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Die Grünen bleiben am Ball

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Der ver­gan­gene Wahl­sonn­tag hat den Grünen nicht das gewünschte Re­sul­tat ge­bracht. Im Ver­gleich zu 2007 muss­ten sie et­li­che Fe­dern las­sen.

 

Die Wähler und Wählerinnen haben bei den Wahlen 2011 ein Zeichen für die neue Mitte gesetzt – weg von der Politik der Polarisierung. Darunter hatten alle angestammten Parteien zu leiden. Auch die Grünen. Die SVP und  die CVP haben prozentmässig sogar mehr Verluste zu verbuchen als wir. Bei uns wirkt sich der Verlust primär wegen dem Proporz-Pech aber punkto Sitzzahl überdurchschnittlich aus. Dass wir mit einem Minus von 1.2 Prozent gleich fünf Sitze verlieren, ist daher besonders schmerzlich. Am schlimmsten ist es in Basel-Stadt, wo wir zwar um 1.3 Prozent zulegen, den Sitz aber dennoch verlieren.

 

Atomau​sstieg profitiert
Es gibt verschiedene Gründe, die wir vertieft anschauen müssen. Ein Grund ist allerdings bereits jetzt augenfällig: Wir Grünen konnten punkto Wahlanteil nicht vom Fukushima-Effekt profitieren. Die Grünen haben zwar mit ihrer Initiative und mit der ausserordentlichen Session den Weg für den Atomausstieg geebnet, den Erfolg heimfahren durften aber bedauerlicherweise die neuen Parteien der Mitte. Natürlich sind wir mehr als zufrieden damit, dass die Schweiz sich dem endgültigen Ausstieg aus der gefährlichen Atomtechnologie endlich nähert. Es wäre aber noch schöner gewesen, wenn die 30 Jahre unermüdlichen Kampfes gegen AKW gerade im Moment des nahenden Erfolges auch beim Wähleranteil zu Buche geschlagen hätten.

 

Zu wenig mobilisiert
Ein grosses Manko der Grünen Kampagne war sicherlich auch die schwache Mobilisierungskraft. Es ist uns nicht gelungen, über unseren engen Kreis hinaus Sympathisantinnen und Sympathisanten für den aktiven Wahlkampf zu gewinnen. Vielleicht liegt es daran, dass wir in den letzten Jahren stetig zugelegt haben und träge geworden sind. Auf alle Fälle bleibt zu hoffen, dass unsere Basis durch dieses Resultat wachgerüttelt wurde.

 

Erfolg in sieben Kantonen
Die Grünen haben bei den Wahlen nicht nur Verluste hinnehmen müssen. Es gab durchaus auch positive Entwicklungen. In sieben Kantonen konnten die Grünen zulegen. Besonders bemerkenswert sind die Resultate unserer nidwaldner und jurassischen Kolleginnen: plus 19.6 (NW) und plu 11 (JU) Prozent! Bedauerlich ist auch hier, dass trotz positivem Resultat nirgends ein Sitzgewinn möglich war. Ein ausgezeichnetes Resultat haben zudem die Grünen im Kanton Zug gemacht. Positiv ist auch das gute Abschneiden der beiden Grünen Ständeräte.

 

Blick​ nach vorne
Die Grünen werden auch in der kommenden Legislaturperiode am Ball bleiben. Zwei ganz grosse Themen kommen auf uns zu. Zum einen müssen wir alles daran setzen, den Atomausstieg unter Dach und Fach zu bringen. Die neuen Mitteparteien sind nun gefordert, ihre Wahlversprechen einzulösen. Mit unserer Ausstiegsinitiative erzeugen wir den notwendigen Druck. Daneben wird uns, mindestens genauso wichtig, die Finanz- und Wirtschaftskrise weiter beschäftigen. Auch hier sind die Grünen mit einem Initiativprojekt unterwegs: Die Grüne Wirtschaft hat mehr Gerechtigkeit und einen schonenden Umgang mit den Rohstoffen zum Ziel. Wir bleiben dran - für mehr Lebensqualität für alle!


