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Das EU-Beitrittsgesuch im "Dornröschenschlaf"​

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Manchen Vor­aus­sa­gen glaubt man erst, wenn sie sich erfüllen. An man­che will man nicht glau­ben, auch wenn sie sich erfüllt ha­ben. So ist es auch mit dem EU-­Ex­pe­ri­ment! Viele haben ge­warnt, dass eine der­ar­tige Zen­tra­li­sie­rung der Macht nichts Gutes bringt. Vor allem die glei­che Währung, hat viele Wirt­schafts­ex­per­t​en gestört. Gleich­zei­tig hat­ten ei­nige Po­li­ti­ker die Schweiz - ohne einen Bei­tritt - als­bald für tot erklärt. Nur als Teil der gros­sen EU könne sie überleben! Und die Ge­gen­wart? Die EU bröckelt in ihren Grund­fes­ten und nie­mand will es rich­tig wahr ha­ben.

 

Sehen Sie einmal die Statistiken der OECD-Länder in den verschiedenen Bereichen an. Die kleine Schweiz, ist in vielen Bereichen ganz oben oder auf den ersten Plätzen. Also gibt es sicher einen Grund anzunehmen, dass das kleine und überschaubare Land auch in Zukunft unter den Grossen sehr gut überleben kann. Daraus folgt: Nicht die Schweiz sollte sich der EU anschliessen, sondern umgekehrt: Die EU der Schweiz!

 

Am 20. Mai 1992 reichte die Schweiz in Brüssel ein EU-Beitrittsgesuch ein. Seitdem gab es viele Bemühungen, dieses Gesuch als hinfällig zu erklären. Die Antwort des Bundesrates klingt aber immer in etwa gleich: Wir wollen die EU nicht verärgern... Es bringt der Schweiz keine Vorteile... Ich denke, die EU hat heute wirklich andere Sorgen, als sich über ein Schreiben aus der Schweiz aufzuregen. Ganz im Gegenteil sollte die Schweiz auf die Schwächen und Fehler der EU aufmerksam machen und damit bewirken, dass die Demokratie und der daraus folgende Wohlstand für die Menschen in der EU verbessert wird. Nach mehr Demokratie sehnen sich nämlich Millionen EU-Bürger! Die Schweiz kann nach einer Hinfälligkeit des Gesuches selbstbewusst kommende Verhandlungen führen, ohne ein Bittsteller der EU zu sein! Die Vorteile liegen bei uns! Es braucht nur Verhandlungsgeschick und ein grosses Herz für unsere Schweiz. Ein Erfolg wird nicht lange auf sich warten lassen!

 

Unser Land ist für die ganze Welt ein Vorbild und ein Hoffnungsträger, was Freiheit, Unabhängigkeit und Demokratie angeht. Vielleicht versuchen deshalb antidemokratische Mächte im In- und Ausland die Schweiz zu schwächen oder sogar zu vernichten. Ein EU-Beitritt der Schweiz wäre eine solche Variante. Auf einen Schlag wäre die Schweiz ihre direkte Demokratie, Freiheit und Wohlstand los.

 

Laut der neusten Studie „Sicherheit 2011“ möchten nur noch 19% der Befragten einen EU-Beitritt. Deshalb gibt es nur Eines: Das Beitrittsgesuch als hinfällig zu erklären und damit JA zu unserer Schweiz und zu unseren Werten sagen. Die Wählerinnen und Wähler können sich dann im Wahl-Herbst auch gut selber ein Bild machen und wissen, welche Politiker wirklich zur Schweiz stehen und welche nur davon reden!

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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40%
(10 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte Oktober 2011

Jeder, der auch nur die geringst Ahnung von Europäischer Geschichte hat, der weiss, dass gar nie ein EU-Beitrittsgesuch eingereicht wurde. Es handelte sich um ein EG-Beitrittsgesuch.

Die EG gibt es aber gar nicht mehr. Deshalb ist dieses Gesuch völlig bedeutungslos! Es macht doch keinen Sinn ein Gesuch zur Mitgliedschaft zu einer Organisation zurückzuziehen, die es gar nicht mehr gibt!

