Benedikt Jorns

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ETH Zürich prognostiziert der Schweiz eine Rezession
Die plötz­li­che Auf­wer­tung des Schwei­zer­fran­kens um 20% ist für un­se­ren Ex­port und ganz be­son­ders für un­se­ren Tou­ris­mus
Fixe Wechselkurse tau­gen gegen lang­fristige Ent­w. nicht!
Fixe Wech­sel­kurse tau­gen gegen lang­fris­tige Ent­wick­lun­gen nicht!Ein Währungs­raum funk­tio­niert lang­fris­tig nur mit einer ge­mein&sh
"Nein zum Gripen" heisst nicht "Nein zur Schweizer Armee"
Doch die Dis­kus­sion um un­sere zukünf­tige Mi­litär­stra­te­gie ist damit lan­cier­t. ­Raum­​si­che­rung, sub­si­diäre Einsät­ze, Ka­ta­stro­phen­hilfe​
F/A-18 können noch weit länger als bis 2030 fliegen
Es ist an­zu­neh­men, dass un­sere F/A-18 noch bis weit über 2030 flie­gen wer­den. Ent­schei­dend sind die noch­mals zu ü­ber­den­ken­den Prä­
Die Festlegung von CO2-Kontingenten bringt uns nicht weiter
Der un­ver­än­dert kon­stante An­stieg der CO2-­Kon­zen­tra­tion​ in der At­mo­sphäre ist ein­zig und al­lein von der Ver­bren­nung f

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Gute Lebensbedingungen für alle,
frühzeitiges Erkennen von kommenden Entwicklungen
und eine sich weiter entwickelnde Ethik
sind Voraussetzungen für ein glückliches Volk.

Mein Einsatz gilt insbesondere ...
... der schrittweisen Ablösung der fossilen Brennstoffe.
... langfristigen Strategien, an welchen sich die Politik orientieren kann.
... der Verbesserung einiger in der Bundesverfassung stehenden Spielregeln unserer direkten Demokratie.





Meine politischen Ämter und Engagements






Meine neusten Kommentare

May 2015 Kommentar zu
NEIN zur PID!
In der Familie diagnostizierte für kommende Generationen sporadisch auftretende schlimme Erbschädigungen von einzelnen Genen weiter zu vererben, ist alles andere als ethisch vertretbar. Dass wir zu einem Neugeborenen Menschen stehen und ihn in unserer Gesellschaft akzeptieren ist uns doch klar. Mit der Präimplantationsdiagn​ostik (PID) hat letzteres nichts zu tun.
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May 2015 Kommentar zu
Neue Hürde für Unternehmen
Die Leistungsbilanz ergibt sich aus dem Saldo aus Export - Import (inkl. Tourismus usw.). Eine ausgeglichene Leistungsbilanz sollte das höchste wirtschaftliche Ziel jedes Staates sein. Die Schweiz steht im langjährigen Vergleich zu andern Staaten sehr gut da. Etwa Griechenlands grösstes Problem ist nicht seine Staatsverschuldung sondern seine über mehrere Jahre gesehen stark negative Leistungsbilanz.
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May 2015 Kommentar zu
Neue Hürde für Unternehmen
Die Argumente von Albert Vitali sind berechtigt. Doch gibt es auch viele Erbschaften, die nicht an die Weiterexistenz von Familienunternehmen gebunden sind. Zudem kann ein Familienunternehmen in Form einer Aktiengesellschaft geführt werden. Dies ermöglicht die Aktien zu Lebzeiten preislich sehr günstig an die Nachkommen zu verkaufen.

