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Die Zukunft ist erneuerbar

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Liebe Le­se­r­In­nen

Sie sind Teil einer unglaublich bewegten Zeit. Die Augen Ihrer Umwelt sind so offen, wie schon lange nicht mehr, die Ohren sind gespitzt, weiter denken scheint wieder möglich zu sein! Vielleicht erleben wir gar einen historischen Wendepunkt, vielleicht werden unsere Enkel in der Schule mal lernen, das so ca. anfangs 21. Jahrhundert die Epoche der Energiewende begonnen habe…

Es zeigt sich, dass sich mit der Finanz- und Wirtschaftskrise eine dritte Krise abzeichnet: die Energiekrise. Und alle drei haben miteinander zu tun. Nur dank dem schier unendlichen Reichtum an Öl, das sich zwar v.a. am Äquator und an den Polkappen befindet, aber praktisch ausschliesslich im Norden konsumiert wird, konnte sich ein Wirtschaftswachstum entwickeln, der geschichtlich einmalig ist. Diese Energie überbot alles Denkbare, war so intensiv und gleichzeitig so immens billig (billiger als Wasser!), dass man Häuser baute, die gleichzeitig beheizt und gekühlt werden müssen, Fahrzeuge hervorgebracht, die eine Tonne wiegen um 100kg Mensch zu befördern, unzählige Gegenstände produzierte, die davor eigentlich niemand brauchte und Produktionsrozesse begünstigte, die unverständlich anmuten (z.B. wird eine Jeans mit chinesischer Baumwolle in der Türkei und in Indien verwebt, in Kasachstan geschnitten und mit italienischem Reissverschluss in der ganzen welt verkauft).

Die Verknappung des Öls, des Erdgases, der Kohle zwingt uns zum Umdenken oder ersetzen. Das erste ist vermutlich die Lösung, das zweite nicht machbar. Auch wenn wir Uran trotz Fukushima und ungelöster „Entsorgung“ verwenden würden, die Reichweite ist weit vom Öl entfernt.

Also: Umdenken… und das heisst, dass die Zukunft im Erneuerbaren liegt. Nur eine Kreislaufwirtschaft, die möglichst nahe am Menschen ist, hat eine Chance unsere Bedürfnisse zu befriedigen. All die Verschwendung, die die heutigen Finanz- und Wirtschaftsregeln als „wirtschaftlich“ bezeichnen, entpuppen sich als zeitlich befristete Versprechen und sind dümmliche Lügen. Wir müssen unsere Kindern beibringen, dass eben doch nicht alles jederzeit und grenzenlos verfügbar ist und wir müssen gleichzeitig feststellen, dass wir zu lange an diese Verheissungen geglaubt haben.

Wir haben Glück! Wir können noch was tun, wir haben es in der Hand. Sie und ich. Alle. Wir müssen das Geschenk, offene Ohren und Augen zu haben, entgegen nehmen und weiter denken, als nur an den Preis, an die kurzfristige Befriedigung. Und schon handeln wir so, dass es nachhaltig wird, als uns zufriedenstellt, ohne jemanden dabei was weg zu nehmen und ohne unsere Kinder mit unlösbaren Entsorgungsaufgaben zu belasten. Wir werden spüren, dass wir damit wieder mehr auf den Boden der Realität kommen, vielleicht weniger gestresst sind und uns, wenn es uns kalt wird, näher zum Anderen setzen, als einfach nur die Heizung anzustellen…

Ich wünsche Ihnen reiche Erfahrungen und einen goldenen Herbst (der kostet gar nichts…)

 

Herzlich​ Geri Müller


Kommentare von Lesern zum Artikel

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80%
(10 Stimmen)
Heinz Mahler sagte Januar 2012

Grün sein ist nichts weiter als eine weitere scheinheilige Religion, ein ja für das AKW verbot und eine Solarzelle auf dem Dach. Schon ist das schlechte Gewissen wie in der Kirche mit der Kollekte entsorgt und man als Scheinheiliger die Leiter ind Paradies aufgestiegen.

Herr Müller verzichten Sie erst mal selber und zeigen das Sie das können. Auch Sie predigen Wasser und saufen Wein.


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100%
(7 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte Januar 2012

Sehr geehrter Herr Geri Müller

In Ihrem Beitrag haben Sie versucht, ein bisschen über die Wirtschaftsentwicklun​g und den damit verbundenen, immer noch stark steigenden Verbrauch von Erdöl, Erdgas und Kohle zu philosophieren. Doch Ihre Sicht in die Zukunft teile ich nicht.

