Robert Nef, Stiftungsrat des Liberalen Instituts schreibt in der FuW, 10.10.12, dass ein Schuldenschnitt nur erfolgsversprechend sei, wenn im betreffende Staat, konkret Griechenland, das politische Missmanagement saniert werden kann. Nef glaubt, dass ein Konkurs ohne Ausschluss aus dem Euro und der EU möglich, sogar besser sei, als die Bereitstellung immer teurerer Schutzschirme. Die Gläubigerbanken würden zwar grosse Verluste erleiden. Solche Risiken gehören zum Bankgeschäft. Sollte ein Staatskonkurs eine gesamteuropäische Krise auslösen, könnte der betreffenden Bank ein Ueberbrückungsdarlehen gewährt werde. Die Schweiz habe mit der UBS keine schlechten Erfahrungen gemacht. Dass Banken aus einer Krise herausfinden sei wahrscheinlicher, als dass sich ökonomisch vergiftete Staaten mit immer neuen Darlehen finanzieren würden. Ferner schreibt Nef, Der Konkurs Griechenlands sei nicht das Ende der EU, sondern der Anfang eines Lernprozesses, der wieder zu mehr Eigenverantwortung führen könne. Sollten durch einen Staatskonkurs ganze Bevölkerungsgruppen in existenzielle Not geraten, seien die Gelder, die jetzt in Schutzschirme gepumpt würden, in gezielten befristeten Hilfsprogrammen besser eingesetzt. Fazit: Staatsfinanzen sind durch politisch motivierte Darlehen nicht sanierbar.
Wie gesagt, ein interessanter Denkanstoss. Die EU hat bereits früh angefangen, Staatsverschuldungen im Euro-Raum zu fördern. Paradoxerweise war Deutschlands damaliger Kanzler, Gerhard Schröder SPD, der Auslöser. Im Jahr 2002 hat er, um gewählt zu werden, den Deutschen zuviel versprochen. Dies hatte zur Folge, dass er die Maastrichtervorgaben überschreiten musste. Frankreich hat das gefallen, denn sie wollten dem Volk ebenfalls den Speck durch den Mund ziehen. So folgte ein EU-Mitglied dem anderen...
Die EU-Kriegsmaterial-Lieferanten haben die griechische Armee über ihre Verhältnisse aufgerüstet (u.A. Leopard-Panzer). Dies unter der sozialistischen Pasok-Führung. Zu allem Ueberfluss hat man den Griechen die Durchführung der Olymischen Spiele anvertraut. Es gäbe noch Vieles aufzuzählen.
Leute wie Komponis u. Politiker Mikis Theodorakis und Schnulzensängerin u. ehemalige Kulturministerin Melina Mercouri taugen nicht für die Politik.


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