Die interne Beurteilung der Universität Zürich, der akademische Bericht von Institutleiter Flurin Condrau und die externe Expertise kommen alle zum selben Schluss: Die Arbeitsleistung von Mörgeli war mangelhaft und die Sammlung, für die Mörgeli verantwortlich war, ist in desaströsen Zustand. Der Steuerzahler fragt sich, wesbalb die Verantwortlichen der Uni Zürich Christoph Mörgeli derart lange gewähren liessen.
Die Fakten
Die ausserordentliche Leistungsbeurteilung der Universität Zürich, der akademische Bericht von Mörgelis Vorgesetzten Condrau sowie der Bericht einer externen Expertenkommission kommen alle zum gleichen verheerenden Ergebnis über Chritoph Mörgelis Arbeitsleistung. Unter anderem seien menschliche Knochen Staub und Ungeziefer ausgesetzt, an menschlichen Präparaten seien bereits Schäden sichtbar und zwei Wasserleichen würden in den Kellerräumen unsachgemäss aufbewahrt. Weiter hatte die Expertenkommission festgestellt, dass die Inhalte in der Ausstellung in Mörgelis Museum teilweise veraltet, ja gar wissenschaftlich falsch waren. Weiter hat Mörgeli äusserst wenige Vorlesungen gehalten und seine (teilweise von der pharmaindustrie gesponserten Publikationen) genügten nicht wissenschaftlichen Standards.
Vor den Medien hatte Mörgeli zudem behauptet er hätte mit dem früheren Bildungsdirektor Ernst Buschor einen Deal gehabt, der es ihm ermöglichte die Wochenarbeitszeit von 32 Stunden zugunsten der Politik zu unterschreiten. Buschor bestreitet aber dass es einen solchen Deal gegeben habe. Mit dieser Aussage bestätigt Mörgeli aber indirekt, dass er seine Arbeit zugunsten der Politik vernachlässigt hatte.
Auch die Fachkollegen gehen auf Distanz. Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften (SGGMN) hat Mörgeli zum Austritt aufgefordert. Der Grund: Mörgeli hatte behauptet, bei der Ablehnung eines Manuskripts für die Fachzeitschrift "Gesnerus" hätten politische Überlegungen eine Rolle gespielt.
Nach der Veröffentlichung des akademischen Berichts im Tagesanzeiger hatte Mörgeli seinem Arbeitgeber öffentlich Mobbing vorgeworfen (ohne hierfür Beweise liefern zu können). Eine derartige öffentliche Verleumdung konnte die Universität Zürich nicht hinnehmen. Die Freistellung blieb die einzige Lösung.
Die Veröffentlichung des akademischen Berichts
Aber auch auf Seiten der Uni Zürich gab es Pannen. So darf es nicht passieren, dass ein akademischer Bericht, der Angaben zur Arbeitsleistung eines Mitarbeitders enthält, an die Medien gelangt. Auf diese Panne hat die Uni Zürich dann allerdings sofort reagiert und Strafanzeige erstattet. Auch hat sich herausgestellt, dass Christoph Mörgeli entgegen seinen ersten Äusserungen in den Medien seit rund 10 Monaten über das interne Verfahren gegen ihn wusste und in mehreren Mitarbeitergesprächen darüber informiert wurde und ihm somit auch die Möglichkeit gegeben wurde seine Arbeitsleistung zu verbessern.
Weiter war die Kommuniktion von Regierungsrätin Aeppli und Uni-Rektor Fischer zu der Kündigung sehr ungeschickt. Eine professionelle Informationspolitik sieht sicherlich anders aus!
Weshalb liess man Mörgeli derart lange gewähren?
Der Steuerzahler fragt sich natürlich, wieso die Universtät derart lange nichts gegen diese verheerenden Missstände unternahm. Wie kann es sein, dass ein Mitarbeiter, der gemäss unabhängigen Experten eine derart schlechte Arbeit abliefert, während Jahren von seinem Vorgesetzten mit Bestnoten bewertete wurde? Ganz offensichtlich haben hier die internen Kontrollmechanismen kläglich versagt. Man hatte sich offensichtlich einzig und allein auf die Bewertungen von Mörgelis früherem Vorgesetzten Beat Rüttimann.
Rüttimann, eine AUNS-Sympathisant und glühender Verehrer des Politikers Mörgeli, hatte diesem ganz offensichtlich viele Freiheiten und viel Freiraum für die Ausübung seiner politischen Tätigkeiten eingestanden. Als Condrau seine Stelle antratt, verlangte er von Mörgeli mehr Präsenzzeit.
Hetzkampagne
Mittlerweile läuft - initiiert durch die SVP-nahe Weltwoche - eine regelrechte Hetzkampagne gegen Professor Condrau. Diesem ist allerdings keinerlei Fehlverhalten vorzuwerfen. Im Gegenteil, als Steuerzahler kann man sich nur wünschen, dass es in Schweizer Universitäten mehr Leute Flurin Condrau gibt, die auf den effizienten Umgang mit Steuergeldern achten.
Fazit
Trotz gewisser Pannen bei der Universität Zürich gibt es an der Richtigkeit der Entlassung von Christoph Mörgeli keine Zweifel. Die Faktenlage ist erdrückend klar!



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