Der SVP geht es einzig und allein um Polemik und Wahlkampf!


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89%
(9 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte August 2011

EUROPÄISCHE BEWEGUNG NEBS UND DER WILLE FÜR EINEN EU-BEITRITT

Die NEBS-Mitglieder gestalten gemäss der Organisations-Definit​ion den Prozess zu einer EU-Mitgliedschaft. Besondere Verdienste werden mit dem Label Europa ausgezeichnet. Wenn ein NEBS-Mitglied erzählt, der EU-Beitritt sei kein Thema mehr, ist dies vergleichbar wie wenn ein Mensch für einen Moment gegen Essen und Trinken ist.

Aussenpolitisch ist der Rückzug ein klares Verhandlungszeichen, dass die weiteren bilateralen Verträge nicht mehr unter Berücksichtigung eines eventuellen Beitritts stattfinden sollen. Dieses Zeichen wollen viele politische Kräfte nicht unterstützen.

Ein glaubwürdiger Rückzug des Beitrittsgesuchs müsste mit einer massiven Verkleinerung der NEBS einhergehen. Sie hat aktuell 55 Träger des Europa-Labels im Parlament und weitere Mitglieder und Anhänger. Moderatorin Sonja Hasler stellte in der Arena Sendung vom 15.05.2009 fest, die Wirtschaftsverbände werden keine europapolitischen Abstimmungen mehr gewinnen. Diese Worte zeigten vor zwei Jahren eine Trendwende auf. Die EU-Politik ist nun schwierig. Die Bevölkerung wird schon bald erfahren, mit welchen Schritten die Politik der veränderten Stimmungslage begegnet.


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42%
(12 Stimmen)
Roland Steiner sagte Juli 2011

Hier gerade wieder ein Artikel zum Thema im Tagi:

http://www.t​agesanzeiger.ch/schwe​iz/standard/Die-EU-ve​rteufeln-gehoert-zum-​guten-Ton/story/16100​134

Ich finde es ja eigentlich auch dumm, so ein grosses Theater um das Beitrittsgesuch zu machen. Aber es scheint, dass es noch immer zu viele Politiker und auch Medien gibt die die Realität nicht sehen wollen. Es sollte endlich mal ein Zeichen in die richtige Richtung gesetzt werden.


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35%
(26 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte Juli 2011

Die SVP hat eine neue Initiative aufgelegt: gegen "Masseneinwanderung​". Man wolle innert dreier Jahre neue Verhandlungen zur Freizügigkeit.
Ich bin gespannt, ob denn da definiert ist, dass das Volk im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen per Initiative eine Vertragskündigung beschliessen soll. Anstelle der Freizügigkeit sollen Kontingente eingeführt werden. Die Höchstzahlen sollen jedes Jahr neu festgesetzt werden, nach "gesamtwirtschaftlic​hen Interessen der Schweiz". Das wird mir ein Gezerre geben - und wer definiert dieses "gesamtwirtschaftlic​he Interesse"? Wohl die SVP...?

Die SVP nimmt an, der Moment sei günstig und die EU geschwächt. Ob sie da die Lage richtig einschätzt bzw die Schweiz überschätzt?

Das wird auch wieder so eine unausgegohrene Sache, um die dann Monate bis Jahre gestritten wird. Der einzige "Nutzen" wird wieder der sein: die SVP köchelt ihr Süppchen gegen die Fremden. Die SVP will nicht Probleme lösen, sondern der einzige Zweck ist die Bewirtschaftung.
Wer Initiativen am Fliessband produziert, kann keine Qualitätsware liefern.



