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Mogelpackung «Managed Care»

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Mit Ma­na­ged Care soll die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung bes­ser und günstiger wer­den. Doch diese Vor­lage hält nicht, was sie ver­spricht. Sie ist eine Mo­gel-pa­ckung, die die Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten der Willkür der Kran­ken­kas­sen aus­lie­fert.

Heute sind alle Bewohnerinnen und Bewohner unseres Landes  in der Grundversicherung für die gleichen medizinischen Leistungen versichert. Sie bezahlen dafür Prämien an die Krankenkasse. Und sie können den Arzt oder die Ärztin frei wählen. Diese freie Arztwahl hat das Volk in einer Abstimmung vor vier Jahren noch einmal deutlich bekräftigt. Die bestehende Regelung der Krankenversicherung weist jedoch grosse Mängel auf: ständig steigende Krankenkassenprämien,​ ungerechte Verteilung der Kosten, übermächtige Krankenkassen und mangelnde Transparenz. Was das Parlament jetzt aber beschlossen hat, macht alles noch viel schlimmer.


Mehr bezahlen für weniger Leistung

Bereits heute gibt es Ärztenetzwerke und die sogenannte integrierte Versorgung auf freiwilliger Basis. Neu soll das zum Regelfall werden. Wer sich nicht einem Ärztenetzwerk anschliessen will oder kann, muss neu 15 Prozent der Kosten selber bezahlen – bis zu einem Betrag von 1000 Franken. Zurzeit beträgt der Selbstbehalt noch 10 Prozent bis zu einem Betrag von 700 Franken. Damit soll der Anreiz vergrössert werden, in ein Ärztenetzwerk zu wechseln. Heute gibt es aber in etlichen Kantonen und Regionen gar keine solchen Netzwerke. Hinzu kommt: Wer bisher mit seinem Ärztenetzwerk nicht zufrieden war, konnte dieses ohne Probleme wechseln. Neu kann er oder sie verpflichtet werden, bis zu drei Jahre bei diesem Netzwerk zu bleiben. Wer vorher aussteigen will, zahlt eine saftige Austrittsprämie.


F​reie Arztwahl nur noch für wenige?

Wer bei seinem bisherigen Arzt oder bei seiner bisherigen Ärztin bleiben will, muss also mehr bezahlen. Die freie Arztwahl wird damit zu einem Privileg für diejenigen Versicherten, die es sich leisten können. Nicht besser sieht es für jene aus, die sich einem Netzwerk anschliessen. Sie haben zwar keine höheren –  aber auch keine tieferen! – Kosten zu erwarten, doch verzichten sie auf die freie Arztwahl.


Wahl von Spital, Pflegeheim und Apotheke ist gefährdet

Wird die Vorlage angenommen, werden Netzwerke mit Spitälern, Pflegeheimen und Apotheken Exklusivverträge abschliessen. Damit sind Versicherte nicht mehr frei in ihrer Wahl. Das heisst, dass jemand vielleicht nicht ins Pflegeheim in der vertrauten Umgebung oder bei seinen Angehörigen gehen kann, sondern in eines gehen muss, dass ihm oder ihr vorgeschrieben wird.


Rationierung​ und Zweiklassen­medizin drohen

Die Netzwerke stehen unter Budgetdruck. Neu tragen sie eine Budgetmitverantwortun​g in Bezug auf die Versicherten. Bei der Aufstellung des Budgets wird geschätzt, wie hoch die Kosten sind, die die Versicherten im jeweils folgenden  Jahr verursachen werden. Fallen die tatsächlichen Kosten tiefer aus, entsteht  ein Gewinn, den sich das Netzwerk und die Krankenkasse teilen. Entsteht andererseits ein Verlust, so wird auch das Netzwerk zur Kasse gebeten. Das setzt falsche Anreize. Statt der besten Behandlung erhält der Patient oder die Patientin einfach die billigste. Es drohen Rationierung und Zweiklassenmedizin. 


