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Zweite Röhre – im Interesse der Sicherheit

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Der Gott­hard ist die wich­tigste Ver­bin-­dung über die Schwei­zer Alpen und eine wich­tige Ver­sor­gungs­ader für die ganze Schwei-­zer Wirt­schaft! Die Ver­kehrs­wege über den Gott­hard müssen des­halb offen blei­ben und si­cher ge­stal­tet wer­den. Des­halb muss vor der Sa­nie­rung des be­ste­hen­den Gott­hard­stras­sen­t​un­nels eine neue Röhre ge­baut wer­den, die an­sch-­lies­send viel si­che­rer ein­spu­rig und ohne Ge­gen­ver­kehr ge­nutzt wer­den kann.

\"Die Verbindung ins Tessin und nach Norditalien soll auch während der bevorstehenden Sanierung des Gotthardstrassent​unnels gewährleistet sein\"

Das Ziel des Bundesrates ist klar: Die Verbindung ins Tessin und nach Norditalien – dem zweitwichtigsten Handelspartner der Schweiz! – soll auch während der bevorstehenden Sanierung des Gotthardstrassentunne​ls gewährleistet sein. Jederzeit. Auch auf der Strasse, weil die Kapazitäten auf der Schiene (Neat) dann endlich wie dem Volk versprochen (hoffentlich) dem ausländischen Transitverkehr von Grenze zu Grenze dienen werden. Die ideologisch geprägte, nutzlose Verlagerung zwischen der Leventina und dem Urnerland bringt niemandem etwas. Sie ist weder umweltgerecht noch wirtschaftlich, wenn man bedenkt, dass viele Nutzfahrzeuge bis dahin bereits hunderte von Kilometern zurücklegen müssen. Oder dass sie wegen der Sperrung am Gotthard gar längere Umwegfahrten über den San Bernardino oder den Brenner in Kauf nehmen müssen. Vorab sind Güter über lange Distanzen auf die Schiene zu verlagern und nicht Lastwagen. Und wenn schon, dann von Grenze zu Grenze!

\"Das tödliche Risiko von Frontal- und Streifkollisionen​ im einzigen Tunnel mit Gegenverkehr zwischen​ Hamburg und Sizilien muss endlich vollständig eliminiert werden\"

Deshalb schlägt der Bundesrat den Bau einer zweiten Röhre mit einspuriger Verkehrsführung vor. Damit – und nur so! – ist die zwingend notwendige Sanierung des bestehenden Tunnels überhaupt möglich, zumal diese Variante langfristig gesehen auch finanziell am meisten Sinn macht. Bei allen anderen Sanierungsvarianten müsste mit einem Unterbruch der Strecke von zweieinhalb (Totalsperrung) bis dreieinhalb Jahren (Teilsperrung mit Sommeröffnung) gerechnet werden. Und für „Verkehrsmanagementma​ssnahmen“ würden Milliarden in den Sand gesetzt, ohne dass man über die Sanierungszeit hinaus davon profitieren könnte. Zwei bis drei Jahre wäre die Schweiz zweigeteilt. Für mich absolut undenkbar. Deshalb braucht es den Bau einer zweiten Röhre. Nicht zuletzt aus freundeidgenössicher Solidarität mit dem Tessin.

Risiko von Frontalkollisionen endgültig eliminieren!

Für eine zweite Röhre spricht vor allem die Verkehrssicherheit. Die schreckliche, durch die heutige Gegenverkehrsführung verursachte Unfallbilanz zeigt unzweifelhaft, was getan werden muss. Das tödliche Risiko von Frontal- und Streifkollisionen im einzigen Tunnel mit Gegenverkehr zwischen Hamburg und Sizilien muss endlich vollständig eliminiert werden. Zudem könnten hiermit die nicht minder belasteten Alpenübergänge im Wallis und Graubünden entlastet werden. Gemäss einer neuen Studie der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) gäbe es mehr als 50 Prozent weniger Opfer pro Jahr. Auf ähnliche Zahlen kommt ein Bericht der Kantonspolizei Uri. Trotzdem sprechen gewisse Kreise von einem «Schildbürgerstreich»​ des Bundesrats. Mit Verlaub: Das ist purer Zynismus auf Kosten der 6 Toten, die es seit 2001 nur wegen des Gegenverkehrs im Gotthardtunnel gegeben hat. Hinzu kommen gemäss Kantonspolizei Uri seither 62 (von 66) Schwerverletzten – alles wegen des Gegenverkehrs! Wer sich gegen den Bau einer zweiten Röhre wehrt, soll künftig die Verantwortung für Frontalkollisionen im Gotthard übernehmen.

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D​ieser Artikel erschien im Statements


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