Gesundheitswesen, Juli 2010

Selbstbedienungsladen​ für Sozialschmarozer

Blog von Adrian Michel
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Medizinisch gibt es so etwas wie ein Schleudertrauma nicht wirk­lich. Trotz­dem haben Ju­ris­ten 1991 so eine Krank­heit er­fun­den - und zie­hen diese Pra­xis bis­her durch. Die Dia­gnose „Schleudertrauma“ hat seit die­sem ka­ta­stro­pha­len Fehl­ent­scheid eine be­mer­kens­werte Kar­riere ge­macht. Heute gibt es 25‘000 Fälle pro Jahr. Ent­stan­den ist eine re­gel­rechte Industrie aus Anwälten, Gut­ach­tern, Ärzten und Reha-Kliniken die vom Geschäft mit einem geschätzten Jah­res­um­satz von 1 Mil­li­arde ganz gut le­ben. Nicht überraschend gibt es mitt­ler­weile auch einen Schleudertraumaverban​d der erst noch vom Bund Geld erhält!

 

Seit dem juristischen Persilschein ist das Schleudertrauma zum Volksport der Sozialschmarozer verkommen. Es ist völlig unklar, wieso in der Schweiz jede dritte noch so leichte Heckkollision ein Schleudertrauma verursachen soll – in unseren Nachbarländern aber nicht. Es ist nicht erklärbar, wieso im Schnitt jeder „Fall“ mehr als das Doppelte bis 23-fache kostet als in Europa. Unverständlich, wieso man in der Schweiz mit einem medizinisch nicht nachweisbaren Leiden sich eine lebenslangen IV-Rente erschleichen kann!

 

Offenbar tendiert nun ein Richter am Versicherungsgericht für eine Praxisänderung, sodass Versicherungsleistung​en auf maximal 1 Jahr begrenzt werden. Ein erster Schritt. Winkelried Ulrich Meyer sollte unsere Unterstützung erfahren!


   

Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(3 Stimmen)
Arnaldo Urbanetti sagte November 2010

Hallo Herr Michel

lesen Sie mal folgendes Buch "Allein gegen Goliath - Wie mein rundumversichertes Leben zum Albtraum wurde" oder besuchen Sie mal den Link
www.schutzohnegrenz​en.ch.

Solange solche Praktiken möglich sind, Opfer im Stich gelassen und rücksichtlos fertig gemacht werden, statt ihnen zu helfen schäme ich mich für unsere Gesellschaft.

Da sollten Sie aktiv werden, damit Leistungsverweigerung​ einfach nicht mehr möglich ist, denn dies ist Betrug des Stärkeren.



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100%
(3 Stimmen)
Arnaldo Urbanetti sagte November 2010

Hallo Herr Michel

lesen Sie mal folgendes Buch "Allein gegen Goliath - Wie mein rundumversichertes Leben zum Albtraum wurde" oder besuchen Sie mal den Link
www.schutzohnegrenz​en.ch.

Solange solche Praktiken möglich sind, Opfer im Stich gelassen und rücksichtlos fertig gemacht werden, statt ihnen zu helfen schäme ich mich für unsere Gesellschaft.

Da sollten Sie aktiv werden, damit Leistungsverweigerung​ einfach nicht mehr möglich ist, denn dies ist Betrug des Stärkeren.



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100%
(8 Stimmen)
Arnaldo Urbanetti sagte Oktober 2010

Hallo Herr Michel

Dieser Artikel ist nun vollkommen daneben!
Ich bin zwar auch überzeugt, dass es Sozialmissbrauch und Schmarotzertum gibt und dass es auch bei uns Menschen gibt die sich benachteiligt fühlen und sich am "Staat" oder der Allgemeinheit schadlos halten wollen. Die Frage ist nur wie gross der Schaden durch diesen Missbrauch wirklich ist!
Ich glaube auch, dass sehr viele Ärzte als Gutmenschen, zu schnell und Verantwortungslos eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen.

Dies alles ist schlussendlich eine Charaktersache und um dies einzudämmen, müssen wir wieder zu einer Wertegesellschaft zurückfinden, welche die Charakteren positiv formt!