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57%
(14 Stimmen)
Yvette Estermann sagte Juli 2011

Sehr geehrter Herr Jorns, danke für Ihre sachlichen Kommentare. Auch wenn Sie nicht immer mit meiner Meinung einverstanden sind, können Sie sachlich bleiben. Das schätze ich sehr! Gruss aus Kriens, Yvette Estermann


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56%
(16 Stimmen)
Yvette Estermann sagte Juli 2011

Ja, Frau Müller, so ist es! Herzliche Grüsse aus Kriens, Yvette Estermann


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52%
(23 Stimmen)
Vreni Müller sagte Juli 2011

... die EU fällt sowieso früher oder später auseinander.


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75%
(28 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte Juli 2011

Möchte die Schweiz wider Erwarten doch plötzlich der EU beitreten, müsste sie «ihre Absicht nochmals neu formulieren», hält ein juristischer Experte fest. Die gleiche Antwort hatte Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey bei der letzten Diskussion dazu im Ständerat gegeben.

Denn die Gesuche sind an die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), die Europäische Wirtschaftsgemeinscha​ft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) gerichtet, die damals die Europäische Gemeinschaft (EG) bildeten. Heute müsste ein Gesuch an die Europäische Union (EU) adressiert sein.



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80%
(25 Stimmen)
Ronald Indergand sagte Juli 2011

Liebe Diskussionsteilnehmer​, liebe Diskussionsteilnehmer​innen

Wie Sie alle gemerkt haben, wurden mehrere Kommentare an dieser Stelle gelöscht.

Es geht hierbei keinesfalls - das möchten wir betonen - darum, jemanden von der Diskussion auszuschliessen oder Kommentare in ihrer politischen Ausrichtung in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. Im Gegenteil, wir schätzen grundsätzlich all Ihre Beiträge sehr. Und wie Sie weiter unten feststellen können, hat es auch sehr viel Platz für „Andersdenkende“.

​Wir möchten mit unserer Plattform den Dialog zwischen Politik und Bevölkerung fördern. Dies auf der Ebene der Sachlichkeit und im Interesse des respektvollen Meinungsaustausches. Es existieren jedoch verschiedene Auffassungen, was Höflichkeit/Respekt und Aggression anbelangt. Dies versuchen wir selbstverständlich zu berücksichtigen. Tauchen jedoch mehrfache Beschwerden von Autoren/innen und anderen Teilnehmern dieser Plattform auf, so dürfen wir dies leider nicht ignorieren.

Klar ist, dass es der Gesprächskultur unserer Plattform schadet, wenn sich eine oder mehrere Parteien beleidigt oder hintergangen fühlt oder wenn gar Beiträge gelöscht werden. In diesem Fall ist der Schaden leider bereits entstanden, wie die Notwendigkeit dieses Artikels, den Sie gerade lesen, zeigt. Klar ist aber auch, dass ein Ignorieren von Beschwerden für uns und für Sie, liebe Diskussionsteilnehmer​/innen, gar das Risiko rechtlicher Schritte bergen würde. Wir hoffen, dass Sie für diese Haltung Verständnis aufbringen können.

Diese Angelegenheit ist für uns, für unserer Blogger/innen sowie für Sie, liebe Diskussionsteilnehmer​/innen höchst unangenehm. Wir hoffen daher, dass sich die Kommentare zu diesem Blog thematisch wieder verstärkt Richtung „EU-Beitrittsgesuch“ bewegen können, denn darum geht es in diesem Blog und der dazugehörigen Diskussion.

Mit freundlichen Grüssen
Vimentis Dialog


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69%
(16 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte Juli 2011

DEMOKRATIE BEDEUTET POLITISCHES HANDELN FÜR DIE BEVÖLKERUNG

Die Demokratie und der Liberalismus funktionieren, wenn das Wohl der Bevölkerung für die Politik im Vordergrund steht. Wird die Politik aber von der Wirtschaft und den Finanzinstituten gesteuert, so leeren sich die Staatskassen und die Bevölkerung muss für die steigenden Kosten aufkommen. Diese Situation erleben wir zurzeit in einigen Staaten Europas und in den USA. Die liberalen Grundgedanken der Demokratie bleiben dabei mehr oder weniger unbeachtet.

