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Notwendige zweite Röhre des Gotthard-Strassentunn​els

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Um die not­wen­dige bau­li­che Sa­nie­rung des Gott­hard-Stras­sen­t​un­nels zu rea­li­sie­ren, bie­ten sich grundsätzlich 2 Va­ri­an­ten an: Eine Sa­nie­rung ohne 2. Röhre be­dingt eine To­tal­sper­rung während

2 ½ Jahren. Eine Teilöffnung während der Sommermonate verlängert die Sperrung um rund 1 Jahr.

 

Die wichtigste flankierende Massnahme wäre die Erstellung einer Kurz-ROLA (Rollende Landstrasse) für den Güterverkehr und ein PW-Verlad durch den Gotthard-Eisenbahnsch​eiteltunnel.

 

Die Variante 2 mit dem Bau eines zweiten Strassentunnels würde die Sanierung zeitlich hinausschieben, hätte demzufolge gewisse Überbrückungsmassnahm​en am bestehenden Tunnel zur Folge und würde insgesamt rund 2.8 Mia. Franken kosten. Die Variante ohne 2. Tunnel kostet zwischen 1.2 und 2 Mia. Franken (Totalsperrung oder Sommer-Unterbruch).

 

Die Investitionen für die ROLA mitsamt der Errichtung von Verladestationen in Uri und Tessin nur für diese doch relativ kurze Zeit wären aber wenig nachhaltig - abgesehen von der Frage, ob die Landeigentümer, welche ihr Land für den Bau der NEAT in Pacht zur Verfügung stellen, bereit wären, dies auch für die Sanierung des Strassentunnels zu tun.

 

Der Bau einer 2. Röhre hätte dagegen bleibenden (Infrastruktur-) Wert, der für unser Land mit den Zentralalpen als permanente Herausforderung für die Verkehrspolitik langfristig gesehen von Nutzen wäre.Die Kriterien der Verkehrssicherheit und der Redundanz kommen dazu. Den Bedenken, damit würde der verfassungsgemässe Alpenschutz aufgeweicht, kann mit der Verankerung der 2. Röhre im referendumsfähigen Strassentransitverkeh​rsgesetz begegnet werden. Verkehrstechnisch ist es ohne weiteres möglich, die beiden Röhren mit nur je einer Fahrtrichtung und bloss einspurig befahren zu lassen. Der Gewinn an Verkehrssicherheit ist damit evident. Die Behauptung, mit einer effizienteren Verkehrsverlagerungsp​olitik wäre die Sanierung ohne grössere Probleme möglich, ist blauäugig. Der Alternativvorschlag eines dritten Eisenbahntunnels als Ersatz ist bereits terminlich unrealistisch.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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71%
(7 Stimmen)
Helmut Barner sagte October 2012

Herr Flury, es gibt genug Volksabstimmungen, die gegen das sind, was Sie da vorschlagen, es steht sogar in der Verfassung! Sie haben wahrscheinlich einen Eid geswchworen auf diese Verfassung. Halten Sie sich dran! Und sonst treten Sie zurück. Parlamenarier, die sich nicht an unsere Verfassung halten und sie ständig zu umgehen versuchen, gibt es leider zuhauf! Zu viele!


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47%
(15 Stimmen)
Daniel Ryder sagte September 2012

Eine Zweite Röhre ist Vernünftig und Zwingend! Sie wird früher oder Später gebaut, deshalb lieber kostengünstiger jetzt als Später. Die Mobilität wächst und wird auch nach dem Verbrauch der Fossilen Brennstoff weiterhin zur Lebensqualität gehören.

Es ist schon eigenartig, auf der einen Seite wollen gewisse Kreisse grenzen öffnen auf Teufel komm raus und auf der anderen Seite wollen sie die Mobilität einschränken. Die Politische Motive und Ideologien Bremsen die Vernunft aus! Zweite Röhre vors Volk und sie wird kommen Punkt.



