Es mag sein, dass der gestern zurückgetretene SNB-Chef Philipp Hildebrand zumindest moralisch mit seinen Devisengeschäften nicht ganz einwandfrei gehandelt hat. Damit hat er denjenigen Kreisen einen Steilpass zugespielt, welche ihn von Anfang an aus seinem Amt ekeln wollten. Hildebrand ist das Opfer eines politischen Kesseltreibens geworden. Hildebrands Rücktritt ist ein riesiger Verlust für die SNB. Weltwoche, Blocher und die SVP werden diesen Mann nicht vermissen, die Schweiz aber schon.
Wirtschaft > Banken, Versicherungen, Börse, Januar 2012
Die Schweiz wird diesen Mann noch vermissen
|
|
![]()
|
Kommentare von Lesern zum Artikel
[ Neuen Kommentar verfassen ]
![]() 18%(11 Stimmen) |
Anton Keller sagte Vor 10 Tagen Während Hildebandt Euro kaufte, hat Jordan die Währungen diversifiziert. Während Hildebrand den Wechselkurs über die Marke hinaus pflegte, belässt Jordan den Kurs bei der Marke und hat das Fremdwährungsportfolio reduziert. Jordan ist der viel bessere Nationalbankchef. Zudem ist er vertrauenswürdig und hat nicht das Herz eines Investmentbankers. |
![]() 43%(7 Stimmen) |
Gabor Balazs sagte Vor 11 Tagen Vermissen wir ihn? Ich glaube, egal wer an der Spitze dieser Nationalbank ist. Vermissen tun wir ihn nicht. Schon komisch liest man hier von dieser Politikerin hier nie einen Vorhalt auf all die Kommentare. So was will Volksvertreterin sein. |
50%(10 Stimmen) |
Franziska Keller sagte Februar 2012 Leseempfehlung: NZZ vor 10 Minuten, Interview mit Oswald Grüber zur Lage - sehr lesenswert. http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_rede_von_der_weissgeldstrategie_war_sehr_gefaehrlich__1.14765849.html |
43%(14 Stimmen) |
Hans P. Grimm sagte Februar 2012 Das Politiker unmoralische Handlungen, wie die von Herr Hidebrand, verteidigen überascht nicht wirklich! Was überascht ist, wie verhemt sie dies tun. Noch ist die Gesellschaft noch nicht so unmoralisch wie die Azocker und einige in Bern. Wenn es aber so weit kommt, dan wehe der Menschheit! |
52%(29 Stimmen) |
Peter Meyer-Wartmann sagte Januar 2012 Vor einem Tag habe ich die These aufgestellt, dass Moral nicht teilbar oder dehnbar und auch nicht verdünnbar ist. Mein Kommentar wurde auf 33% Zustimmung heruntergewertet. Soweit so gut. Ich nehme einfach zur Kenntnis, dass 67% der Sympathisanten von ESS, der CVP und von Philipp Hildebrand -sie wissen schon, der hinausgeworfene Ex-Präsi der SNB- der Meinung sind, das Moral ist etwas, das je nach Lage der Situation bis zur homöopathischen Dosis verdünnt werden darf. Gut zu wissen, danke. |
63%(41 Stimmen) |
Heinz Kremsner sagte Januar 2012 Frau Nationalrätin Schneider-Schneiter, es verdichten sich immer mehr die Beweise dass wie sie schreiben Hr Hildebrand das Opfer eines politischen Kesseltreibens geworden ist. Dazu setzt die SVP auch die eigenen Medien ein. Konkret die Weltwoche, das Kampfblatt der SVP. Nachfolgend ein guter Artikel der die Arbeitsweise erklärt: Journalismus im Dienste Christoph Blochers: Zur Arbeitsweise der Zeitschrift "Weltwoche" hier der Link: http://www.zeit.de/2012/05/CH-Weltwoche |
61%(46 Stimmen) |
Heinz Kremsner sagte Januar 2012 Frau Nationalrätin Schneider-Schneiter, es verdichten sich immer mehr die Beweise dass wie sie schreiben Hr Hildebrand das Opfer eines politischen Kesseltreibens geworden. Und man weiss es sind alles SVP-Mitglieder involviert. Also ein Komplott, eine Bande, ein Staatsstreich. Dass Hr Hildebrand gegen keine Gesetze/Regeln verstossen hat ist klar. Dass die Weltwoche massiv gelogen hat ist klar. Der lächerliche Vorwurf des SVP-Kampfblattes Weltwoche und der SVPler betreff Moral "ja dann müsse er aus moralischen Gründen zurücktreten" ist lachhaft. Wenn jemand wie auf SVP-Seite derart massiv gegen Gesetze und Moral verstösst (z.B. Blocher: Wahlfälscher; Blocher=Datenhehler usw; Weltwoche hat nur Lügen gegen Hildebrand keine Tatschen keine Beweise usw. es liesse sich noch vieeeeeel sagen) solchergestalt Leuten muss man das Recht absprechen von anderen Moral zu fordern die sich absolut nicht an moralisches halten. Der Tages-Anzeiger hat Beweise wie das SVP-Komplott/Staatsstreich ablief: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Datenbeschaffung-per-Funkgeraet/story/25875537 Die Zeitung Sonntag stellt fest: Bundesanwalt prüft Ermittlungen http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2097/ Ja also los: Namen und Adressen aller Beteiligten alles SVPler sind bekannt. Unverzüglich in Haft setzen damit sie sich nicht absprechen können |