Das EU-Beitrittsgesuch ist ein deutliches Signal für die Zusammenarbeit der Schweiz mit der Europäischen Union. Aussenpolitisch sollte der Rückzug mit weiteren Schritten kombiniert werden. Die Bilateralen I wurden noch mit der EG abgeschlossen und sind nicht mehr aktuell. Die aktuellen Teile der Bilateralen I sollen in die Bilateralen III einfliessen. Die Personenfreizügigkeit​ ist mit einer Kontingentierung zu versehen, das Luftverkehrs-Abkommen​ mit unbeschränkten Anflügen zugunsten der Lufthansa-Tochter, bestimmte Währungsregelungen sind zu diskutieren und das EU-Beitrittsgesuch ist zurückzuziehen.

Um die vier Angelegenheiten in Ordnung zu bringen müssen sich die Verhandlungspersonen ein paar Tage lang anstrengen. Die Medienunternehmen können danach einen Monat lang ihre Zeitungen füllen.


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54%
(35 Stimmen)
Hans Meier sagte Juli 2011

Die SVP ist für Lohndumping und für Scheinselbständige!
http://www.tagesanzei​ger.ch/schweiz/standa​rd/Wir-muessen-laenge​r-arbeiten/story/3194​3884


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45%
(44 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte Juli 2011

Geschätzte Frau Estermann

Die EU hat eine positive Leistungsbilanz, ist also wirtschaftlich gesund. Zu sagen, „Die EU bröckelt in ihren Grundfesten“ ist Unsinn. Doch die EU hat zur Zeit grosse Probleme zu lösen. Einige Staaten, darunter z.B. Griechenland, stehen wirtschaftlich katastrophal da. Diese Probleme werden dazu führen, dass die Entwicklung der Wirtschaft und des Staatshaushaltes aller Euro-Länder in Zukunft konsequenter überwacht werden müssen. Bei Griechenland stellt sich die Frage, ob für wohl längere Zeit nicht wieder der Drachmen anstelle des Euros eingeführt werden sollte. Der wäre zur Zeit im Vergleich zu anderen Währungen sehr wenig wert und die Situation wäre für die vielen griechischen Staatsbeamten katastrophal. Doch Griechenland muss da durch. Als Tourismusland und für die Produktion sowie den Export von Gütern wäre Griechenland mit einem günstigen Drachmen sehr attraktiv. Das Leistungsbilanzdefizi​t würde verschwinden.

Wenn ich so Ihren Artikel, Frau Estermann, überdenke, frage ich mich, ob es nicht vorteilhaft wäre, allen volkswirtschaftlich nicht geschulten Ratsmitgliedern einen Kurs in Nationalökonomie anzubieten. Unsere Räte werden ständig mit volkswirtschaftlichen​ Fragen konfrontiert und können von ihrer Ausbildung her gar nicht das dabei unbedingt notwendige Rüstzeug mitbringen.

Hier nur ganz kurz:
Um die Volkswirtschaft eines Staates beurteilen zu können, müssen wir vorerst die Entwicklung der Leistungsbilanz pro Kopf anschauen. Sie besagt, ganz grob gesehen, wie die finanzielle Abrechnung des Landes mit dem Ausland aussieht. Diese sollte langfristig nicht negativ sein. Die Leistungsbilanz umfasst die Handelsbilanz aus Export und Import von Gütern, die Dienstleistungsbilanz​ und das Arbeits- und Kapitaleinkommen. (Die letzteren beiden werden von der Schweizerischen Nationalbank so ausgewiesen, im Ausland kann das kleine Unterschiede aufweisen.) Sowohl die Schweiz wie der Euro-Raum haben eine positive Leistungsbilanz.

