Umwelt, Klima, Energie > Atomenergie,

Klare Zeichen setzten in der Energiepolitik

Artikel weiterempfehlen



Stimmen Sie dem Artikel zu?
Ja Nein

Die vor­be­ra­tende Kom­mis­sion des Ständerates unterstützt die Ener­gie­po­li­tik des Bun­des­ra­tes nur zag­haft und lässt der Atom­lobby die Tür einen Spalt weit offen. 

 

Das ist bedauerlich, setzt verwirrende Zeichen und schadet unserer Wirtschaft. Die Wirtschaft braucht nämlich Klarheit wohin die Energiepolitik steuert, damit sie sich darauf einstellen kann. Sich ständig widersprechende Aussagen zerstören Investitionssicherhei​t, verunsichern Industrie, Gewerbe und Handel und schrecken neue Investoren ab.

 

Dabei können wir in der Schweiz vom Wechsel zur dezentralen und nachhaltigen Energiewirtschaft nur profitieren. Es ist DIE Chance für unsere hochtechnologisierte,​ innovative Wirtschaft. Vor dem Hintergrund der aktuellen Währungskrise mit der daraus folgenden Exportschwäche der traditionellen Industrie und den Schwierigkeiten des Finanzplatzes, können wir erkennen, wie wichtig für uns die neuen Energietechnologiemär​kte auch im Ausland werden. Sie sind aktuellen Risiken viel weniger ausgesetzt und können unsere volkswirtschaftlichen​ Klumpenrisiken massiv lindern. Spezialisiertes Know-How im Energiebereich ist viel weniger Anfällig auf labile Märkte, weil intelligente Dienste, Leistungen und Technologie nicht durch unintelligente Leistung aus einem Billiglohnland ersetzt werden kann. Selbst in einer stagnierenden zukünftigen Weltwirtschaft wird vermehrt Energietechnologie gebraucht, weil die alten Systeme weltweit überholt sind und die fossilen Brennstoffe wie auch das Uran zur Neige gehen oder deren Beschaffung immer teuerer wird. Auch unsere Binnenwirtschaft wird damit florieren und in so einer Wirtschaftslandschaft​ werden auch immer genügend Arbeitsplätze für weniger hoch geschultes Personal geschaffen. Wir stehen vor einem positiven Umbruch, der als Chance genutzt werden muss. Vergleichbar mit der "Digitalisierung" der Informationsgesellsch​aft. Der Ersatz des Bleisatzes durch Computer in der grafischen Branche hat dieser erst zur Blüte (und einer Verzwanzigfachung der Arbeitsplätze) verholfen.

Die Strom-Zukunft liegt in der sicheren, ungefährlichen, nachhaltigen und enkeltauglichen Gewinnung aus erneuerbaren Quellen und in der Suffizienz und Effizienz des Verbrauchs. Investitionen in neue Atomkraftwerke sind weder für die Wirtschaft, noch für die Gesellschaft, noch für den Staat rentabel und bergen unkalkulierbare Risiken. Wir müssen wieder zu Unternehmern werden und die Unterlasser und Kurzzeitprofiteure in Pension schicken, die uns nochmals eine Bleisatzanlage aufschwätzen wollen. 


Keine Artikel verfügbar
Vimentis Publikationen zu diesem Thema

Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

25%
(4 Stimmen)
Hans P. Grimm sagte September 2011

Was ist mit den Grünen aller Schattierungen und den Linken los? Sind sie gelähmt? oder körperlich handycapiert? oder wieso bewegen sie sich nicht und packen die alternative Energiegewinnung im Industriemasstab an?

Haben sie Angst? oder ist es wie ich vermuthe, dass sie gar nicht in der Lage sind sich zu bewegen? ohne Millionensuventionen keine Bewegung, warten auf die Manna, auf das grosse Geld.

Von uns Konsumenten will eine neue Subventions-Mafia Geld, Geld, Geld. Sie selber sind sich zu fein etwas zu bewegen, nur Fordern, Fordern, Fordern!

Der Tatbeweis währe gefragt, wird aber nie erbracht!


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu



71%
(7 Stimmen)
Timothée Mollet sagte September 2011

1. Uran geht uns nicht so schnell aus, da Uran selber nur 5% der Kosten eines KKWs ausmachen, sind auch noch Preiserhöhungen von bis zu 600% hinnehmbar. Dadurch ist Uran noch für Jahrtausende verfügbar.
2. Ich hoffe niemand geht davon aus, dass wir die Führung bei der PV-herstellung übernehmen, da ist die Konkurenz aus Chona einfach zu stark.
3. Mit dezentral ist Verbrauchernach gemeint. Das trifft aber auf Wind und Solar nicht zu, da diese auf einen (riesigen) Speicher angwiesen sind.
Zudem vergrössern PV-Anlagen das ungleichgewicht Winter-Sommer noch mehr.

Falls wir keinen Technologierückstand erarbeiten wollen, müssen wir auf den LFTR setzten. China tut es und sie haben schon klargemacht, dass sie uns die Technologie nicht geben werden.




Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu



50%
(6 Stimmen)
Markus Thurner sagte September 2011

Dezentralisierung heisst Machtentnahme von den Stromkonzernen zum Volk. Dies deutet auf Konflikt hin.

Gerade von der GLP erwarte ich mir hier innovative Ideen und Verhandlungsgeschick,​ um diesen Prozess vernünftig (= sinnvoll für Wirtschaft und Umwelt) in Gang zu setzen.


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?