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Managed Care / Philpp Müller - FDP-Präsodent

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Guten Mor­gen Herr Müller,

besten Dank für Ihre e-mail. Da wir uns stets sehr frühzeitig mit kommenden Abstimmungen beschäftigen und darüber unsere Gedanken machen, stimmen wir meist ebenso frühzeitig brieflich ab – ohne uns von Parolen beeinflussen zu lassen. Dass die AUNS-Initiative verneint werden muss ist mehr als klar. Als FDP-Mitglied muss ich jedoch leider auch die beiden anderen Vorlagen ablehnen, da in hohem Masse unsozial. FDP.Die Liberalen ist nicht mit Zweiklassengesellscha​ft zu assoziieren – ganz im Gegenteil, was unser Staat heute ist, ist massgeblich ursprünglicher Verdienst der FDP an den sie nach nun sehr langer Abstinenz wieder eigenständig anknüpfen sollte ohne in eine bestimmte Richtung zu schielen.

Gem. BfS betrug das schweizerische Einkommen im Jahre 2010 für 80 % der Bevölkerung zwischen CHF 16‘000 und CHF 68‘000 pro Jahr. Für nur 1/5 unserer Bevölkerung resultierte ein Jahreseinkommen von CHF 71‘000 und mehr mit einem Median zwischen 1. Dezil (CHF 73‘000) und 9. Dezil (143‘000) von CHF 86‘000. Höher Verdienende sind prozentual an der Bevölkerung gemessen die minimale Spitze des Eisberges! Es rechne mal jemand real vor, wie CHF 10‘000 p.a (Ehepaare CHF20‘000 p.a.) Jahr für Jahr netto während 10 Jahren für ein künftiges Eigenheim auf die Seite gebracht werden soll, nimmt man den Median von CHF 86‘000 als Massstab, 1/5 der Bevölkerung betreffend. Für ein Eigenheim von angenommen CHF 500‘000 bringt eine Einzelperson damit gerade die heutzutage geforderten 20 % Eigenkapital zur Seite – Tragbarkeitsrechnunge​n nach Bezug des Eigenheimes noch nicht gemacht – ebensowenig Gedanken über Baukostenteuerung in den nächsten 10 Jahren, was man dann noch was für wieviel Geld baut…. Fiskalbelastungsoptim​ierung für nur ganz wenige hat auch innerhalb der FDP nichts verloren, Steuerausfälle wird der Staat kompensieren um seinen Aufgaben gerecht zu werden. Ohne eine Statistik darüber studiert zu haben, wage ich zu behaupten, dass heutzutage nur wenige in der Lage sind, die Steuerabzugsmöglichke​it p.a. in der 3. Säule vollumfänglich einzuzahlen, was ja auch für Eigenheimkapital herangezogen werden kann – die Politik ist gefordert, künftig keine diesbezüglichen Einschränkungen zuzulassen.          ​    

Genau aus denselben Überlegungen muss auch die Managed Care-Vorlage abgelehnt werden. Denn nur wenige werden es sich leisten können, diese Variante nicht zu wählen um durch noch höhere Krankenkassenprämien in der Grundversicherung nach KVG ihre freie Arztwahl sicher zu stellen. Durch die Stimmberechtigten werden Bundes- und Kantonsparlamente gewählt. Von unseren Volksvertretern wird Zivilcourage erwartet um endlich mal die überstarke Krankenkassenlobby kostenrelevant unter die Lupe zu nehmen und innerhalb diesen vielen „Kässeli“ die Kostenstrukturen zu durchleuchten, will heissen, strikte Trennung zwischen KVG und VVG ohne jegliche Quersubventionierung innerhalb einer Kasse zwecks der jährlich stattfinden Kundenakquisition durch KVG-Werbung und KVG-Akquisiteure. Strikt getrennt kann dieser Wettbewerb innerhalb der anderen „Abteilung“ nach VVG stattfinden.

Soziale​r Friede ist das Lebenselixier eines Staates zur Erhaltung sowie weiteren Ausbau von Wohlstand und somit Liberalität, letzteres die FDP im CI/Logo verkörpert und bekräftigt.