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(4 Stimmen)
J. Nyffeler sagte December 2011

Sehr geehrter Herr Leuenberger
Ja wie wir alle Wissen beziehen wir auch noch Gratisstrom von den Deutschen.
Den jedoch der Konsument auch noch bezahlen muss.
2.Sie sind in meinem Alter, also weshalb immer noch mehr in die Zukunft sehen???
Die kommt von alleine.
Währe es nicht eher von Vorteil mal rückwärts zu schauen wie es damals war, damit Sie und Ihre Parteikollegen den richtigen Kurs wieder mal finden würden?
Das Rad können auch Sie als Parteipräsidend nicht neu erfinden.
Auch wenn Sie mir heute sagen würden der Markt ist überfüllt müsste ich Ihnen ein paar Marktlücken aufzählen.
Denn damals gab es alles bereits auch schon.
Z.Bsp. TCM (Tradizionelle Chinesische Medizin) Akkupressur war ich eine der ersten die dieses hier in der Schweiz erlernte anno dazumal.
Damals hiess es noch "Shiatsu"
Also Herr Leuenberger wie sehen Sie das Ganze????
Wenn ich mir heute nur schon Bonstetten und Affoltern a Albis ansehe, was an Verbauungen und Überbauungen in den letzten paar Jahren vorgenommen wurde, da kommen mir heute schon die Tränen.
Damals wars noch Ländlich, heute ist es ein Chaos. Ist sowas noch Grün?????
Und wenn ich bedenke, dass in den nächsten paar Jahre nur noch in die Höhe gebaut wird, da man ja auf ca. 41000 m2 noch mehr Einwanderung erwartet, dann kann ich mir ja bereits schon heute den Gedanken fassen dass ich irgendwann nicht einmal mehr mein Landleben geniessen kann. Das wiedrum finde ich sehr Diskriminierend.
Nun​ sagen Sie mir doch welche Grundrechte mir noch zustehen werden.
Anhand diesen Erkenntnissen werde ich mir überlegen, wie lange ich noch zu den Steuerzahlern gehören möchte.
Freundliche Grüsse


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100%
(2 Stimmen)
J. Nyffeler sagte December 2011

Ja Herr Meier und Co nicht widersprechen.....
W​as spricht dagegen,
wenn eine gesunde Partei importschranken einführen will???
Auch unsere Landwirtschaft, die übrigens langsam am austerben ist gehört zu unserer Natur, sprich GRÜN.
Und alle, die es gern Grün haben, sollen doch dafür sorgen dass:
Wenigere Einwanderungen = Grün
Mehr eigene Landwirtschaft = Grün
Kann sich ja trotzdem jeder seine Milch in der Migros kaufen.
Kleine Private Unternehmen fördern = Grün
SVP = Grün
Noch fragen?????



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91%
(23 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte November 2011

BUSSE MIT WASSERSTOFFANTRIEB

Sehr geehrter Herr Parteipräsident Leuenberger

Die grüne Partei hat in der Vergangenheit viele Erfolge gefeiert. Nun sind auch die etablierten Parteien auf ihre Themen aufgesprungen, was bei den Wahlen einen nachteiligen Einfluss hatte. Aus meiner Sicht vertritt die grüne Partei eine wesentliche Thematik mit grosser Konstanz. Die meisten Themen sind auch gut zu präsentieren.

Ein aktuelles Beispiel will ich nachfolgend aufführen:

Die Fortschritte für Wasserstoff-Busse sind sehr lobenswert. Die Busse sind mehr als 30% der Zeit unterwegs und haben einen wesentlichen Anteil an den Abgasen in den Städten und Agglomerationen. Wasserstoff ist bekanntlich eine gut lagerbare Energieform. Die Wasserstoff-Herstellu​ng kann in den Zeiträumen ausserhalb der täglichen Versorgungsspitzen erfolgen.

