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Die Schweizerarmee muss eine Zukunft haben.

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Die De­batte zum Ar­mee­be­richt hat im Na­tio­nal­rat zu einer aus­gie­bi­gen Re­de­schlacht geführt. Tat­sa­che ist, dass das Schwei­zer­volk sich re­la­tiv si­cher fühlt. Seit 160 Jah­ren gab es nie mehr Krieg in un­serm Land. Trotz­dem gibt es neue Ge­fah­ren in un­mit­tel­ba­rer Nähe der Schweiz. Die Ver­schul­dung in der EU kann zu gros­sen Span­nun­gen führen. Der Bevölkerungszuwachs in Afrika wird uns in den kom­men­den Jah­ren und Jahr­zen­ten zu­neh­mend beschäftigen. Die zu­neh­mende Mobilität, und die Ver­knap­pung des Trink­was­sers auf die­sem Pla­ne­ten, wer­den zu wei­te­ren Pro­ble­men führen.

 Dies sind alles Gründe, dass die Schweiz auch in Zukunft eine einsatzkräftige Armee brauchen. Es kommt dazu, dass bei Naturkatastrophen wenn notwendig,die Armee eingesetzt werden muss.

Die Ausgaben des Bundes für die Landesverteidigung war im Budget 2011 gerade mal 7,9 %.

Die Einsparungen bei der Verteidigung der vergangenen  letzten 12 Jahre betragen 3,47 Milliarden.

Im Vergleich zu unsern Nachbarländern gibt die Schweiz für Armeeausgaben 0,83 % des Bruttoinlandproduktes​ aus. Jedes andere Land in Europa liegt deutliche höher. Der Auftrag der Armee ist bekannt, deshalb müssen wir auch in Zukunft eine glaubwürdige Armee haben von mindistens 100 000 Soldaten zählt und einen Kostenrahmen von 5 Milliarden umfasst.


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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83%
(6 Stimmen)
Kurt Anton Brugger sagte March 2012

Hallo Herr Büchler, Ihren Beitrag finde ich gut, weil Sie sich deutlich Pro Armee aussprechen. Zwischenzeitlich sind die Wahlen 2011 Geschichte, Ihre Partei zusammen mit den mitte-links Gruppierungen sitzen am "Drücker". Das neue Parlament scheint nicht mehrheitlich Pro Armee zu sein. Wenn ich beim BR genauer hinsehe, stelle ich auch dort nicht viel Enthusiasmus für eine Armee fest. Ich zweifle ob diese Regierung mit dem Instrument, welches sich aktuell Armee nennt, den BV-Auftrag erfüllen kann. Im Parlament sind kaum Mehrheiten zu finden, für eine Armee die genügend ausgerüstet und trainiert, für einen Ernstfall antreten könnte.

Seit Jahren beobachte ich, wie die einst stolze und selbstbewusste Schweizer-armee, immer mehr von allen Seiten in Bedrängnis kommt. Wegen mehrfacher kurz-fristiger Reorganisation, mangels klarem Auftrag, zunehmend in Bedrängnis kommt, an Kampfkraft verliert und schon längst nicht mehr ernst genommen wird. Alle meine Kameraden aus der gemeinsamen Dienstzeit, sehen das gleich. Wir sind besorgt und fragen uns wie lange dieser Niedergang noch andauern wird.

Einige von uns haben sich der www.gruppe-giardino.c​h angeschlossen. Aus der Erfahrung der beiden Weltkriege im letzten Jahrhundert und dem Kalten Krieg (ca 1950 bis 85) sind wir alle überzeugt, dass eine Milizarmee, gut ausgerüs-tet und trainiert, die beste Lösung für unser Land ist. Sollbestand, Ausrü-stung, Kampfkraft sind Sache der Armeeführung und des VBS, selbstverständlich adaptiert an den Sicherheitsbericht. Danach richtet sich auch das Budget, welches jedoch einen fixen Grundbetrag enthalten muss, damit die Planungssi-cherheit für die Verantwortlichen (Armeeführung) gewährleistet ist.

Die Mobilmachung dieser Truppe muss durch eine eingespielte Organisation in sehr kurzer Zeit sichergestellt werden können. Eine solche Organisation bestand bis in die 90er Jahre. Innert 3 Tagen waren damals die Truppen in ihrem Einsatzraum. Aufgrund der aktuellen Bedrohungslage kann das heute auch länger dauern, eine schnelle Anpassung an veränderte Gegebenheiten muss möglich sein.

Die 160 Jahre ohne kriegerische Auseinandersetzungen,​ sind verschiedenen Faktoren zu verdanken. Wesentlich dazu beigetragen haben, die bewaffnete Neutralität, die humanitäre Tradition, eine gut ausgerüstete und kriegsge-nügend trainierte Armee, diplomatisches Geschick und nicht zuletzt auch das notwendige Quatum Glück. Unsere Milizarmee und deren Mobilmachungsorganisa​t-ion (weltweit respektiert und anerkannt), der damit zelebrierte kompromiss-lose Wehrwille des Schweizervolkes, waren im 2ten Weltkrieg, mit an Sicher-heit grenzender Wahrscheinlichkeit, kriegsdverhindernd und friedenserhalt-end, zusammen mit den oben genannten Eigenschaften die die Schweiz auszeichne-ten.

Di​e Schweiz mit der Jahrhunderte alten Tradition für Freiheit und Eigenstän-digkeit, kann diese Tradition auch weiterhin aufrecht erhalten. Unsere geografische Lage, mitten im Euroland und dem Einsatzraum der Nato, darf uns nicht verleiten (auf Kosten unserer Neutralität) die Eigenständigkeit aufzugeben.




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78%
(9 Stimmen)
Jakob Büchler-Giger sagte October 2011

Die Armee ist unsere einzige Sicherheitsreserve. Wir müssen jetzt investieren, um in Gestörten Zeiten bereit zu sein. Auch der Bundesrat ist der Meinung, dass mindestens 35 000 Soldaten in wenigen Tage einsatzfähig sein müssen, wenn die Kantone Hilfe brauchen zum Beispiel bei Naturkatstrophen und dergleichen. Dazu braucht unsere Armee eine gute Ausrüstung. Die Ausgaben für die Armee sind so wie sie heute sind nicht ausreichend. Deshalb sind Probleme bei der Logistik und bei der Ausrüstung entstanden.


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38%
(8 Stimmen)
Alex Schneider sagte October 2011

Schweizer Armee: Volkswirtschaftliche Kosten prüfen!

Die volkswirtschaftlichen​ Kosten der Schweizer Armee sind hoch. Ein europäischer Ländervergleich dieser Kosten pro Kopf und/oder pro km2 Fläche wäre als Basis der politischen Diskussion über die Zukunft unserer Armee nützlich. Der Anteil der Armeeausgaben am BIP ist ein untaugliches Kriterium: Wir verteidigen ja Land und Leute und nicht Wirtschaftsleistung!




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