Vorerst noch rasch einen Blick auf den von der Internationalen Energieagentur IEA regelmässig ermittelten weltweiten Energieverbrauch: www.bernerschach.ch/I​EA.pdf

Die IEA träumt nicht wie Sie, Herr Geri Müller. Sie stellt vielmehr sachlich fest, dass die Weltbevölkerung im Laufe dieses Jahrhunderts gegen 10 Milliarden Menschen wachsen, und, insbesondere wegen den Schwellen- und Entwicklungsländern, den Energieverbrauch ungefähr verdreifachen wird.

Der stark wachsende, beängstigend grosse Verbrauch von Erdöl, Erdgas und Kohle wird schon in den kommenden Jahrzehnten stark zurückgehen müssen. Erdöl und Erdgas werden knapp und durch Spekulation zunehmend teuer.

Die Nutzung von Biomasse bleibt gemäss Experten weltweit auch bei wachsendem Energieverbrauch insgesamt ungefähr im heutigen Rahmen. In der Schweiz wird sich der Anteil noch fast verdoppeln. In vielen Entwicklungsländern ist die Nutzung der Biomasse heute zu gross und muss langfristig zurückgehen. Die Wasserkraft kann gemäss den Experten ebenfalls weltweit den heutigen Anteil etwa halten.

Für die restlichen ca. 87% sind die Neuen Erneuerbaren Energien und die Kernenergie-Nutzung zuständig. Ich begreife Sie, Herr Müller, dass Sie da Ihre Zweifel haben, wenn sie auf die bisherige Entwicklung dieser beiden Anteile in der Grafik schauen. Die Kernenergie-Nutzung stagniert zur Zeit und die Neuen Erneuerbaren Energien haben beim weltweit stark wachsenden Energieverbrauch auch mit der heutigen starken Förderung Mühe, ihren noch sehr kleinen Anteil auch nur zu halten.

Doch wer genau hinschaut, sieht, dass es sowohl im Bereich der Neuen Erneuerbaren Energien wie auch bei der Kernenergie-Nutzung ein heute noch schlummerndes, grosses Potential gibt. Eines kann man heute mit Sicherheit sagen: Es braucht alle drei, Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie.

Sie schreiben, Herr Müller, die Reichweite von Uran sei nur noch klein und damit sei auch die Kernenergie-Nutzung nur noch für kurze Zeit möglich. Vergessen Sie bitte solchen Quatsch! Die Kernenergie-Nutzung ist in wesentlich grösserem Mass als heute noch solange möglich, wie es Menschen auf der Erde geben wird. Wir schnuppern erst ein bisschen am geförderten Uran herum, bringen die in unseren heutigen Reaktoren erst zu 2% genutzten Brennstäbe in einen unmöglichen Strahlungszustand und haben sogar Angst davor, sie für ca. 1 Mio. Jahre von der Biosphäre fernzuhalten. Die genutzten Brennstäbe aus unseren Kernreaktoren gehören niemals in ein Endlager. Es gibt für sie zwei Varianten. Bekanntlich dürfen die heute zwischengelagerten Brennstäbe das Zwischenlager erst ab 2040 verlassen. Es steht nichts im Weg, sie noch einige Zeit länger dort zu lassen. Allerdings müssen die alternden Lagergefässe jeweils nach einigen Jahrzehnten ersetzt werden. Die heute im Vordergrund stehende Variante ist jedoch eine Tiefenlagerung mit Rückholbarkeit. Ein solches Tiefenlager brauchen wir sowieso. Wir haben verschiedenste Radionuklide aus unterschiedlichsten Anwendungen, z.B. aus der Medizin, zu entsorgen. Ideal wäre, wenn wir vorher die lange strahlenden Radionuklide durch Transmutationen in einen kurzlebigen Zustand bringen könnten. Grundsätzlich ist das möglich, doch muss das Kosten-Nutzen-Verhält​nis und die Zumutbarkeit der bleibenden Strahlungsbelastung für kommende Generationen abgeschätzt werden. Abfälle mit Halbwertszeiten von wenigen hundert Jahren sind problemlos während ihrer Strahlungszeit in einer sicheren Verpackung einschliessbar.

