berufsarmee – mit ihren einseitig orientierten Mitgliedern – führt aber leicht zu einer isolierten Macht im Staat, wie das viele negative Beispiele im Ausland zeigen. Die für die eigene Bevölkerung sicherste Armee ist und bleibt jedoch die vom Grossteil aller Bevölkerungsschichten​ getragene Milizarmee. Deshalb bin ich vehement gegen eine Berufsarmee!

Das geforderte zentrale Waffenregister ist bereits weitgehend umgesetzt, was bewusst verschwiegen wird. Mit Stichtag vom 11.12.2009 mussten - in Anlehnung an das schweizfremde Schengen-Abkommen - der Kantonspolizei des Wohnkantons alle Waffen ab Herstellungsjahr 1870!! gemeldet werden. Ausgenommen waren die mit Waffenerwerbsschein erworbenen oder vom Bund erhaltenen Waffen. D.h., nun sind also ausgerechnet alle rechtens erworbenen und/oder als Dank vom Bund geschenkten Waffen bereits registriert. Glaubt wirklich jemand, Kriminelle - gleich welcher Herkunft - hätten ihre illegalen Waffen angemeldet?!

Noch unglaublicher kommt es mit dem sog. Bedürfnisnachweis, das heisst, wer kein Bedürfnis für eine Waffe nachweisen kann, ist nicht mehr besitzberechtigt. Man gibt sich grosse Mühe den Sportschützen und Jägern glaubhaft zu machen, sie wären vom neuen Gesetz nicht betroffen. Ja richtig, nicht betroffen, bis ein Sportschütze oder Jäger seine Lizenz nicht mehr löst und damit zu all den Schweizern gehört, welche die Waffen dem Staat abliefern müssen. Von einer realistischen Zahl von ca. 3,5 Millionen Waffen ausgehend würde der Rückkauf den Bund ca. 2 Milliarden Fr. kosten! Klar, dass diese Tatsachen durch die Initianten bewusst verschwiegen werden!

Betreffend​ die traurigen Suizide bin ich aus beruflicher Erfahrung überzeugt, dass weniger Waffen kaum weniger Suizide bedeuten. Es wird vielmehr - wie im Ausland beobachtet - zu einer Verschiebung innerhalb der Suizidmethoden kommen. D. h., es werden noch mehr Lokomotivführer mit einer Traumatisierung leben müssen, weil sie mit ihrer Lokomotive einen Menschen verstümmelt haben. Ist das eine Lösung?!
Ich werde die unredliche, den ehrlichen Bürger kriminalisierende, unnütze, nicht praktikable und sehr teure Initiative mit Überzeugung verwerfen.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

39%
(51 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte December 2010

Sehr geehrter Herr Breitler

Haben Sie sich schon mal die Frage gestellt, ob mit dieser Entwaffnunsginitiativ​e nicht noch mehr Opfer generiert werden?

So makaber dies auch in Ohren klingen mag, aber ich nehme lieber ein paar Schusswaffensuizide in Kauf (würden ohne Schusswaffe sowieso eine andere Selbstmordmethode wählen) als im Fall eines gewalttätigen Angriffes meine Familie nicht mit effizienten Mitteln schützen zu können!


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



61%
(62 Stimmen)
Filip Winzap sagte December 2010

Ich bin kein Freund von ewiger Schwarzmalerei. Es ist sowohl blauäugig zu denken nur mit dieser Initiative könnten Morde verhindert oder auch die Armee abgeschafft werden. Dafür braucht es einiges mehr.

Für mich steht die Frage im Raum ob wir eine Gesellschaft in Waffen sein wollen oder nicht. In Amerika werden Waffen zum Selbstschutz getragen, da abgelegene Regionen aus der Schutzzone der Polizei fallen. Diese Gefahr besteht in der Schweiz nicht. Die Gefahr eines Krieges in Europa, welche mit Sturmgewehr und Pistole geführt wird besteht ebenfalls meines Erachtens kaum. Daher frage ich mich für was wir heute Waffen tragen? Wer damit zum Spass in einem Schützenverein Schiesssport betreiben will darf das auch weiterhin gerne tun. Ein Eintrag in ein Register bedeutet nicht den Tod. Sie haben bereits mehr Spuren mit einem Kommentar im Internett hinterlassen als sie je in diesem Register haben werden.

Meines Erachtens sollten wir jede Möglichkeit, einigen unverantwortlichen Menschen eine Waffe zu entziehen, wahrnehmen. Für alle verantwortungsbewusst​en Waffenträger besteht weiterhin die Möglichkeit durch Registrierung eine Waffe zu behalten.

