Umwelt, Klima, Energie > Alternative Energien,

Für die Energiewende braucht es auch die Wasserkraft

Artikel weiterempfehlen



Stimmen Sie dem Artikel zu?
Ja Nein

In der Herbst­ses­sion hat der Na­tio­nal­rat mit 94 zu 87 Stim­men eine Frak­ti­ons­mo­tion der BDP gut­ge­heis­sen, wel­che den Bau von Was­ser­kraft­wer­ken​ in zu schützenden Land­schaf­ten er­leich­tern soll. Kon­kret wird der Bun­des­rat be­auf­tragt, dem Par­la­ment eine Änderung des Bun­des­ge­set­zes über den Na­tur- und Hei­mat­schutz (NHG) zu un­ter­brei­ten, die vor­sieht, dass neue Was­ser­kraft­werke und Aus­bau­ten nicht durch die be­ste­hen­den Ob­jekte des Bun­desin­ven­tars der Land­schaf­ten und Naturdenkmäler von na­tio­na­ler Be­deu­tung (BLN) und re­gio­na­len Naturpärken ver­hin­dert wer­den sol­len. Die gegensätzlichen In­ter­es­sen der Ge­win­nung er­neu­er­ba­rer Ener­gie und Na­tur­schutz müssen neu ge­gen­ein­an­der ab­ge­wo­gen wer­den.

Die Motion wurde von vielen Parlamentariern der linken Ratshälfte abgelehnt. Ich bin erstaunt, dass genau die Politiker, welche den Ausbau der erneuerbaren Energien für die Energiewende fordern, einen konkreten Vorstoss dazu ablehnen. Deren Stimmverhalten im Parlament widerspricht den Äusserungen zur Energiepolitik.

Als vom Parlament der geordnete Ausstieg aus der Kernenergie angenommen wurde, war für mich klar, dass diese nicht einfach werden würde. Im Gegenteil, es braucht grosse Anstrengungen und einschneidende Veränderungen. Ich bin überzeugt, dass es nicht ohne Kompromisse beim Landschaftsschutz gehen wird. Wenn zu viele Parlamentarier weiterhin den Landschaftsschutz höher werten als den Ausbau von erneuerbaren Energien, werden wir die Energiewende nicht schaffen.

In den verschiedenen Szenarien zur Energiewende wird meist auch die Wasserkraft erwähnt. Bei der Wasserkraft sei noch ein Potenzial zwei, drei bis vier TWh vorhanden, heisst es in verschiedenen Dokumenten. Da bin ich bei den heutigen Voraussetzungen skeptisch. In der Schweiz werden bereits heute rund 90 Prozent der geeigneten Bäche und Flüsse elektrizitätswirtscha​ftlich genutzt. Die Realisierung neuer Grosskraftwerke ist sehr schwierig, wenn nicht unmöglich. Im Rahmen der Erneuerung von Kraftwerken erfolgt eine Effizienzsteigerung, welche jedoch durch die Restwasservorschrifte​n wieder reduziert wird. Der Klimawandel wird zu geringeren Wassermengen führen. Die EPF Lausanne rechnet mit einem Rückgang der Grosswasserkraft von gegen 10 Prozent bis 2050. Bei der Grosswasserkraft ist also trotz möglichem Zubau eher mit einem Rückgang als mit einer Steigerung der produzierten elektrischen Energie zu rechnen.

Bleibt noch die Kleinwasserkraft. Diese Technik ist reif. Doch auch bei der Kleinwasserkraft setzen Gewässer- Natur- und Landschaftsschutz Grenzen. Das Zubaupotenzial bis 2050 dürfte sich zwischen zwei und drei TWh bewegen. Damit könnte der aus Kleinwasserkraft erzeugte Strom von heute rund 3,5 TWh auf gegen 6 TWh gesteigert werden, wobei der Klimawandel einen Teil des Zubaus wieder zu Nichte machen wird. Meiner Meinung nach ist es besser, die Grosskraftwerke zu erweitern, statt jeden Bach zu verbauen.