Die Betriebskosten der Busse sind bereits sehr nahe beim Diesel. Dies ist ein wesentlicher Pluspunkt für eine grosse Verbreitung der Technologie.

Interessante Zeitungsberichte:
http://www.aargauer​zeitung.ch/aargau/bru​gg/post-testet-in-bru​gg-busse-mit-wasserst​off-antrieb-115627228​
http://www.hycologn​e.de/wasserstoff-zur-​kommerziellen-realita​et-in-europa-chic-pro​jekt-eu.phtml


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33%
(30 Stimmen)
Jürg Walter Meyer sagte November 2011

Der Rückgang der Grünen hat eingesetzt. Gut so.
"Grün sein" ist für die Anhänger der Grünen Partei (GPS) - hier in der Schweiz wie auch in Deutschland – eine Art Religion - schlicht: stur. Ein Mensch der nicht nach den von den Grünen gesetzten Normen handelt, verhält sich in ihren Augen unmoralisch.
Mensche​n, die nach links tendieren möchten der SP ihre Stimme geben!



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33%
(48 Stimmen)
Josef Bachmann sagte November 2011

Sehr geehrter Herr Leuenberger (resp. die Sekretärin welche diesen Blog geschrieben hat) Besten Dank für ihren Hilfeschrei und die Frage warum ihre Grünen so massiv verloren haben. Und dies obschon sie einen Wahlsieg bis zu 12% vorhersagten. Nun wir wissen, Linker als die Grünen geht es nicht. Das Problem ist ganz Linksaussen gibt es nicht nur die Grünen, sondern auch noch z.b. die SP, welche sogar den Kapitalismus abschaffen will. Da wird es für Linkspopulisten schwer zu entscheiden welche Linke man da Wählen soll. Der gemässigtere Flügel von ihnen, die ausser radikalem linken Gedankengut noch etwas weite blicken können, sind von den Grünen abgesprungen und zur GLP gewandert. Dies muss sie besonders schmerzen, weil die GLP sich ja abgespalten hat von ihren Grünen. Lustig war noch wie linke Experten fast schon unter Schock, weil die Grünen verloren haben, gesagt haben dies sei wegen der Abspaltung wie bei der SVP. Ha ha ha..die SVP wie auch die BDP trat zum 1. Mal gespalten an, nicht so die Grünen.

Wenn die Grünen wieder gemässigte Wähler anziehen will, welche nicht nur radikale Ansichten haben, muss sie wieder Bürgernäher sein ihre Grünen. Sehen sie mal lieber Herr Leuenberger. Sie hetzen ja nur gegen Andersdenkende...Gege​n die SVP, gegen die Reichen, gegen alle reichen Ausländer, gegen Manager, gegen Bänker, gegen Autofahrer, gegen Eltern und gegen jeden der es wagt eine andere Meinung zu haben wie ihre Linkspopulistische Partei. Da wird dann auch mal gerne gerne gesagt zu jedem welcher in Abstimmungen anders entschieden hat, es seien ALLE rassisten, dumm, hinterwälderisch, gekauft, unsolidarisch..ja einfach der grösste Abschaum auf gut Deutsch. Selbst wenn aus den eigenen Reihen jemand kommt mit anderer Meinung, wird dieser übelst beschimpft. Bastien Girod wollte doch nur die Missstände in der Einwanderungspolitik aufzeigen und wurde danach umgehend als Rassist beschimpft. aber es geht ja noch weiter mit der Linkspopulistischen Politik. Jüngst wollen sie ja auch noch die direkte Demokratie in Raten abschaffen, gehen gegen jede demokratische Abstimmung welche ihnen nicht passt vor Gericht oder bringen es dutzende Male vors Volk, oder beides wie das jüngste Beispiel vom JPZ zeigt. Nein so linkspopulistisch darf man keine Politik machen, oder zumindest nicht wundern wenn gemässigtere Kräfte der Partei den Rücken kehren..Aber dass natürlich sie immernoch einen Wähleranteil von 8% haben, sollte uns Sorgen bereiten. Auf jeden Fall sind dies alle Linksaussen stehende..Und was diese Politik den Menschen schlimmes antut, sah man auf dieser Welt schon genügend. Ich wünschen ihnen Herr Leuenberger gewisse Einsicht, dass der radikale Ton und Politik nichts in einem freien, demokratichen Land wie der Schweiz zu suchen hat. Und freue mich doch sehr darüber, dass die SVP mehr als 3 mal so viele Wähler hat wie sie...Hoffen wir weiterhin auf diese positive Entwicklung. Persönlich wünsche ich ihnen natürlich alles Gute. Ich bin nicht so wie die Linkspopulisten z.b. in diesem Forum, welche den politischen Gegner nur das primitivste wünscht. Alles Gute im persönlichen Bereich für sie.


