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Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht!

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Ja zur Auf­he­bung der Wehr­pflicht: 30'000 frei­wil­lige Mi­liz­sol­da­ten sind ge­nug!

Überdimensioniertes​ Massenheer

Die Schweiz hat mir 2,5 Soldaten/100 Einwohner europaweit mit Abstand die grösste Armee im Verhältnis zur Bevölkerungszahl (Nachbarländer: 0,5 Soldaten/100 Einwohner). „Wenn Finnland mit 30'000 Aktiven auskommt, um 1'200 Kilometer Grenze mit Russland zu sichern, ist nicht einzusehen, weshalb uns 200'000 Armeeangehörige (120'000 Aktive und 80'000 Reserven) beschützen müssen“ (Hans-Ulrich Ernst: MZ vom 20.9.2008). Wegen der massiven Überbestände reisst das Militär Aufgaben an sich, die gar keine Militäraufgaben sind (Skirennen, Gewerbeausstellungen,​ WEF, etc.)

Zu teuer

Die Armee kostet jährlich, inkl. volkswirtschaftliche Kosten insbesondere wegen des Arbeitsausfalls, über 8 Mia. CHF.

Ungerechter Zwang

Die Wehrpflicht ist ein massiver Eingriff in die Freiheit junger Männer und für viele ein lästiger und nutzloser Zeitraub. Der Zwang zum Erlernen des Kriegshandwerks ist zudem ungerecht, da nur noch rund 30% der männlichen Hälfte der Bevölkerung Militärdienst bis zum Ende leisten. Von Wehrgerechtigkeit keine Spur!

Verletzung der Neutralität

Bewaffne​te Schweizer Truppen haben im Ausland nichts zu suchen. Sie verstossen gegen die in der Bundesverfassung (Art. 173 Abs. 1 a. und Art. 185 Abs. 1 BV) verankerte Wahrung der Neutralität.

Die Lösung

„Für die Schweiz genügt eine Armee mit 30'000 freiwilligen Milizsoldaten. In jeder Alterskohorte von 18 bis 50 müssten sich im Schnitt etwa 1,5 Prozent verpflichten. Der Präsenzkern an Berufs- und Zeitsoldaten müsste von heute etwa 4'000 auf 6'000 Personen hochgefahren werden. Dieser Kern würde wie heute die militärischen Schlüsselkompetenzen entwickeln und im Coaching der Miliz weitergeben. Ein Teil der Freiwilligenmiliz würde auch in einem höheren Bereitschaftsgrad stehen und müsste in ein paar Stunden voll verfügbar sein.

Das ist auf freiwilliger Basis realisierbar. Wer Dienst leistet, kriegt einen Lohn. Längerfristige Anreize könnten sein: lebenslange Krankenversicherung oder Ausbildungszertifikat​e – es müsste eine Mischung sein aus unmittelbaren materiellen Anreizen und längerfristig wirksamen Benefits, etwa ein AHV-Bonus oder ein Steuer-Bonus. Eine modern ausgerüstete Freiwilligenmiliz käme je nach Zielumfang auf 3 bis 4 Milliarden Franken zu stehen.

Die US-amerikanische Freiwilligenmiliz, von der mein Modell sich ableitet, erwies sich neben dem Berufsheer bei den Einsätzen am Golf als äusserst schlagkräftig“ (Karl W. Haltiner: MZ vom 15.9.2008).


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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57%
(7 Stimmen)
J. Nyffeler sagte Januar 2013

Sehr geehrter Herr Schneider
Haben Sie überhaupt einmal Militärdienst geleistet?
Wenn ja haben Sie leider etwas verpasst.


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61%
(18 Stimmen)
Jürg Wolfensperger sagte Dezember 2012

Ich bin gegen jede "Aufweichung"was die Wehrpflicht angeht!Es ist sehr,sehr bequem zu sagen:ich überlasse die Drecksarbeit lieber den anderen,und das in einem Land,das den meisten jungen Menschen sehr viel zu bieten hat.
Also soll man auch erwarten können,das man sich für ein paar Wochen bereit erklärt,etwas für sein Land zu tun.
Der heutige Armee-Dienst wird ja in einer sehr,sehr angenehmen Athmosphäre durchgeführt,im Vergleich zu früher!
Es ist wie immer bei diesen Initiativen der GSOA.Schlussendlich geht es ihnen darum die Armee zu liquidieren.Zusammen mit gewissen Medien wird es dann bei einer Freiwilligen-Armee,ei​nfach sein,noch ein paar Skandale zu "konstruieren",so dass die Armee in einen sooo schlechten "Ruf" gerät,dass eh keiner mehr hingehen will.Wer sich dann noch freiwillig zur Armee meldet,wird dann wohl schnell zum "Rambo"und "Nazi" hochstilisiert,so dass sich diese sog.Freiwilligen-Arme​e schnell einmal in ihre "Einzelteile" auflösen wird.
Damit wäre dann ja das Ziel der GSOA erreicht.Aber täte eine NATO eine solche "ungesicherte" Zone einfach so hinnehmen?......es gilt nach wie der Spruch.!...eine Armee hast Du immer im Land!.....die eigene,..oder dann eine Fremde!...ich empfehle da lieber die eigene,vom Volk getragene bisherige Milizarmee....!! oder?


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78%
(18 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Dezember 2012

Werter Herr Alex Schneider,
Wenn wir die allgemeine Wehrpflicht aufheben, führen wir als Gegenvorschlagt eine Allgemeine Dienst am Land Schweiz Pflicht ein.
Zivilschutz, Katastrofenschutz, Feuerwehr, Seerettung, Kranken und Alterdienst, Umweltschutzdienst, wer möchte in der verkleinerten Armee, es gibt für Frau und Mann genug zu tun.
Frauen wie Männer, ab dem 18Altersjahr sollen eine dieser Dienste erfüllen müssen.
Das Land gibt uns sehr viel, also sollen die BürgerInnen alle ebenso was zurückgeben.
Und da das Thema wieder angesprochen wurde, sollte danach aus der Gleichberechtigung heraus zumindest auch eine Frauendienstpflicht herausschauen.



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