Mein Fazit: Trotz Effizienzsteigerung und Bau von neuen Kraftwerken wird der in der Schweiz aus Wasserkraft erzeugte Strom eher stagnieren. Dies weil die Restwasservorschrifte​n und der Klimawandel die produzierte Energie im Gegenzug reduzieren.

Der eingangs erwähnte Vorstoss betrifft auch Pumpspeicherwerke, welche jedoch nicht zur Stromproduktion gezählt werden (sie sind keine Nettoerzeuger, sondern Speicher). Pumpspeicherkraftwerk​e sind für die Energiewende sehr wichtig, da neue erneuerbare Energien wie Wind und Photovoltaik eine sehr stochastische Produktion haben. Sie erzeugen den Strom nicht zwingend dann, wenn er auch gebraucht wird. Daher ist eine Speicherung notwendig. Die Pumpspeicherung ist heute nach wie vor eine der effizientesten Speicherformen. Für die Energiewende werden wir die Kapazitäten noch ausbauen müssen. Auch das kann Naturschutzgebiete treffen.

Wenn wir bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Wasserkraft beim Status Quo bleiben, wird die in der Schweiz durch Wasserkraft erzeugte elektrische Energie bis 2050 sinken. Es braucht viele Erneuerungsprojekte und einen Zubau an neuen Kraftwerken, wenn wir die heute erzeugte Strommenge halten wollen. Nur wenn wir beim Landschaftsschutz Kompromisse eingehen, also an Stellen, wo ein neues Wasserkraftwerk Sinn macht ein solches realisieren und im Gegenzug bezüglich Landschaftsschutz andernorts einen Ausgleich schaffen, werden wir die Leistung aus der Wasserkraft halten oder steigern können. Ich möchte, dass die Schweiz die Energiewende schafft. Doch dazu braucht es auch eine flexiblere Haltung beim Landschaftsschutz und entsprechende gesetzliche Änderungen.


Vimentis Publikationen zu diesem Thema

Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]



83%
(6 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Dezember 2012

Sehr geehrter Herr Bernhard Guhl, BDP,

Darf ich Sie dazu anregen, einmal die Geschichte (mag etwas mysteriös klingen) um den Herr Nikola Tesla etwas genauer zu betrachten? Sein Leben, sein Wirken, seine Erfindungen, sein Wahnsinn, was daraus wurde, was er bewirkt hatte, etc.
http://de.wikip​edia.org/wiki/Nikola_​Tesla

Dann, was mit dem GM, EV1 abgelaufen ist, einem Elektroauto, welches General Motor entwickelt, gebaut, vermarktet und abschliessend wieder verschrottet hat.

http://de.wikiped​ia.org/wiki/General_M​otors_EV1

Es gilt, bei diesen Themen, etwas kritisch die realen Gegebenheiten von Fiktionen zu unterscheiden. Es gilt, nicht einfach das Buch zuzuschlagen, und als Spinnereien und Verschwörung Theorien abzutun. Es gilt aber auch, nicht alles zu glauben, sondern alles kritisch zu hinterfragen, um sich ein ganz neues Bild zum Thema Energie / Zukunft zu machen.



Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

64%
(11 Stimmen)
Rainer Selk sagte November 2012

Es ist schon bemerkenswert, wenn der CEO der Swissgrid, Herr Graf, die nun ab 2013 das Höchsspannungsnetz 'bewirtschaften' soll, wohl vorsorglich öffentlich erklärt - ca. 20 Tage her -, dass mit Blackouts in diesem Netz gerechnet werden muss.

Wer etwas Hintergrundkenntnisse​ von den Verhältnissen von Swissgrid hat, kann nur noch sehr besorgt werden. Arroganz, fehlende Zuständigkeiten usw.

Man lese mal die Mitarbeiterbeurteilun​gen als Spiegel im Netz, die öffentlich abrufbar sind. Eine mittlere Katastrophe. Und dieses Unternehmen soll diese Netze bewirtschaften?

