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Urs Gassmann sagte April 2012
Unsere Abgeordneten in den internationalen Gremien pflegen sogar ein „Ja“ einzulegen für Geschäfte, welche die Schweizer Interessen beschneiden. Sie handeln offensichtlich nach Weisungen des BR, der die betreffenden Gremien durchaus nicht vor den Kopf stossen, also lieb Kind spielen will!
Die Ventilklausel, zwar nur ein Tropfen auf einen heissen Stein und nur kurzfristig wirksam, sowie die gesetzlichen Grundlagen betreffend die Zuwanderung aus Drittstaaten sollten natürlich angewendet werden.
Frau Estermann misst dem BR gar noch zu, dieser könne ein Stück Glaubwürdigkeit „bewahren“, doch bin ich der Ansicht, dass er sich dieses nicht einmal erst erwerben könnte, denn er würde die Ventilklausel ja bloss auf massiven Druck anwenden; die Glaubwürdigkeithat er schon längst gänzlich verspielt!
Im weiteren werden auf unsere Exportindustrie viel zu viel Rücksichten genommen. Ihretwegen haben wir heute eine Bevölkerungsdichte, worin wir uns einzupferchen haben und uns kaum noch drehen und wenden können. Dann arbeitet ein beträchtlicher Teil der Zuwanderer in der Gesundheitsbranche, um vornehmlich ihre eigenen Landsleute, die heute wohl gegenüber unseren Einheimischen in der Überzahl in den Spitälern liegen (man überzeuge sich davon durch einen Spitalbesuch), zu versorgen. Schliesslich wird immer wieder mit dem in Aussicht stehenden Inseldasein der Schweiz der Teufel an die Wand gemalt, obwohl sich nicht einmal erahnen lässt, wie sich etwa eine Redimensionierung der bilateralen Verträge in der Zukunft auswirken würde. Ich entsinne mich der apokalyptischen Visionen bestens, womit seinerzeit die Ablehnung des EWR-Beitritts bekämpft wurden: Alle diese Nachteile sind jedoch in den 20 Jahren seit der Ablehnung überhaupt nicht eingetroffen!
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Urs Gassmann sagte April 2012
Lieber Herr Daniel Studer,
wenn ich vor Ort mit eigenen Augen erkenne, dass man die hospitalisierten Schweizer neben den Ausländern geradezu suchen muss, so bin ich geneigt, in erster Linie meinen eigenen Wahrnehmungen zu trauen, zumal wir von den publizierten Statistiken aus vermeintlicher Staatsräson ohnehin brandschwarz angelogen werden. Wo uns schon der Bundesrat verdrehte Sachverhalte glauben macht und mit völlig verfehlten Prognosen operiert, so ist dies auch einem Bundesamt zuzutrauen: „Wie der Herr, so s’Gscherr“. Es ist Ihnen unbenommen, sich blindlings auf solche „offiziellen Statistiken“ zu verlassen.
Nicht nur auf die Exportindustrie, wofür vor allem der Schweizerfranken und damit das Volksvermögen leiden, sondern eigentlich die gesamte Industrie werden zu viele Rücksichten genommen, auf Kosten des Nicht-Industriellen, also praktisch des ganzen Volkes, das von der unsäglichen Überbevölkerung malträtiert wird. Das Volk merkt auch, dass es trotz der Bevölkerungsvermehrung nicht weniger Steuern zu entrichten hat; somit bringen ihm die von der Industrie hereingeholten Zuwanderer keine Vorteile, jedoch nur mannigfaltige Nachteile!
Im weiteren outen Sie sich als EU-Beitrittswilliger. Ihr Aperçu vom ins zu tief geschauten Glas – könnte es evtl. sein, dass sich nur Sprudel darin befindet? – ist etwas gar kräftig ausgefallen, denn damit weisen Sie dem Träger einer grundsätzlich anderer Meinung ziemlich deutlich den von Ihnen gedachten Platz zu.