Doch der Zeitpunkt für die Einführung neuer Hürden der Familienunternehmen ist sehr schlecht. Solange die EU-Staaten wirtschaftlich zunehmend auseinanderdriften, bleibt der Eurokurs weiterhin auf Talfahrt. Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz nimmt jeden Monat zu.
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May 2015 Kommentar zu
NEIN zur PID!
Risiken durch Umwelteinflüsse erkennen wir zunehmend besser. Z.B. die Auswirkungen des Rauchens, von Asbest, von Radon usw. kennen wir heute sehr gut. Wir können auch etwas dagegen tun. Z.B. das Radon-Risiko wird heute in der Schweiz bereits sehr gut erfasst und im Internet dargestellt. Sie können in http://www.bag.admin.​ch/themen/strahlung/0​0046/11952/index.html​?lang=de ihre Gemeinde aufrufen und dort die mittlere und die maximal festgestellte Strahlung ablesen. Ob sie ausgehend von diesen Daten die Radonwerte ihres Wohngebäudes messen und allenfalls durch heute mögliche Massnahmen das Radon-Risiko senken wollen, ist dann Ihnen resp. ihrem Hausbesitzer überlassen.

Doch im Bereich der in vielen Familien feststellbaren lebensgefährlichen vererbbaren genetischen Schäden wollen Sie die mit der Präimplatationsdiagno​stik zunehmend mögliche Ausmerzung von genetischen Defekten nicht nutzen? Befruchtete Eizellen sind noch bei weitem keine Embryos. Die klar erkennbar defekten darunter nicht für die Implantation zu verwenden ist im Hinblick der Vererbbarkeit auf kommende Generationen nahe liegend. Dies zu verbieten wäre aus meiner Sicht ethisch sehr bedenklich. Die Schweiz hätte so im Vergleich zu den fortschrittlichen Nachbarländern in einigen Jahrzehnten statistisch darstellbar wesentlich mehr erblich bedingte Erkrankungen. Erstrebenswert ist das sicher nicht.
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May 2015 Kommentar zu
NEIN zur PID!
@Emil Huber;
Sie haben vollkommen Recht. Deshalb habe ich Ihnen den Daumen nach oben gedrückt.

Doch beschreiben Sie eine Top-down-Sicht. Von der Erkrankung hin zu ihrem Ursprung. Bei der Abschätzung von genetischen Risiken müssen wir jedoch die Bottom-Up-Sicht vom genetischen Fehler hin zum abschätzbaren Risiko der daraus entstehenden Erkrankung beachten.

Ich möchte dies an einem konkreten Beispiel erklären. Nehmen wir doch gerade den von Ihnen beschriebenen Fall „Angelina Jolie“. Es geht hier um das BRCA1-Gen. Es liegt auf dem langen Arm (q-Arm) von Chromosom 17 Genlocus q21.31 zwischen den Basenpaaren 41.196.311-41.277.500​. Momentan sind 31 verschiedene Transkripte (Isoformen) bekannt. Mittlerweile haben die Forscher auch noch das deutlich weniger häufige Gen BRCA2 entdeckt. Das Risiko einer Frau mit BRCA1- oder BRCA2-Mutation im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken liegt bei etwa 50 bis 80 Prozent. Daneben stellen BRCA1-Mutationen auch einen Risikofaktor für die Entstehung von Ovarial-, Kolon-, Pankreas- und Prostatakarzinomen dar. Etwa das lebenslange Risiko von BRCA1- oder BRCA2-Mutationsträger​innen, ein Ovarialkarzinom zu entwickeln wird auf 10 bis 40 Prozent geschätzt. Wird die Erkrankung einer Frau an einem Ovarialkarzinom entdeckt, sind leider nur noch lebensverlängernde Operationen möglich. Ein zeitlich begrenztes Leben mit Operationen und Chemotherapien erwartet die erkrankte Frau.
Wenn in einer Familie mehrere Fälle der erwähnten Krebsarten aufgetreten sind, liegt es nahe, bei einem neu erkrankten Familienmitglied eine genetische Untersuchung vorzunehmen. Wird nun eine BRCA1- oder BRCA2-Mutation festgestellt, würde ich bei einer zukünftigen künstlichen Befruchtung von Familienmitgliedern unter mehreren befruchteten und implantierbaren Eiern mich für eines entscheiden, das die BRCA-1 oder BRCA-2-Mutation nicht hat.