Der CEO ahnt wohl, was in seinem eigenen Laden völlig fehl läuft. Das anstehende Ausschreibungsschlmas​sel bei Swissgrid wird noch die Zeitungen füllen. Gute Nacht für unser Hochspannungsnetz. Nach meiner Kenntnis kommt das noch ganz dick. Leider!


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

20%
(15 Stimmen)
Helmut Barner sagte November 2012

1 AKW wäre ganz einfach einzusparen in der Schweiz und es würde keine Landschaft dadurch zerstört: Schneller Ersatz von Elektro-Speicherheizu​ngen! Verbot von diesen Strom-Verschleuderern​! Aber genau dagegen sind dann wieder die Politiker!


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

74%
(23 Stimmen)
Karl Müller sagte Oktober 2012

Sobald die AKW's vom Netz gehen, werden wir ein Problem haben: Der Strom wird knapp!
Der Strom aus Kleinkraftwerken ist sehr teuer. Er rentiert nur, wenn er subventioniert wird. Ausserdem bringt es nichts, wenn auch noch das letzte Bächlein kanalisiert wird!

Beim Strom gilt die einfache Regel:

"Total verbrauchter Strom" = "Anzahl Konsumenten" * "Durchschnittlicher Stromverbrauch"

B​eim Wegfallen des AKW-Stroms gibt es nur vier Möglichkeiten:
1. Mehr Strom importieren, das ist nicht sinnvoll.
2. Mehr Strom produzieren, das ist schwierig.
3. Stromsparen, das wird von den Leuten nicht akzeptiert
4. Weniger Konsumenten, das ist ohne Probleme möglich, denn:

Jahr für Jahr kehren einige 10'000 Ausländer in ihre Heimat zurück. Gleichzeitig gibt es in der Schweiz viele Arbeitslose, in fast allen Berufsgruppen! Es genügt, wenn wir nur noch diejenigen Rückwanderer durch Neueinwanderer ersetzen, die unbedingt nötig sind. Die Wirtschaft wird wieder lernen müssen auch Leute zu beschäftigen, die nicht 110%-ig einsatzfähig sind.

Diese Einwanderungspolitik mit dem Tropfenzähler senkt offensichtlich nicht nur den Strombedarf sondern auch die Ausgaben im Sozialbereich. Ausserdem wird die Natur weniger belastet, wenn weniger Leute in der Schweiz leben.


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu



62%
(21 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte Oktober 2012

Sehr geehrter Herr Guhl

Sie, die BDP und die Mehrheit des Nationalrates haben die Situation bei der Nutzung der Wasserkraft aus meiner Sicht richtig erkannt. Ihrem Beitrag habe ich zugestimmt. Dass Sie zurzeit nur 44% Zustimmung erhalten, erstaunt mich und sicher auch Sie. Gemäss meinen Erfahrungen würde ich diese Beurteilung nicht ganz auf die leichte Schulter nehmen. Sobald genügend Leser ihre Stimme abgegeben haben, entspricht die erreichte Prozentzahl fast immer der Volksmeinung unmittelbar vor einem Urnengang (Ausnahme: Musikförderung). Hingegen kann sich die Volksmeinung im Abstimmungskampf stark ändern. Etwa bei der Minder-Initiative könnten viele ihrer Anhänger noch abspringen. Grosse Bedeutung bekommen dann oft Gegenvorschläge. Bei der Weber-Initiative hat das Parlament seine Chance verpasst (siehe meinen Vimentis-Beitrag).


Ihren Artikel, Herr Guhl, möchte ich gerne in einigen Punkten ergänzen. Dabei wird die Wasserkraft-Nutzung zum Teil aus einer etwas andern Perspektive gesehen und das Verständnis für die Argumente Ihrer Gegner dürfte eher noch wachsen. Wir sollten uns alle bewusst sein, dass insbesondere bei der Wasserkraftnutzung ein Abwägen von verschiedenen Interessen stattfinden muss.

