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Eigenverantwortung

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Wenn ich Kom­men­tare und Beiträge lese, so lese ich oft­mals von den an­de­ren, wel­che Schuld ha­ben. Doch wo bleibt die Ei­gen­ver­ant­wor­tu​ng?

 

Liegt es denn nicht in der Verantwortung jedes einzelnen wie es ihm, seinem Umfeld, der Bevölkerung weltweit, der Umwelt etc. geht? Die meisten mögen denken, dass der einzelne Mensch sowieso nichts ausrichten kann. Doch was wäre wenn jeder einzelne Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten sein Bestes zur Umwelt, zur Gesellschaft inkl. dem nicht kreieren und anlocken von Asylbewerbern etc. beiträgt. Dazu gehört den eigenen Abfall wegräumen (die Steuerkasse und damit auch die eigene könnte somit entlastet werden), dazu gehört zuzusehen welches Produkt man wo kauft und zu welchen Bedingungen es hergestellt wurde, dazu gehört das eigene Verhalten als Tourist oder Geschäftsmann im Ausland, dazu gehört die soziale Verantwortung der Chefs gegenüber den Mitarbeitern und Ländern in welchen der Sitz ist (Arbeitsbedingungen, Löhne, Umweltschutz etc.), dazu gehört auch der Kulturerhalt indem man die eigene Sprache und die eigene Musik etc. nicht vergisst und praktiziert, an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen. Die Liste kann sicher hier fortgesetzt werden.

 

Konsequen​zen daraus? Ziemlich sicher bezahlen wir dann mehr für das Produkt. Doch haben wir die Wahl zwischen Asylbewerbern, Sozialbezügern etc. hier durchzufuttern mit samt den Aus- und Nebenwirkungen oder eben, wir bezahlen mehr für ein Produkt und die Steuerlast könnte gesenkt werden.

 

Die Frage ist, was jeder einzelne (Politiker als Mensch und Politiker, Bürger, Unternehmen inkl. deren Mitarbeiter ... ) will und tut!

 

Wäre doch schade, wenn sich Situationen verschlechtern anstelle verbessern würden und wir eines Tages, wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, bitter erkennen müssten, dass wir Geld nicht essen können!

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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(11 Stimmen)
Frank Grämiger sagte Juli 2012

Danke Frau Sägesser, Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen.


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David Mayer sagte Juli 2012

Bravo!


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Werner Nabulon sagte Juli 2012

Sehr geehrte Frau Barbara Sägesser,

Eigenver​antwortung heisst, dass ich aus meinem persönlichen (Ego) Blickwinkel heraus Handle, und dafür die Verantwortung trage.
Dieses Handeln kann für mich persönlich in Ordnung sein, hat aber Auswirkungen auf Dritte. Also in dieser Sozialen Gesellschaft darf man nicht zu sehr Eigenverantwortlich handeln, heisst es, man solle die Folgen des Handelns Dritten gegenüber immer genau abwägen.

Ich selber kann recht schnell und ziemlich eindeutig für mich erkennen, ob eine Handlung in Ordnung ist, denn wenn nicht, spürt man ziemlich schnell, negative Reaktion Körper, das da was nicht stimmt.

Dann meine ich, meine Handlung wäre in Ordnung, ich gehe als Gewinner hervor, ich bekomme den Job, als Folge jemand Anderer nicht.

Ich trinke und esse, wohne, arbeite, meine ich sei für mich genug Eigenverantwortlich, da es mir ja gut geht.
Und schon wären wir mitten in der Diskussion, weil hier die sogenannten Sozial Verantwortlichen kommen, und erklären, dass dies eben nicht gut sei. Ich müsse mein Handeln zurücknehmen, damit andere auch eine Chance hätten.

Sei mal dahingestellt, ob die überhaupt fähig sind, jemals diese Chance wahrzunehmen. Ob oder ob nicht, wenn jemand Jahrzehnte seine Chancen verpasst hat, dürfte man vermuten, er wird es nie packen.

Etwas zynisch gehört hier noch dazu:
Wenn ich meinen Dreck Littering selber wegmache, nehme ich jemanden den Job Strasse aufräumen weg.
Zwar nehme ich meine erlernte Eigenverantwortung war, so wie mir das als Kind beigebracht wurde, woraus man nun ableiten könnte, zu viel Eigenverantwortung schadet den Jobs und Arbeitsplätzen in Sozialen Bereichen.

