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Neue Energiestrategien als Chance

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In der Ban­ken­krise wur­den wir ge­zwun­gen, eine neue Finanzmarktstra­tegie​ zu wählen. Der Fi­nanz­platz Schweiz soll nicht dank un­ver­steu­er­tem Geld pro­spe­rie­ren. Nach Tscher­no­byl und Fu­kus­hima for­dern nun auch die Eidgenössischen Räte eine neue Ener­gie­po­li­tik ohne Atom­strom.

 

Meine Feststellung ist, dass die Kantone für die neue Energiepolitik bereit sind. Stellvertretend zitiere ich Alt-Staatsrat Dr. Hans Wyer zum schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie. Unter dem Titel seiner ei­gens publizierten Broschüre „Neue Epoche in der Walliser Energiepolitik“ schreibt er: „… Das enorme Potenzial an erneuerbaren Energien eröffnet unserem Kanton neue wirtschaftliche wie auch gesellschaftliche Perspektiven… Der Entscheid des Bundesrates zum mittelfristigen Ausstieg aus der Kernkraft und dem Ausbau der Wasserkraft ist eine Chance für den Kanton Wallis.“ Und dies stellen auch andere Kantone bezüglich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz fest.

 

Weil sich 85 Prozent der Energieunternehmen im Eigentum der öffent­lichen Hand befinden, müsste es grundsätzlich ein Einfaches sein, die Energiestrategie der Energieunternehmen neu auszurichten. Entspre­chende Ziele müssen nun von der öffentlichen Hand im Rahmen der Eignerstrategie vorgegeben werden.

 

Entschei­​dend wird sein, ob bisherige Verwaltungsräte und Konzernlei­tungs­­mit​glieder in Energieunternehmen in der Lage sind, sich mit einer neuen Strategie anzufreunden. Aufgrund von einzelnen Aussagen be­fürchte ich, dass in gewissen Stromkon­zer­nen und Elektrizitätswerken Energie verschwendet wird, um zu bewei­sen, dass sich ein schrittweiser Ausstieg aus der Atomenergie nicht realisieren lässt.  Solche Kaderleute gehören ersetzt. Es gilt jetzt mit aller Kraft, den Ausstieg aus der Atom­ener­gie umzusetzen.


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