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62%
(47 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte November 2011

Ich bleibe dabei, die Grünen werden es in der nächsten Legislatur einfacher haben ihre Anliegen durchzubringen als in der vergangenen Legislatur!

SVP, FDP und sonstige Rechtsaussenparteien (neben der SVP) waren noch nie so schwach wie nach den Wahlen 2011.

Andererseits​ war die Mitte noch nie so umweltfreundliche eingestellt wie nach den Wahlen 2011. Dank den historischen Gewinnen von GLP und BDP!


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40%
(62 Stimmen)
Stefan Arnet sagte November 2011

Sehr geehrter Herr Leuenberger

Wo bleiben ihre Themen. Wie finden sie es zum Beispiel, dass wir Steuerzahler für Dauerstudenten aufkommen müssen und diese dafür den ganzen Tag Zeit haben um Unsinn zu machen, schreiben, sagen. Wie stehen sie allgemein zu den Problemen im Land, ausser dass die Grünen und deren Wählerschft seit Jahren das Minarett-Verbot noch nicht verkraftet haben und sich dabei wirklich lächerlich machen, anstelle sich den neuen Problemen zu stellen. was ist da ihre Haltung? Das Problem der Grünen ist, dass sie ausser radikalen Forderungen nichts zu bieten haben. So ua. ein überstürzter Atomausstieg, der sowieso nichts bringt wenn Europa nicht mitmacht..schon komisch normalerweise möchten Linke ja alles so machen wie die anderen. Und die Grünen und deren Wähler lassen auch eine sogenannte Minarett-Abstimmungsr​esultats-Phobie erkennen....anstelle mal ein Abstimmungsresultat respektieren und sich mit diesem Ergebnis zurechtfinden und sich wieder aktuelleren Themen zuwenden. Das grösste Problem der Grünen ist aber sicher der Stil. So schreibt und spricht die Grüne Partei und deren Wähler nur gegen die ach so böse SVP, anstelle sich dem eigentlichen Konkurrent zu stellen, der abgespaltenden GLP. Natürlich hat im Gegensatz bei der SVP die Abspaltung bei den Grünen keine Rolle gespielt für die herben Wählerverlusten. Vielleicht haben einige Leute auch genug vom Stil der Grünen, welche ständig Andersdenkende beleiidigen..so ist nach Abstimmungsniederlage​n das Volk Rassistisch, dumm, hinterwäldlerisch, ungebildet, unsolidarisch etc. etc. Selbst eigene Leute müssen dies dann erfahen, dass die Grünen beleidigen. So wurde Bastien Girod als Rassist beschimpft, nur weil er eine andere Meinung hatte als seine Partei zur Masseneinwanderung. Die Grünen sollten endlich mal ihren Stil ändern, Demokratische Entscheide respektieren. Aber da sind die Grünen als Partei und deren artige Wählerschaft leider weit entfernt. Bitte Herr Leuenberger, gehen sie da mal über die Bücher. Herzlichen Dank.