Na​tururan enthält neben dem heute genutzten Isotop Uran-135 auch noch das 140-mal häufigere Isotop Uran-138. Auch dieses kann in Zukunft genutzt werden. Da dieser Prozess auf Umwegen abläuft, ist nicht eine 140-fache sondern nur etwa eine 50-fache Energiegewinnung aus Uran-138 möglich. Daneben ist auch das Isotop Thorium-132 nutzbar. Es kommt auf der Erde sehr häufig vor. Die Kernspaltung ist so noch während mehreren zehntausend Jahren möglich. Daneben wird ab etwa Jahrhundertmitte auch die Kernfusion mit praktisch unbeschränkt nutzbarem Brennstoff zur Verfügung stehen. In wenigen Jahrzehnten wird sie schon möglich sein. Doch ihr grosses Potential zur Weiterentwicklung wird die Wissenschaftler und Techniker noch lange beschäftigen. Bis die Kernfusion die Kernspaltung auch vom ökonomischen Blickwinkel her endgültig wird verdrängen können, werden wohl noch einige Generationen sich um diese Energiequellen kümmern müssen.

Viele AKW-Gegner sind der Meinung, auf die in der Entwicklung stehenden Technologien könnten wir ewig warten, sie seien eine nicht realisierbare Utopie. Andere wiederum sehen keinen Bedarf an irgend einmal in einigen Jahrzehnten vielleicht zur Verfügung stehenden Reaktoren. Wiederum andere sehen ein in ihrer Einschätzung nicht zu umgehendes Restrisiko und unzumutbar lange strahlenden „Atommüll“. All diesen Leuten kann ich nur sagen: Seht her, was ihr da sagt, ist einfach nicht wahr! Die erneuerbaren Energien und die Kernenergie haben es auch zusammen nicht einfach, jemals die gesamte Energieversorgung abzudecken. Dies auch mit wesentlich mehr Energieeffizienz und unserer Bereitschaft für mehr Suffizienz. Mit Kernfusionsreaktoren und mit inhärenten (= nicht überhitzbaren) Kernreaktoren sind zwar Unfälle wie in vielen Industrieanlagen immer noch möglich. Doch sind solche Ereignisse bereits von der Auslegung der Reaktoren her nicht so, dass Evakuierungen wie in Fukushima notwendig sein könnten. Folgen wie in Tschernobyl sind bereits bei unseren Leichtwasserreaktoren​ gar nicht möglich. Der „Atommüll“ schliesslich wird zum grössten Teil kurze Halbwertszeiten haben und kaum ein unlösbares Problem sein.

Es ist mir klar, dass ich hier schreiben kann, was ich will, die „Grünen“ können ihren „Glauben“ nicht plötzlich beiseite legen. Sie haben vielfach schon gar nicht die Fähigkeit, Aussagen in ihr Gehirn rein zu bringen, die nicht ihrer tief verwurzelten Denkweise entsprechen. Doch vielleicht habe ich das Glück, dass wenigstens eine Leserin / ein Leser bereit ist, das soeben Gelesene ein klein wenig zu überdenken und bei anderer Lektüre zu vergleichen.



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71%
(14 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Oktober 2011

Herr / Frau joey joe,

““Wie lange darf der Schweizer eigentlich noch verarscht werden?““

Das ist in der Schweiz die falsch gestellte Frage. In anderen Ländern in denen nicht über alles direkt abgestimmt werden kann, kann man mit der Aussage kommen, „Die Regierung „verars…. die Bevölkerung“.

Hier​ in der Schweiz, mit der direkten Demokratie machen das die Stimmberechtigen selber, in dem sie jeden Mist glauben, auch wenn dieser noch so hanebüchen ist.
Und je gröberer Mist aufgetragen wird, muss wohl daran liegen dass wir ein ehemaliges Land von Bauern sind, je mehr wird dem geglaubt.

Schwachs​inn lässt sich nun einmal nicht so einfach Wissenschaftlich wiederlegen!

Ich kann also x beliebige Lüge auftischen, moderne Sekten, ein Gutmenschen und Liebes Mäntelchen darum hängen, jeder der dagegen ist, ist somit ein böser Mensch. Schon habe ich als nicht Lügner vorerst verloren. Aber, Lügen kommen immer wieder ans Tageslicht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.