Zum Schluss noch folgendes: Auch ich habe ein Sturmgewehr und eine Pistole zu Hause. Am Anfang habe ich es noch toll gefunden meinen Kollegen zu erzählen, dass ich eine Waffe zu Hause habe. Heute habe ich dieses Bedürfniss nicht mehr allzu stark. Ich würde sie nicht freiwillig abgeben, dafür bin ich zu eitel. Aber einen Vorteil habe ich davon auch nicht, lediglich einen gefährlichen Staubfänger mehr in meinem Schrank.

Daher lieber weg damit. Schaden wird es Niemandem und nützen könnte es vielleicht Jemandem.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Antworten auf diesen Beitrag

40%
(10 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte December 2010

Sehr geehrter Herr Winzap

Man braucht nicht in eine abgelegene Region der USA zu leben, um ausserhalb der Schutzzone der Polizei zu sein. Urbane Gebiete wie Städte und Agglomerationen können teilweise gefährlicher sein als abgelegene Orte. Die polizeiliche Kriminalstatistik 2009 verzeichnete fast 30'000 Straftaten gegen Leib und Leben sowie fast 700 Fälle von Vergewaltigungen in der Schweiz. Dies sollte genug Anstoss zum Denken geben, dass unsere Polizei so gut sie auch im internationalen Vergleich auch immer sein mag, kein 24h/365Tage-Bodyguard​ sein kann. Ein legal getragener S&W-Revolver hingegen schon. Ich empfinde es als puren Hohn wenn den Opfern dieser Gewaltverbrechen unser Mitgefühl gilt jedoch gleichzeitig deren Wehrlosigkeit gefordert wird.

Obwohl ich die Wahrscheinlichkeit eines Krieges auf europäischem Boden auch als ziemlich unwahrscheinlich erachte, möchte ich dennoch zu bedenken geben, dass man im Jahr 1929 ebenfalls nicht wissen konnte was 10 Jahre später Realität wurde.

Weiterhin möchte ich Sie darüber informieren, dass bereits gemäss geltendem Gesetz die Möglichkeit besteht unverantwortlichen Menschen die Waffe zu entziehen, dafür braucht es diese unsägliche Entwaffnungsinitiativ​e nicht.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



55%
(11 Stimmen)
Filip Winzap sagte December 2010

Ich stimme Ihnen zu, dass sowohl die Polizei keinen 24h/356 Tage-Bodyguarddienst leisten kann noch man im Jahr 1929 keine Ahnung von einem möglichen zweiten Weltkrieg haben konnte. Fakt ist jedoch die Menschen sind sowiso bereits Wehrlos, da selbst der Gebrauch einer Schusswaffe selbst zur Notwehr in der Schweiz problematisch ist. Was nützt ihnen eine Waffe zu Hause, wenn sie bei einem Gebrauch für Jahre ins Gefängnis wandern?

Selbst wenn wir von einem Krieg im Jahre 2020 ausgehen würden, wäre der Gebrauch von Schusswaffen nur sekundär. Ein zukünftiger Krieg wird im Internett, in der Luft und mit Raketen geführt. Dagegen nützten S&W-Revolver gar nichts.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

56%
(9 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte December 2010

Sehr geehrter Herr Winzap

Da muss ich Ihnen in beiden Punkten vehement widersprechen.
Berec​htigte Notwehr (mit Betonung auf "berechtigt") ist in allen demokratischen Verfassungen gesetzlich verankert. Dies weil in einem Rechtsstaat das unangefochtene Prinzip gilt (oder gelten sollte, wenn die Linksgrünen nicht kontinuierlich daran schürfen würden!) das Recht nicht vor Unrecht zu weichen hat!

In der Schweiz ist Notwehr in Art. 15 StGB geregelt:
"Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar mit einem Angriff bedroht, so ist der Angegriffene und jeder andere berechtigt, den Angriff in einer den Umständen angemessenen Weise abzuwehren."

Auch​ Ihre hypothetische Kriegsführungsvision kann so nicht stehen gelassen werden, denn die Balkankriege, Afghanistan und Irak wurden/werden weder mit Internet noch in der Luft und/oder Raketen gewonnen... da nutzt einem an einer Strassenkreuzung oder an einem Weg zu einem Hinterhof ein S&W-Revolver mehr als eine Satellitenaufnahme.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



63%
(8 Stimmen)
Filip Winzap sagte December 2010

Sehr geehrter Herr Piccinno,

Erstmal möchte ich mich für die tolle Diskussion bedanken. Aber ich bin noch immer nicht ganz einverstanden mit Ihrer Argumentation.