Aus all diesen Gründen habe ich sowohl als FDP-Mitglied, als auch als Mitglied des Hauseigentümerverband​es zu allen

• 3 Vorlagen NEIN

gestimmt.

Freu​ndliche Grüsse


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Kommentare von Lesern zum Artikel

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0%
(3 Stimmen)
Ronald Frank sagte June 2012

Die Arbeitgeber müssen in die Pflicht genommen werden! Sie sind zum grössten Teil für Stress- und Überbelastungs-Krankh​eiten zuständig! Mit einem Obligatorium können Sie sich nicht einfach davon schleichen! 40% oder ca 140.- Franken der Prämie, muss der Arbeitgeber übernehmen! Umso kleiner die Pharma- und Arztkosten sind, desto kleiner der Beitrag der Arbeitgeber!

Mein Vorschlag
Für eine ware Entlastung von Familien, Kleinverdiener, Arme
und Invaliden!
Einklassenmedizin, gleiches Recht für alle! Auch Professoren müssen Patienten behandeln! Der Professor, soll nicht die Krankenkasse belasten oder separate Rechnungen schreiben, er soll für den Lehrstuhl zusätzlich bezahlt werden! Privat-Patienten müssen Solidaritätsbeitrag von 50.- Franken monatlich für unter 150'000.- Franken brutto verdienende bezahlen!
Keine Krankenkassen mehr die uns bestimmen wollen! Ein teil der ehemaligen Krankenkassen Leute sollen Ärzte, Pharma, System, Patienten kontrollieren! Eine Digitale Krankenkasse soll bei AHV,IV integriert werden!

Mein Vorschlag für ein Hausarzt Modell
10 Ärzte-Haus, Nasen- Ohren- Hals-Arzt, Zahnarzt, Psychiater, Augenarzt und je 1 Jungarzt der die ersten Fünf Jahre 7000.- Franken verdient und verschiedene Therapheuten sollen sich zusammen tun und eine Infrastruktur teilen!
Einklassenme​dizin, gleiches Recht für alle!
40% sollen Arbeitgeber zahlen, wegen Stresskrankheiten und chronischer Überbelastung!
30% muss der Bund zahlen, als Entlastung der unter 150'000.- Franken brutto Einkommen!
30% muss der Bürger unter 150'000.- Franken Einkommen zahlen, Pflichtteil aber höchstens 150.- Franken für Einzelpersonen oder höchstens 120.-Franken pro Familienmitglied, plus 50.- Franken Versicherung-Beitrag für
ausser ordendlich teure Medikamente die über Leben und Tod entscheiden!
Bürger die über 150'000.- Franken können nicht profitieren und müssen alles selber zahlen! RF

Rentner
Natürl​ich sollten Rentner vom Bund unterstützt werden! Hohe Kosteneinsparungen da nur noch neu eine digitale Krankenkasse bleibt, auch muss die Pharma mit Medikamenten-Preisen so weit zurück, dass sich jeder die Medikamenten-Preise leisten kann(für unter 150000.- Franken Einkommen (In Familien müssen beide Elternteile arbeiten gehen (von FDP eingeführt von FDP, vor ca 25Jahren, als die schleichende Abhängigkeit eingeführt wurde) weil 1Lohn nicht mehr reicht ca 70'000.- pro Elternteil brutto)! Alle die darüber sind müssen alles selber bezahlen! Ärzte werden durch mein vorgeschlagenes 10 Ärzte Haus billiger werden! Prämie 3/3 soll höchstens noch 330 Franken pro Person kosten!Ich hoffe das ich Ihre Frage beantwortet habe! vonRF



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88%
(8 Stimmen)
Heinz Fankhauser sagte June 2012

Die Groupe Mutuel sucht schon heute Pflegefachfrauen für den Bereich Managed Care. Falls das Schweizervolk die Initiative annimmt, sitzen diese guten Geister dann in einem Büro und fehlen an den Spitalbetten. Das Vorhaben der Mutuel zeigt, dass Managed Care ein Riesengeschäft auf dem Buckel hilfloser Patienten für die grossen Versicherungen wird. Darum Schweizervolk überleg der gut, auf was du dich da einlässt.


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