Der neue Asylbericht aus dem Departement Sommaruga tönt auf den ersten Blick durchaus logisch: Asylanten sollen künftig in Lagern des Bundes untergebracht und nicht auf die Kantone verteilt werden, und die Verfahren sollen nur noch einige Tage dauern.
Die scheinbar konsequente Linie wird im Bericht jedoch stark „relativiert“ und erweist sich als taktisches Manöver. Offensichtlich will Bundesrätin Sommaruga – wie seinerzeit ihre gescheiterte Vorgängerin Widmer-Schlumpf – neue Strukturen schaffen, die Asylmisere mit zusätzlichen Steuergeld-Millionen zudecken und „Zeit gewinnen“, statt endlich zu handeln. So ist es ein Widersinn, dass sie die Rechtsmittel für die Asylanten noch ausbauen will. Damit würden die mit durchschnittlich 1400 Tagen viel zu langen Verfahren zusätzlich verlängert, und die Asylindustrie würde weiter „gefördert“.
Frau Sommaruga muss im Rahmen der bestehenden Strukturen unverzüglich handeln: Erstens muss sie das 2006 verschärfte Asylgesetz (Papiervorschrift, Nothilfe, längere Ausschaffungshaft) konsequent durchsetzen. Die Verfahren müssen massiv beschleunigt und die Rechtsmittel eingeschränkt werden; ebenso ist die mit bis zu 4‘000 Franken vergoldete „Rückkehrhilfe“ stark zu reduzieren. Zweitens müssen wegen des Scheiterns von Schengen/Dublin die Kontrollen im südlichen Grenzraum und in den Zügen aus Italien verschärft und nötigenfalls durch Militär unterstützt werden. Und drittens muss Frau Sommaruga den Zustrom von Dienstverweigerern vorab aus Eritrea (rund 1800 im Jahre 2010) endlich mit einem dringlichen Bundesbeschluss stoppen.
Entscheidend ist zudem, dass Asylbewerber, die nicht sofort zurückgeschickt werden können, künftig in den Empfangs- und Verfahrenszentren des Bundes (Chiasso, Kreuzlingen etc.) untergebracht werden, und zwar bis zum definitiven Asylentscheid. Diese Bundeszentren sind nötigenfalls mit Provisorien (Zivilschutzanlagen und dergleichen) vorübergehend zu erweitern. Nur anerkannte Flüchtlinge sind künftig auf Kantone und Gemeinden zu verteilen. Es geht nicht an, dass die Gemeinden die Suppe auslöffeln sollen, die man ihnen mit dem Schlendrian von „oben“ einbrockt.
Ausländer-, Migrationspolitik > Asylwesen, Flüchtlinge, Juni 2011
Rasche Asylverfahren statt neue Strukturen
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Vimentis Publikationen zu diesem Thema
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Kommentare von Lesern zum Artikel
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50%(2 Stimmen) |
Sägesser Barbara sagte Juli 2011 Was wundert mich das, Asylbewerber ziehen später um. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Asylbewerber-ziehen-spaeter-um/story/20865927 Frage mich nach dem "Wie erledigen die Kantone ihre Hausaufgaben" betr. der Unterkünften? Zudem, wenn jemand die Hausaufgaben nicht erledigt, dürfen andere dies ausbaden. Und die "Schuldzuweisung"... Links, Rechts, Mitte? Bringt doch nicht weiter! Wie auch immer, alle sind gefordert und das EJDP war einige Jahrzehnte vor Frau BR Sommaruga nicht in linker Hand. Ob das Asylwesen immer unter dem EJPD angegliedert war und wenn nicht wo und unter wem muss allerdings noch genauer angeschaut werden. Ev. weiss es bereits jemand von Euch. Da dies ja ein Thema ist, welches sicherlich nicht nur mich interessiert gehe ich davon aus, dass ihr Euch auch entsprechend informiert habt. |
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Anton Keller sagte Juli 2011 Welcher Linker stellt seine Billigwohnung dem Sozialamt für die Asylanten zur Verfügung? Bezeichnenderweise wurde ein Haus zur Übertragung ans Sozialamt ausgewählt, welches nicht von Linken und Netten bewohnt wird. Ich hätte gerne Linke gehört, die aus Überzeugung ihre Wohnungen gerne geräumt hätten. |
73%(15 Stimmen) |
Franziska Keller sagte Juli 2011 Schengen: Nicht nur Dänemark - auch Norwegen hat genug: Grenzkontrollen http://www.zuerichnews.com/?p=14429 |
