AUFRUF AN DAS SCHWEIZER VOLK: WEHRPFLICHT ABSCHAFFEN! 2.06.2012
Seit dem 2. Weltkrieg werden die Lebensumstände bei uns immer besser. Eine Gruppe wirklich weitsichtiger Menschen, sie nennt sich „Gesellschaft Spass ohne Armee“, kurz GSoA, hat erkannt, dass wir eine Spassgesellschaft geworden sind, und dass das auch in der Verfassung durch Aufhebung der Wehrpflicht zum Ausdruck kommen muss. Sie gibt uns die Gelegenheit, eine für die Zukunft unseres Landes entscheidende Weichenstellung vorzunehmen. Überhaupt ist das Wort „Pflicht“ ein Überbleibsel aus der dunkelsten Vergangenheit. Hier einige Argumente.
Erstens, wenn man sich in der Armee für das Land einsetzen würde, wäre das sehr mühsam und würde uns wertvolle Zeit wegnehmen. Und Zeit ist Geld und Geld ist doch Gott. Überhaupt, die altmodischen Zeiten sind vorbei, wo sich jedermann und jedefrau auch für die Gemeinschaft einsetzte. Wir sind moderne Menschen, für die gilt: JEDER FÜR SICH. Das ist das wichtigste Menschenrecht überhaupt. Keine Wehrpflicht darf uns das wegnehmen.
Zweitens ist es doch so wichtig, dass wir täglich während langer Stunden im Internet unseren engen "FREUNDEN" in der ganzen Welt, mitteilen, was wir gerade machen. Auf die ist immer Verlass. Wir hätten also beim besten Willen auch gar keine Zeit, irgend etwas für die längerfristige Sicherheit unseres wunderschönen Landes mit seinem weltweit einmaligem demokratischen System zu tun. Zudem sind die heutigen Menschen ganz anders als diejenigen aller früheren Generationen. Keiner wird sich je wieder für einen Krieg gegen andere Länder missbrauchen lassen, schon gar nicht gegen die Schweiz, sind wir doch weltweit so beliebt. Dazu geniessen wir den denkbar stärksten Schutz, den der WELTGEMEINSCHAFT. Würde irgend eine Macht unser Land bedrohen, würden Empfänger von Schweizer Entwicklungshilfe, z.b. Burkina Faso, Burundi, Jemen, Nepal, Tansania aus Dankbarkeit dafür sofort in der UNO heftig protestieren. Der Bundesrat will diesen Schutz noch verbessern und noch viel mehr Geld für die schon seit mehr als 50 Jahre laufende Entwicklungshilfe ausgeben. Da bleibt kein Geld für eine Armee, die bei einem so mächtigen Schutz ohnehin überflüssig ist.
Drittens machen die Ewiggestrigen immer in SCHWARZMALEREI und überlegen sich, was so um uns herum alles passieren könnte, sollte z.B. der Euro zusammenbrechen, sogar eine Wirtschaftskrise ausbrechen oder die anderen grossen Probleme der Welt ausser Kontrolle geraten. Wir wissen, dass man aus der Geschichte nichts lernen kann (wir kennen sie ohnehin nicht). Deshalb interessiert es uns nicht, dass ganz Europa nach dem Grauen des 1. Weltkrieges bis 1933 glaubte, ein neuer Krieg sei unmöglich, und dass schon 1939, nur 6 Jahre später, der 2. Weltkrieg ausbrach. Dass es nie wieder eine Bedrohung der Schweiz geben kann, ist übrigens für uns nicht eine Frage des Glaubens, sondern eine Gewissheit. Das sagt ja auch die Sozialdemokratische Partei der Schweiz. Auf die kann man sich bei Fragen der Sicherheit unseres Landes voll verlassen.
Viertens, was geht es uns an, dass RUSSLAND VERMEHRT SPANNUNGEN MIT DEN USA und der NATO hat und aufrüstet? Die sich rasch aufbauenden grossen Spannungen im Fernen Osten berühren uns ohnehin nicht, obschon es dort u.a. um den wichtigsten Seeweg der ganzen Welt geht (das südchinesische Meer). Das ist doch so weit weg.
Fünftens, eine Party oder die nächsten Ferien auf Bali oder auf einer griechischen Insel vorzubereiten, ist doch so unendlich viel schöner und angenehmer, als zu lernen, ein Schützenloch zu graben, oder zu kämpfen. Unbegreiflich, dass das die sturen Militärköpfe nicht einsehen wollen. Eine Schweizer Armee hätte ohnehin gar keine Chancen, wenn die Soldaten nur noch so „coole“, „voll geile“ Spassleute wie wir sind. Dass Afghanistan - eines der ärmsten Völker überhaupt - der grössten Militärmaschine der Welt seit bald zehn Jahren Widerstand leistet und diese Militärmaschine jetzt hofft, mit dem dortigen Feind eine gesichtswahrende Lösung zu finden, weil der einfach nicht kapitulieren will, ist für uns kein Beispiel. Denn die Menschen dort glauben noch an solch lächerliche, längst ÜBERHOLTE BEGRIFFE, WIE EHRE, WÜRDE UND DAS RECHT, DEN EIGENEN WEG ZU GEHEN.
