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Vorsorge: Vorteile des Kapitalbezugs gegenüber einer Rente

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Ein Ka­pi­tal­be­zug hat gegenüber einer Rente fol­gende Vor­tei­le: 1. Ich kann das Leben in den frühen Rent­ner­jah­ren aus­ge­ben und mich später vom Staat unterstützen las­sen. 2. Falls ich früh ster­be, haben meine Nach­kom­men auch noch etwas vom nicht aus­ge­ge­be­nen Ka­pi­tal. 3. Ich kann das Ka­pi­tal ri­si­ko­reich an­le­gen; falls es schief­geht, unterstützt mich der Staat. 4. Ka­pi­tal kann ich bes­ser vor dem Fis­kus ver­ste­cken als eine Ren­te. 5. Viel­leicht würde meine Rente in Zu­kunft auf­grund der Schief­lage der Pen­si­ons­kasse doch noch gekürzt.

Wundern Sie sich aufgrund dieser Vorteile noch, warum viele Rentnerinnen und Rentner sich lieber das Kapital auszahlen lassen?


Kommentare von Lesern zum Artikel

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August Sommerhalder sagte October 2012

Sehr geehrter Herr Schneider! Alle Ihre Argumente enthalten eine fadenscheinige Wahrheit. Wirklich informativ wäre es, wenn Sie die Höhe der zu erwartenden Staatlichen Unterstützungen anführen könnten. Nachdem die AHV-Renten schon sehr bescheiden sind, kann ich mir keine nennesnwerte zusätzliche Hilfe vorstellen. Sie wissen es wohl besser - teilen Sie es doch bitte mit. Danke + Grüsse!


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Ronald Frank sagte June 2012

Zuerst müssen wir mehr bezahlen, dann wird die Leistung um 50% gekürzt! RF


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Rainer Selk sagte May 2012

Grüezi, Herr Schneider, alle Szenarien sind in der einen oder anderen Tiefe denkbar.

Der anteilige PK Kapitalvorbezug ist n. m. W. nur für bestimmte Zwecke zugelassen. Er ist aber in Zeiten wie diesen mit m. E. erheblichen Risiken verbunden. Leider wird das verbreitet zugelassen. Hier müssen die Reglemente der PK resriktiver werden. Soweit ich gehörte habe, ist der Bundesrat daran, diese Sache anzugehen.

Ich hätte es damals bei Einführung des BVG für sinnvoller erachtet, wenn jenes im Sinne der 3. Säule geordnet worden wäre, d.h. die Sparer müssen auf ein persönliches Sperrkonto einen gewissen % Satz vom Lohn einbezahlen, wer mehr will, dürfte das tun, aber nach oben gedeckelt und die Arbeitsgeber zahlen ihren Anteil auf diese Konten ein.

Knackpunkt wäre die suaber formulierte staatliche restriktive Regelung gewesen, damit nicht Verhältnisse wie in England entstehen.

Heute haben wir z. B. aufgeblasene PK Organisationen, die nur kosten. Eine Zusmamenlegung der AHV mit der 2. Säule ist andenkbar, würde ich aber derzeit nicht wünschen, denn ich befürchte eine Nivellierung nach unten und Ausrichtung von Leistungen an jene in einer Höhe, für die jene nie eine Leistung erbrachten. Das besteht heute bei der AHV und ist ausserordentlich sozial, stösst aber auch an Grenzen.

Was die staatlichen Leistungen bei Altersarmut betrifft, liegen die Dinge nicht ganz so einfach, denn der Staat kann auch die werten Nachkommen belangen. Also, das Ganze ist, ob man es will oder nicht, mit erheblichen Tücken versehen.

Wer sein PK Geld ausbezahlen lässt, weil er/sie die Altersgrenze erreicht hat, kann das natürlich mit einem Male versteuern, fährt damit über die Jahre gesehen steuerlich günstiger. Allerdings sind dann die Anlagerisiken problematisch, denn der Zins (analog Umrechnungssatz) auf das Kapital ist heute kaum erreichbar.

Es ist m. E. auch nicht in Ordnung, dass der Ehepartner (hier heute vor allem die Ehefrau) bei etwa gleichem Alter des Mannes bei dessen Ableben nur 60% der Rente bekommt. Da machen einige PK dann sog. Kapitalgewinne. Das müsste man abstufen. Gerade dieser Punkt wird bei Kauf von Immobilien zu wenig bedacht.

Ich gebe Ihnen aber in der Tendenz Ihrer Aussage recht: das ganze System der rundum Zockerei ist auf die Länge schlicht nicht haltbar.


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