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Bjoern Luescher sagte Juli 2011 :-) Interessante Forenbeiträge... Darf ich erinnern? der Souverän hat die Ausschaffungsinitiative angenommen, also soll sie auch umgesetzt werden!! So unpopulär dies auch ist. Und die SVP soll endlich Hand bieten zu Lösungen, das ist ja der reinste Kindergarten Herr Fehr. Jeden Tag sehe ich Asylanten an den Bahnhöfen..sie langweilen sich, pöbeln, betrinken sich etc. ...JEDEN TAG das gleiche Bild. Und das ist genau das Bild, welche sich bei den Leuten einbrennt. Ich erwarte von den Politikern endlich hartes Durchgreifen und Kompromisse bei der Lösungsfindung, um dem Ausland endlich klarzumachen, das es vorbei ist mit dem Paradies Schweiz, und den Missbrauch unseres Sozialstaates endlich eine Ende gebührt. |
37%(27 Stimmen) |
Karl Müller sagte Juni 2011 Vorschlag: Wenn sich ein Ausländer auf einem Polizeiposten meldet, erhält er sofort eine Aufenthaltsbewilligung und wenn nötig Sozialhilfe. Diese Vorgehen ist einfach, transparent, unbürokratisch und fair! Was sind die Folgen? Alle Asylanten in den umliegenden Staaten machen sich auf den Weg in die Schweiz. In Osteuropa leben viele Menschen in desolaten Lebensbedingungen. Diese folgen den Asylanten sofort nach. Bei den Armen in Afrika, Asien und Amerika wird es ein bischen länger dauern. Die Schlepper werden jedoch sofort reagiern und ihre Kunden mit Karten mit eingezeichneten Polizeiposten versorgen. Innerhalb weniger Wochen werden mehrere Millionen Menschen einwandern. Die Schweiz kollabiert. Das war offensichtlich keine gute Idee! Es bleibt uns nichts anderes übrig als auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Die Asylanten registrieren, ausfragen, versuchen herauszufinden wer verfolgt wird und die übrigen in ihre Heimat zurück zu schicken. |
36%(25 Stimmen) |
Karl Müller sagte Juni 2011 In der Schweiz leben sehr viele Wirtschaftsflüchtlinge. Die meisten EU-Ausländer sind vor den desolaten Verhältnissen in ihrer Heimat in die Schweiz geflohen, also eigentlich Wirtschaftsflüchtlinge. Es ist nicht sinnvoll in der Schweiz Arbeitsplätze für Wirtschaftsflüchtlinge aus der EU zu schaffen! Durch einen Einwanderungsstop würden die Firmen gezwungen die Produktion auszulagern. So finden die Ausländer Arbeitsplätze in ihrer Heimat. Das ist für die Ausländer angenehmer als eine Flucht in die Schweiz. Für Spezialisten die in der Schweiz nicht ausgebildet werden, genügen monatlich 300 neue Aufenthaltsbewilligungen, die versteigert werden. Dazu noch ein Kontingent von Kurzaufenthaltsbewilligungen für Studenten, Künstler und junge Berufsleute ohne Familienanhang. Die EU-Bürger werden nicht bevorzugt. So wird die berechtigte Forderung nach einer Gleichbehandlung aller Ausländer erfüllt. |
39%(23 Stimmen) |
Karl Müller sagte Juni 2011 Etwas am Thema vorbei. Ich weiss. Immer mehr Leute halten sich ein Kindermädchen aus dem Süden. Ohne Aufenthaltsbewilligung. So kommt es günstiger. Und das Personal ist auch weniger aufsässig und ständig verfügbar. Die Sklavenhalter haben ein gutes Gewissen, denn sie geben einem armen Opfer der Globalisierung eine Chance im Norden. Ob die Haussklaven auch so denken? Zur wirtschaftlichen Ausbeutung kommt häufig noch die sexuelle. Viele Frauen werden als reine Sexsklavinen gehalten. Die Opfer können nicht davon laufen, denn die Sklavenhalter bedrohen die Familien in der Heimat. Wenn ein Sklavenhalter auffliegt, kommt er in der Regel ungeschoren davon. Weil die Frauen aus Angst schweigen. Schlepper und Sklavenhalter müssen härter angefasst werden! Wer Ausländer ohne Aufenhaltsbewilligung transportiert, beschäftigt oder beherbergt wird massiv bestraft. Ausländische Täter werden ausgewiesen, für immer. Eingebürgerte Täter werden wieder ausgebürgert und ausgewiesen, für immer. So ist eine Aussage der Opfer nicht nötig, das Fehlen der Aufenthaltsbewilligung der Opfer ist ausreichend. Sklavenhaltung lässt sich nur sehr schwer nachweisen. Das Fehlen des Ausländersausweises ist eindeutig. Zur Erinnerung: Al Capone wurde nicht wegen seiner vielen Morde eingesperrt, sondern wegen Steuerhinterziehung. |
54%(28 Stimmen) |
Paul Emmenegger sagte Juni 2011 Das ist ja nun offensichtlich: ein Hennenkampf zwischen Keller-Sutter und Sommaruga. Auf dem Rücken der Asylbewneber. Frau Keller-Sutter, penibel! Die Kantone (deren "Chefin" KS ist) haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht. |