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27%
(33 Stimmen)
Werner Nabulon sagte November 2011

Dieter Lohmann
C.P. von Ihnen: Als Versicherungsmathemat​iker und Ökonom bin ich natürlich vor allem auch auf ihre Aussagen zu den Versicherungskosten gespannt!
Vergessen Sie die Versicherungskosten. Kleines Beispiel: LA und San F liegen an der Westküste Amerikas, in einer eigentlich recht aktiven Erdbeben Region. Gesetzt den Fall, es rüttelt da mal so wie das Geologen befürchten, geht die Post voll ab. Dann ist gut beraten, wer keine Aktien von Versicherungen hat.
Es gibt übrigens keinen Grund, Geologisch, dass dieses Erdbeben ausbleibt. Was dann ein Tsunami auslöst der über den Pazifik rauscht? Was er drüben in Japan, Korea, anstellt? Fragen über Fragen.
Und das alles ohne eine KKW Katastrophe. Die kommt dann mit dazu, so wie in Fukushima. Die Menschen haben zu nahe am Meer die KKW’s aufgestellt.
Darüber müssen wir sprechen: Wo können wir Bauten hinstellen. Weiters Beispiel: In der Schweiz sind Bauten mit Erdbeben über stärke 5,5 überfordert. Auf gar keinen Fall dürfen die 7 übersteigen, danach krachen auch die Erdbeben sicheren Bauten zusammen. Kommt dann noch dazu, um was für ein Beben welche Art Wellen Erschütterungen es sich handelt, dann krachen nebst Brücken und Tunnels auch Staumauern usw zusammen. Die Versicherungen können nicht mehr in den Glaspalästen arbeiten, weil die bei Stärke 5.5 aufgeben zu halten…
Und jetzt wünsche ich Ihnen gutes Rechnen Herr Dieter Lohmann.
Freundliche​ Grüsse.



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75%
(57 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte November 2011

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag Herr Leuenberger. Doch nebst dem Atomausstieg, welcher sicherlich wünschenswert ist (Frage nach dem Preis und den Vernetzungen der Politik mit der Atomlobby) gibt es sicherlich für die Grünen - und auch anderen - betr. Umwelt noch andere "Baustellen". So z.B. las ich soeben die Pressemitteilung zum 25. Jahrestag der Sandozgiftwelle im Rhein. Man erinnere sich ... Für mich steht fest, dass wer die Umwelt schützen will, muss genügend Ressourcen haben (personell, finanziell etc.). Ein schlanker Staat auf Kosten der Umwelt, Gesundheit, Bildung, Sicherheit bringt nichts als Probleme. Auch wenn man damit die Steuern tief halten kann. http://vorort.bund.ne​t/suedlicher-oberrhei​n/sandoz-unfall-25-ja​hre.html . Doch einigen mag es egal sein, wie mir Anhand von Kommentaren (nicht bloss in diesem Blog scheint). Die Masseneinwanderung (Energie, Nahrung, sauberes Wasser und Sicherheit inkl. Bildung und Perspektive etc. braucht ein Mensch so oder so - egal wo er wohnt). Somit denke ich weiterhin, dass auch wir verantwortlich sind und einen Beitrag zur Generierung von Flüchtlingen leisten (über die Umwelt, billige Ressourcen etc.... Die entsprechenden Vernetzungen sollte durchaus gesehen werden und die notwendigen Parteien an den runden Tisch geholt werden, damit eine Verteilung (Bevölkerung, Ressourcen, Nahrung etc.) entsprechend vorhanden ist. P.S.: Betreffend Energie für Licht habe ich diese Möglichkeit auf Youtube entdeckt. Ev. könnte dieses - sofern es funktioniert und noch nicht vorhanden entsprechend weiterentwickelt werden (http://www.youtube.c​om/watch?v=_zMAWztZ6T​I)


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47%
(58 Stimmen)
Kurt Nünlist sagte November 2011

Die SP ist links-grün.
Die CVP ist mitte-grün.
Die GLP ist liberal-grün.

Für die Grünen hat es keinen Platz mehr. Wieso sollten wir grün wählen? Wo unterscheidet ihr Euch z.B. zur SP?


