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Die Stadtfinanzen sind am Arsch – deshalb Kurswechsel jetzt!

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Die Stadt Zürich macht seit 2008 Defizite. Die Steuer­ein­nah­men der Stadt Zürich haben sta­gniert in den letz­ten Jah­ren, während die Aus­ga­ben ste­tig ge­stie­gen sind. Das jährliche Aus­ga­ben­wachs­tum seit 2003 beträgt 2.6%, was viel mehr ist als unser Wirt­schafts­wachs­tu​m. Die Per­so­nal­kos­ten wuch­sen jährlich sogar um 3.2%! Der Staats­sek­tor wächst also überproportional zur Privatwirtschaft. Kei​n Wun­der, dass die Schul­den seit 2004 um rund 4% jährlich ge­stie­gen sind und künftig wei­ter wach­sen werden. 

 

Ebenso wuchs die Stadtverwaltung (FTE) mit jährlich rund 2% in den letzten 8 Jahren bis 2010 stärker als die Bevölkerung (0.7%). Da das Wachstum der Beschäftigten in der Privatwirtschaft jährlich nur 0.6% betrug, bedeutet dies ein Wachstum des Staatssektors auf Kosten des Privatsektors. Fazit:​ Immer weniger Private müssen für einen wachsenden Staat aufkommen. Dies ist längerfristig nicht tragbar.


Ein finanzpolitischer Ausblick auf die nächsten Jahre verheisst nicht viel Gutes. Zahlreiche neue Projekte sind in der Pipeline, die ungeheure Kosten mit sich bringen (Ausweitung des gemeinnützigen Wohnungsbaus, Realisierung der 2000-Watt-Gesellschaf​t, zahlreiche Verkehrsprojekte etc.). Es scheint, dass wir uns nicht alles davon leisten können, wenn wir die Stadt nicht in den Bankrott treiben wollen.

Denn das vom Stadtrat vorgeschlagene Budget​ 2013 weist ein grosses Defizit aus, und weitere Defizite drohen bis mindestens 2016 gemäss dem aktuellen Finanzplan 2013-2016. Ohne Gegenmassnahme würde das Defizit im Jahre 2016 sogar knapp eine halbe Milliarde Franken betragen, was 6% des Budgets wäre. Zum Vergleich: Die EU-Haushaltregeln verlangen, dass Defizite nicht mehr als 3% des Budgets (resp. der Rechnung) betragen.·

 

Immerh​in hat der Stadtrat nun eine Aufgaben- und Leistungsprüfung initiiert; wie gründlich und mutig diese ausfallen wird, bleibt jedoch noch abzuwarten. Bisher jedenfalls hat der rot-grüne Stadtrat nicht durch finanzpolitische Disziplin geglänzt. Leider werden erfahrungsgemäss an Sparprogrammen aber allzu oft zu viele Abstriche gemacht, die Umsetzung dauert lange, und so werden Spareffekte erst nach langer Zeit erzielt. Dies macht die Situation noch schwieriger!·

 

Wir​ können es uns nicht länger erlauben, über unseren Verhältnissen zu leben. Wir brauchen Kostenwahrheit sowie eine systematische Suche und Nutzung von Sparmöglichkeiten! Wir müssen mutig sein,unnötige Verwaltungsstellen und –aufgaben zu streichen, und staatliche Leistungen effizienter zu organisieren. Stadt- und Gemeinderat müssen bei der kommenden Budgetdebatte in einigen Wochen diesen Notwendigkeiten Taten folgen lassen!·

 

Wir haben jetzt die Chance, die Stadtfinanzen zu sanieren. Packen wir diese, bevor die Sintflut kommt und uns griechische Verhältnisse beschert!·

 

 

Adr​ian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

 

 

 

Mater​ialien des Stadtrates zum Budget 2013:

http://stadt-z​uerich.ch/content/fd/​de/index/finanzen/bud​get_u_rechnung/Budget​2013.html


Kommentare von Lesern zum Artikel

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82%
(28 Stimmen)
Willi Utzinger sagte Oktober 2012

Wer als Politiker solche Überschriften wählt, disqualifiziert sich selbst für irgend ein Amt. Oder klauen die JF jetzt die Stammtischparolen der SVP?



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12%
(26 Stimmen)
Karl Müller sagte Oktober 2012

Mehr Freiheit - Weniger Staat


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83%
(35 Stimmen)
Inge Votava sagte Oktober 2012

Kennen Sie die Finanzverhältnisse beider Basel, Herr Ineichen? Während das bürgerlich geprägte Baselland in den roten Zahlen versinkt, hat die SP-Frau Eva Herzog in BS die Finanzen saniert und die Schulden (die ihr ihre bürgerlichen Vorgänger hinterlassen hatten) um die Hälfte halbiert. Es ist ein Ammenmärchen, dass Bürgerliche eine gute Finanzpolitik betreiben.


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32%
(28 Stimmen)
Anton Keller sagte Oktober 2012

Die FDP war sich immer zu vornehm, um mit der SVP das konkrete Referendum gegen Teures und Unnötiges zu ergreifen.


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69%
(39 Stimmen)
Stefan Pfister sagte Oktober 2012

Da die rechten Landgemeinden von der linken Stadt subventioniert werden, glaube ich nicht, dass die rechten Rezepte besser sind.


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75%
(28 Stimmen)
Hans Meier sagte Oktober 2012

Und die vom Kanton sind seit langem am Arsch. Was lernen wir daraus? Wir haben von rechts bis links keine fähigen Finanzpolitiker.


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