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68%
(19 Stimmen)
joey joe sagte Oktober 2011

Die Zukunft ist erneuerbar, ausser die der Schweiz:

Denn unsere Zukunft sieht wie folgt aus:
- Import von AKW Strom aus Frankreich
- Import von deutschem Strom aus Kohlekraftwerken
- Abhängigkeit von ausländischen, instabielen Netzen
- Kaufen sinnloser CO2 Zertifikaten, um unser "Gewissen" zu beruhigen

Wie lange darf der Schweizer eigentlich noch verarscht werden? Wie wärs wenn die Grünen zuerst mal etwas zustande bringen, und dann dafür werben? Ich kann mich an kein einziges erfolgreiches Projekt der Grünen in den letzten 20 Jahren erinnern. Aber hauptsache man fordert, fordert und verschwendet Steuergelder. Das als Glück zu bezeichnen, finde ich persönlich als höchste Frechheit! Die Grünen brocken uns nur Kosten ein, Verbote und unsinnige dem gehorsam vorauseilende Gesetze.

Ich freu mich schon, in 30-40 Jahren, wenn gewisse Grüne bereits abgedankt haben, darf ich mich mit dem Scherbenhaufen herumschlagen, den sie uns heute einbrocken (AKW stop lässt grüssen). Was für ein Glück...

Die Linken und Grünen können zwei Sachen besonders gut: Den Volkswillen ignorieren und uns in Abhängigkeit von anderen Ländern bringen...was für ein Glück!






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78%
(23 Stimmen)
Roger Villiger sagte Oktober 2011

Sehr geehrter Herr Müller
Ich glaube, jetzt verstehe ich, warum die Grünen so an der PFZ hängen. Ihre Aussage: --"wenn es uns kalt wird, näher zum Anderen setzen, als einfach nur die Heizung anzustellen…"-- bekommt so einen ganz neuen Sinn. Mit der PFZ bleibt uns ja gar nichts anderes übrig, wir kommen uns damit gezwungenermassen näher! Im Zug, im Bus, im Einkaufsladen, auf der Autobahn... und ich Dösel hab gedacht, das wäre die Klimaerwärmung! ;-)


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72%
(18 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Oktober 2011

Ach, alles was bis heute gewesen ist, nennt man Vergangenheit, die nicht mehr ver- und geändert werden kann, egal was wir tun.

Was die Zukunft bringen mag? 2012 heisst es bei jenen die Orakeln, dass möglicherweise die Erde unterginge, da ja der Maya Kalender am 21Dezember 2012 aufhört. Möglicherweise war es dem Schreiber nur zu anstrengend, diesen Kalender weiterzuführen, wenn nicht, müssen wir uns um unsere Zukunft keine Sorgen mehr machen, dann ist alles geregelt.

Andere Orakeln in der Vergangenheit, das heisst sie erstellen Datenbanken, Statistiken, woraus diese berühmte Weltklima (Lüge) Hysterie entstanden ist, obwohl wenn man weitere Datensätze anschaut, klar ersichtlich wird, dass es diese Schwankungen schon immer gegeben hat.

Gut, eines ist klar wie Klossbrühe, wenn wir weiter diese Grüne, Soziale, Linke Politik unterstützen wird die Zukunft sehr viel beschwerlicher, und es wird uns überall an allem fehlen. Wie stark und Extrem, Kaffeesatzlesen und weiter Orakeln mag da etwas helfen, unsere Zukunft zu sichten, möglicherweise.



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79%
(29 Stimmen)
Kurt Nünlist sagte Oktober 2011

Guten Tag Herr Müller

"Die Zukunft ist erneuerbar."

Dies​e Aussage ist falsch. Die Zukunft wird Gegenwart und dann Vergangenheit und ist nicht erneuerbar.


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78%
(23 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte Oktober 2011

Sehr geehrter Herr Geri Müller

In Ihrem Beitrag haben Sie versucht, ein bisschen über die Wirtschaftsentwicklun​g und den damit verbundenen, immer noch stark steigenden Verbrauch von Erdöl, Erdgas und Kohle zu philosophieren. Doch Ihre Sicht in die Zukunft teile ich nicht.