Vorerst ist es nützlich, wenn wir uns folgende beiden Punkte in Erinnerung rufen:

Den zukünftigen Energieverbrauch müssen wir weder kennen noch planen. Es ist sicher richtig, die Energieeffizienz etwa durch Gebäudesanierungen usw. zu verbessern und zu versuchen, auch unseren Verbrauch einzuschränken. Es ist auch richtig, die schrittweise Ablösung der fossilen Energien zu fördern. Doch wie viel Benzin, andere Erdölprodukte und Erdgas wir in einigen Jahrzehnten brauchen werden … Nun eben, das wird man dann sehen.

Hingegen müssen wir versuchen, den Stromverbrauch in 10 und 20 Jahren, ja sogar längerfristig bereits heute abzuschätzen. Das ist nicht einfach. Doch die Stromversorgung funktioniert ganz anders als die übrige Energieversorgung. Die Stromproduktion muss entsprechend dem Stromverbrauch rund um die Uhr bereit sein, innert Minuten die erforderliche elektrische Spannung in den Stromleitungen aufrecht zu erhalten. Sonst gibt es die gefürchteten Zusammenbrüche. Jedes solche Ereignis kostet unsere Wirtschaft beängstigend viel Geld. Es ist einer von mehreren Gründen für den Wohlstand in der Schweiz, dass bereits unsere Grossväter die Bedeutung einer gesicherten Stromversorgung erkannten. Sie bauten riesige Staudämme und entwickelten leistungsfähige Wasserturbinen sowie Stromgeneratoren.

​Seit einiger Zeit ist es unter Geldquellen suchenden Akademikern sehr beliebt, Szenarien "zu rechnen". Der Auftraggeber kann so immer die von ihm gewünschte Variante herauspicken und der ganzen Welt verkünden: "Seht her, unser Ziel ist erreichbar. Wir müssen nur wollen!" Glauben diese Träumer denn wirklich, das Schweizervolk sei so dumm und habe ihre verführerische Denkweise nicht schon längstens durchschaut? Szenarien "zu rechnen" ist völliger Unsinn! Diese Denkweise lockt uns in eine unrealistische Welt! Eigentlich hätten wir ja genügend Erfahrung, um dies leicht zu erkennen. Wir hätten wohl wenig Verständnis dafür, wenn der "Wetterfrosch" uns die verschiedenen möglichen Varianten bei der Wetterentwicklung servieren würde. Das Gleiche gilt für Abschätzungen der zukünftigen Wirtschaftsentwicklun​g. Wir erwarten von einem Experten die nach ihm wahrscheinlichste Vorhersage des Wirtschaftswachstums,​ der Arbeitslosenzahlen usw. Wir wissen ja aus Erfahrung, dass diese Prognosen in periodischen Abständen an die neusten Erkenntnisse angepasst werden müssen.

Doch bei der Abschätzung des zukünftigen Energieverbrauchs sind wir wirklich so dumm und wählen ein unserem Wunschdenken entsprechendes, sich auf sehr optimistischen Voraussetzungen abstützendes Szenario und schauen so an der wahrscheinlichsten Entwicklung vorbei. Das richtige Vorgehen würde anders laufen: Unsere Regierung bestimmt zusammen mit den Experten die realistisch gesehen gut zu erreichenden Vorgaben und die Experten schätzen die darauf aufbauende wahrscheinlichste Entwicklung ab. Zu ihrer Prognose müssen die Experten gleich wie der "Wetterfrosch" dann auch stehen. Haben sie Unrecht, müssen sie mit unseren Buh-Rufen leben!