Sie​ haben sich die Antwort auf Art. 15 StGB bereits gegeben. "... den Angriff in einer den Umständen angemessenen Weise abzuwehren." In welchem Fall ist das Niederschiessen einer Person angemessen? Den Einsatz einer Schusswaffe wäre nur bei direkter Bedrohung an Leib und Leben erlaubt. Dieser kommt jedoch bei der Mehrzahl der Fälle nicht zu Hause sondern auf der Strasse vor und dort tragen Sie Ihre Schusswaffe hoffentlich nicht mit sich herum. Ein normaler Einbrecher auch nur anzuschiessen hätte für Sie gravierendere Folgen als für den Einbrecher. (zur Anmerkung: Ich halte nicht viel von dieser Regelung aber es steht so im Gesetz und wir haben uns daran zu halten)

Ich denke wir sollten die Schweiz allein geografisch nicht mit den Balkankriegen, Afganistan oder dem Irak vergleichen. Erstens gibt es in der Schweiz praktisch keinen unverbauten Platz mehr (vorallem in den Grenzregionen). Wir hätten somit einen modernen Häuserkampf. Zweitens werden Soldaten auch weiterhin Sturmgewehre und Pistolen tragen, sie müssen sie nur zuerst im Zeughaus holen gehen. und Drittens ist es auch im Kriegsfall Zivilisten nicht erlaubt mit einer Schusswaffe draussen rumzulaufen. Dafür bräuchte es wiederum eine Gesetzesänderung, welche sowiso kommen würde egal ob wir die Waffen bereits zu Hause haben oder nicht.


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

50%
(8 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte December 2010

Sehr geehrter Herr Winzap

Ihre Meinung sei Ihnen unbenommen, sie divergiert dennoch mit der meinen. Aus der polizeilichen Kriminalstatistik 2009, Seite 33 können Sie entnehmen, dass 27'531 Gewaltstraftaten in öffentlichen Örtlichkeiten (dazu wurden Treppenhäuser, Waschküchen, etc. als solche mitgezählt) und 16'600 Gewaltstraftaten in privaten Örtlichkeiten verübt wurden. Dies führt zu zwei Betrachtungen: 1) Einbrecher im Sinne rein materieller Entwendungen geben sich bei den Bewohnern, die sie in flagranti erwischen, nicht als solche zu erkennen, weshalb in solchen Fällen immer die Doktrine "my home is my castle" legitim zur Anwendung gelangen sollte. Als Bewohner hat man nicht abwarten zu müssen, dass einem der Schädel zertrümmert oder der linke Lungenflügel abgestochen wird. 2) Angesichts der überwiegend in der Öffentlichkeit stattfindenden Gewaltstraftaten und der daraus logischerweise folgernden Einleuchtung, dass die Polizei diese Fälle nicht verhindern konnte, muss die diabolische Bedürfnisklausel für's Waffentragen ERSATZLOS! wegfallen, damit sich unbescholtene Bürger (und unbescholten muss man sein, wenn man den Waffentragschein erlangen will!) effizient vor solchen Gewaltstraftaten schützen können.

Im Kriegsfall wäre die Schweiz Ihrer Meinung nach der Schauplatz eines modernen Häuserkampfes. Dann wissen Sie ja, dass dies Szenarien sogenannter chirugischen Militärangriffe sind, die weder aus der Luft, noch mit Raketen oder Internet operativ vollzogen werden, sondern mit leichten Infanteriewaffen wie Sturmgewehr und Pistole.
Desweiteren​ wird es einem Zivilisten im Kriegsfall herzlich gleichgültig sein, ob er mit einer Schusswaffe rumlaufen darf oder nicht, wenn er mit derselben seine eigene Haut oder diejenige seiner Liebsten vor Mord, Totschlag und Vergewaltigung schützen kann.

Wissen Sie Herr Winzap was mich an dieser ganzen pro/contra-Waffendeba​tte unheimlich stört? Dass obwohl ich noch nie jemand in den Suizid getrieben habe oder sonstwie straffällig geworden bin aufgrund meines Hobbys unter Generalverdacht (potentieller Amokläufer, potentieller Mörder, als Waffennarr -> also ein neurotisch gestörtes Verhältnis zu Waffen, etc.) gestellt werde.
Dies ist weder einem demokratischen Rechtsstaat noch den hunderttausend NACHWEISLICH! unbescholtenen Waffenbesitzer dieses Landes würdig!
Oder wie sehen Sie das?


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



67%
(9 Stimmen)
Filip Winzap sagte December 2010

Sehr geehrter Herr Piccinno

Ich stimme Ihrem letzten Votum zu fast 100 Prozent zu. Nur leider steht nächstes Jahr nicht das öffentliche Tragen von Waffen zur Debatte sondern eine Abgabepflicht für die vielen ungenutzten Waffen in unserem Land bzw. eine Registrierungspflicht​ für die genutzten Waffen.