62%(21 Stimmen) |
Paul Emmenegger sagte Juni 2011 Der Kanton Uri hat ein Problem, weniger als 100 Asylbewerber aufzunehmen. Heute war in der Tagesschau um 6 die Rede von rund 500 schweizweit. Hei, wo ist denn da die Relation zu den Hunderttausenden, die nach Gaddhafis Sturz nach Afrika zurückkehrten? |
45%(38 Stimmen) |
Paul Emmenegger sagte Juni 2011 Herr Fehr, können Sie sich vorstellen, dass unsere U21-Fussballnati mit der SVP-Abgrenzungspolitik ähnlich erfolgreich wäre? |
54%(39 Stimmen) |
Karl Müller sagte Juni 2011 Die meisten Asylanten sind Wirtschaftsflüchtlinge. Eine Familie, ein Clan oder ein Dorf legt Geld zusammen und schickt einen jungen Mann auf die Reise. Wirtschaftlich gesehen ist das eine Investition, die sich rentieren kann oder auch nicht. Der absolute Hauptreffer sind Heiraten mit Schweizern. Wenn sich die Investition lohnt, werden Nachfolgeinvestitionen getätigt, oder etwas konkreter, weitere Wirschaftsasylanten auf den Weg geschickt. Das Asylwesen sollte angepasst werden: Asylanten erhalten grundsätzlich keine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung. Auch nicht durch Heirat. Asylanten werden grundsätzlich nicht eingebürgert. Auch nicht durch Heirat. Alle Asylanten müssen in ihre Heimat zurück kehren sobald dies zumutbar ist. Asylanten haben keinen Anspruch auf Familiennachzug. Asylanten erhalten nur Naturralleistungen. Asylanten erhalten einen besonderen Ausweis für den Bezug von Naturalleistungen. Alle Bezüge werden zentral registriert. So werden Mehrfachbezüge des gleichen Gegenstandes ausgeschlossen. Alle Hilfswerke, die staatliche Gelder erhalten, müssen diesen Ausweis verwenden. Die Asylanten werden in Zentren untergebracht. In Afrika, Amerika und Asien werden Asylzentren errichtet. Die Asylanten bei denen eine Ablehnung des Gesuchs wahrscheinlich ist, werden sofort nach dem Stellen des Antrags in diese Zentren geflogen. Die Befragung erfolgt via Videokonferenz. Beim Schlüssel für die Verteilung der Asylanten auf die Gemeinden werden die ersten 1000 Einwohner nicht berücksichtigt. So werden die kleinen Gemeinden und ländlichen Kantone entlastet. |
53%(30 Stimmen) |
Paul Emmenegger sagte Juni 2011 Herr Fehr, wussten Sie, dass 4 von 5 Flüchtlingen in Entwicklungsländern leben? Gibt Ihnen das nicht zu denken? |
91%(35 Stimmen) |
Franziska Keller sagte Juni 2011 Herr Ryter, ich möchte mich Ihrem Kommentar anschliessen: Ich bin offensichtlich nicht die Einzige, die sich negativ zu Herrn BDP-H. Müllers Hohelied der Mitte und Hasstirade gegen die SVP geäussert hat - und dann einfach gelöscht worden ist. Diese Art und Weise mit missliebigen Kommentaren der potentiellen Wähler umzugehen passt gut zur Entstehungsgeschichte der BDP, die genaugenommen illegal im BR vertreten ist. Herr H. Müller, BDP, disqualifiziert sich selbst mitsamt seiner Partei durch seinen unsäglichen Artikel hier auf Vimentis, sowie durch seine Art mit Kritik umzugehen. Fazit: Es ist schon so wie's immer schon ausgesehen hat - die BDP ist als ernstzunehmende Partei unbrauchbar, d.h. nicht wählbar. |
97%(37 Stimmen) |
Daniel Ryder sagte Juni 2011 Sehr geehrter Herr Fehr dass sie sich aktiv an ihrem Blog beteiligen finde ich toll, Danke! Im Gegensatz steht da Peter H. Müller BDP, der in seinem Bürger Blog "Die Mitte bringt's!" Kommentare löscht, die ihm nicht genehm sind! Ist übrigens nicht das erst mal, dass er seine Blog sogar ganz löscht weil ihm keine Positiven Kommentare zugetragen werden! Ja, die BDP steht durch und durch im Zeichen von E. Widmer-Schlumpf! |
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Hans Fehr sagte Juni 2011 Kurzantwort an Frau Sägesser 1. Die Zahl der eritreischen Asylgesuche ist erst 2007 (aufgrund eines m.E. falschen Grundsatzentscheides der Asylrekurskommisssion) markant angestiegen. Blocher hat dann rasch gehandelt, wurde dann aber abgewählt. 2. Frau Widmer-Schlumpf hätte dieses explodierende Problem sofort, nämlich im Frühjahr 2008, anpacken müssen. Wir haben sie schon damals wiederholt dazu aufgerufen. Leider ohne Resultat. |
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