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62%
(68 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte November 2011

Tatsache ist, dass das grüne Lager insgesamt stark zugelegt hat in den vergangenen Jahren. Das zeigen die folgenden Zahlen:

1999: 5,0%
2003: 7,4%
2007: 11,0%
2011: 13,8%

Heute wählt also rund ein Siebtel der Bevölkerung entweder grün oder grünliberal. 1999 war es nur jeder Zwanzigste!

Das ist ein beachtlicher Erfolg! Und ich bin überzeugt, dass Grüne und Grünliberale auch in den nächsten Jahren weiter zulegen werden.

Das Problem der Grünen ist vielmehr, dass sie sich immer mehr links positioniert haben und deshalb für viele ökologisch denkende Wähler nicht mehr wählbar sind.

Die Verluste an die Grünliberalen waren also zu erwarten. Das ändert aber nichts daran, dass das grüne Lager insgesamt massiv wächst!

Und was ebenso wichtig ist, das anti-grüne Lager aus SVP und FDP hat massiv verloren! Grüne Vorstösse werden es in den nächsten vier Jahren im Nationalrat viel leichter haben:

Ökologische​s Lager (Grüne, SP, GLP): 73 Sitze (+7)
Bedingt ökologisches Lager (CVP, BDP, EVP): 40 Sitze (+6)
Anti-ökologisch​es Lager (SVP, FDP, Lega): 86 Sitze (-13)






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53%
(51 Stimmen)
Werner Nabulon sagte October 2011

Herr Benedikt Jorns,

Nachhaltig, ich kann dieses Wort Nachhaltig Nachhaltigkeit langsam aber sicher nicht mehr hören, weil es einfach nur ein Wort ist, und nicht stimmt.

Doch eines stimmt, diese unter dem Deckmantel Grüne und Umweltschutz agierenden ehemaligen Kommunisten und extrem Linken ruinieren nachhaltig unser Land, unsere Wirtschaft.

Was vor uns aufgebaut wurde und wir weiterpflegen sollten wird einfach ruiniert und vernichtet.
Nachhalt​ig kann man dem auch nicht sagen, weil man eines Tages alles wieder aufbauen muss was verschlampt wurde.



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45%
(42 Stimmen)
Anton Keller sagte October 2011

Die Wählen glauben den Grünen nicht, einen machbaren Atomausstieg hinzubekommen. Zudem scheint einigen wichtigen Grünen die Palestinafrage viel wichtiger als die Probleme in der Schweiz.


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42%
(33 Stimmen)
Willy Burgermeister sagte October 2011

Sehr geehrter Herr Leuenberger,

Ihre Wahlanalyse greift – aus meiner Sicht gesehen – viel zu kurz und blendet ganz wesentliche Merkmale des vergangenen Wahlsonntags aus. Wir Wähler suchten den Konsens, die Zusammenarbeit der tonangebenden Parteien in sachpolitischen Fragen, und endeten in der Konfusion. Die Wahl spiegelt eine irritierte und irritierende Schweiz, eine Schweiz, die nicht so recht weiss, was sie will, wohin sie will und, vor allem, eine Schweiz, die sich irgendwie selbst verliert. Das neu gewählte Parlament wird – so scheint mir – ein Land vertreten, das sich vor der Zukunft fürchtet. Die Mitte splittert sich in einer Zeit auf, wo wir mehr denn je auf Ausgleich und Kompromisse angewiesen sein dürften. Die nationalen Themen werden von globalen Ereignissen weggespült und wir verweigern uns der entscheidenden, wegweisenden Frage, wie es denn mit unserem Werk-, Denk- und Finanzplatz in einer ergrauenden Gesellschaft weitergehen soll. Wir wagen es nicht, uns mit unserem Platz in einem krisengeschüttelten Europa nüchtern auseinanderzusetzen. Unsere sozialen Sicherheits- und Vorsorgenetze entpuppen sich keinesfalls als wetter- und zukunftsfest, der vermeintlich fest in Stein gemeisselte Generationenvertrag bröckelt und – nicht überraschend – verheddern wir uns in einer unsinnigen Zuwanderungsdebatte.