Chronischkranke benachteiligt

Besond​ers vertrackt ist die Situation für chronisch kranke Menschen. In der Regel lassen sie sich über Jahre bei Ärztinnen und ­Ärzten ihres Vertrauens behandeln. Sind diese nicht Teil eines Netzwerkes, bleibt den Versicherten bei Annahme des Gesetzes nur eine schlechte Wahl: Entweder sie ­zahlen künftig ­höhere Krankenkassenprämien,​ weil sie weiterhin zu ihren bisherigen Vertrauensärztinnen und -ärzten gehen wollen, oder sie müssen in ein anderes Netzwerk wechseln. Und damit zu neuen, ihnen un­bekannten Ärztinnen und Ärzten.


Willkür der Krankenkassen

Diese Vorlage nützt vor allem den Krankenkassen. Ihre Macht wird weiter ausgebaut. Wo und unter welchen Bedingungen Netzwerke entstehen, soll in der Hand der Krankenkassen liegen. Sie sollen alleine entscheiden können, mit welchen Ärztenetzwerken sie Verträge abschliessen. Damit diktieren die Kassen die Preise und wenn ein Netzwerk zu teuer ist, weil es beispielsweise überdurchschnittlich viele schwer kranke Menschen behandelt, wird es von den Krankenkassen nicht unter Vertrag genommen. Neben der SP Schweiz lehnen auch die Personalverbände des Gesundheitswesens die Vorlage­ ab. Dabei ist niemand gegen ­Managed Care an sich. Das Nein richtet sich gegen diese Vorlage, die die Macht der Krankenkassen ausbaut, die freie Arztwahl einschränkt und die freie Wahl von Spital und Pflegeheim abschafft. Wir setzen uns ein für ein qualitativ hochstehendes und bezahlbares Gesundheitswesen – aber für alle und nicht nur für wenige.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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94%
(17 Stimmen)
Nathalie Bänziger sagte June 2012

Managed Care? Nein danke. Ich bin selber im Gesundheitswesen tätig und sehe in Managed Care keine wirklichen Vorteile für die Patienten.Es wird gespart auf Kosten der Patienten.Sicher wird es Mehreinnahmen für die Wirtschaft geben.(Versicherungen​)
Nur nützt das dem Patienten?Ich glaube kaum.Deshalb ein klares: Nein!



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96%
(25 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte June 2012

Die neuste SRG-Umfrage vom 25.Mai - 2.Juni zeigt eine klare Ablehnung mit 67% Nein und 33% Ja. Wir liegen also bei Vimentis nicht weit daneben. Die bereits in der ersten Befragung festgestellte Skepsis gegenüber Managed Care hat sich weiter verstärkt und die sich abzeichnende Niederlage ist in diesem Mass für eine von Bundesrat und Parlament unterstützte Vorlage äusserst selten.


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89%
(27 Stimmen)
Heinz Fankhauser sagte June 2012

In der heutigen Zeitung steht ein Inserat der Groupe Mutuel. Diese sucht schon heute Pflegefachfrauen für den Berich Managed Care.
Ist etwa Managed Care das grosse Geschäft der Versicherungen? Abgesehen davon, wie ersetzt man die Pflegefachfrauen, die dann in diesem kostenproduzierendem Verwaltungsmoloch, statt an Spitalbetten arbeiten?
Das Schweizervolk tut gut daran, sich zu überlegen, ob es diesem Unsinn zustimmen will.


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88%
(26 Stimmen)
Beat Sollberger sagte June 2012

Mit der Mogelpackung Managed Care Modell wird die zweitklass Medizin der Grundversicherung zu ungunsten der Patienten weiter ausgebaut! Kosten werden keine gesenkt wie ein Genfer Beispiel zeigt, dass eine Frau innerhalb eines solchem Modell 34mal den Arzt gewechselt hat! Auf dem Land wird das sowieso nicht funktionieren weil der von denn Politiker genannter Runder Tisch, um die Probleme der Patienten zu diskutieren, auch weiterhin fehlen wird.
Die Schweiz hat im europäischen vergleich den höchsten Selbstbehalt und weltweit insgesamt die zweithöchsten Kosten aber qualitativ eines in hinterem Mittelfeld!
Im Sinne der Kostensenkung müssten zweite Meinungen in einem anderen Kanton angeordnet werden um unnötige Operationen zu vermeiden.

