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Eigenmietwert, warum ?

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Eigenm​ietwert, warum ?

Der Eigenmietwert gleicht die den Steuern anhaftende Ungleichbehandlung zwischen Mietern und Hauseigentümern aus.

Der Grundsatz der steuerlichen Gleichbehandlung, wie er in der Bundes verfassung verankert ist, wird zwischen Mietern und Wohneigentümern (Eigentumswohnungen und Häuser) durch den Eigenmietwert gewährleistet.

Auch eine begrenzte Abschaffung des Eigenmietwertes führt zu Ungleich behandlungen und zu verminderten Steuereinnahmen, die durch die Steuerzahler auszugleichen sind. Darum stellt sich die Frage, was eine solche Bevorzugung bestimmter Bevölkerungsgruppen rechtfertigt.

Wenn der Verband der Hauseigentümer HEV den Eigenmietwert wirklich abschaffen will, muss er einen Vorschlag unterbreiten, der die Gleich behandlung gewährleistet und aufdeckt, wie das Anliegen finanziert wird.

Die einfachste Möglichkeit besteht darin den Mietern zu erlauben den Mietzins steuerlich als Gewinnungskosten geltend zu machen. Die ausfallenden Steuer einnahmen müssten beispielsweise durch die Anhebung der Mehrwertsteuer um wenige Prozente finanziert werden.

 

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Kommentare von Lesern zum Artikel

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62%
(13 Stimmen)
Max Zimmermann sagte September 2012

Falscher Ansatz!
Ein Vergleich der Steuerlast von Mietern und Wohneigentumbesitzern​ wird stets falsch interpretiert. Der Mieter ist Konsument und trägt nur bedingt zu etwas bei, was vielleicht von mehreren Generationen genutzt werden kann. Demgegenüber trägt der Wohneigentumsbesitzer​ die Verantwortung für Unterhalt und Werterhaltung. Vielfach wird Wohneigentum über Jahre mühsam erspart und viel Eigenleistung erbracht. Hypotheken können erst reduziert und abgetragen werden, wenn die Kinder ausgeflogen sind und evt. eine bescheidene Erbschaft ansteht! Dafür, dass alles immer korrekt versteuert wurde, wird die Rentnergeneration mit einem fiktiven zusätzlichen Einkommen "Eigenmietwert" bestraft.
Es ist einfach, Teuerungsausgleiche und Erbschaftssteuern zu fordern, die Verantwortung in unsicherer Zeit den Andern zu überlassen und die Augen davor zu schliessen, dass ab 65 Jahren bis zum Lebensende mit einer gleichbleibenden Rente gewirtschaftet werden muss.


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35%
(17 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte September 2012

In der Abstimmungsvorlage für diesen Monat "sicheres Wohnen im Rentenalter" sehe ich keine wirkliche Entlastung. Es sei denn ich liege in den Kosten falsch. Entweder man zahlt die Steuern und kann mehr abziehen oder man kann weniger abziehen und bezahlt keine Steuern. Zudem wenn der Mieter seine Miete bezahlt so hofft er damit dass der Vermieter zu der Liegenschaft entsprechend schaut. Leider noch keine Selbstverständlichkei​t. Selber kann ich mir mit meinem Lohn, den ich kriege kein Eigenheim kaufen. Viele die ich kenne, können dies erst nach Erbschaft. Das Geld, welches ich als Miete bezahle kann ich nicht entsprechend abziehen (es sei denn ich irre mich und dann wüsste ich gerne wie und wo) und für die Wirtschaft wieder in den Umlauf bringen. Die Hypothekarschuld kann man von den Steuern abziehen soweit ich informiert bin. Soll man die Eigentümer im Rentenalter weiter entsprechend entlasten? Was ist denn mit Familien, den Jungen etc. welche weniger ruhig leben als Rentner und andere Kosten haben (Kinder grossziehen z.B.)? Wenn die Entlastung sich entsprechend auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer niederschlagen soll, so frage ich mich ob sich dies dann auszahlt. Wie auch immer, ob Mieter oder Eigentümer ist eine Wohnform für die sich jeder selber entscheiden kann und soll.


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72%
(29 Stimmen)
J. Nyffeler sagte August 2012

Sehr geehrter Herr Steudler
Ein Mieter kann jederzeit in eine renovierte Wohnung umziehen und hat keine grossen Kosten, oder Eigenmietwert, (Einkommen das nicht vorhanden ist) zu versteuern.
Der Hausbesitzer, hat jedoch ständig Auslagen und das sein Leben lang.



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82%
(34 Stimmen)
Werner Nabulon sagte August 2012

Herr Kurt Steudler,

Ich gehöre zu der Gruppe, welcher in jungen Jahren anstelle teure Ferien und Autos zu kaufen, mit meiner Frau zusammen darauf konzentriert hat, möglichst viel Unabhängigkeit zu erlangen.

Das erwerben von Wohneigentum war eigentlich nicht vorgesehen, aber nach 15Jahren in einer recht bescheidenen und günstigen 3Zimmer Wohnung wurde das zu eng mit 2 Kindern. Das dritte im Entstehen.

Die Mieten für eine 5 oder 6Zimmer Wohnung war so horrend teuer, dass man dafür locker einen Hypozins bezahlen konnte. Und zwar eine recht hohe Hypothek.

Die Rechnung war sehr schnell gemacht, etwas Eigenkapital, etwas Erbvorbezug, der Rest Erste Hypothek die wir nun in 15 weiteren Jahren immer weiter reduziert haben.