Etwas ganz anderes ist der Staatshaushalt. Solange die Leistungsbilanz eines Landes ausgeglichen oder sogar positiv ist, beunruhigt eine Staatsverschuldung nur die dortigen Steuerzahler und Staatslohn-Empfänger,​ uns Ausländer ist sie ziemlich egal. Das Land ist reich genug. Der Staat muss nur schauen, dass seine Bürger ihm genügend Geld geben.
Wenn jedoch nicht nur der Staatshaushalt sondern auch die Leistungsbilanz eines Staates über längere Zeit stark negativ sind, dann ist dies fürs Land und auch für alle Gläubiger im Ausland katastrophal.
Japan und auch Deutschland haben eine hohe Staatsverschuldung. Das beunruhigt uns nicht. Denn beide Länder haben gleichzeitig eine stark positive Leistungsbilanz. Diese Länder werden insgesamt langsam reicher.
Doch es gibt leider auch die negativen Beispiele. Griechenland ist dabei für die Weltwirtschaft nicht von grosser Bedeutung. Nicht der Euro-Raum steht kritisch da, wohl aber die USA. Kein Land auf der Erde stellt für die Weltwirtschaft ein derart grosses Problem dar, wie die USA. Nicht nur der Staatshaushalt auch die Leistungsbilanz ist katastrophal. Siehe Weltrangliste der Leistungsbilanz und scrolle ganz nach unten: http://de.wikipedia.o​rg/wiki/Leistungsbila​nzsalden_nach_L%C3%A4​ndern

Obama ist punkto Staatsverschuldung nicht besser als seine Vorgänger. Weltweit spielt die USA Polizist und Geldgeber, zwischendurch entfacht sie eine Weltwirtschaftskrise,​ und weiterhin leben sowohl die Bürger wie auch der Staat weit über ihren Verhältnissen. Kredite sind für die Amerikaner wie Bargeld. Mein Grossvater sagte jeweils: „Schulden machen kann ich mir finanziell nicht leisten.“ US-Bürger würden ihn nicht verstehen! Es kommt langsam die Zeit, wo die Asiaten und wir Europäer die USA an die Hand nehmen müssen und der Weltpolizist zum Vernunft lernenden Schüler wird.

Und hier, Frau Estermann, noch einige Gedanken zur EU.
Europa war während vielen Jahrhunderten ein Herd der Aggressionen, der Zerstrittenheit und der weltweiten Machtansprüche. Allein im 20. Jahrhundert stellten zwei Weltkriege und die irre Idee einer staatlich gelenkten Wirtschaft grosse Bedrohungen für uns Menschen dar. Schliesslich teilte „der eiserne Vorhang“ Europa in zwei Teile. Die Folge war „der kalte Krieg“ mit einem weltweiten Wettrüsten und dem immer noch vorhandenen „Overkill“. (So bezeichnet man die Möglichkeit, mit dem vorhandenen Arsenal von Wasserstoffbomben die ganze Menschheit mehrfach ausrotten zu können.) Churchill überzeugte 1946 mit seiner Rede in Zürich schliesslich die europäischen Länder, eine Gemeinschaft zu gründen. Daraus entstand bekanntlich die EU. Dank ihr wurde Europa ein Kontinent des Friedens und des gemeinsamen Suchens von gangbaren Wegen beim Lösen von Problemen. Doch dieser Weg ist nicht einfach. Bei der Einführung des Euros und der Vergabe von riesigen Startkrediten für ärmere neue Mitgliedstaaten wurden grosse Fehler gemacht. Die EU tut sich an diesen zur Zeit schwer.
Ich selbst wäre wahrscheinlich aus Enthusiasmus schon bei der Gründung dieses Staatenbundes für einen Beitritt der Schweiz gewesen. Heute sieht das für die Schweiz etwas anders aus. Einerseits ist die EU unser weitaus wichtigster Handelspartner. Unser Land liegt im Zentrum Europas und unsere Beziehungen zu den EU-Ländern sind gross. Wir können uns unmöglich abschotten. Doch unser bilateraler Weg wird für die EU zunehmend mühsam. Sie sucht begreiflicherweise nach einer neuen Lösung für unsere sehr spezielle „Integration“. Irgendwann werden wir nicht mehr darum herum kommen, unsere Liebe zu „Extrawürsten“ etwas zu unterdrücken und einen Schritt hin zur EU zu machen. Ob und wann jemals ein Beitritt zur EU aktuell sein wird, wissen wir heute noch nicht. Sicher wird, anders als in armen europäischen Ländern, ein allfälliger Beitritt zur EU nicht nur ein Freudentag sein. Doch je mehr wir uns mit der EU „bilateralisieren“ und unter Druck geraten, EU-Entscheide zu übernehmen, umso kleiner werden schliesslich die Auswirkungen eines EU-Beitritts auf uns sein. Unsere wirtschaftliche Entwicklung würde kaum grosse Auswirkungen zeigen. Ein Vergleich mit dem über den EWR zur EU gelangten Österreich zeigt uns, dass unser EWR-Nein damals für uns leicht schlechtere Wirtschaftsbedingunge​n brachte als für Österreich: www.bernerschach.ch/V​ergleich-Oe-CH.pdf