Es gibt aber sehr wohl die medizinische Diagnose Schleudertrauma und sie kann heute mittels MRI nach dem Ereignis belegt werden.

Schleudertraumas entstehen durch plötzliche Krafteinwirkungen und sind deshalb Unfälle. In den meisten Fällen ist ein Schadenverursacher vorhanden und dieser ist obligatorisch versichert.

Somit ist für mich überhaupt fraglich, weshalb irgendwann in diesem Kontest die IV überhaupt zum Tragen kommt?

Ein Schadensverursacher hat für den vollen Schaden inklusive den Karriere- und Ernährerschaden, Umschulungen, Lohnausfälle und allfällige Spätfolgen usw. aufzukommen und es darf nicht sein, dass die Allgemeinheit dann die Schadenskosten auch nur Ansatzweise mitragen muss!

Ich denke aber genau dies passiert, die Versicherer können sich darauf verlassen, dass die IV Rente von der IV ausgerichtet wird und diese keine Möglichkeit hat diese vom Verursacher (bzw. von dessen Versicherer) zurück zu fordern oder es einfach nicht tut!

Vermutlich gilt dass gleiche für die Berufliche Unfallversicherer und die Pensionskassen. Die Allgemeinheit trägt also einen Teil des Risiko / Schadens.

Wieso übt die IV Ihre Regress Rechte nicht aus?
Wie gross ist die jährliche Summe welche IV, PK und Berufliche Unfallversicherer von den Schadensverursacher durch Regress einnehmen?

Diese Politik ist keine Wertepolitik. Wenn Bürger eine versicherte Leistungbeeinträchtig​ung haben, besteht ein Anspruch auf den Ausgleich!

Als Politiker sollten Sie sich ein mal um obige Frage kümmern, statt dauernd auf die Leistungsbezüger zu zielen und ihnen die bescheidenen Leistungen kürzen zu wollen.

Auch Ihr Vergleich zum Ausland ist insofern irreführend, da die Information über die Rechte und die Besorgnis über möglichen Spätfolgen und den eventuellen Verlust der Versicherungsschutzes​ nirgends so ausgeprägt vorhanden sind, wie in der Schweiz.
Wir sind für alles Versichert aber wir wissen auch, sehr gut, dass die Privaten Versicherungen alles unternehemen werden um Leistungen zu verweigern oder zu kürzen.

Auch ist es so, dass in vielen Länder ein Schleudertrauma nicht wirklich erfasst wird. Ein kleinerer Bums wird oft gar nicht protokolliert und unter der Hand geregelt. Dies passiert auch bei Jungen Leuten in der Schweiz, die unsicher sind und sich auch irgendwie mitschuldig fühlen und keinen Ärger möchten.

Auftreten​des Kopfweh und Nackenschmerzen danach werden als Migräne und Verspannung betrachtet die dann vorbeigehen usw...

Ich kenne Personen mit Schleudertraumas, die damit Leben gelernt haben. Sie gehe einer vollen oder Teilzeit Arbeit nach weil deren Kopf es nicht zulässt IV-Renten zu beziehen! Diese Leute sind heute die benachteiligten, weil im Leistungsvermögen eingeschränkt und den Verdienstausfall nicht ausgeglichen wird und im Nachgang als Spätfolge die Leistungeinschränkung​ nicht durch Versicherungsleistung​en entschädigt wird.

Es sind meistens auch solche Menschen, die auch mit Fieber und Kopfweh zur Arbeit gehen, weil Sie in den hohen Stellenwert der Selbstversorgung erkennen.

Propaganda und Stimmungsmache gegen Leistungsbezüger ist der falsche Weg.

Echte Missbräuche müssen erkannt, belegt und anschliessend behoben werden, aber auf allen Ebenen!
Auch der Grundsatz Wiedereingliederung statt Rente muss vermehrt gelebt werden und notfalls müssen auch geschützte Arbeitsplätze und Case Management d.h. persönliche aktive Betreuung durch spezialisierte Fachkräfte aus Wirtschaft (keine Gutmenschen) gefördert und ausgebaut werden! Dann wird sich der Schmarotzer sehr schnell offenbaren.