Von „Designerbaby“ zu sprechen, ist bei der Präimplatationsdiagno​stik vollkommen daneben. Nur ganz konkrete Erbfaktoren (z.B. die Augenfarbe) und Defekte können wir auf den Chromosomen erkennen. Etwa Schönheit und Intelligenz erkennt man nicht.
Die Präimplatationsdiagno​stik gibt uns jedoch die Chance, innerhalb von wenigen Generationen die bisher immer wieder auftretenden Defekte auf einzelnen Chromosomen aus einer Familie endgültig wegzubringen. Viele nachfolgende Generationen können dafür dankbar sein.
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May 2015 Kommentar zu
SICHERHEIT – unser höchstes Gut!
Unsere Armee hat Zukunft, sie ist auf gutem Weg dorthin. Doch wir wissen es alle: Jedes Jahr wird der älteste Sechzigstel unserer Stimmberechtigten durch junge Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ersetzt. Diese haben eine ganz andere Jugendzeit in einer komplett andern Welt hinter sich. Nicht mehr ein uns alle bedrohendes Nachbarland erzeugt in uns Angst und Ungewissheit. Es sind vielmehr die mit Facebook und ähnlichem ausgerüsteten randalierenden Chaoten und extrem denkende Radikale, die eine Bedrohung sind. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, in unserer Welt unverhofft zu erscheinen. Einmal ist es terroristischer Suizid einmal radikales Auftreten in grosser Zahl, das ein Land oder eine ganze Region unsicher macht.
Dabei kann unsere Polizei überfordert werden. In solchen ausserordentlichen Situationen ist rascher Handlungsbedarf. Auch bei Grossveranstaltungen und internationalen Konferenzen sind temporär einsetzbare auf ihre Aufgabe auch mental vorbereitete Helfer ein Muss. Unsere Armee hat sich – nicht von allen bemerkt – schrittweise in dieser Richtung gewandelt. Raumsicherung, subsidiäre Einsätze, Katastrophenhilfe und Friedensförderung sind bereits heute wichtige Bereiche unserer Armee. Sie sollen die Eckpfeiler unserer zukünftigen Militärstrategie sein. Leistungsfähige Armeehelikopter und in Zukunft hoch entwickelte Überwachungsdrohnen helfen uns dabei.
Unsere Armee braucht jedoch die Unterstützung des gesamten Volkes. In unserer direkten Demokratie braucht sie eine breit abgestützte Strategie. Die Meinungen zur zukünftigen Aufgabe unserer Armee gehen stark auseinander. Weder der Bundesrat noch das Parlament können heute Entscheidungen treffen, welche die erforderliche politische Unterstützung haben.

Unsere direkte Demokratie sollte für den Armeeaufwand einen Rahmen setzen. Hier ein Vorschlag für einen neuen Artikel in der BV:

Art. 58a Gesamtbudget der Armee
1. Das Volk legt alle 10 Jahre in einem Urnengang fest, ob die jährlichen Armeeausgaben erhöht, gesenkt oder gleich bleiben sollen.
2. Das Parlament bestimmt das Mass der dem Volk vorzuschlagenden Budgetänderungen.
3.​ Das Parlament kann in einer akuten Bedrohungslage zusätzliche Armee-Ausgaben beschliessen.