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Urs Gassmann sagte April 2012
Herr Studer, ich sehe es etwas anders: Der EWR wäre ein Kolonialvertrag gewesen, doch bei den Normen, die wir übernehmen, handelt es sich zum allergrössten Teil um solche, die kaum umstritten sind und womit bloss die untergeordneten Handelsusanzen, Produktdefinitionen, Diplomanerkennung usw. in unserer globalen Welt vereinheitlicht werden. Unsere Rechte, die Sie reklamieren, beschränken sich auf die Mitbestimmung, doch unser kleines Land hätte mit ihrem winzigen Stimmenanteil praktisch keinen Einfluss. Mit einigen wenigen schmerzlichen Ausnahmen sind wir denn auch gut gefahren damit. Nun schickt man sich aber an, die von Ihnen erwähnten „institutionellen“ Regelungen zu schaffen. Hinter dem Begriff „institutionell“ steckt die Frage, ob wir uns auf eine Weise der EU anpassen, dass es dem Beitritt nahekommt, so dass die Beitrittswilligen dereinst die fehlende Mitsprache ins Feld führen, um uns zum definitiven Beitritt zu bewegen.
In unserem Land herrscht eine rege Diskussion über die Ausländer. "Die Ausländer" gesamthaft haben weder eine bestimmte Ethnie noch Herkunft usw. und werden von unserem Rassismusartikel nicht erfasst. Steckt denn nun für Sie in jedem Bürger, der die Auswirkungen der Zuwanderung anspricht, ein Krypto-Rassismus? Ich selbst habe keine Aversionen gegen Ausländer, jedoch gegen die forcierte Überbevölkerung.
Natürlich müssen z.B. Handelsstatistiken als Grundlage der Wirtschaft zutreffen. Eine Statistik über die Anteile der Spitalaufenthalter schafft hingegen keine brauchbaren Unterlagen für irgendeinen Geschäftszweig; diese kann höchstens dazu nützen, die Einwanderungspolitik zu verbrämen und uns hinters Licht zu führen. Der Bürger hat dagegen keine Handhabe und ist der Verwaltung ausgeliefert; so wüsste ich nicht, wie ich mir beweisführende Argumente beschaffen könnte. Eine Alternative hätte ich schon, nämlich ganz einfach eine angemessene Drosselung der Willfährigkeit gegenüber unserer Wirtschaft, um die von der Gesamtbevölkerung zu tragenden Nachteile zu lindern, unbekümmert um Steuerausfälle, die mit einer vernünftigeren Ausgabepolitik ausgeglichen werden könnten.
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Urs Gassmann sagte April 2012
Herr Studer, meine Wahrnehmungen als Krankenbesucher waren dermassen frappant, dass ich weitergehende Nachforschungen für überflüssig hielt. Ich versuchte Ihnen darzulegen, dass ich ausschliesslich die Überbevölkerung fokussiere, doch nun unterstellen Sie mir Xenophobie, womit Sie mich in die Ecke des dumpfen und gegen alles Nichtvertraute verschlossenen Hinterwäldlers stellen. Meine Biographie beweist aber, dass ich alles andere als fremdenfeindlich bin. Zur Erstellung einer landesweiten Statistik ist nur der Bund in der Lage; dem einzelnen Bürger sind die Mittel dazu versagt, und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Publikationen des BA für Statistik anzurufen. Ist es Mutwille, dass Sie mir trotzdem das Unvermögen nachsagen, die Erfordernisse einer Entscheidung nicht selbst beizubringen? Auch habe ich mein Alternativ-Konzept vorgezeigt; dennoch schreiben Sie, ich sei unfähig dazu.
Nicht nur im Gesundheitswesen grassiert der Staat im Staat; wir haben etliche fremden Ethnien, die im gesamten Lebensbereich vollständig unter sich sind, ausschliesslich untereinander handeln und ihre Kultur fast unberührt von der unsrigen leben. In den umliegenden Ländern ist dies noch viel ausgeprägter. Sie wissen das selbst und brauchen gar nicht so erstaunt zu tun.