Sechstens, können wir uns als eines der reichsten Völker der Welt mit dem in der GESCHICHTE DER MENSCHHEIT HÖCHSTEN LEBENSSTANDARD doch eine glaubwürdige Armee finanziell gar nicht leisten. Dass die vergleichsweise immer noch bitterarmen Chinesen wegen der schmerzlichen kollektiven Erinnerung an 150 Jahren Kriege, Fremdbestimmung, Kolonisierung, Annexionen, Massenvergewaltigungen, riesige Massaker und Demütigungen durch westliche, japanische und US Armeen den Schluss gezogen haben: "NIE WIEDER" und eine grosse Armee aufbauen, erklärt sich nur, weil sie noch in alten Denkmustern gefangen sind, die wir schon lange überwunden haben. Es sagt uns nichts.
Siebtens werden wir solche schrecklichen Zeiten auch ohne glaubwürdige Armee nie erleben. Wie sagt es doch die Sozialdemokratische Partei in ihrem „Sicherheits“-Bericht vom August 2011 so überzeugend: „Alle brauchen dieses Land“, um daraus zu schliessen, dass uns niemand angreifen werde. Also warum Geld verschwenden? Das Beispiel des sozialdemokratischen Premierminister Finnlands, der noch kurz vor dem sowjetischen Angriff 1939 stolz wörtlich verkündete, er habe „NIE GELD FÜR WAFFEN VERSCHWENDET“, und zurücktrat, als Finnland dann doch angegriffen wurde, ist bedeutungslos, weil man aus der Geschichte ja nichts lernen kann. Auch dass die Finnen gegen die riesige Übermacht ohne schwere Waffen vier Monate lang Stand hielten und als einziges von der Sowjetunion besiegtes Land ihre Freiheit behalten konnten, kann man doch nicht mit heute vergleichen.
Achtens und am Wichtigsten: Den Sinn vieler in der Vergangenheit gebrauchter, altmodischer Wörter können wir modernen, zukunftsorientierten Menschen überhaupt nicht verstehen. Was wollte der britische Premierminister Churchill seinen Landsleuten mitteilen, als die Lage verzweifelt schien und er ihnen sagte, er könne ihnen nur „Blut, Schweiss und Tränen“ bieten? Auch wir schwitzen beim Tanzen manchmal, aber da weinen und bluten wir doch nicht. Für uns ist es direkt lächerlich, was er 1941 über das kleine, arme Griechenland sagte, das den Armeen der Achsenmächte sechs Monate lang Widerstand geleistet hatte: „Von jetzt an werden wir nicht mehr sagen, dass die Griechen wie Helden kämpften, sondern dass HELDEN WIE GRIECHEN KÄMPFEN“. Was heisst „wie Helden kämpfen“? Ach ja, im Fussball gibt es manchmal Helden, das sind die, die ein Tor schiessen. Weil die Griechen am 28. Oktober 1940, nach dem italienischen Ultimatum, in dem sie vor die Wahl gestellt wurden, sich zu unterwerfen oder zu kämpfen, an Massenkundebungen im ganzen Land „OCHI, OCHI, OCHI“, „Nein“ zur Unterwerfung skandierten und sich für den Krieg entschieden, haben sie den Nationalfeiertag auf den 28. Oktober verlegt und nennen in bis heute „Ochi-Tag“. Den Nationalfeiertag nach einem solch unwichtigen Entscheid - wie lieber zu kämpfen, als sich zu unterwerfen - zu benennen, ist für uns schlicht unverständlich. Warum haben sie nicht den Tag als Nationalfeiertag gewählt, an dem sie vor ein paar Jahren Europafussballmeister wurden?
Den Gipfel einer heute überholten Sprache haben wohl die deutschen Offiziere erreicht, die im 2. Weltkrieg Angriffspläne auf die Schweiz ausarbeiteten. Bei der Beurteilung der Stärke der Schweizer Armee wiesen sie meistens am Anfang auf die grosse Vaterlandsliebe der Schweizer hin. General Böhme sagte es im Angriffsplan so: „DIE VATERLANDSLIEBE DER SCHWEIZER IST AUF DENKBAR HÖCHSTER STUFE“. Was hat dieser Begriff, der doch für Rückständigkeit, Engstirnigkeit, Abschottung, Fremdenfeindlichkeit, Jodeln, Alpenglühen und Rütli steht, mit der Stärke der Armee zu tun? Glücklicherweise sind wir heutigen Menschen so ganz anders: modern, weltoffen, smart, cool, voll geil, vernetzt, dem bequemen Leben zugetan.
Also liebe Mitbürger, Mitbürgerinnen, lasst uns das Leben weiterhin in vollen Zügen geniessen und weiterträumen. Deshalb: NEIN ZUR WEHRPFLICHT! JA, ZUR EWIGEN, GRENZENLOSEN UND GANZ BESONDERS PFLICHTENLOSEN SPASS- UND LUSTGESELLSCHAFT der GSoA. Gotthard Frick



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