Gibt es Lösungsmöglichkeiten, das Nord-Süd-Gefälle zu überwinden?
Unvermeidlich erscheint das Anwachsen der Spannungen im Nord-Süd-Konflikt. Einerseits besteht im Süden eine verhängnisvolle Wechselwirkung von unkontrolliertem Bevölkerungswachstum und Verstädterung,technischer und bildungsmässiger Rückständigkeit, Schwäche der politischen Strukturen, Überschuldung, Naturkatastrophen, Unterernährung, Krankheit. Viele Regierungen sind sich bewusst, bloss Rohstofflieferanten zu sein und doch Zinsknechte des Nordens zu bleiben. All dies erzeugt in diesen Völkern einen dumpfen Hass gegen die Völker der Industrieländer. Andererseits bestehen im Norden immer gravierendere Mängel an Rohstoffen sowie ein hemmungsloser Materialismus, der die Natur rücksichtslos ausbeutet und schliesslich die natürlichen Lebensgrundlagen gefährdet.
Gravierender noch ist der Mangel bei den ethischen Werten, was in einer Politik ohne klare ethische Grundlagen zum Ausdruck kommt. Dazu gehört eine Entwicklungshilfe, die die Not nicht an der Wurzel packt, sondern zur Stützung von korrupten Regimes und zu noch grösserer Verschuldung der betroffenen Länder führt.
Wir reichen Schweizer hätten die Möglichkeit, einen Ausgleich zu schaffen gegenüber notleidenden Völkern. Gezielte Projekte verdienen dabei, wegen ihrer besseren Kontrollierbarkeit, den Vorzug vor dem Umweg über internationale Organisationen. Ich möchte da erinnern an unzählige Missionare, welche oft mit grossem persönlichem Einsatz, in vielen Ländern still ihren Dienst in Verantwortung vor Gott tun. Jeder Mensch, der eine persönliche Beziehung zum Gott der Bibel findet, ist Hoffnung für die Welt.



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