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45%
(55 Stimmen)
Helmut Barner sagte Juli 2011

Da regt sich Estermann darüber auf, dass ein Gesuch nicht zurückgezogen wird, das überhaupt nicht zu Konsequenzen führen kann, da das Volk entscheiden muss. Sie will wieder mal Sand in Volkes Augen streuen! Nicht schauen, was wirklich schlimm ist! Es würde der SVP und diesen "Volksvertretern" wirklich gut anstehen, endlich wirklich auf Volkes Stimme zu hören! Seit 20. Februar 1994 durch Volk und Stände angenommen wartet da z.B. die Alpeninitiative auf ihre Durchsetzung! Wo sind Sie da, Frau Estermann? Wie folgen Sie da Volkes Stimme? Es ist klar, da sind Exponenten genau der SVP dagegen, sie wollen mit ihren Lastwagenkolonnen viel Geld verdienen! Und genau da stimmt die SVP und diese "Volkes-Stimmler" stets für die Verhinderung und Verwässerung des vom Volk und Ständen angenommenen Verfassungsartikels. Für mich sind solche Politiker Lügner! Und: Genau die werfen ständig wieder neue Schein-Probleme auf oder suchen neue Sündenböcke, damit man nicht sehen und darüber nachdenken soll, wer wirklich für das Volk ist und wer nur seine Geschäfte und wahren Absichten hinter solchen Attacken verbirgt! Sie, Frau Estermann, gehören für mich dazu! Folgen Sie endlich dem Volkswillen, auch da, wo es den SVP-Exponenten nicht passt!


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45%
(31 Stimmen)
Franziska Keller sagte Juli 2011

Ich widerspreche Ihnen nicht - aber ich frage Sie:
Wer von den anderen Parteien ist denn Ihrer Meinung nach WIRKLICH für das Volk und wer von den anderen Parteien will NICHT nur seine Geschäfte und wahren Absichten hinter solchen (oder eben anderen Attacken) verbergen? Im Ernst.


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48%
(29 Stimmen)
Urs Gassmann sagte Juli 2011

Herr Barner, der SVP steht ein Block von mindestens 70% gegenüber, also kann sie unmöglich allein verantwortlich sein für den Ihnen missliebigen Zustand. Müsste da nicht ein gehöriger Teil dieses Blocks mit der SVP einiggehen, so dass
Mehrheitsverhäl​tnisse bestehen? Übrigens sind es praktisch fast ausschliesslich äusserliche Gründe, weshalb es mit der Alpeninitiative nicht vorwärtsgeht, denn diese setzte Ziele, die technisch nicht in einem kürzeren Zeitraum zu erreichen sind.



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53%
(30 Stimmen)
Urs Gassmann sagte Juli 2011

Herr Estermann,
Ihre Namensschwester promovierte 1993 an der Comenius-Universität in Bratislava. Ich traue ihr intelligenzmässig nicht zu, dass sie ihren Doktortitel zu Unrecht führt
und damit riskiert, für immer in der Dunkelheit zu verschwinden. Ganz gewiss haben schon mehrere Journalisten nach der Rechtmässigkeit ihres Titels geforscht, so dass ein Titelschwindel schon längst ans Licht gekommen wäre.