Ich würde meine Familie im Kriegsfalle auch mit meiner Waffe beschützten. Jedoch sollten wir nicht Gesetzte machen mit dem Hintergedanken, dass wir sie sowiso in gewissen Fällen brechen werden. Ich denke in ausserordentlichen Situationen werden wir uns sowiso nicht von Regeln und Gesetzte aufhalten lassen und nur unserem Herzen folgen. Für alle nicht ausserordentlichen Situationen sollten wir jedoch versuchen uns so zivilisiert wie möglich zu verhalten und potenzielle Gefahren aus dem Weg räumen. Dafür braucht man keine Waffe.

Ich halte Sie weder für ein Amokläufer noch für einen potentiellen Möder oder Waffennarr. Im Übrigen würde auch ich zu all diesen Kategorien zählen, da ich mich ebenfalls als unbescholtenen Waffenbesitzer sehe. Aber was hintert Menschen wie Sie und mich daran unsere Waffen abzugeben oder zu registrieren, wenn wir dadurch Menschen die leider tatsächlich ein neurotisch gestörtes Verhältnis zur Waffe haben diese Gefahren für die Allgemeinheit entziehen können?


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

40%
(5 Stimmen)
Roberto Piccinno sagte December 2010

Sehr geehrter Herr Winzap

Nächstes Jahr steht leider tatsächlich nicht das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit zur Debatte, aber da das Waffentragen, als Folge der seit 1999 in Kraft getretenen Waffenrechtsverschärf​ung, gesamtschweizerisch bedürfnispflichtig gemacht wurde und dadurch in kontraproduktiver Weise eine kriminalitätsfördernd​e Scheinsicherheit kreiert wurde, gilt dies als Paradebeispiel schlechthin, um sich die diabolische Bedürfnisklausel nicht auch noch mit einer Annahme dieser Initiative für den reinen Waffenerwerb und Waffenbesitz aufzuhalsen.

Sie möchten ausserordentlichen Situationen und potentiellen Gefahren aus dem Weg gehen? Das wollen wir doch alle. Das ist ein guter Plan A, ...was aber wenn Plan A nicht aufgeht, weil ein Gewaltkrimineller einen anderen Plan im Sinn hat, der mit Ihrem Plan A nicht deckungsgleich ist und die Ordnungshüter (=Plan B) nicht zur Stelle sind? Und angesichts der polizeilichen Kriminalstatistik 2009 war dies in mindestens fast 30'000 Fällen der Fall! Dann tritt Plan C (= die legal zur Selbstverteidigung getragene Schusswaffe) ein. So zumindest wenn man in einem Rechtsstaat lebt, der den eigenen gesetzestreuen Bürgern vertraut.

Was gesetzestreue Bürger daran hindern sollte ihre legal erworbenen Waffen abzugeben? Die Antwort geben Sie sich bereits selber..., weil dadurch die Gefahr für die Allgemeinheit in keinster Weise sinken wird, oder sehen Sie sich aufgrund Ihrer Waffe zuhause als Gefahr für die Allgemeinheit?


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neue Antwort verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
 





74%
(39 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte December 2010

Ich glaube, ich kann mich Herrn Roland Breitler anschliessen (hat diesen ca. 11 Stunden vor mir geschrieben). Las hier daraus, dass ein Menschenleben wegen dem "Menschenrecht" eine Waffe zu besitzen in Kauf genommen wird. Spreche nicht von Suiziden. Tja, nicht jede Form von "Missbrauch" wird von allen Seiten gleich bekämpft ;-) (ob Missbrauch von Waffen, Missbrauch von Kindern/Menschen oder Sozialhilfe- IV-Missbrauch). Dies wohl an den eigenen Werten ;-).


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



47%
(45 Stimmen)
Marcel Peter sagte December 2010

Herr Breitler

Es stellt niemand die Tragik jeder einzelnen dieser Taten in Frage.

Aber diese Initiative hat
1) nicht zur Folge, dass Tötungsdelikte verhindert werden sondern allenfalls wird die Methode verändert

2) die Kreise um das Initiativkomitee zeigen klar warum dem so ist, denn es geht nicht um Schutz der Bürger, sondern die Initiative ist eine Scheibe der Salamitaktik bei der Abschaffung der Armee

Sollte von Seiten der Initiativgegner (mich eingeschlossen) argumentiert worden sein, dass die Anzahl Taten "vernachlässigbar" seie so wirkt dies sicherlich stossend (auch auf mich) aber das Argument, dass genau diese Taten instrumentalisiert werden, für einen Zweck den sie nicht erfüllen hat dies genauso einen unangenehmen Beigeschmack.

Auch ich wünsche allen frohe, friedliche und gesunde Festtage


Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 3 | 1 2 3

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?