Wir hören oft, dass der subventionierte Wohnungsbau zu einer Entspannung am Wohnungsmarkt beitragen soll. Dies erscheint auf den ersten Blick logisch und führt zu einer tatsächlichen Entspannung für wenig Begüterte und Subventionierte.
Schauen wir uns das Ganze jedoch mit den Folgen für den grösseren Teil der Gesellschaft an:
Der subventionierte Wohnungsbau führt an guten Lagen zu einer künstlichen Verknappung der Wohnungen für die eigentliche Zielgruppe - in den meisten Fällen der Mittelstand oder besser Begüterte. Die Nachfrage nach „normalem“ Wohnraum nimmt jedoch nicht ab. Somit stehen einem verminderten Angebot die gleichen Nachfrager gegenüber – was die Preise für die nicht subventionierten Wohnungen weiter in die Höhe treibt.
Der subventionierte Wohnungsbau führt zu einer Verschlechterung für ALLE ausser denjenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Man möchte fast sagen: Für wenige statt für alle…
Um der Wohnungsknappheit entgegen zu kommen, würden sich diverse Instrumente anbieten. So zum Beispiel zusätzliche Einzonungen bzw. Ausweitungen von Ausnützungsziffern oder Änderungen an den kommunalen Bau- und Zonenreglementen. Ebenso trägt die Personenfreizügigkeit einen nicht unerheblichen Teil zur Wohnungsknappheit bei.
Ich sage Ihnen, weshalb sich Viele nicht für zusätzliche Einzonungen begeistern lassen. Immobilienbesitzer, vor allem von Renditeliegenschaften, zählen meist zu den begüterten Menschen. Zusätzliche Einzonungen oder das Zugestehen einer besseren Ausnützung würden vom einen auf den andern Tag den Wert eines Grundstückes erheblich erhöhen - das passt nicht zur angestrebten Umverteilung von oben nach unten. Wenn der Mittelstand bzw. die Oberschicht jedoch in Bedrängnis gerät und immer mehr für Wohnungen zu zahlen hat (als Folge des subventionierten Wohnungsbaus), kommt dies der Umverteilung eher entgegen. Bei Enteignungen bezahlt der Staat in den meisten Fällen den Grundeigentümern eine Entschädigung (welche selten an den Marktwert herankommt) – wieso kann das nicht umgekehrt der Fall sein und der Grundeigentümer entschädigt den Staat bei einer besseren Ausnützung bzw. zusätzlichen Einzonung (evtl. erst nach Realisierung einer Aufstockung und somit bei Beginn eines verstärkten Geldflusses)?
Finanzen, Steuern > Sonstiges, Juni 2012
Wohnungsknappheit - nachhaltige Lösungsansätze
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Kommentare von Lesern zum Artikel
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Karl Müller sagte Juni 2012 Wie kommt es zur Wohnungsnot? Unsere Ansprüche steigen und damit auch die von jedem einzelnen bewohnte Fläche. Jeder Neueinwanderer verschärft das Problem, weil er ja irgendwo wohnen muss. Bei den steigenden Ansprüchen gibt es keine einfache Lösung. Bei der anderen Ursache jedoch schon: Ganz einfach: Die Anzahl der Ausländer muss abnehmen! Da gibt es viel Spielraum: Denn jedes Jahr kehren einige zehntausend Ausländer in ihre Heimat zurück. Dazu kommt, dass viele Ausländer vom Sozialstaat leben. Diese Ausländer werden vom Arbeitsmarkt offensichtlich nicht benötigt. Ausserdem gibt es viele schweizer Arbeitsuchende. Das führt zu einigen einfachen Forderungen: Ausländer dürfen nur einwandern, wenn sie keinem Arbeitswilligen die Stelle weg nehmen. Ausländer dürfen dem Sozialstaat nicht zur Last fallen. Wenn sie Sozialhilfe beantragen bzw. die Steuern oder Krankenkassenprämien nicht bezahlen, müssen sie in ihre Heimat zurück kehren. Diese einfachen Massnahmen führen zu einem langsamen Rückgang des Ausländeranteils und damit auch zu weniger Problemen auf dem Wohnungsmarkt. Hinzu kommt, dass uns der Sozialstaat weniger kostet. |
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Edward (Edy) Falger sagte Juni 2012 Wenn das Problem nur Wenige betrifft, wie kann es dann für den Grossteil der Bevölkerung ein Problem sein? Wieso müssen in einem der reichsten Länder Vollzeitarbeitende zum Sozialamt pilgern, um ihren Lebensunterhalt stemmen zu können? Haben wir immer noch nicht begriffen, dass Symptome bekämpfen nicht zum Erfolg führen kann? Ja, Ursachenbehebung wäre für viele alles andere als lukrativ! Gerade diese Woche hörte ich, dass eine Migrolino Verkäuferin Fr.22.00 Stundenlohn bekommen soll. Eine Reinigungskraft bei einer lokalen Krankenkassenniederlassung verdiente schon 1985 Fr.20.00 die Stunde. Betteln bei den Sozialbehörden ist auch nicht gratis: Bei jedem Vorsprechen sind mindestens zwei Personen involviert, welche in dieser Zeit keinen realen Beitrag zum BIP leisten. Frust und Depression leisten ihr Übriges, dass das kranke Gesundheitswesen für wenige sehr lukrativ ist. Die bereits sich manifestierende Altersarmut wird noch vielmehr nach subventioniertem Wohnraum verlangen. Eine Lösung hatte schon in den 70er Jahren der Film Soylent Green geboten. In abgeänderter Form trägt diese „rationale“ Lösung heute den Namen EXIT. Kreative Ursachen-Lösungsansatz gefragt? http://www.vimentis.ch/dialog/readarticle/das-groesste-polit-versaeumnis-der-letzten-40-jahre/ |
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