Gewisse Ungereimtheiten konnten indessen bei Ihnen festgestellt werden: Zuerst zeichneten Sie mit „P. Estermann“, dann mit „Päivö Estermann“, heute mit „Pirmin Estermann“; Diktion, Diskussionsstil und Geistesrichtung waren stets dieselben, so dass der Blog-Teilnehmer zum Schluss kommt, alle drei Absender
seien identisch (wenn Sie erklären, dem sei nicht so, nehme ich es zurück). Vielfach widmen sich Ihre Beiträge nicht dem Thema, sondern Sie kommen aus heiterhellem Himmel mit nicht-sachbezogenen Vorwürfen, was anzeigt, dass es Ihnen vor allem darauf ankommt, Ihren generellen Unmut gegen die SVP zu äussern. Sie finden wohl deshalb kaum je genügende Zustimmung. Frau Estermanns diverse Blogs enthalten unzählige sehr kritische Kommentare, die stehengeblieben sind; warum sollte sie wohl nur die Ihrigen, die als reine Unmutsäusserungen nicht ätzend sind, gezielt löschen?



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48%
(27 Stimmen)
Franziska Keller sagte Juli 2011

Bingo Herr Gassmann!
Ich unterschreibe jedes Wort!


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55%
(22 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte Juli 2011

Sie macht ein Medizinstudium, ist dann Homöophatin und nennt sich Dr. med....

Ich konnte sie im HVS nicht finden!


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53%
(15 Stimmen)
Helmut Barner sagte Juli 2011

Sehen Sie, Herr Gassmann, eine Partei, die sich ständig als alleinige wirkliche Volksvertreterin aufspielt und so damit hausiert, sollte sich dafür einsetzen, wirklich den Volkswillen durchzusetzen! Sagen Sie mir, wieviele % dieser angeblichen "Volkspartei" bei der letzten Parlamentsabstimmung zur Alpeninitiative dafür waren, die Durchsetzung weitere Jahre hinauszuschieben? Das alleine zählt! Sich feige hinter den anderen zu verstecken, aber hintendurch die Verwirklichung zu sabotieren, das passt zur SVP. Und zu Frau Estermann, ob Dr. oder nicht!


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59%
(17 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte Juli 2011

Begriffe wie «Doktor», «Professor» oder «Universität» sind in der Schweiz nicht geschützt.

Seltsam​erweise wird dieser Einwand in diesem Forum immer wieder gelöscht.
Titel haben in der Schweiz keine grosse Bedeutung - wer sie trotzdem hervorhebt, versucht etwas wichtig zu machen, wo nichts ist.





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50%
(14 Stimmen)
Urs Gassmann sagte Juli 2011

@ Herrn Barner: War die Alpeninitiative denn das Kind der SVP?
Ich glaube, die SVP hat genug zu tun, um ihre eigenen Vorstösse
durchzuset​zen. "Feige", "hintendurch", das ist bloss polemisch;
mich wundert Ihre Verbissenheit, die so heftig ist, als ob Sie
persönlich von ihr gebeutelt worden wären. Hätten Sie vielleicht ein Amt inne, wenn die SVP nicht wäre?
@ Herrn Estermann: Fest steht, dass wenn jemand in einem öffentlichen oder sonstwie exponierten Amt steht, und es kommt
ans Licht, dass er zu Unrecht einen Akademischen Titel trägt, so
verschwindet er auch bei uns ziemlich schnell, und normalerweise hört man dann von ihm nie mehr etwas. Das würde auch unter meiner Billigung zutreffen, wenn dies bei Frau Dr. Estermann der Fall wäre, denn dann hätte sie ihrer Partei einen merklichen Schaden zugefügt.


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59%
(17 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte Juli 2011

Herr Gassmann, in der Schweiz dauert alles etwas länger. Titel haben in der Schweiz keine grosse Bedeutung - wer sie trotzdem hervorhebt, versucht etwas wichtig zu machen, wo nichts ist. Aussergewöhnlich ist eine Frau Dr. med. Homöophatin immer. Irgendwann wird das auch Frau E. merken.