Niemand kümmert sich jedoch, herauszufinden, nach welcher Schweiz wir uns eigentlich sehnen. Und - nicht zu vergessen- wir werden unser in der Vergangenheit so erfolgreiches Lebensmodell nur dann fortpflanzen können, wenn wir uns der Welt nicht verschliessen und die globalen Herausforderungen aus eigenem Antrieb anpacken. Wo müssen wir Verzicht übern und was muss uns lieb und teuer bleiben? Wer heute noch glaubt, die Schweiz sei eine Insel und völlig „unabhängig“, der muss mit blinder Ideologie geschlagen sein.

Wo bleibt die Partei, die uns aufrüttelt, die uns bewusst werden lässt, dass es ohne eine dynamische Wirtschaft keine nachhaltige Bildungs-, Gesundheits-, Sozial- und Umweltpolitik geben kann und die uns Wege aufzeigt, um aus dem uns bevorstehenden, demographischen Wandel unseren Nutzen zu ziehen.

Mit freundlichen Grüssen,
Willy Burgermeister




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42%
(50 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte October 2011

Entschuldigung, aber das ist jetzt wirklich wieder einmal obernaiv von Herrn Ueli Leuenberger. Da kommt der GP Chef wieder mit dem Proporzpech daher. Aber grosses Proporzpech hatte auch die SVP, die im Kanton Schwyz mit 38% Wähleranteil mit Proporzglück ihre Sitze hätte halten können! Außerdem verfehlte die SVP nur sehr knapp einen weiteren Sitzgewinn im Wallis und im Kanton Graubünden ( SVP vor BDP!) Ich als SVP-ler könnte also nun auch mit dieser Leier kommen!

Nur ist es schon noch ein Unterschied, ob man von hohen 29% gute 2,4% wieder verliert, samt BDP Abspaltung, oder ob man von tiefen 9,6% wieder 1,3% abgibt, obwohl die GLP schon älter ist als die BDP! Diesbezüglich zählt auch der 0,8% Verlust der SP mehr ( 20% Ziel von Levrat nicht erreicht!) als die 3-4 zusätzlichen Sitzen, die eh nur auf Kosten von PDA, GP, CSP und Lumengo entfielen!

Und so wie die Grünen 2007 sehr viele Sitze dazugewannen, überproportional im Proporzglück, so hatten Sie diesmal halt Proporzpech, aber dennoch schleckt die 1,3% Wähleranteilverlust keine Gais weg! Die CVP hatte 2007 auch nur um 0,3% zulegen können, aber damit 3 neue Sitze erobert! Die SVP konnte im letzten Jahr im Kanton Jura um fast 4% zulegen, holte damit aber keinen einzigen neuen Sitz! Die SVP verlor auch vor 3 Jahren im AG-Grossrat 1 Sitz und legte dennoch um 1% zu! In SH, LU und ZG legte die SVP im Zehntelstbereich zu, was auch für einen weiteren Sitzgewinn hätte reichen können.

Und genau wegen dieser ständigen Proporzpech-Proporz Glück Geschichte zählt für mich der Wähleranteil halt noch etwas mehr! Und da hat die GP für ihre Grösse viel verloren, auch die FDP und die CVP, die schon vorher auf tiefen Niveau lagen. Die Sozi haben dann auch das drittschlechteste Resultat ihrer Geschichte, Wahlziel 20% misslungen, was auch grottenschlecht ist, zumal wir in einer Wirtschaftskrise sind, wo die SP sonst immer profitierte!

Ich habe schon vor Monaten gesagt, dass der Fukushima Effekt aufgehoben wird und durch andere Themen ersetzt. So kam es auch. Schon nur deshalb, weil die nachfrage bei den Stromkonzernen nach sauberem Strom, nach kurzem Höhenflug wieder einbrach! Stattdessen haben hier auf vimentis GP-Politiker auf Zweckoptimismus gemacht und ständig ihre LP abgespielt, die den Leuten langsam auf den Keks gingen.