Bei der Abschätzung der zukünftigen Stromversorgung müssen wir uns auch immer bewusst sein: Im Sommerhalbjahr haben wir in der Schweiz Stromüberschuss. Nur einen kleinen Teil davon (Bedarf von wenigen Wochen) können wir dank unseren Stauseen ins Winterhalbjahr hinüber retten. Wenn wir uns an die heute bestehenden imposanten und weltweit bestaunten Staumauern erinnern, ist uns sofort klar: Wir können uns noch so bemühen und viel Geld in neue Anlagen investieren, es liegt nur eine beschränkte Kapazitätserhöhung unserer bereits bestehenden Anlagen drin. Ein solcher Ausbau ist, wie bereits angedeutet, nicht ganz billig. Eigentlich ist er nur bezahlbar, wenn wir die Stauseen nicht nur jährlich einmal sondern täglich durch Pumpspeicherung nutzen können. Doch diese Pumpspeicherung ist zurzeit das wohl grösste Sorgenkind unserer Stromkonzerne. Der stark subventionierte Photovoltaik-Strom aus Deutschland treibt nicht nur die Strompreise im eigenen Land auf astronomische Höhen; er konkurrenziert die Pumpspeicherung unserer Stromkonzerne neuerdings derart, dass diesen jährlich ca. 100 Mio. SFr. Einnahmen entgehen. Dazu der eindrückliche 10vor10-Bericht am Ende meines Beitrags. Allerdings gäbe es neue Perspektiven für unsere Stauseen und die damit mögliche Pumpspeicherung: Wenn ein Tiefdruckgebiet über unseren Kontinent zieht und dabei während Tagen und Wochen grosse Druckunterschiede in Gebieten wie der Nord- und der Ostsee entstehen, können die dortigen Windparks den erzeugbaren Strom zurzeit nirgends speichern. Die heutigen Stromleitungen quer durch Europa sind nicht sehr leistungsfähig und bringen nur einen kleinen Teil der im Überfluss produzierten Strommenge bis zu den alpinen Stauseen. Der Bau von leider nicht ganz billigen und ästhetisch störenden leistungsstarken Gleichstromleitungen brächte soviel Strom bis zu unseren Stauseen, dass diese durch die Pumpspeicherung wieder zunehmend genutzt und damit auch wieder erfreulich amortisiert würden.

Während der Bau von neuen Staumauern wie etwa an der Grimsel aus meiner ganz persönlichen Sicht einen vertretbaren Schaden im Landschaftsbild bringen würde, gehören für mich Flüsse und Bäche zu den schönsten und eindrücklichsten Landschaften in der Schweiz. Hier die Kleinwasserkraft zu nutzen ist zwar grundsätzlich möglich, jedoch sehr heikel. Jedes einzelne Projekt ist gründlich zu prüfen und die Belastung der Landschaft sowie des Lebensraumes der dortigen Tierwelt ist zusammen mit Experten abzuschätzen.

Bei jeder zur Diskussion stehenden neuen Stromproduktion ist nur ihr Beitrag im Winterhalbjahr von Interesse. Etwa bei der Photovoltaik sind dies lediglich 25% des jährlich produzierbaren Stromes. Die Kleinwasserkraft bringt im Winterhalbjahr ebenfalls meistens nur wenig. Besser wäre da die tiefe Geothermie. Doch kann sie erst in die Planung der Stromproduktion aufgenommen werden, wenn erste Erfahrungen in der Schweiz eine Abschätzung möglich machen.

Seit Ihrem Vimentis-Beitrag „Der Ausstieg aus der Kernenergie ist technisch machbar“ ist nicht nur bei Vimentis sondern auch bei den Online-Lesern von NZZ, Schweizer Fernsehen und neuerdings bei Tagesanzeiger/Berner Zeitung/Der Bund ein klarer Meinungsumschwung bei der Energieversorgung festzustellen. Eine deutliche Volksmehrheit wünscht den Atomausstieg nicht. www.ch-strategie.ch/A​tomausstieg-Volksmein​ung.pdf

Mein Vorschlag einer Volksinitiative für eine umfassende Energiestrategie findet zunehmend Unterstützung. Sie finden den Link dazu am Schluss meines Vorschlags für die Schweizer Energiepolitik www.ch-strategie.ch/E​nergiepolitik.pdf

Und hier noch der erwähnte 10vor10-Beitrag zur Konkurrenzierung unserer Stromproduktion mit Wasserkraft durch die subventionierte Photovoltaik.
www.vi​deoportal.sf.tv/video​?id=997cb26b-d467-46e​b-bb3b-85bc04d886ce



Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu



52%
(25 Stimmen)
Bea Habegger sagte Oktober 2012

Statt auf Biegen und Brechen eine Energiewende zu "erzwängen" wäre es meiner Ansicht nach wünschenswerter, dies etwas bedachter anzugehen. Dieses Land hatte nie soviele Energieressourcen wie derzeit. Aber es scheint, dass aus div. politischen Kreisen und Motiven, einmal mehr "zuweilen mit Angst- und Panikmacherei" dem Volk kurzfristig das Geld aus der Tasche gezogen werden soll, sowie zu Ungunsten unserer schönen Nation die Ressourcen "geklaut" werden sollen, mit dieser fast gierigen "Töippelerei". Statt ausgeglichen die diversen Ressourcen zu nutzen, nützen zuweilen irgendwie fast unverständlich Rot/Grün und Bürgerliche Parteien mit Linkshörigkeit die Gunst der Stunden um irgendwelchen Lobbyisten zu raschem Profit zu verhelfen.


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

32%
(22 Stimmen)
Paulsen Jens sagte Oktober 2012

Sehr geehrter Herr Guhl,
Sie schreiben, die Wasserkraft der Schweiz sei zu 90% genutzt. Sie schreiben nicht, warum "die Linken" gegen eine weitere Aufweichung des Landschaftsschutzes sind. Der Grund ist, vereinfacht, dass eine Landschaft mit kastrierten Gewässern ein Krüppel ist.

Die Idee, die letzten Landschaften von nationaler Bedeutung weiter auszunutzen, ist natürlich naheliegend, weil man sich damit noch ein Weilchen von der unbequemen Erkenntnis drücken kann, dass Energie genau wie Platz kein in beliebiger Menge verfügbares Gut ist. Aus genau dieser Erkenntnis heraus ist ja das Natur- und Heimatschutzgesetz entstanden.

Bei der Energiewende versucht man immer nur, auf der Erzeugungsseite zu handeln. Dabei wäre auf der Verbrauchsseite wesentlich mehr zu holen. Der Stromverbrauch ist keine von Gott vorgegebene Naturkonstante!
Man könnte z.B. den Austausch von veralteten und uneffizienten Elektrogeräten und Hausinstallationen gegen effiziente forcieren. Hierzu gehören z.B. alte Warmwasserboiler sowie direkt beheizte Tumbler. Dazu bräuchte es Subventionen beim Ersatz sowie Tarifzuschläge für den Weiterbetrieb. Es braucht zusätzlich gesetzgeberische Massnahmen, z.B. das Verbot von Geräten, die man nicht abschalten kann, ohne dass eine zwingende technische Notwendigkeit hierzu besteht. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele fast immer leerstehende Zweitwohnungen elektrisch über den Winter geheizt werden.
Die Energiewende ist bereits Wirklichkeit, wie z.B. der Kanton Basel-Stadt zeigt. Von den Stromerzeugern allein kann man die Wende nicht erwarten, denn Strom ist die Ware, die sie verkaufen und von der sie Gewinn erwirtschaften.
Die Frage, wie gross die Bevölkerung der Schweiz noch werden soll, ist ebenfalls zentral - es ist nicht korrekt, dass die Agglomerationen der wirtschaftlich starken Gebiete auf Kosten der Randregionen ungehemmt weiter wachsen.



Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

48%
(29 Stimmen)
Roland Steiner sagte Oktober 2012

Sie haben recht Herr Guhl. Die alternative dazu wäre, Energie zu sparen. Leider wird dies durchgehend von allen Parteien verhindert. Eine Reduktion des Energieverbrauchs in der Schweiz kann nur stattfinden, wenn gleichzeitig die Anzahl der Stromkonsumenten nicht weiter steigt. Erst wenn die Bevölkerung der Schweiz nicht weiter wächst, werden die neuen Technologien eine Reduktion des Energieverbrauchs in der Schweiz bringen.

Somit ist der Beste Landschaftsschutz die Stabilisierung der Bevölkerung auf dem aktuellen Niveau. Noch besser sogar eine Reduktion. Diese wird sowieso kommen, sobald die geburtenstarken Jahrgänge ausgestorben sind.


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?