Vorerst noch rasch einen Blick auf den von der Internationalen Energieagentur IEA regelmässig ermittelten weltweiten Energieverbrauch: www.bernerschach.ch/I​EA.pdf

Die IEA träumt nicht wie Sie, Herr Geri Müller. Sie stellt vielmehr sachlich fest, dass die Weltbevölkerung im Laufe dieses Jahrhunderts gegen 10 Milliarden Menschen wachsen, und, insbesondere wegen den Schwellen- und Entwicklungsländern, den Energieverbrauch ungefähr verdreifachen wird.

Der stark wachsende, beängstigend grosse Verbrauch von Erdöl, Erdgas und Kohle wird schon in den kommenden Jahrzehnten stark zurückgehen müssen. Erdöl und Erdgas werden knapp und durch Spekulation zunehmend teuer.

Die Nutzung von Biomasse bleibt gemäss Experten weltweit auch bei wachsendem Energieverbrauch insgesamt ungefähr im heutigen Rahmen. In der Schweiz wird sich der Anteil noch fast verdoppeln. In vielen Entwicklungsländern ist die Nutzung der Biomasse heute zu gross und muss langfristig zurückgehen. Die Wasserkraft kann gemäss den Experten ebenfalls weltweit den heutigen Anteil etwa halten.

Für die restlichen ca. 87% sind die Neuen Erneuerbaren Energien und die Kernenergie-Nutzung zuständig. Ich begreife Sie, Herr Müller, dass Sie da Ihre Zweifel haben, wenn sie auf die bisherige Entwicklung dieser beiden Anteile in der Grafik schauen. Die Kernenergie-Nutzung stagniert zur Zeit und die Neuen Erneuerbaren Energien haben beim weltweit stark wachsenden Energieverbrauch auch mit der heutigen starken Förderung Mühe, ihren noch sehr kleinen Anteil auch nur zu halten.

Doch wer genau hinschaut, sieht, dass es sowohl im Bereich der Neuen Erneuerbaren Energien wie auch bei der Kernenergie-Nutzung ein heute noch schlummerndes, grosses Potential gibt. Eines kann man heute mit Sicherheit sagen: Es braucht alle drei, Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie.

Sie schreiben, Herr Müller, die Reichweite von Uran sei nur noch klein und damit sei auch die Kernenergie-Nutzung nur noch für kurze Zeit möglich. Vergessen Sie bitte solchen Quatsch! Die Kernenergie-Nutzung ist in wesentlich grösserem Mass als heute noch solange möglich, wie es Menschen auf der Erde geben wird. Wir schnuppern erst ein bisschen am geförderten Uran herum, bringen die in unseren heutigen Reaktoren erst zu 2% genutzten Brennstäbe in einen unmöglichen Strahlungszustand und haben sogar Angst davor, sie für ca. 1 Mio. Jahre von der Biosphäre fernzuhalten. Die genutzten Brennstäbe aus unseren Kernreaktoren gehören niemals in ein Endlager. Es gibt für sie zwei Varianten. Bekanntlich dürfen die heute zwischengelagerten Brennstäbe das Zwischenlager erst ab 2040 verlassen. Es steht nichts im Weg, sie noch einige Zeit länger dort zu lassen. Allerdings müssen die alternden Lagergefässe jeweils nach einigen Jahrzehnten ersetzt werden. Die heute im Vordergrund stehende Variante ist jedoch eine Tiefenlagerung mit Rückholbarkeit. Ein solches Tiefenlager brauchen wir sowieso. Wir haben verschiedenste Radionuklide aus unterschiedlichsten Anwendungen, z.B. aus der Medizin, zu entsorgen. Ideal wäre, wenn wir vorher die lange strahlenden Radionuklide durch Transmutationen in einen kurzlebigen Zustand bringen könnten. Grundsätzlich ist das möglich, doch muss das Kosten-Nutzen-Verhält​nis und die Zumutbarkeit der bleibenden Strahlungsbelastung für kommende Generationen abgeschätzt werden. Abfälle mit Halbwertszeiten von wenigen hundert Jahren sind problemlos während ihrer Strahlungszeit in einer sicheren Verpackung einschliessbar.