41%(32 Stimmen) |
Peter Meyer-Wartmann sagte Januar 2012 Zitat: "Es mag sein, dass der gestern zurückgetretene SNB-Chef Philipp Hildebrand zumindest moralisch mit seinen Devisengeschäften nicht ganz einwandfrei gehandelt hat." Mit "nicht ganz einwandfrei" implizieren Sie, dass Moral teilbar, oder dehnbar, oder stärker oder schwächer sein kann, Frau Elisabeth Schneider-Schneiter. Je nach Situation, wie sie gebraucht wird. Moral ist nicht teilbar, nicht verdünnbar, sie ist wie der Tod und das Leben. Entweder sie sind lebendig, oder sie sind tot. Sie können nicht ein wenig tot sein, entweder richtig oder gar nicht. Bei Philipp Hildebrand, liebe Frau Elisabeth Schneider-Schneiter, ist sie tot, die Moral. |
75%(69 Stimmen) |
Heinz Kremsner sagte Januar 2012 Es ist sehr interessant wie die Schreiber im Auftrage der SVP im Internet in diversen Blogs und natürlich auch das SVP-Schrei-Kampfblatt Weltwoche versuchen die Bundesrätin Frau Widmer-Schlumpf in die Affäre Hildebrand hineinzuziehen mit der Aufforderung sie soll zurücktreten. Tatsache ist dass BR Frau Widmer-Schlumpf in der Angelegenheit Hildebrand absolut nichts angelastet werden kann. Aber wenn die SVP-Führung und die WW das verlangen so schreiben halt die Schreiber entsprechend. Die beiden SVP-Herren Blocher und Stocker jedoch muss man sehr schwer belasten für ihre massiven Verfehlungen. Und was schreibt WW darüber? Nichts! Typisch SVP-Partei-Schrei-Kampfblatt. Bevor Christoph Blocher im 2003 in den Bundesrat gewählt wurde, sass er seit 1995 in der nationalrätlichen Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK). Das ist jene Kommission, welche das im Mai 2004 in Kraft getretene und totalrevidierte Nationalbankgesetz vorberiet, bevor es vom Plenum behandelt und schliesslich verabschiedet wurde. Er hätte sich somit schon damals dafür einsetzen können, dass im erwähnten Gesetz ein Verbot für den Devisenhandel durch die Mitglieder des SNB-Direktoriums verankert würde. Einen entsprechenden Antrag von Blocher findet sich aber nicht. Unglaublich: Er hat nichts ! nichts ! gemacht. Als Bundesrat Justiz hätte Blocher die Möglichkeit gehabt, das NB-Reglement überarbeiten zu lassen (er selbst kann das nicht ändern: aber er hätte den Auftrag geben können zum ändern, z.B. wg Devisen. Und was machte er: nix! SVP-Stocker sitzt seit dem 1. Mai 2010 im Nationalbank-Bankrat, Er ist gleichzeitig SVP-Regierungsrat des Kantons Zürich. Als Regierungsrat gehört Stocker automatisch der Parteileitung der SVP des Kantons Zürich an, in welcher >na sowas gibts denn sowas< auch NR Blocher sitzt. Die beiden Herren kennen sich also intim, sehr intim. Man kennt sich also. Und ja: Ernst Stocker gehört innerhalb des Bankrats nebst zwei anderen Bankratsmitgliedern dem so genannten «Prüfungsausschuss» an. Dieser hat gemäss Geschäftsbericht 2010 die folgende Aufgabe: Der Prüfungsausschuss des Bankrats unterstützt den Bankrat in der Beaufsichtigung des Rechnungswesens und der finanziellen Berichterstattung. Er beurteilt die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS (IKS=Internes Kontrollsystems) sowie die Verfahren zur Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und regulatorischen Vorschriften (Compliance) und überwacht die Tätigkeit der Revisionsstelle und der Internen Revision. Stocker sitzt seit dem 1. Mai 2010 in diesem Gremium, welches im 2010 insgesamt viermal zusammenkam. Und im 2011 ebenso viermal. Somit