18%
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Karl Müller sagte Januar 2012
Viele Leute hüpfen von Arzt zu Arzt. Das ist nicht gratis. Viele Leute rennen mit jedem Bobo gleich zum Spezialarzt oder Spital. Dort wird ihnen geholfen, aber beim Hausarzt wäre die Behandlung wesentlich günstiger gewesen. Den meisten Kranken kann der Hausarzt helfen, einfach und kostengünstig.
Es sind nicht nur die Gesundheitsbürokraten die das Gesundheitssystem so teuer machen. Wir sind es selber! Oder wenigstens ein Teil von uns.
Vielen Leuten fehlt die nötige "Gesundheitsdisziplin". Sie wollen alles, sofort und um jeden Preis. Denn zahlen müssen sie ja nicht selber.
Was lässt sich tun? Managed Care ist eine Möglichkeit. Doch was ist das? Ausserdem klingt Managed Care irgendwie kalt und bürokratisch. Hausarztmodell klingt wesentlich familiärer. Es ist auch sofort klar um was es dabei geht.
Was wäre sinnvoll?
Jeder hat seinen Hausarzt als erste Anlaufstelle. Dieser kann ihn in den meisten Fällen kurieren. Wenn dies ausnahmsweise nicht möglich ist, erfolgt eine Ueberweisung an einen Spezialarzt, der vom Patienten frei gewählt werden darf. Ausserdem muss es für die Versicherten möglich sein die Kasse zu wechseln und trotzdem alle behandelnden (Spezial-)Aerzte zu behalten. Wer weiterhin direkt zum Spezialisten möchte darf dies selbstverständlich. Aber er bezahlt eine höhere Prämie.
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80%
(5 Stimmen) |
Bea Habegger sagte Februar 2012
Managed-Care ist ja genau so eine kostspieliege "Verkettung". Wer es ausprobiert, merkt dies schnell. Man geht mit einem Anliegen in eine Managedcare-Praxis und fühlt sich wie in einem Gemischtwarenladen. So nach dem Motto: Darfs es Bitzheli meh sy? Es sind diverse Aerzte in diesen Netzwerken, jeder will, muss und soll verdienen. Es werden einem sämtliche Sparten gleich schmackhaft gemacht, Checkups etc. "angedreht". Ich selber habe es ausprobiert und musste ganz einfach sagen: Nein danke, die interessiert nichts, es sei denn es ist etwas das gerade Mode ist im Gesundheitswesen, wollen aber Querbeet alles vermarkten. Einmal Managed-Care, nie mehr Managed-Care. Und dies nicht vom Hören sagen, sondern aus Erfahrung. Managed-Care, Prävention etc. alles reine Geldmacherei auf Kosten des einstigen besten Gesundheitssystems. Leider wird heute alles vermarktet, sogar das höchste Gut der Menschheit. Die Gesundheit. Das beste Mittel ist auf sich und seinen Körper zu hören. Das Volk wird überflutet von Pharmawerbung und Krankmacherparolen. Die zuständigen Politiker, Behörden und Aemter dienen der Pharmaindustrie als Marionetten und merken es noch immer nicht.
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83%
(6 Stimmen) |
Karl Müller sagte Februar 2012
Hallo Frau Schmid Schön, dass wir uns (fast) einig sind! Stimmt es wirklich, dass mit Managed Care eigentlich das Hausarztmodell gemeint ist? Wenigstens mir ist nicht klar was Politiker und Gesundheitsbürokraten mit Managed Care vorhaben, denn dieser Begriff ist nicht gerade eindeutig und klar verständlich. Vermutlich bin ich nicht der Einzige, dem es so geht.
Sie scheinen sich im Gesundheitswesen auszukennen.
Vorschlag: Schreiben Sie zwei Beiträge zu Managed Care und zum Präventionsgesetz. Jeweils was das überhaupt bedeutet, was damit erreicht werden soll und was nicht. In diesem Beitrag schreiben sie nur, dass sie das Präventionsgesetz gut finden und wir zustimmen sollen.
Der Beitrag von Frau Habegger gibt mir zu denken. Denn wenn mit Managed Care wirklich vorgesehen ist, dass sich die Aerzte zu Netzwerken zusammenschliessen, sei dies nun im gleichen Gebäude oder nur über Verträge und Absprachen, so ist es fast unvermeidlich, dass es bald heisst: Gibst Du mir die Wurschd, lösch ich dir den Durschd. Das würde zwangsläufig zu massiv höheren Kosten führen.
Viel Erfolg beim Erklären und Ueberzeugen!
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75%
(4 Stimmen) |
Bea Habegger sagte Februar 2012
Herr Müller ganz genau wie Sie schreiben läuft es ab. Ich ging wegen eines orthopädischen Problems in so eine Managed-Care-Praxis auf Empfehlung einer Bekannten. Die Aerztin sagte mir wortwörtlich: Da kann ich Ihnen nicht helfen, aber wie sieht es bei Ihnen mit den Impfungen aus, rauchen Sie und wann waren sie das letzte Mal beim Frauenarzt etc.? Wir haben drum hier all dies im Angebot. Eben wie im Gemischtwarenladen, was du willst gibt man dir nicht, aber versucht dir Dinge anzudichten und anzudrehen die du nicht willst. Dass solches nicht zu Kosteneinsparungen führt ist wohl alln klar. Wie gesagt ich habe es erlebt. Wenn mir am Fuss etwas fehlt brauche ich wohl eher keinen Gynäkologen....;-) Leider glauben viele Leute noch heute an die Halbgötter in Weiss und lassen sich alles einreden. Auf der Suche nach einem Hausarzt bekam ich zu hören: Mit Ihnen kann ich geschäften, aber letztendlich entscheiden wir Aerzte was mit den Patienten geschieht! Ich darf sagen diese Medizinerin hat mich nur einmal gesehen, das erste und letzte Mal. Solange die Politiker als verlängerter Arm der Pharmaindustrie und solchen Aerzten fungieren und Krankmacherwerbung unterstützen werden die Kosten nicht sinken. Es bleibt, dass die Patienten lernen sich nicht kränker machen zu lassen als sie sind. Das ist die immer erwähnte Eigenverantwortung, sich zu schützen vor der Krankmacherei/inkl. der dazugehöhrenden Werbung. Das Gesundheitswesen hierzulande ist in den letzten Jahren zu einem Goldesel verkommen, weil mit dem höchsten Gut (Gesundheit) richtig Kasse gemacht werden kann. Die Schweiz hatte lange das beste Gesundheitssystem, man hat daraus ein lukratives "Bürokraten-Dreckgeschäft" gemacht.Früher suchte der Arzt mit dem Patienten nach Lösungen, heute entscheiden Pharma, BAG, Poliktiker, Krankenkassen welche Krankeiten man zu haben hat. Weil die Pharma bereits irgendwelche Mitteli in der Pipeline hat (Aussage von Novartis-Chef Vasella letztes Jahr im TV. Wortwörtlich: Novartis hat keine Angst an der Börse zu sinken, wir haben noch Krebsmedikamente und Grippemedikamente in der Pipeline)/Solche Aussagen sind meines Erachtens mehr als krank! Und genau das ist falsch, Frau Schmid. Mit dem höchsten Gut hat niemand das Recht zu spielen und das wird in den letzten Jahren getan, seitens der Pharmaindustrie und wird letztlich durch das BAG und den Gedsundheitspolitikern geschützt und zuweilen gar propagiert.
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