Na​tururan enthält neben dem heute genutzten Isotop Uran-135 auch noch das 140-mal häufigere Isotop Uran-138. Auch dieses kann in Zukunft genutzt werden. Da dieser Prozess auf Umwegen abläuft, ist nicht eine 140-fache sondern nur etwa eine 50-fache Energiegewinnung aus Uran-138 möglich. Daneben ist auch das Isotop Thorium-132 nutzbar. Es kommt auf der Erde sehr häufig vor. Die Kernspaltung ist so noch während mehreren zehntausend Jahren möglich. Daneben wird ab etwa Jahrhundertmitte auch die Kernfusion mit praktisch unbeschränkt nutzbarem Brennstoff zur Verfügung stehen. In wenigen Jahrzehnten wird sie schon möglich sein. Doch ihr grosses Potential zur Weiterentwicklung wird die Wissenschaftler und Techniker noch lange beschäftigen. Bis die Kernfusion die Kernspaltung auch vom ökonomischen Blickwinkel her endgültig wird verdrängen können, werden wohl noch einige Generationen sich um diese Energiequellen kümmern müssen.

Viele AKW-Gegner sind der Meinung, auf die in der Entwicklung stehenden Technologien könnten wir ewig warten, sie seien eine nicht realisierbare Utopie. Andere wiederum sehen keinen Bedarf an irgend einmal in einigen Jahrzehnten vielleicht zur Verfügung stehenden Reaktoren. Wiederum andere sehen ein in ihrer Einschätzung nicht zu umgehendes Restrisiko und unzumutbar lange strahlenden „Atommüll“. All diesen Leuten kann ich nur sagen: Seht her, was ihr da sagt, ist einfach nicht wahr! Die erneuerbaren Energien und die Kernenergie haben es auch zusammen nicht einfach, jemals die gesamte Energieversorgung abzudecken. Dies auch mit wesentlich mehr Energieeffizienz und unserer Bereitschaft für mehr Suffizienz. Mit Kernfusionsreaktoren und mit inhärenten (= nicht überhitzbaren) Kernreaktoren sind zwar Unfälle wie in vielen Industrieanlagen immer noch möglich. Doch sind solche Ereignisse bereits von der Auslegung der Reaktoren her nicht so, dass Evakuierungen wie in Fukushima notwendig sein könnten. Folgen wie in Tschernobyl sind bereits bei unseren Leichtwasserreaktoren​ gar nicht möglich. Der „Atommüll“ schliesslich wird zum grössten Teil kurze Halbwertszeiten haben und kaum ein unlösbares Problem sein.

Es ist mir klar, dass ich hier schreiben kann, was ich will, die „Grünen“ können ihren „Glauben“ nicht plötzlich beiseite legen. Sie haben vielfach schon gar nicht die Fähigkeit, Aussagen in ihr Gehirn rein zu bringen, die nicht ihrer tief verwurzelten Denkweise entsprechen. Doch vielleicht habe ich das Glück, dass wenigstens eine Leserin / ein Leser bereit ist, das soeben Gelesene ein klein wenig zu überdenken und bei anderer Lektüre zu vergleichen.



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77%
(39 Stimmen)
Franziska Keller sagte Oktober 2011

Ach Herr Müller, das liest sich alles so wunderbar kuschelig!

Es geht nur leider hinten und vorne nicht auf und hat mit unserer Realität nichts zu tun. Zudem: Wie soll man einer Partei vertrauen, die einerseits Energie sparen will und andererseits grenzenlose Zuwanderung befürwortet?

Eine Partei die partout nicht verstehen will, dass jeder Mensch der hier lebt Energie verbraucht und das viele Menschen die in diesem unserem Lande leben eben viel Energie verbrauchen und ausserdem noch lange nicht alle die aus anderen Ländern zuwandern von grünen Parteien bereits auf Energiesparen getrimmt worden sind und wissen um was es hier geht!
Wie hier schon von anderen Kommentierenden erwähnt, ist in dieser Beziehung häufig das Gegenteil der Fall. Man freut sich endlich mal genügend Strom und Benzin zur Verfügung zu haben und schwelgt im vermeintlichen Überfluss.

Aber ich weiss schon für die Grüne Partei ist das alles nicht wahr. Wir können selbstverständlich energiebewusst und "erneuerbar" leben, trotzdem die Grenzen weit öffnen und selbstverständlich auch noch der EU beitreten! Und wenn wir das alles tun wird es uns umgehend immer besser gehen und unsere Enkel werden es uns ewig danken!

Ich freu' mich drauf - weiter so!