Schönen​ Tag



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(11 Stimmen)
Roland Steiner sagte Juli 2012

Sie fragen sich weshalb die Eigenverantwortung immer weniger wahrgenommen wird. Ich glaube das liegt an der Entwicklung unserer Gesellschaft. Ein wichtiger Aspekt dabei ist das Bevölkerungswachstum und damit die vortschreitende Anonymisierung des Einzelnen. In einem kleinen Dorf wo sich noch jeder kennt ist die Eigenverantwortung sicher noch weiter verbreitet, da jedes Missverhalten auch von der Gesellschaft geandet wird und entsprechende Konsequenzen hat.
Auch hat das Wachstum der Bevölkerung zur Folge, dass das gesellschaftliche Zusammenleben durch immer mehr Gesetze geregelt werden muss. Dies führt dazu, dass im täglichen Leben immer mehr Vorschriften gebrochen werden und die Leute gewöhnen sich daran und es wird zur Normalität, dass man es nicht mehr so genau nimmt (und tief im Herzen hat doch jeder Freude, ein Gesetz zu brechen ohne bestraft zu werden).
Dann ist da auch noch der Protestaspekt zu betrachten. Der Föderalismus nimmt immer mehr ab. Jetzt sind wir schon dabei, dass Brüssel uns Vorschriften macht. Die Fremden Vögte streben wieder an die Macht. Vielleicht braucht es wieder einmal 3 kleine Bauernkantone die wieder ihre Angelegenheiten in die eigenen Hände nehmen, ihr Leben selbst bestimmen wollen und somit eben "Eigenverantwortung​" übernehmen.


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(10 Stimmen)
Hans Meier sagte Juli 2012

Ich schulde Ihnen noch eine Antwort.

Der Begriff ist Wahrnehmungshysterese​
Je erfolgreicher in der Vergangenheit, desto mehr Verdrängen wir Änderungen. Das gilt für das Individuum genauso wie für eine Gemeinschaft.

Und sonst zum sozialverträglichen: Bsp. Landwirtschaft: Wir wissen alle, dass wir viel zu viele Bauern mit unseren Subventionen beschäftigen. Wir könnten diesen Sektor sozialverträglich gestalten und z.Bsp. bei jeder Pensionierung Prämien bezahlen, damit der Hof nicht übernommen wird. Oder Prämien für vorzeitige Aufgabe. Aber die Wahrscheinlichkeit einer Haurückübung sobald wir kein Geld mehr haben steigt. Aber das wird nicht sozialveträglich ablaufen.


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57%
(14 Stimmen)
Heinz Mahler sagte Juli 2012

Selbst wenn man wollte, Eigenverantwortung kann nicht realisiert werden. Ist ja ein beliebter Spruch. Aber bei der Realisierung z.b. durch einseitig erlassene Gesetze bei Preiskartelle, und Bankenregelung welche das Abzocken legal machen usw. kann Eigenverantwortung nicht ermöglicht werden. Nicht vergessen der Staat bevorzugt gewisse Bürger bei Steuern und Baurecht, besonders bei Landwirte und Bauunternehmer ersichtlich.

Also wo ganau Beginnt Eigenverantwortung ?


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93%
(14 Stimmen)
Hans Meier sagte Juli 2012

Jeder definiert Eigenverantwortung anders. Die meisten leider so: Nach mir der Weltuntergang, Hauptsache ich kann davon profitieren. Das ist in etwa die gelebte Eigenverantwortung.


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91%
(11 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte Juli 2012

Danke für Ihren Beitrag Herr Meier. Scheint mir auch so und wird wohl so lange gehen bis der eigene Leidensdruck, jener des Umfeldes/des anderen gross genug ist und entsprechenden Einfluss nimmt. Der Einfluss jedoch sehe und spüre ich jedoch bereits.... So auch den Missmut.... Wie auch immer. Die Menschheit ändert sich bekanntlich erst, wenn sie am Abgrund steht....


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91%
(11 Stimmen)
Hans Meier sagte Juli 2012

Leide ja, erst müssen die Menschen über die Klippe springen. Wer eine Lösung davor sucht, der wird niedergeschrieben.

Lustig ist nur, dass diejenigen die am lautesten Eigenverantwortung schreien. Diese am wenigsten Leben. Was mich dabei erstaunt ist, dass sie Ihre Abhängigkeit vom Statt über Transferleistungen gar nicht sehen. Eigentlich müsste jeder einmal die Kosten sehen die er pro Jahr Verursacht und das mit den bezahlten Steuern vergleichen. Das würde vielen die Augen öffnen.


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(10 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte Juli 2012

Danke für Ihren Beitrag Herr Meier. Na ja, ich denke nicht, dass Menschen über die Klippe springen müssen wenn ein entsprechend grossflächiges Umdenken stattfindet, resp. stattgefunden hat. Doch das dauert seine Zeit. Man kann seines dazu beitragen, wenn man mit Menschen darüber spricht, Dinge vorlebt. Braucht jedoch auch entsprechende Geduld, denn es kann sogenannte "resistente Menschen" geben. All dies wurde, resp. kann irgendwann erkannt werden.