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98%
(54 Stimmen)
Zoltán János Bokányi sagte Juli 2010

Schleudertrauma wird doch durch einen Autounfall verursacht. Ich verstehe es darum nicht, warum die I.V. haftbar gemacht wird und nicht die Haftpflicht Versicherung des fehlbaren Autofahrers. Die Prämien für die Haftpflicht des Verursachers sollten erhöht werden. Dadurch würde in der Zukunft der Abstand zwischen den Autos bestimmt grösser. Es würde weniger Auffahrtsunfälle geben und die I.V. wäre wenigstens zum Teil entlastet.


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68%
(44 Stimmen)
Georg Stamm sagte Juli 2010

Es ist in der Tat befremdlich wie sehr die Diagnose Schleudertrauma zugenommen hat. Befremdlich, weil die Autosicherheit grosse Fortschritte gemacht hat auch bei den Kopfstützen. Oft findet man bei SchlTr mit bildgebenden Verfahren überhaupt nichts, keinen abnormen Befund. Die "Diagnose" beruht dann auf der Glaubwürdigkeit der Symptomschilderung des Schleudertraumatisier​ten. So eine Ausgangslage birgt selbstverständlich die Gefahr von Missbrauch. Gelegentlich kommen Leute daher, die 10 Jahre nach einem Unfall plötzlich ein SchlTr haben wollen und während der ganzen 10 Jahre vorher nie von Symptomen sprachen. Da scheint jeder Kommentar überflüssig.


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78%
(40 Stimmen)
Anton Keller sagte Juli 2010

Ein einzelnes Schleudertrauma kostet dem Gemeinwesen oft mehrere Millionen. Daher ist eine Bagetellisierung nicht angebracht.

Ob der Steuerbetrug schlimmer als der Sozialbetrug ist stellt sich nicht. Die Bevölkerung eines Landes hat sich an die geltenden Gesetze zu halten, Betrüger sind immer zu bestafen. Darf man denn Steuerbetrug begehen, da man glaubt, dass Sozialbetrug stattfindet?

Einem​ Teil der Patienten kann das Schleudertrauma technisch nachgewiesen werden. Das heisst nicht, dass alle andere Simulanten sind. Jedoch sollten diese genauer begleitet werden. Des weiteren kann mit Schmerzmedikamenten oft einem Teilzeiterwerb nachgegangen werden.

Was jedoch nicht sein kann, dass die Schleudertrauma-IV-Be​züger sich signifikant statistsich bezüglich Herkunftsland unterscheiden. Dies ist ein starkes Indiz, dass betrogen wird.


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13%
(39 Stimmen)
Beat Haueter sagte Juli 2010

Hallo Herr Michel! Lernen Sie einfach mal zuerst geradeaus zu PINKELN, bevor Sie sich so BESSERWISSERISCHER geben! Einfach nur NACHPLAPPERN ist einfach! Es würde mich interessieren WAS EIGENTLICH ihre EIGEN Meinung ist! Aber im Strom der sogenannten BÜRGERLICHEN zu schwimmen ist eben einfacher! Die wirklichen Probleme werden ja von der JFDP-Die Liberalen und der FDP-Die Liberalen nur auf die lange Bank geschoben und mit Scheinthemen lenken SIE AB!


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73%
(37 Stimmen)
Dominik S. Gaberell sagte Juli 2010

Sehr geehrter Herr Michel
Sind Sie ausgebildeter Mediziner? Wieso ich Sie dies frage? Ganz einfach, weil es medizinisch gesehen ein Schleudertrauma gibt; nämlich dann wenn durch einen Aufprall die 2 obersten Wirbel (Axis und Atlas) nicht mehr richtig aufeinander liegen. Weiter ist bei einem Schleudertrauma die Verzapfung von Atlas mit der Schädeldecke nicht mehr korrekt, dadurch entsteht im obersten Bereich der Wirbelsäule eine Verengung. Diese wiederum erzeugt Druck auf die meisten Hauptnerven was dann die nicht identivizierbaren Schmerzen und Schwindel hervorruft. Diese Verdrehungen können Therapeutisch bei einem Atlasologen oder Chiropraktiker wieder in den norm Zustand gebracht werden, die Schmerzen bleiben leider noch lange vorhanden.