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69%
(32 Stimmen)
Christoph Reuss sagte Oktober 2011

Der ökologische Fussabdruck der Immigranten vergrössert sich stark, indem diese in die Schweiz kommen. Trotzdem ist die "grüne" Partei für Immigration, ja bezeichnet diese sogar als "Menschenrecht" von 7.5 Milliarden Menschen -- während sie gleichzeitig kritisiert, dass wir 3 Planeten Erde bräuchten, wenn alle den Schweizer Energieverbrauch hätten! Zudem sind diese Leute besonders schwer zu energiesparsamem Verhalten zu bringen, da sie ja nicht in die Schweiz kommen, um Velo zu fahren, sondern ein möglichst grosses Auto, möglichst viel Stromverbrauch, regelmässig per Auto oder Flugzeug in ihr Heimatland Ferien machen oder gar pendeln. Energiesparen und Velofahren gilt wenigstens bei manchen Schweizern als trendy und chic, aber bei Ausländern als "Armutszeugnis" und verpönt.

Es ist so frustrierend, wenn man selber lebenslang aufs Auto und Flugzeug verzichtet und viel Freizeit geopfert hat, um die Leute zum Umstieg aufs Velo zu bewegen, und man nun zuschauen muss, wie -- durch das JA der "grünen" Partei und der "grünen" SP -- massenhaft PFZ-Autofahrer ins Land strömen, die mit dem Offroader oder gar Humvee zum Zigarettenholen fahren und einen als Velofahrer auf der Strasse im wahrsten Sinne verdrängen, dass man noch froh sein muss, wenn man mit dem Leben davonkommt. (Wurde nach über 20 Jahren unfallfreiem Velofahren von einem Ausländer angefahren, nach der dortigen Mentalität "Recht des Stärkeren".)

Da empfindet man die Sprüche von Geri Müller ("Die Zukunft ist erneuerbar", "Wir müssen unsere Kindern beibringen, dass eben doch nicht alles jederzeit und grenzenlos verfügbar ist", "Wir müssen das Geschenk, offene Ohren und Augen zu haben, entgegen nehmen und weiter denken", etc.) als zynischen Hohn!



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63%
(32 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Oktober 2011

Herr Geri Müller, Grüne

Vor dem Öl waren die Dampfmaschinen, welche die Industrialisierung eingeläutet haben. Vorher waren es Wind und Muskelkraft von Tier und Mensch.
Dazwischen hatten Menschen Visionen und Ideen, aber auch Ängste, machten auf Panik oder nannten alles eine Sache des Teufels.
Falls man die Geschichte etwas kennt, stellt man fest, dass die damalige Menschheit es fast geschafft hatte, unsere Wälder komplett abzuordnen.
Glücklicherweise fand man Kohle, Glücklicherweise danach das Erdöl.
Möglicherweise werden unsere Enkel einmal lernen, dass es
A) nicht klug war, wieder auf den Holzbau zurückzukehren,
B) das nachwachsende Brennmaterial oder auch die Biotreibstoffe durch die Öfen und die Motoren zu vernichten.

P.S. Den Wind kennen wir, ungeeignet, Das Wasser kennen wir, halbwegs geeignet, Die Sonne kennen wir halbwegs, da liegt etwas drin, Atomkraft ist in den Kinderschuhen, Panik herrscht, Erdwärme wäre genügend vorhanden, …

Ich behaupte eher, unsere Enkel werden uns ab unserer Einstellung und Ängste AUSLACHEN, ach es wurde mal was von einer Weltweiten Klimaerwärmung gesprochen?



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69%
(45 Stimmen)
Roland Steiner sagte Oktober 2011

Herr Müller
Ich glaube sie gehen mit Scheuklappen durch die Welt. Oder wollen sie die Realität nicht sehen? Sicher, hier in der Schweiz könnte man vielleicht noch etwas korrigieren (die Politik ist aber noch lange nicht bereit dazu). Aber in der Grossen weiten Welt gibt es noch milliarden von Leuten die unseren Lebensstandard erreichen möchten.
Die Welt und auch die Grünen haben es verpasst dies zu erkennen und die entsprechenden Massnahmen zu ergreifen. Dieser Planet ist überfüllt mit Menschen. Das Gleichgewicht zwischen dem Lebensraum Welt und der Anzahl Menschen die darauf leben ist gestört. Der Mensch beansprucht den Lebensraum Welt über der Regenerierbarkeitsgre​nze.

Wir können dies nur mit einer vernünftigen Bevölkerungspolitik wieder in den Griff bekommen. Die Schweiz könnte da mit gutem Beispiel vorangehen.


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