Finde es übrigens eine super Idee, dass jeder einmal die Kosten, welche er verursacht und beglichen mit den Steuerrechnungen, Prämien, Gebühren, Tickets (würde hier jedoch mind. das Gesundheitswesen und den Energieverbrauch anfügen) vor den eigenen Augen sieht. Wäre sicher mal interessant zu sehen.


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70%
(10 Stimmen)
Hans Meier sagte Juli 2012

Meist geht die Fahrt ungebremst frontal in die Wand. Nachher sind alle erstaunt über das kollektiv dumme Verhakten. Den psychologischen Begriff dafür, habe ich gerade nicht zur Hand. Das ist uns angeboren (werde ihn suchen). Wir erkennen Veränderungen unseres Umfeldes oft sehr spät. Insbesondere in de Politik sind vorausblickende Veränderungen praktisch nicht durchsetzbar. Denn Reformen produzieren meist erst Verlierer und der Profit stellt sich erst später ein. Das ist praktisch unverkäuflich und daher werden alle die etwas Verändern wollen, lächerlich gemacht. Eigentlich überwiegt im Parlament die Bewahrerfraktion von Links bis Rechts. Die Gründe sind zwar oft gegensätzlich, aber der Hintergedanke ist der gleiche. Es hat bis jetzt funktioniert, warum ändern? Da wir noch sehr viel Geld haben, können wir die Risse noch mit Geld zuschütten. Unsere südlichen Nachbarn sind uns nur ein Schritt voraus. Denen ist da Geld jetzt ausgegangen. Unsummen kostet bei uns die Landwirtschaft und der die Finanzausgleiche auf Bundes- und Kantonsebene in die Randregionen. Da ist keine Aussicht auf Besserung. Die einzige Frage ist wie lange wir dazu noch Geld haben. Ich sehe da grosse Probleme auf uns zukommen, die jetzt noch Sozialverträglich gelöst werden könnten.


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90%
(10 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte Juli 2012

Danke für Ihre Worte Herr Meier. Wenn verschiedene Interessen aufeinander treffen, so ist es schwierig einen Weg und manchmal sogar auch ein gemeinsames Ziel zu finden. So auch in der Politik. Reformen (angebliche eingeschlossen, zumal vertraute Bereiche welche irgendwie funktioniert hatten werden nicht gerne verlassen werden) haben es so sicher schwieriger. Dazu spielt aus meiner Sicht auch die Globalisierung eine Rolle. Damit meine ich, dass das "Spiel-Feld" grösser, das Ganze komplexer wird.....

Der Mensch scheint mir in verschiedenen Bereichen "ein Herdentier" zu sein. Manchmal ist man hörig, resistent, abhängig, nimmt man sich nicht die Zeit um sich vollständig und korrekt zu informieren. Doch es gibt auch sehr interessierte Menschen welche ihr bestes versuchen an die Infos zu kommen. Jeder sieht jedoch das Gleiche aus seinem Blickwinkel (kleine Frage: Ist das von Ihnen gesuchte Wort darunter?).

Ob Reformen meist erst (nur) Verlierer produzieren kann ich so nicht beurteilen. Denke eher, dass es ausser beim Krieg (egal welcher Form) es schlussendlich nur Verlierer geben kann. Auch wenn es sich zuerst nicht so den Anschein macht.

Ich denke auch, dass wir die Euro-Krise und das Überschulden der entsprechenden Ländern nebst anderem noch vermehrt spüren werden.

Welche sozialverträglichen Lösungen schlagen Sie vor?


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40%
(10 Stimmen)
Heinz Mahler sagte Juli 2012

Jeder ist sich selbst am nächsten, wo und wann war das nicht so ?

Der stärkere/schlauere gewinnt, ist auch im Tierreich und Evolution ersichtlich. Wer zu weit denkt landet im Kloster oder Psychiatrie.


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75%
(8 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte Juli 2012

@Herr Mahler. Jeder ist sich selbst am nächsten..... klappt doch nur bis die Auswirkungen des Handelns auf einen zurückfallen.... Deshalb schadet es nicht sich über das eigene Handeln etwas Gedanken zu machen.


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29%
(7 Stimmen)
Heinz Mahler sagte Juli 2012

Was soll schon auf mich zurückfallen wenn ich den Ölwechsel vom Auto am Flussbett mache und den Hausmüll nicht im Gebührensack sondern in einem Fremden Container entsorge. Die Entsorgung der alten Möbel mache ich auch selbständig im Wald.
Die Affen von der Regierung machen das ja auch vor das man mit Sonder&Mülldeponieen Trinkwasser verschmuzen kann. Spielt doch bei denen keine Rolle, hauptsache es gibt Geld um die Dummheit ausleben zu können und das bis zum Aufdecken der Skandale es genug Lang dauert das Politiker und Amtsinhaber nicht mehr belangt werden können.


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