Halt immer noch keine Luxus Ferien, halt immer noch keine Luxus Autos, keine Luxus was auch immer, was wir haben ist bar bezahlt.

Und jetzt kommt da jemand daher, und redet von Gleichberechtigung, Steuerausgleich und solches Zeug? Der Staat und diese Leute welche da immer was von Gleichbehandlung usw reden, sollen endlich einmal mit dem Einkommen, Auskommen, mal mehr Eigenverantwortung tragen, nicht immer auf dieser Sozialwelle reiten, die anderen werden schon arbeiten für mich etc, dann braucht es auch weniger Steuern ….



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56%
(18 Stimmen)
Roland Steiner sagte August 2012

Dann noch generell zu den Steuern. Die Staatsquote in der Schweiz ist langsam aber sicher zu gross. Der Staat mischt sich in Angelegenheiten ein, die nicht zum Aufgabenbereich des Staates gehören sollten. Auch arbeitet der Staat in vielen Bereichen nicht effizient. Somit sollten wir uns überlegen, ob es sinnvoll ist, dem Staat immer mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Ich meine nein. Jede neue Steuer sollte durch eine Reduktion einer anderen kompensiert werden. Der Staat darf auf keinen Fall noch grösser werden. Ich habe aber kein Problem damit, wenn die Steuern so geändert werden, dass die Umverteilung von oben nach unten wieder etwas mehr Ausgleich schafft.

Hier gerade ein Vorschlag:
Wir schaffen die unleidige Mehrwertsteuer ab. Dies hätte garade auch Vorteile zur Abschwächung der Hochpreisinsel Schweiz. Mit den richtigen Zusatzmassnahmen würden die Preise fallen und die Schweiz für den Tourismus und den Einkauf attraktiv.
Die Steuerausfälle werden über die direkte Bundessteuer kompensiert. Dies aber, indem die Progressionskurve nicht angehoben, sondern nur steiler gemacht würde.


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93%
(28 Stimmen)
Roland Steiner sagte August 2012

Was ist der Eigenmietwert??? Das ist doch nur wieder ein künstliches Gebilde zum Vorteil der Banken. Wo glauben sie, dass all die Spargelder der Sparer durch die Banken sicher angelegt würden wenn nicht bei den vielen Eigenheimbesitzern. Hier wird ein falscher Anreiz geschaffen, damit die Eigenheimbesitzer ihre Hypotheken nicht abbezahlen. Dabei wäre gerade dies der richtige Weg um die Leute zu motivieren fürs Alter zu sparen. Ein Eigenheim das abbezahlt ist würde nämlich ohne Eigenmietwert bedeuten, dass Sparer sehr günstig wohnen könnten. Dies wäre eine sehr gute Altersvorsorge.


​Ich meine sogar, dass dies gefördert werden sollte. Es braucht keine Bausparinitiative usw. Die beste Förderung wäre es, wenn der Eigenheimbesitzer wählen könnte zwischen:

Eigenmie​twert versteuern mit den gleichzeitig möglichen Abzügen für Zinszahlungen usw.

oder

Nicht​ versteuern des Eigenmietwertes aber dann auch ohne Abzugsmöglichkeiten.



Noch an die Leute die gegen eine Abschaffung des Eigenmietwertes sind: weshalb wird für ein Auto welches auf Kredit gekauft wurde nicht auch ein Eigenmietwert verlangt???


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62%
(13 Stimmen)
Rainer Selk sagte August 2012

Und ich erlaube mir einen Nachsatz. Es soll sich ja niemand auf 'seine' Bank verlassen! Die haben kürzlich tausende von Namen, vermutlich widerrechtlich an die USA rausgegeben. Entsprechende Strafanzeigen laufen ja bereits. Wird interessant sein, zu sehen, was dabei herauskommt.

Wird die Lage auf dem Hypo.-Markt für die Banken eng, werden die den Kunden etwas 'pfeiffen'. Ich bin kein Gegner von Banken, aber denen ist die eigene Tasche näher als dem eigene Hemd von Hypo.-Kunden. Und man kann sich bereits jetzt darauf verlassen, dass dann 'niemand' verantwortlich ist. Leider!


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81%
(16 Stimmen)
Rainer Selk sagte August 2012

Korerktur: muss heissen... nicht Ewigschuldner bei den Banken bleiben!


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76%
(17 Stimmen)
Rainer Selk sagte August 2012

Grundsätzlich hat ein Mietverhältnis nichts zu tun mit Eigentum! Aber der Eigenmietwert, der als angenommener Mietwert einem Immo.-Eigentum steuerlich aufgeschlagen wird, ist ein völliger Blödsinn. ABER: bei den Abzügen muss auch etwas geschehen.

Ziel muss sein, dass die Eigentümer ihre Schulden, also Hypotheken schnellstens abbezahlen und Ewigschuldner der Banken bleiben. DIESES System wird in Kürze nicht mehr funktionieren.


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18%
(17 Stimmen)
Anton Keller sagte August 2012

Weshalb sollen wir diejenigen subventionieren, welche viel und teuren Wohnraum nutzen?

Jede Person soll einen Freibetrag von 3000 Fr. / Jahr. erhalten für Pendlerkosten, Miete oder Eigenmietwert. Dafür soll der Eigenmietwert der Marktmiete entsprechen und die Pendlerabzüge / Autospesen abgeschafft werden.
Dann kann jeder optimieren wie er will: in einem billigen Zimmer wohnen, pendeln oder was auch immer.



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