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62%
(13 Stimmen)
Paulsen Jens sagte August 2012

Da wird offenbar versucht, hintenherum mit irgendwelchen argumentativen Klimmzügen doch noch die zweite Röhre einzuführen. Dass man dann 2 2-spurige Paralltunnels hätte und die nur halb ausnützt, wer soll das glauben.
Und dann beklagen sich die Politiker über die Politikmüdigkeit des Volkes, "weil die in Bern ja doch machen was sie wollen". Bezahlen werden die Zeche wieder einmal die Bewohner der betroffenen Alpentäler, die den Verkehr ertragen müssen, aber die sind ja nicht so zahlreich und lassen sich ganz demokratisch überstimmen.

"Den​ Bedenken, damit würde der verfassungsgemässe Alpenschutz aufgeweicht, kann mit der Verankerung der 2. Röhre im referendumsfähigen Strassentransitverkeh​rsgesetz begegnet werden."
Diese Worthülse besagt, dass das Parlament, wenn es nach dem Willen von Herrn Fluri geht, den Volksbeschluss durch ein Gesetz aufheben oder umgehen soll.

Ja, den Politikern ist der Volkswille heilig, aber nur, wenn er ihnen ins Konzept passt. Schämt Euch!




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62%
(13 Stimmen)
Jürg Walter Meyer sagte August 2012

Zeitpunkt der Eröffnung der zweiten Tunnelröhre

Laut dem zitierten deutschen „Handelsblatt“ vom 28.06.2012 soll die zweite Gotthard-Strassentunn​el-Röhre frühestens 2027(!!!) in Betrieb gehen! Dann erst kann mit der Sanierung der ersten Röhre begonnen werden. Für diese Zeit bleibt der Gotthardtunnel einröhrig. Das dauert sicher bis 2030!!! Kann die Sanierung bis dahin warten, so ist sie nicht dringend und somit kein Argument für eine zweite Röhre.
Link: http://www.handelsbla​tt.com/panorama/aus-a​ller-welt/fruehestens​-2027-zweite-roehre-f​uer-den-gotthard-stra​ssentunnel/6807810.ht​ml


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62%
(13 Stimmen)
Jürg Walter Meyer sagte August 2012

Wehret den Anfängen - Herr Flury,FDP-Nationalrat​ und 2013 seit 20 Jahren Stadtpräsident von Solothurn, ist auf dem Holzweg!
Von einem freisinnigen Politiker erwarte ich, dass er bei einem Problem die bestehenden Grundlagen darlegt und nicht irgendwo ein Schlagwort - "Sanierung" - erhascht und von dem aus seine Gedanken spinnt.
Herr Flury erwähnt nicht, dass wir, das Volk, eine "Alpen-Initiative" angenommen haben, die nur eine Gotthard-Strassentunn​elröhre erlaubt.
Das Sanierungsproblem ist eine vorgeschobene Behauptung. Wir wollen den Strassenverkehr - den Lastwagenverkehr!!! - auf die Schiene verlagern, deshalb bauen wir den Gotthard-Eisenbahnbas​istunnel.

Herr Flury schreibt: "Die Investitionen für die ROLA mitsamt der Errichtung von Verladestationen in Uri und Tessin nur für diese doch relativ kurze Zeit wären aber wenig nachhaltig - abgesehen von der Frage, ob die Landeigentümer, welche ihr Land für den Bau der NEAT in Pacht zur Verfügung stellen, bereit wären, dies auch für die Sanierung des Strassentunnels zu tun."
und ich sage dazu: Spricht so ein Politiker von Format, Herr Flury? Abklären, das wäre Ihre bzw. die Aufgabe der FDP. Ich finde das eine bescheidene Art der Argumentation,irgendw​elche Fragen aufzuwerfen und negativ unterlegt in der Luft hängen zu lassen.


