1. Wir brauchen die richtigen Rahmenbedingungen für einen ökologischen Umbau.
2. Den Atomausstieg und Reduktion der Erdöl-Abhängigkeit als Chance nutzen.
3. Nicht die Ellbogen-Freiheit, sondern die gemeinsame Freiheit fördern.
4. Die Finanzkrise ist keine Naturgewalt: Nehmen wir die Deregulierung zurück.
3. Nicht die Ellbogen-Freiheit, sondern die gemeinsame Freiheit fördern.
Der Neoliberalismus hat ein gefährliches Bild von Freiheit geprägt. Freiheit heisst hier oft nur noch Konkurrenz, heisst Wettbewerb, heisst Egoismus. Dabei ist Freiheit eigentlich etwas, das man nur als Gemeinschaft leben kann. Denken wir an den Rütlischwur, symbolischer Gründungsmoment der Schweiz. Hier versprach man sich Beistand, Solidarität, Gemeinschaft – als Bedingung, als Zeichen und als Ausdruck der gemeinsamen Freiheit und Unabhängigkeit. Und auch die Losung der französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, welche die Moderne prägt, hat keinen egozentrischen, keinen egoistischen sondern einen gesellschaftlich eingebetteten Freiheitsbegriff.
Wir stehen heute vor der Herausforderung, als Gesellschaft Bescheidenheit zu lernen. Verschwendung zu stoppen. Wir haben keine zweite und keine dritte Erde, die wir aus dem Vorratsschrank nehmen können, wenn unser Planet ausgeraubt, die Rohstoffe geplündert und Wasser und Luft verschmutzt sind. Die Energiewende bedeutet weit mehr als nur eine Umstellung von alten auf moderne Geräte und von Atom- auf Windenergie. Diese gewaltige Herausforderung können wir nur gemeinsam, als Gesellschaft aufnehmen. Indem wir mehr und nicht weniger Demokratie wagen und indem wir den sozialen Zusammenhalt und die Gerechtigkeit stärken.
[Um die inhaltliche Debatte zu erleichtern, werden die einzelnen vier Punkte je als separate Artikel publiziert]


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