Ihr letzter Absatz widerspiegelt die bestens bekannte Diktion des EU-Turbos. Falls Sie nicht höherer Bundesbeamter sind, mit der Ambition, aufzubrechen nach einer höheren Ebene, gehören Sie zu unseren Exoten; so verschwindend klein ist nämlich die übrige Gemeinde, die ebenfalls noch immer auf den lädierten Kahn steigen will.
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Urs Gassmann sagte April 2012
Herr Studer, ich zitiere mich selbst: „…die heute wohl gegenüber unseren Einheimischen in der Überzahl in den Spitälern liegen…“. Mit dem „wohl“ habe ich durchaus mehr als eine nur leise Andeutung gemacht, dass ich mich auch täuschen könnte; als eine apodiktische Behauptung können Sie meine Aussage also nicht hinstellen.
Man gewinnt das Gefühl, es gehe Ihnen vor allem um die Konfrontation mit mir als grundsätzlich Andersdenkendem. In solchen Fällen läuft der Diskurs immer ins Leere. Sie haben indessen recht damit, dass wir uns eigentlich schon auf dem lädierten Kahn befinden. Nach meiner Ansicht (und auch derjenigen der Mehrheit) ist dieser Zustand mehr oder weniger zu lockern: Eine Insel mitten im Sumpf, das ist doch nicht das schlechteste.
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Urs Gassmann sagte April 2012
Lieber Herr Studer, gut, da steht ja der von mir begangene Tort bei Ihnen in einem milderen Licht. Es bliebe nur mehr die Auseinandersetzung darüber, wie salopp mit den Begriffen Rassismus, Xenophobie und Polemik umgegangen werden darf. In jeder sachlichen Diskussion über das Zuwanderungsproblem treten gegensätzliche Meinungen auf. Ist es zulässig, dass die eine Seite leichtfertig solche Anwürfe an die andere macht, wenn diese ihre Argumentationspalette mit einer Kasuistik von zutreffenden bizarren Zuständen bereichert? Ist es polemisch, eigene Beobachtungen ohne weiteren Kommentar zu beschreiben? Ich muss Ihnen ein Kompliment dafür machen, dass Sie nicht auch gleich noch die Nazikeule geschwungen haben, denn viele Kommentatoren finden immer eine Formulierung für solche Assoziationen.
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Urs Gassmann sagte April 2012
Herr Studer, ich bin zugegebenermassen nicht allzu zimperlich in der Sprache, doch Sie können trotzdem nicht den Spiess umkehren, denn jemandem Rassismus vorzuwerfen könnte bereits strafbar sein. Nach einer Anzeige durch mich würde geprüft, ob der Vorwurf zuträfe; falls nicht, müssten Sie mit einem Verfahren wegen öffentlicher Falschbeschuldigung einer strafbaren Handlung rechnen.
Von Vimentis wurde ich angefragt, ob mein Initialbeitrag in einem anderen ihrer Organe veröffentlicht werden dürfe. Ob er dann wirklich erschienen ist, weiss ich nicht; man hat mir kurz darauf mitgeteilt, der Platz sei inzwischen schon anderweitig besetzt worden. Immerhin scheint man dort gänzlich anderer Meinung als Sie zu sein.
Im vorliegenden Fall habe ich nicht einfach ohne Fakten in die Tasten gehauen, wie Sie schreiben. Die von Ihnen vorgelegten „Fakten“ sind möglicherweise vom Herausgeber „kreativ“ redigiert worden, und aufgrund eigener Wahrnehmung habe ich natürlich die grössten Vorbehalte dagegen.
Im übrigen drücken Sie sich neuerdings ziemlich oberlehrerhaft und anbiedernd aus. Ihr kläglicher Versuch, mich als Andersdenkenden psychologisierend-rhetorisch an die Wand zu drücken, scheitert natürlich. Fakt ist, dass meine bisherigen Beiträge – es sind nicht wenige! – fast zu hundert Prozent eindeutig positiv aufgenommen worden sind.
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