Solange Komplementäre – Alternative Lektionen in der medizinischen Ausbildung nicht zum Standart gehören, und die Bereitschaft fehlt, den Volkswille der Komplementärmedizin richtig umzusetzen die ebenso wirksam und billiger sind, werden wir weiter abrutschen.
Die ärztliche Komplementärmedizin stellt leider keine vergütete Leistung in der Grundversicherung dar. Trotz der Annahme des Verfassungsartikels „Ja zur Komplementärmedizin“,​ werden noch Jahre bis zur Gleichstellung der Komplementär- mit der Schulmedizin und der entsprechenden Kostendeckung durch die Grundversicherung vergehen. Die Verantwortung für nicht gedeckte Diagnose-, Therapie- und Behandlungskosten liegt beim Patienten, indem diese Kosten selbst getragen oder mit dem Abschluss einer entsprechenden Zusatzversicherung nur zum teil abgesichert werden.

Diverse Komplementäre – Alternative Behandlungen und Medikamente wie Sie in der Aeskulap Klinik in Brunnen erfolgreich gegen diverse schwere Krankheiten eingesetzt werden, sind immer noch nicht auf der Liste der Swissmedic, die mit Hilfe der Pharma Lobby alles Unternimmt, das nur Ihre Mittel verwendet werden dürfen!

Meine eigene Krankengeschichte beweist, dass ich mit einer Phytotherapie, die ich selber bezahlen muss, meine Krebs Krankheit seit 10. Jahren im Griff habe!
Wird das Managed Care Modell angenommen werde ich zusätzlich bestraft!



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80%
(30 Stimmen)
Ronald Frank sagte June 2012

Katze im Sack kaufen! Nein für Managed Care! RF


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82%
(34 Stimmen)
Ronald Frank sagte June 2012

Qualität ist das Gegenteil von Managed Care! RF


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13%
(46 Stimmen)
Hansueli Schläpfer sagte June 2012

Es ist schade, Frau Fehr, dass Ihnen im Eifer des Abstimmungskampfs die Sachlichkeit und oft auch die Wahrheit abhanden gekommen ist. Sie demonstrieren uns vor wie leicht es ist, einen sorgfältig erarbeiteten Kompromiss schlecht zu machen, besonders im Gesundheitswesen. Und sie wissen auch, wie schwierig es ist, eine andere Lösung zu finden, der die Mehrheit zustimmen kann. SP-Bundesrat Alain Berset wird Sie sonst sicher gerne darüber informieren. Er zeigt auf eindrückliche Art was es heisst, das Gesamtwohl aller Einwohner unseres Landes als oberste Richtschnur des Handelns zu wählen und unterstützt deshalb ohne Wenn und Aber die Managed Care-Vorlage.


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82%
(51 Stimmen)
Thomas Hunziker sagte May 2012

Mogelpackung «Managed Care»

Diese Abstimmung wird deutlich bachabgeschickt werden und zwar so, dass die Befürworter der Vorlage verstummen. Die Befürworter der Vorlage schickten eine 2 Meter hohe Tsunami Welle los. Am 17. Juni werden sie dafür die Quittung bekommen. Die Tsunamiwelle die dann zurück kommt wird dann etwa
30 Meter hoch sein. Das Abstimmungsergebnis wird es dann bestätigen.




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18%
(50 Stimmen)
Michael Fuhrer sagte May 2012