Selbst als SVP Anhänger würde ich was für erneuerbare Energien machen, obschon wir wegen dem horrenden Strombedarf und den vielen Einwohner leider nicht um AKW herum kommen. Aber dann müssten erneuerbare Energien auch viel mehr Strom produzieren können, was heute leider nicht der Fall ist!

Im September war ich bei einem Ehepaar auf Besuch, das ungefähr 4-6 Quadratmeter an Solarpanels auf ihren Hausdach eben montiert hatte. Dazu müsste ich aber zuerst einmal ein eigens Haus haben und die Kohle dazu! Diese Solarpanels produzieren dann auch nur den Strom für das Warmwasser! Als die Anlage im Juli montiert wurde, gab es immer genug Sonne für die Solar Panels. Als im September die Sonne aber immer weniger lang schien, schon nur auf Grund der kürzeren Tage, hatte die Anlage schon Probleme, um genug Strom für den Boiler zu produzieren! Aus diesem Grund hat das Ehepaar denn noch einen Kippschalter an das alte Stromnetz! Darum sieht man, dass nur schon eine Teilproduktion für den täglichen Gebrauch mit Strom ( Warmwasser) sehr schwierig ist! Und das ganze Dach mit Solarpanels abzudecken ist dann noch weitaus teurer! Deswegen scheint aber nicht stärker und länger die Sonne von Himmel! Schon in diesem Monat wird das Ehepaar seinen Strom wegen den Nebeltagen und der kurzen Tageszeit kaum noch von der Sonne beziehen können! Schon nur in diesem Bereich haben wir mit der Solarenergie erhebliche Probleme in der Stromproduktion, was den Linken und Grünen aber nicht einleuchtet!

Eine Tochterfirma der BKW, die sich auf Windenergie spezialisiert hat, ist zum Schluss gekommen, dass 735 Windkrafträder nötig wären, um das alte AKW Mühleberg zu ersetzen. Dieses Kernkraftwerk ist aber das Leistungsschwächste. Für Beznau 1 und 2 wären dann je 755 Windkrafträder nötig, für Gösgen 2.008 und für Leibstadt als leistungsstärkstes AKW gar 2.412 Windräder! Um alle AKW zu ersetzen wären dies damit 6.665 Windräder! Zu Gunsten der Atomgegner habe ich noch Zahlen genommen die ihnen entgegen kommen. Andere Quellen sprechen gar von 1.300 oder 1.500 Windräder als Mühleberg Ersatz. Also dann etwa 13.000 Windräder für alle AKW! Zudem müsste man noch die schädlichen Kohlenkraftwerke ersetzen, wo man vielleicht auch noch 1.000 zusätzliche Windräder benötigt als Ersatz. Am Schluss wären dies dann unter dem Strich 7.665, bzw. 14.000 Windräder! Ich gehe dann auch mal davon aus, dass dies nicht die kleinsten Windräder sein werden in der Landschaft!

Wollen​ wir aber 7.665, bzw. 14.000 Windräder in diesem kleinen Land? Ist unsere Natur nicht schon genug verschandelt? Was ist mit den vielen Einsprachen gegen die Windräder? Was ist mit den Umweltverbänden die hier dagegen laufen? Woher kommt der Strom bei Windstille, Orkan oder Föhnsturm, wo die Windräder nicht laufen? Zudem scheinen Windräder mehr Lärm zu verursachen als bisher vermutet, wodurch der Sicherheitsabstand von 300m zur nächsten Siedlung nicht mehr genügt. Dazu noch der Hammer: Selbst die jurassische Regierung hat neulich wegen massivem Widerstand aus dem Volk ein Windradmoratorium verhängt! Windkraft als 100% AKW Ersatz ist nur schon aus all diesen Gründen sehr unwahrscheinlich. Windräder machen mehr Wirbel um sich herum als Strom!



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