Abstimmungen, Initiativen > National,

WEITERE GEDANKEN ZUM THEMA "ABSCHAFFUNG DER WEHRPFLICHT"

Artikel weiterempfehlen



Stimmen Sie dem Artikel zu?
Ja Nein

Weitere Ge­dan­ken zum Thema „Abschaffung der Wehrpflicht“.

 

Vor ca. 1 ½ Jahren, auf einer langen Fahrt in der U-Bahn Beijing, sass ein ca. 50-jähriger Chinese mit seiner Frau neben mir. Im Verlaufe des Gespräches zeigte es sich, dass er Architekt und noch nie im Ausland gewesen war.

 

Er sprach mich an und fragte, woher ich käme. Als ich sagte ich sei Schweizer, rief er gleich aus: „Das friedliebendste Volk der Welt, aber jeder Mann und jede Frau sind in der Armee, bereit Freiheit und Unabhängigkeit zu verteidigen. Das ist die beste Landesverteidigung überhaupt“.  Die dicht gedrängt um uns stehenden Passagiere schauten erstaunt zu ihm herab.

 

Ich habe auf allen Kontinenten in 115 Ländern in irgend einer Form gearbeitet und immer wieder wurde mir auch von ganz einfachen Menschen die Hochachtung vor der Schweiz ausgedrückt, weil sie neutral sei, aber alle Bürger bereit seien, das Land im Angriffsfall zu verteidigen. Das falsche Bild des Chinesen,  einer friedliebenden, aber wehrhaften Schweiz tragen heute weltweit noch viele Menschen herum, aber wir machen ja alles, um Signale in die Welt zusenden, dass wir nicht mehr bereit sind, unser Land zu verteidigen, und dass wir auch die Neutralität immer mehr durchlöchern.

 

In ihrem sogenannten „Sicherheitsbericht“ von 2011 fordert die Sozialdemokratische Partei der Schweiz sogar den Auslandeinsatz einer von ihr als Zwischenlösung vor der Auflösung vorgesehenen Schweizer Rumpfarmee. Ganz konkret werden die gescheiterten arabischen Staaten im Mittleren Osten als Einsatzorte von Schweizer Truppen genannt, selbstverständlich im Auftrag der „Völkergemeinschaft“,​ d.h. der durch die Interessen der Grossmächte gesteuerten UNO.

 

Unsere Neutralität und die auf dem Milizprinzip fussende Wehrhaftigkeit wurde genau deshalb von den einfachen Menschen weltweit so hoch gewürdigt, weil alle wussten, dass die mit hehren Begründungen unternommenen militärischen Einsätze der „Völkergemeinschaft“ immer vordergründigen Interessen der Gross- und Mittelmächte dienen.

 

Wenn wir die „Völkergemeinschaft“ überzeugt haben, dass unser Land zu einer GSoA-Schweiz,  GRENZENLOSER SPASS OHNE ARMEE, geworden ist,  d.h. dass wir uns nicht mehr verteidigen können und wollen, werden wir ja nach Entwicklung der Sicherheitslage in Europa auch zum Ziel militärischer Einsätze fremder Militärallianzen, die dann den „Schutz von Freiheit und Demokratie der befreundeten Schweiz“ als Grund für die Besetzung nennen werden.


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

38%
(8 Stimmen)
Rainer Selk sagte September 2012

Bin ganz mit Ihnen einverstanden. Einen Punkt muss man aber noch hinzufügen:
die bewaffente Neutralität. Wenn der Armee und vor allem an der Neutrlität gerüttelt wird, die CHsich also dem einen oder anderen 'Pakt' annähert, wird sie, wie allen anderen Staaten, zur Zielscheibe von Aggression, nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland, mit noch nicht absehbaren Folgen.

Auch wenn wir wirtschatlich weltweit Erfolg haben, gerade wegen dieser Eigenschaften, heisst das noch lange nicht, dass wir die Dumm sind, uns in fremde Händeln einwickelt zu lassen.

Das alles will die GSOA nicht wahr haben. Sie denkt zunächst an einen europ. Unionsstaat, in den die Schweiz gebunden wäre, aber nichts zu sagen hat, aber die Folgen, auch in diesern Hinsicht, von Brüssel zu tragen hätte.

Dann ist es vorbei mit der Ruhe. Das alles hat viel grössere Auswirkungen als sich viele vorzustellen in der Lage sind.

Und am Ende träumt die GSOA offensichtlich von der New World Order, Weltregierung der UNO, die durch die Grossmächte gesteuert wird und die dann sagen, wo es hier lang geht.

Europa ist ein wunderbarer Kontinent mit vielen verschiedenen Kulturen und Wertehaltungen. Das meint man alles, politisch rasenmähermässig verbetnonieren zu müssen und gerät bereits auf mafiaähnlich kirminelle Abwege. Nein, danke.


Ihre Meinung dazu? Stimme zu Stimme nicht zu

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?