Ich möchte gerne klarstellen, dass es bereits heute in der Grundversicherung die freie Artzwahl nicht mehr gibt. Sie können sich nicht bei jedem x-beliebigen Spezialisten noch von einem Arzt nach ihrem Wunsch operieren lassen. Dieses Argument ist also fadenscheinig.
Schei​nbar haben auch alle Schreiber ein sehr hohes medizinisches Fachwissen, dass Sie eigenständig beurteilen können, ob sie einen Spezialisten benötigen oder ob der allg. Mediziner nicht genauso helfen könnte.
Es werden immer mehr fachspezifische Praxen eröffnet. Haben sie schon einmal gehört, dass ein Arzt Konkurs anmelden musste? Nein! Die Medizin ist kein freier Markt, da der Patient die Angebotene Leistung nicht beurteilen kann. Hat der Arzt nächste Woche noch einen Termin frei, wird er sie zu einer unnötigen Nachbehandlung aufbieten. Sie fühlen sich gut versorgt, irren aber im Glauben, dass sie bei einem guten Artz sind. Jemand muss die Rolle des Kostenmanagers übernehmen und dass kann nur der Hausarzt mit dem nötigen allg. medizinischen Fachwissen sein. Logisch will sich der Spezialarzt dieser Kontrolle entziehen und seinen Gewinn weiterhin maximieren.
Darum tun wir etwas, wenn auch nur im sehr kleinen und nehmen die MC-Initiative an.


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14%
(56 Stimmen)
Eva Kaiser sagte May 2012

Ich verstehe: dieser Blog ist für MC-Gegner reserviert. Entschuldigung, dass ich mich da einmische. Aber eins möchte ich noch richtige stellen:
1. Davon, das ich in einem Netzwerk bin, profitieren meine Patienten. Ich persönlich verdiene via Tarmed exakt das selbe, wie wenn ich ausserhalb des Netzes arbeite . Das sind eben "die unabhängigen Aerztenetze", Ihnen ist es aber ganz offensichtlich lieber, wenn die kasseneigenen Netze und Gruppenpraxen weiter existieren dürfen.
2. Gegner der Vorlage wie auch Frau Fehr werden nicht müde zu sagen, dass sie Managed Care gut finden und unterstützen. Es geht ihr um das "unsoziale" in dieser Vorlage. Was sie nicht sagt: wäre der Unterschied des Selbstbehaltes am Ende auf 7,5% und 15% ausgehandelt worden, hätte sie diese Vorlage unterstützt. Aber dann wären dadurch die Prämien zusätzlich gestiegen...
Ich klinke mich aus, da die werten Gegner offenbar lieber unter sich bleiben möchten.


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85%
(48 Stimmen)
Urs Scheiwiller sagte May 2012

Frau Eva Kaiser will uns unterschieben unsere Argumente gegen MC seien nicht richtig, sie arbeite in einem Ärztenetzwerk und habe deshalb die besseren Argumente. Frau Kaiser, sie haben nicht die besseren Argumente, sie profitieren von MC!
Ihre Argumente sind mit der Niederbrüllerei von Frau Fehr im Kassensturz zu vergleichen, jeder der hier eine negative Ansicht zu MC kundtut, dem schreiben Sie sofort er verstehe nichts von der Materie. Solches Sendungsbewusstsein und solche Manipulationsversuche​ zeigen uns den richtigen Weg: Kein MC in der Schweiz!


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84%
(51 Stimmen)
Mûller Urs sagte May 2012

Nein Managed Care

Es ist schon erstaunlich, wie sich auf diesem Blog vehement viele Hausärzte für die Vorlage stark machen. Der Bürger geht langsam ein Licht auf, dass durch die organisierte Planwirtschaft vorallem die Hausärzte Ihre Vorteile sehen. Wobei zu sagen ist, dass zum Beispiel der Hausarztverband Basel Land und Stadt deutlich die Vorlage ablehnen. Ich sehe nicht ein, dass die besser qualifizerten Spezialisten benachteiligt werden sollen. Für die freie Arztwahl müssen wir Patienten noch mehr bezahlen und werden auch noch benachteiligt. Selbst erfahrene Oekonomen wie Prof. Binswanger und Prof. Eichenberger warnen vor der Vorlage, die sogar zum Kostenschub führen kann. Der Budgetzwang in den Netzten verleiten die Aerzte an uns zu sparen um dann noch einen Gewinn zu erhalten. Viele Leute können selber entscheiden. Ich will mein Muttermal einem Hautarzt zeigen und nicht zuerst einem Hausarzt. Die Doppelkonsultationen führen zu mehr Kosten. Studien aus England zeigen eine Kostenschub durch Managed Care durch vermehrte Spitalaufenthalte. Deshalb ein wuchtiges Nein zu Managed Care am 17.6