Also bitte informieren Sie sich ganz genau bevor Sie etwas als Tatsache schreiben. Freundliche Grüsse


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73%
(51 Stimmen)
Ernst Uhlmann sagte Juli 2010

Bin mit Dir sehr einverstanden. Solange es Private und Firmen gibt, die Millionenbeträge an Steuern hinterziehen, wird es zum Verhältnisblödsinn, auf den "Scheininvaliden" herumzuhacken, obwohl auch ich den Missbrauch gar nicht gut heisse. Es ist die allgemeine Unehrlichkeit und Gier, die solchen Missbrauch fördert.


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73%
(45 Stimmen)
Markus Breisinger sagte Juli 2010

Sehr geehrter Herr Michel

Ich wünsche Ihnen, dass Sie nie im Leben unter einem Schleudertrauma leiden müssen.

Im Übrigen ist nicht jeder mit Schleudertrauma ein Sozialschmarotzer (kann man auch mit "tz" schreiben). Auch nicht jeder der eine lebenslange IV-Rente erhält, gehört dazu.

Ich finde richtig, dass man Ihren Fragen auf den Grund geht. Sicher muss da noch nach den Ursachen forschen. An Ihrer verallgemeinernden Wortwahl sollten Sie aber auch noch arbeiten.


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63%
(38 Stimmen)
Marianne Erni - Stiner sagte Juli 2010

Schleudertraumen sind nicht harmlos, der Stoss, den der Körper trifft, kann sehr wichtige Zentren schädigen, den ganzen Rücken und Kopf. Spätfolgen und jahrelanges Leiden resultieren dadurch. Eine Freundin von mir ist betroffen, sucht seit Jahren nach nach Heilung, bis jetzt vergebens. Ich finde, dass wir, die nicht betroffen sind, uns nicht vorstellen können, was es heisst, "behindert" zu sein, sollten da nicht an Hypochonder denken. Ja, wie die Regierung mit unserem Geld Banken sanieren, bei uns den Bärenpark, das Kleemuseum etc... DA müssten wir uns auflehnen


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71%
(56 Stimmen)
Marie Baumann sagte Juli 2010

Der Autor des obigen Artikels soll nicht ungeprüft alles glauben und als «Fakten» nachplappern, was Alex Baur in der Weltwoche schreibt. Zu den «Fakten» hat Alex Baur nämlich ein eher «ungezwungenes Verhältnis»:

http://ivinfo.wordpress.com/2010/06/05/plundernauslandersozialwerke/

http://ivinfo.wordpress.com/2010/07/05/diffuse-wahrnehmungsstorungen-bei-der-weltwoche/

Und ausserdem: Schleudertrauma ist objetivierbar:
http://ivinfo.wordpress.com/2010/06/18/schleudertrauma-ist-objektivierbar/

Und nichtobjektivierbare Leiden führen in der Schweiz nicht zu einer IV-Rente:
http://www.admin.ch/ch/d/sr/830_1/a7.html

Zuerst mal recherchieren, bevor man einfach irgendwo abschreibt!


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38%
(8 Stimmen)
David Herzog sagte Juli 2010

Eine interessante Kritik dazu: http://ivinfo.wordpress.com/2010/07/06/schleudertrauma-kultur/


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80%
(59 Stimmen)
Hans Meier sagte Juli 2010

Ein Schleudertrauma lässt sich übrigens mit einem MRI nachweisen.
Das dies zur Invalidität führt ist anscheinend eine CH-Erfindung.
Wahrsc​heinlich sitzen zu viele Juristen im Parlament, die sich so Ihre eigene Arbeit beschaffen.




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78%
(36 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte Juli 2010

http://www.schweizerfamilie.ch/schoener-leben/armen-werden-aermer-reichen-reicher-40801

Auch wenn ich Missbrauch nicht gutheisse, und dies entsprechend auch angeschaut werde muss, so ist für das Land der Steuerbetrug ein grösserer Schaden..., tja, kann dem gesamten Text aus der Schweizerfamilie (Link) bloss zustimmen: Geht die Schere weiter auf, schadet es allen. Also mal ein umdenken und globales Handeln, wo auch immer nötig anstelle von Geld(vermehrung), Macht(erhalt), Ausbeutung etc weiterhin zu fröhnen.


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