hatte er mehr als genügend Zeit und Sitzungen um etwas genauer hinzuschauen, sei es fürs damals bereits abgeschlossene Geschäftsjahr 2009 oder fürs laufende Jahr 2010 oder 2011. Stocker konnte also in die drei Geschäftsjahre 2009, 2010, 2011 Einblick nehmen. Und hat er was gemacht: nix. Nochmals: Stocker sitzt im NB-Bankrat. Als Experte ist er im Prüfungsausschuss des Bankrates, zuständig zur Einhaltung von Gesetzen und regulatorischen Vorschriften (Compliance). Stocker hat also die Aufsichtspflicht die er im NB-Prüfungsausschuss hat auf massivste Weise verletzt. Denn er hätte ja einschreiten müssen da die SVP und das Kampfblatt Weltwoche behaupten Hr Hildebrand habe Verfehlungen gemacht. Man sieht also: Die beiden SVP-Herren Blocher und Stocker hätten x-mal (x-mal !) die Gelegenheit gehabt kraft ihres Amtes mit der dem Amt zugeteilten Kompetenz einzuschreiten. Und was haben beide gemacht: Absolut nichts!!!! Eine unglaubliche SVP-Sauerei. Ich verlange beide sollen per sofort aus allen Aemtern zurücktreten. Es ist unglaublich und ungeheuerlich was sich diese beiden SVP-Herren leisten |
44%(41 Stimmen) |
Heinz Mahler sagte Januar 2012 Eine Puk und genauere Untersuchung wird wahrscheinlich verhindert werden weil Blocher im spiel gewesen ist. Vermutlich wird befürchtet das Blocher sich zu sehr mit dem Fall profilieren kann wenn in der SNB noch viele Verbrechen aufgedeckt werden. Bei solchen schwachsinnigen Kommentaren wie die von Schneider und den anderen Köpfen in Bern wird Sinnvolles stets verhindert. |
64%(14 Stimmen) |
Franziska Keller sagte Januar 2012 Gastbeitrag von Martin Kilias und Daniel Jositsch. Lesenswert: http://www.sonntagonline.ch/blog/462/ |
33%(27 Stimmen) |
Rainer Selk sagte Januar 2012 So, jetzt haben wir ca. 14 Tage nach Affäre Hildebrand und wir vermissen ihm doch gaaaanz toll. Kein Mensch interessiert sich mehr für den. So schenll geht das und die SNB macht ihre Arbeit. Allerdings, die hinter dem Vorhang bestehenden Manki müssen noch aufgearbeitet werden und zwar rasch, sonst beginnt es nämlich hinter dem ominösen Vorhang so gewaltig zu stinken, dass nächstes mal Gröberes zu erwarten ist. Das war's dann Frau Schneider. Bieten Sie also Hand zu einer PUK. Oder hat die FDP Swissair Erinnerungen?! |
50%(32 Stimmen) |
Nathalie Bänziger sagte Januar 2012 Ich werde ihn sicher nicht vermissen. Und wie sagt man immer so schön zu den "Normalsterblichen": Jeder ist ersetzbar! |
![]() 50%(38 Stimmen) |
Jürg Walter Meyer sagte Januar 2012 Nein, sicher nicht. Ein solcher Glamour-Mann, der heimlich Devisentransaktionen im grossen Ausmass unternimmt und dabei - dank seines Insiderwissens - Gewinne macht ist untragbar. Alle PolitikerInnen, die Hildebrand eine Träne nachweisen geht das Sensorium ab, was diese Verfehlungen für das Ansehen unseres Landes im Allgemeinen und der SNB im Besonderen für Folgen haben werden. Ihre Äusserungen und ev. ihr Handeln können dazu führen, dass unsere Schweiz als Bananenrepublik gesehen wird. Die Affäre Hiltebrand hat verschiedenes aufgezeigt: - Wie schwach unsere Presse ist - ausser der "Weltwoche" - im Vergleich zu Deutschland in der Affäre Wulff - Wie unbedarft der Bankrat war - Wie einseitig und uneinsichtig Widmer-Schlumpf und Schneider-Ammann in dieser Affäre agiert haben. |
43%(28 Stimmen) |
Rainer Selk sagte Januar 2012 Gem. heute Abend, TeleZürich: die SVP will Hildebrand gerichtlich belangen wegen Insiderhandel. Das ist m. E. konequent. Alle Parteien in Bern sind nun aber wirklich gut beraten, das via eine PUK zu erledigen. Dies im Interersse der Klärung aller Umstände, der Massnahmenerarbeitung und der Verhinderung einer vollkommen unsinningen Polarisierung. |
Neuen Kommentar verfassen
Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:| Auf Vimentis direkt einloggen.. | ... oder mit Ihrem Facebook-Account | |
Noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt hier kostenlos.
Registrieren Sie sich jetzt hier kostenlos.



18%