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52%
(21 Stimmen)
rolf sulzer sagte August 2012

die sanierung des gotthard-strassentunn​els ist die gelegenheit, den schwerverkehr für immer auf die schiene zu bekommen und nie mehr davon abzuweichen. eine verladung bei zwei stationen z.b. im raum basel, luzern, chiasso und bellinzona würden genügen. diese zukunftsorientierte lösung würde die kosten einer zweiten tunnelröhre kaum über steigen mit all den umwelt- abgas treibstoff-vorteilen und dem nicht mehr durch abgase und lärm gebeutelten urnerland und ticino.


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37%
(19 Stimmen)
J. Nyffeler sagte August 2012

Sehr geehrter Herr Fluri
dies ist eine späte Erkenntnis.
Da hat wohl unser Moritz Leuenberger geschlafen.


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52%
(29 Stimmen)
karl suter sagte August 2012

Herr Fluri: Was ist eigentlich mit unseren Poiltikern los? Wollen Sie die schöne Innerschweiz und vorallen der Kanton Uri ganz "Zubetonieren", nur um des Geldes willen? Und zusätzlich den globalisierungs Turbos der EU im Kniefall gehorchen? Ich glaube es wäre an der Zeit, dass wir uns Besinnen sollten, wie unsere Vorfahren mit solchen "Vögten" umgegangen sind, um unsere Freiheit zu erhalten!?


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59%
(27 Stimmen)
karl suter sagte August 2012

Herr Fluri: Wwas ist eigentlich mit unseren Poiltikern los? Wollen Ssie die schöne Innerschweiz und vorallen der Kanton Uri ganz "Zubetonieren", nur um des Geldes willen? Und zusätzlich den globalisierungs Turbos der EU im Kniefall gehorchen? Ich glaube es wäre an der Zeit, dass wir uns besinnen sollten, wie unsere Vorfahren mit solchen "Vögten" verfahren sind, um ihre Freiheit zu erhalten!?


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90%
(30 Stimmen)
Roland Steiner sagte August 2012

Wesshalb wird immer von Verladezentren in Uri und im Tessin gesprochen. Die Verladezentren gehören nach Deutschland und Italien. Von mir aus sogar von der Schweiz finanziert. Damit erhält der Chauffeur eine vernünftige Ruhepause die bei richtiger Disposition sogar zum Vorteil der Transportunternehmen genutz werdn kann. Auch könnte man die ganzen Aufwendungen des Zolles weglassen, da die Fracht ja nicht innerhalb der Schweiz anhält. Auch die Abrechnung der LSVA würde wegfallen.

Zusätzl​ich würde ein solches Vorgehen auch noch die anderen Autobahnen entlasten. Stichwort: Staus bei Zürich.


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23%
(30 Stimmen)
Heinz Mahler sagte August 2012

Sehe ich auch so, mit dem Aufheben des unsinningen Nachtfahrverbot von Lastwagen könnte die Infrastruktur viel besser ausgenutzt werden.
Das die Neat nicht funktionieren kann zeigt ja nicht nur die Unfähigen Planer auf welche Tunnels zu wenig hoch bauen liessen, sondern auch der Unwillen Italiens den Anschluss zur Nord-Süd Achse zu realisieren. Wenn die überhaupt Geld haben.
Sogar die SBB sagt dass das Bahnnetz bereits durch den Personenverkehr ausgelastet ist. Die Neat war lediglich ein Projekt für Idealistische Träumer welches zum scheitern verurteilt ist.


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33%
(27 Stimmen)
Ronald Frank sagte August 2012

Bitte nicht Schwarzmalen! Lastwagen sollen in Zukunft nur noch Nachts fahren! Im Y-Verkehr kann jeweils 1/4 (10km einspurig)renoviert werden! Es sollen
20Lose vergeben werden die gleichzeitig je 500m bearbeiten! Der Transport auf Schienen soll Tag und nacht verdoppelt werden für PWs und Lastwagen! Auslagerung der Ausländer-Arbeitsplät​ze in ihre hoch verschuldete Länder, damit Sie bei ihren Familien sein können! Kein Strassen- und Tunnelausbau nötig! vonRF


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