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54%
(13 Stimmen)
Helmut Barner sagte Juli 2011

Ach so, die SVP entscheidet also selber, welche vom Volk angenommenen Verfassungsartikel sie unterstützen will und welche nicht? Die SVP vertritt also nicht einfach, was Volkes Stimme beschliesst? Das, was das Volk bestimmt, gilt für die SVP nicht, wenn es ihr nicht passt? Dann versucht man zu sabotieren, zu verschleppen? Wahrlich, das ist deutlich!
Ich finde nur, dann ist das Estermannsche und Brunnersche Geschnorr vom Volk, das das alleinige Sagen habe, unterträglich! Und verachtenswert!

Nein, Herr Gassmann, es gibt kein Amt, das ich innehätte, wenn es die SVP nicht gäbe.


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46%
(13 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte Juli 2011

Herr Gassmann, das hätten Sie wohl gerne, dass die SVP bestimmt, wer "ein Amt inne" hält.


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42%
(12 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte Juli 2011

Herr G. ist 70 Jahre zu spät geboren - und zu südlich.


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63%
(8 Stimmen)
Hans Meier sagte Juli 2011

@Herr Gassmann Jede Partei kann auch bei einer Niederlage ihre Politik weiterverfolgen. Das ist schliesslich Demokratie.

Aber die SVP behauptet immer das Volk zu vertreten und wirft den anderen Parteien vor entscheide an der Urne nicht umzusetzen. Das könnte die SVP den anderen Vorwerfen, falls sie auch als Verliererin die Entscheide umsetzten würde. Aber das macht kein SVP-Politiker. Sie machen von ihren legitimen Demokatischen Rechten gebraucht um für ihre Sache weiterzukämpfen. Da ist der Vorwurf an die anderen Parteien heuchlerisch. Dem sagt man grosse Klappe und nichts dahinter. Das Volk hat noch vieles bestimmt.



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56%
(9 Stimmen)
Urs Gassmann sagte Juli 2011

Herr Meier, Sie pflegen sich sonst klarer auszudrücken, doch
hier ist es etwas schwierig, Sie zu verstehen. Einem Verlierer
ist nicht zuzumuten, dass er sich für die Umsetzung eines ihm
nicht genehmen Entscheids gleich ins Zeug legt. Alle Parteien, von links nach rechts, machen von ihren legitimen demokratischen
Recht​en Gebrauch. Vorwürfe werden nicht nur einseitig, sondern
gegenseitig gemacht. Ist die SVP heuchlerisch, wenn sie sich
zur Wehr setzt dagegen, dass die Kommission eher den eindeutig abgelehnten Gegenvorschlag in den Gesetzesentwurf setzen will,
statt den Wortlaut der angenommenen Initiative möglichst weit
annähert?


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38%
(8 Stimmen)
Hans Meier sagte Juli 2011

Die Initiative ist ganz einfach nicht im Wortlaut umsetzbar. das ist in etwa wie bei der Alpenschutzinitiative​. Ich war bei beiden dagegen.


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60%
(50 Stimmen)
Franziska Keller sagte Juli 2011

Sind wir Schweizer nicht als ordentlich, geradezu pingelige "Tüpflisch....." bekannt? Warum lassen wir dann ein erwiesenermassen definitiv ungültiges Stück Papier in Brüssel weiter herumliegen? Der hinfällige Zettel gehört ordentlicherweise für ungültig erklärt und entsprechend entsorgt!
Ganz im Sinne der sprichwörtlichen Schweizerischen Ordentlichkeit.


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40%
(52 Stimmen)
Willy Burgermeister sagte Juli 2011

Sehr geehrte Frau Estermann,

Die SVP bleibt uns die entscheidende Antwort schuldig. Wir gehören zu Europa, sitzen wir doch mitten drin. Uns von allem abzuschotten, hilft niemandem. Wie europäisch oder wie global will denn die SVP unser Land künftig ausrichten?



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