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Wir brauchen ein Programm für mehr Arbeitsplätze

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Vor kur­zem hat das Cre­dit Suisse Sor­gen­ba­ro­me­ter ge­zeigt, dass der Bevölkerung wirt­schaft­li­che The­men, ins­be­son­dere Ar­beits­lo­sig­keit,​ so grosse Sor­gen be­rei­tet wie seit lan­gem nicht mehr. In der Tat stieg im No­vem­ber die Ar­beits­lo­sig­keit,​ wel­che nun bei 3.1% liegt. Sie wird ver­mut­lich wei­ter stei­gen. Als sehr drin­gend wird die Re­duk­tion der Bürokratie und wirt­schaft­li­ches Wachs­tum er­ach­tet an­ge­sichts einer dro­hen­den Re­zes­si­on. Diese Er­geb­nisse zei­gen, dass die Leute nach guten po­li­ti­schen Lösungen ver­lan­gen. Wer könnte sol­che bes­ser be­reit stel­len als die FDP, wel­che in den letz­ten zehn Jah­ren die wirk­samste Par­tei war im Par­la­ment (siehe GfS-­Stu­die)?

Liberale können aus der Not eine Tugend machen und als wirtschaftlich kompetenteste Partei das Wohl der Schweiz am besten wahren und ausbauen. Ideen und Handlungsbedarf gibt es genug. Wagen wir es also!

 

Lasst uns deregulieren! Wir wissen vom Schweizerischen Gewerbeverband, dass staatliche Bürokratie und Regulierungen Schweizer Unternehmen jedes Jahr 50 Milliarden Franken Kosten verursachen. Die „Bürokratie-Stopp“-In​itiative der FDP ist ein Mittel dagegen. Es braucht aber weitere, konkrete Massnahmen. Beispielsweise in der Stadt Zürich, wo immer noch zu teuer gebaut wird und wo im Baurecht immer noch zu viele sinnlose, kontraproduktive Regeln existieren.

 

Lasst​ uns, zweitens, die Subventionen reduzieren und die Zölle abbauen, insbesondere bei hoch geschützten Sektoren wie der Landwirtschaft. Wir schotten unsere Bauern ab, verunmöglichen ihnen aber mit einem Wust von Regeln und Verboten, effizienter zu arbeiten. Betriebe müssten zusammengelegt werden und freiwillig ihren Hof aufgebende Bauern sollten gratis umgeschult werden können (was den Steuerzahler letztlich günstiger kommen würde als heute, und sogar noch wirtschaftlich sinnvoll ist). Zudem brauchen wir einen radikalen Ausbau des Netzes von Freihandels- und Investitionsschutzver​trägen der Schweiz.

 

Lasst uns, drittens, unsere Steuern vereinfachen und senken. Das heisst: Mehrwertsteuer weiter vereinfachen und Ausnahmen abbauen. Zudem: Statt vor der EU zu kuschen, sollten wir die einigen Ausländern in der Schweiz gewährten Privilegien auf alle, auch auf Schweizer, ausdehnen. Damit würde die EU-Kritik verstummen, und wir Schweizer müssten weniger Steuern bezahlen. Dies stärkt den Werk-, Denk-, Forschungs- und Handelsplatz Schweiz.

 

Lasst uns, viertens, die freie Schulwahl einführen, und allen Schulen mehr Autonomie gewähren, dafür aber auch mehr Wettbewerb und Transparenz einbauen! Dazu gehören landesweite Vergleichstests wie auch mehr Nachwuchsprofessuren und die Reform der verkrusteten Lehrstuhl-Gerontokrat​ie! Zudem müssen wir die besten Köpfe anziehen und hier arbeiten lassen.

 

Fünftens ... es gibt noch viel zu tun! Packen Sie die Chance mit an, engagieren Sie sich für die Freiheit! Die Schweiz von morgen wird es Ihnen danken!

 

 

Adrian​ Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

www.jfz.ch

 

 

 

Credit Suisse Sorgenbarometer 2011

https://infocus​.credit-suisse.com/ap​p/topic/index.cfm?fus​eaction=OpenTopic&coi​d=165&lang=DE

 

GfS​ Studie zur Wirkung des Parlaments (2000-2010)

http://w​ww.gfsbern.ch/Neuigke​iten/tabid/177/itemid​/755/amid/1151/parlam​entswirkung-in-der-sc​hweiz-2000-2010.aspx

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(1 Stimme)
Elisabeth Leisi sagte January 2012

Diese Vorschläge sind gut gemeint, gehen von falschen Annahmen aus:
Ich bin zwar auch für einen Abbau von Bürokratie, aber dazu brauchten wir zuallererst wieder mehr Unabhängigkeit vom Ausland, denn auch von dort haben wir viele Vorschriften auslandsgläubig übernommen. Auch sollten wir selbst bestimmen können, wie viele Ausländer und welche wir ins Land hineinlassen. Damit könnten wir die Arbeitslosigkeit mehr beeinflussen. Der zunehmende Bevölkerungsdruck treibt die Preise der Wohnbauten in die Höhe. Mit ständig weiterer Bautätigkeit können wir die Wirtschaft nicht nachhaltig fördern. Irgendwann haben wir kein Land mehr zu verbauen und schon viel früher kaum mehr Erholungsräume und eine sinkende Lebensqualität.