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83%
(36 Stimmen)
Ronald Frank sagte May 2012

5 Ärzte Haus,Nasen-Ohren-Hals​,Zahn,Psychiater,Auge​n und je 1 Jungarzt der die ersten Fünf Jahre 7000.- Franken verdient und Verschiedene Therapheuten sollen sich zusammentun und eine Infrastruktur teilen!
Mein Vorschlag für eine ware Entlastung von Familien, Kleinverdiener,Arme,I​nvaliede!Keine Krankenkassen mehr die uns bestimmen wollen!Ein teil der ehemaligen Krankenkassen Leute sollen Ärzte und Pharma kontrollieren!Eine Digitale Krankenkasse soll bei AHV,IV zu geführt werden und von weiteren ehemaligen Krankenkassen Leuten überprüft werden!
40% sollen Arbeitgeber zahlen(wegen Stresskrankheiten und chron. Überbelast.)!
30% muss durch Bund zahlen(als Entlastung)!
30% muss der Bürger unter 150'000.- Franken Einkommen zahlen(Pflichtteil höchstens 150.- Franken für Einzelpersonen)od. höchstens 120.-Franken pro Familienmitglied!
Bü​rger die über 150'000.- Franken können nicht profitieren und müssen alles selber zahlen! RF



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13%
(54 Stimmen)
Eva Kaiser sagte May 2012

Ärzte-Gruppenpraxen und -netzwerke senken längerfristig nachweislich die Gesundheitskosten und steigern durch die gute Koordination die Behandlungsqualität. Deshalb ist es gesundheitspolitisch kurzsichtig, wenn die SP von einem «Sozialabbau» spricht, weil der direkte Zugang zu Spezialarzt-Praxen mit einem leicht höheren Jahresselbstbehalt wenigstens ein bisschen erschwert wird. Die Patientenorganisation​en und die Hausärzte, die jahrelang unter der Willkür der Kassen gelitten haben und die ebenfalls jahrelang Zeit hatten, positive Erfahrungen mit der Netzwerkarbeit zu machen, unterstützen diese Vorlage! Es liegt nicht in der Hand der Krankenkassen, mit welchen Ärztenetzen sie Verträge abschliessen. Ärztenetz und Krankenkassen entscheiden gleichberechtigt über einen Vertragsabschluss. Das macht Sinn und bedingt eine Machtumverteilung auf beide Seiten.


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74%
(34 Stimmen)
Rainer Selk sagte May 2012

Herr Schneider, ich höre noch die zaghaften Worte von BR Blocher in Sachen Personenfreizügigkeit​, die er als Mitglied des BR damals unterstützen mussten. Was dabei herauskommt sehen wir auch in der Explosion der Gesundheitskosten. Das hängt doch alles zusammen, nur will das niemand wahr haben oder auch nur benennen.

Menschen, die unsere Verhältnisse nicht kennen, rennen sofort zum Notfall in das UNI Spital, wegen eines Zeckenstichs usw.

Der Kanton Zürich hat für Asylanten, wie man vor einigen Jahren lesen durfte, in einem Jahr mal eben 30 mio. berappt. Und wer bezahlt das alles?

Hier muss viel weiter gedacht werden. Die Gesundheitskosten, der Verkehr, die Übervölkerung müssen alle im Kontext gesehen werden, sonst pflastern wir ewig und immer am Furunkel, aber nicht an der tieferen Krankheit herum mit Pflastern mit Geld zu.

Es brauchr eine Gesamtauslegeordnung,​ denn nicht durch die Krankheitskosten sind in Kürze nicht mehr bezahlbar. Heute wurde in den Nachrichten so nebenbei erwähnt, dass alle geplanten Spitalerneuerungen in den Kantonen voraussehrbar eine zweistellige Milliardensumme benötigt. Wer bezahlt diese Freuden?

Schluss mit Umverteilung wie geführte Gesundheitsbetreuung - managed Care. Wir geben die vielgerühmte Eingenverantwortung verantwortungslos in andere Hände!


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