Ge​rade das vorgeschlagene Rezept für die Landwirtschaft wird die Attraktivität dieses Berufes weiter zerstören. Schon jetzt verdienen die Bauern netto immer weniger unter anderem wegen mehr Vorschriften im Umwelt- und Tierschutz gegenüber dem Ausland. Auch sind die Produktionskosten aus verschiedensten Gründen höher. Die Betriebe haben oft schwierigere Bedingungen von der Topographie her, welche mehr Handarbeit erfordern oder die Produktionsmöglichkei​ten einschränken. Ist es sinnvoll Landwirtschaftsproduk​te zu exportieren (mit hohen Subventionen) und dafür oft mindere Qualität zu importieren, ganz abgesehen von unnötig belasteter Umwelt durch die Transporte und die abnehmende Versorgungssicherheit​ im Falle eines Warenaustauschszusamm​enbruchs aus welchen Gründen auch immer??? Das Zusammenlegen von Betrieben bedeutet noch grössere Arbeitsbelastungen und kann auch nicht einfach verordnet werden in einem freiheitlichen Staat!

Ich sehe den Zusammenhang zwischen einer Ausweitung der Steuerprivilege auf Schweizer und die daraus resultierende Steuersenkung für alle nicht. Auch würden wir ganz bestimmt wieder viel mehr Steuern bezahlen, wenn wir nicht mehr EU kritisch wären und der EU in der Folge beitreten würden. Die EU muss überall für die Staatsverschuldungen Geld auftreiben, da käme die Schweiz gerade recht.

Der freien Schulwahl würde ich hingegen zustimmen, aber nur mit einer groben Vorgabe von den Lernzielen und nicht noch mehr Kontrollen und Fichenanlegung der Kinder wie Lehrer -> siehe Bürokratieabbau. Die Schulen, in denen die Schüler mehr lernen, werden sich herumsprechen und andere würden entsprechend nachbessern, wenn nicht alle die gleichen Fehler machen müssen. Hingegen sollten wir wieder selbst gute Köpfe ausbilden und diese nicht egoistisch aus dem Ausland anziehen. Das finde ich egoistisch, denn diese Leute fehlen in ihren Ländern wiederum!

Liberal ist deshalb nicht automatisch menschlich!


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67%
(3 Stimmen)
Edwin Merki sagte December 2011

Das Volk braucht keine Beschäftigungsprogram​me - es braucht existenzsichernde Einkommen.


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0%
(1 Stimme)
Edwin Merki sagte December 2011

"Vor kur­zem hat das Cre­dit Suisse Sor­gen­ba­ro­me­ter ge­zeigt, dass der Bevölkerung wirt­schaft­li­che The­men, ins­be­son­dere Ar­beits­lo­sig­keit,​ so grosse Sor­gen be­rei­tet wie seit lan­gem nicht mehr."
Es ist nicht "DIE ARBEITSLOSIGKEIT", welche der Bevölkerung Sorgen macht, sondern die Existenzangst, welche auch die Erwerbsarmut betrifft genauso wie die Unterdrückung in den Betrieben.
Wenn Menschen für ein Bruttoalmosen von Mtl.Fr.3700.-- bei 100%iger Arbeit auskommen müssen ist das kein Existenzsicherndes Einkommen.


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0%
(2 Stimmen)
Hans Meier sagte December 2011

Ich stimme Ihnen zu. Das ist jedoch eine Kampfansage an die SVP!


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40%
(5 Stimmen)
Roland Steiner sagte December 2011

Die Schweiz soll endlich wieder mit den in der Schweiz lebenden Arbeitskräften wirtschaften. Fachkräfte sollen innerhalb der Schweiz den Bedürfnissen der Wirtschaft entsprechend ausgebildet werden. Niedrigqualifizierte und unangenehme Arbeiten sollen so entlöhnt werden, dass auch ein Schweizer bereit ist diese Arbeit anzunehmen.

In der Schweiz soll auch auf dem Arbeitsmarkt wieder das System von Angebot und Nachfrage spielen. Spezialisierte Fachkräfte sollen nur in äusserst speziellen Fällen im Ausland rekrutiert werden dürfen. In diesen Fällen soll die rekrutirende Firma kosten einer allfälligen Arbeitslosigkeit während den ersten 5 Jahren selber finanzieren.

Die Personenfreizügigkeit​ soll abgeschafft werden.


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33%
(9 Stimmen)
Hans P. Grimm sagte December 2011

Die Arbeitslosigkeit können wir mit der Personenfreizügigkeit​ am besten und schnellsten erhöhen. Billige, willige und jüngere EU-Bürger werden gerne die Arbeitsplätze der hier Werktätigen einnehmen!

alte Arbeitnemer müssen sowieso abgeschoben werden weil zu teuer! und junge dürfen gar nicht erst in den Arbeitsprozess integriert werden.

Ziehen wir dies durch, haben die Befürworter der Personenfreizügigkeit​ ihre wahre Freude!

Wir müssen die Personenfreizügigkeit​ nur so weiterbestehen lassen, dann haben wir bald auch da EU-Niveau auch in der Arbeitslosigkeit!

​Toll!


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