Wir müssen uns das Vorgehen bei der Abstimmung so vorstellen: Alle 10 Jahre legt der Bundesrat sein überarbeitetes Konzept für die in nächster Zukunft geltende Sicherheits- und darauf aufbauende Armee-Politik vor. Er schätzt das dazu notwendige Armeebudget. Gleichzeitig zeigt er auf, wie die Armee mit dem bisherigen Budget in Zukunft aussehen würde. Und schliesslich zeigt er auch noch, was die Konsequenzen einer Herabsetzung des bisherigen Budgets wären. Das Parlament diskutiert dann diese drei Varianten und nach allfälligen Nachbesserungen sind sie von den beiden Räten zu genehmigen. Bei der Volksabstimmung geht es jetzt nur noch darum, unter den drei zur Diskussion stehenden Budgetvarianten auszuwählen. Hinter einer so abgestützten Armee können wir Bürgerinnen und Bürger für die kommenden 10 Jahre wirklich stehen. Auch dann, wenn wir uns dem Mehrheitsentscheid fügen müssen. Der Abstimmungsmodus sollte zudem – wie auch in allen andern Abstimmungen mit drei zur Diskussion stehenden Varianten – logisch korrekt durchgeführt werden:
Würden Sie, falls die jährlichen Armeeausgaben verändert werden sollen, diese um … Fr. erhöhen oder um … Fr. senken? (gewünschte Lösung ankreuzen)
Falls die Erhöhung mehr Stimmen kriegt: Möchten Sie die heutigen Armeeausgaben erhöhen? (Ja/Nein)
Falls die Senkung mehr Stimmen kriegt: Möchten Sie die heutigen Armeeausgaben senken? (Ja/Nein)

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February 2015 Kommentar zu
Apocalypse Now
Was Sie schreiben, ist alles wahr. Verantwortungsgefühl und soziales Denken der Unternehmer sind wichtige Werte für ein glückliches Volk. In der Schweiz findet man viele positive Beispiele dazu. Doch leider manchmal auch das Gegenteil.

Vergessen wir jedoch eines nicht: Die Leistungsbilanz (= Export - Import inkl. Tourismus usw.) muss langfristig ausgeglichen sein und eine hohe Arbeitslosigkeit wäre schlecht. Leistungsbilanz und Beschäftigungsgrad zeigen uns, ob eine Volkswirtschaft gesund ist oder eben krank. Z.B. in den Mittelmeerländern wurden diese beiden Werte von Jahr zu Jahr schlechter. Dass dann meistens auch der Staatshaushalt stark defizitär wird, ist erst ein zweitrangiger Nebeneffekt.
Ihre Forderungen an die Unternehmer unterstütze ich voll und ganz. Doch sind gute Bedingungen für unsere Unternehmen ebenso wichtig. Forderungen von uns Arbeitnehmern müssen klug und diplomatisch sein und sollten gleichzeitig mit konstruktiven Vorschlägen für unsere Unternehmen diskutiert und realisiert werden.
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February 2015 Kommentar zu
Apocalypse Now
Die Energiepolitik ist nicht so einfach, wie Sie Herr Landolt, Ihre Parteikollegen Hans Grunder, Werner Luginbühl und all die andern BDPler denken. Ihre Aussage: „Zynisch wird es, wenn die gleichen Absender eine Förderung des Innovations- und Forschungsstandorts postulieren. Es gibt kaum grösseres Innovationspotenzial als in der Energiewende!“ zeigt uns, dass Ihre Kenntnisse in der Physik leider nicht genügen, um in diesem Bereich der Politik aktiv zu sein. In keinem Wissensgebiet wird weltweit auf einem derart hohen Niveau geforscht wie in der Kernphysik. Nicht nur die Grundlagenforschung im Cern ist äusserst beachtenswert, auch das weltweit faszinierendste und mit Abstand teuerste internationale Energieforschungs-Pro​jekt „Iter“ in Cadarache wird wahrscheinlich äusserst wichtig für die Zukunft der Menschheit. Ohne die in Computer-Animationen der Forscher bereits weit entwickelte und bestätigte Kernfusion hätten wir Menschen sehr Mühe, die schrittweise Ablösung der fossilen Brennstoffe Erdöl, Kohle und Erdgas jemals durchzuführen. Bereits 85% des Jahr für Jahr zunehmenden weltweiten Energiebedarfs werden mit fossilen Brennstoffen abgedeckt. Doch diese sind nicht unbegrenzt auf unserer Erde zu finden und der durch ihren Gebrauch entstehende CO2-Ausstoss lässt die weltweite CO2-Konzentration jährlich konstant um 3 ppm steigen. 2014 haben wir nun bereits 400 ppm überschritten.

Die Entwicklung der Kernfusion verlangt den Bau von grossen Entwicklungsreaktoren​ mit langer Bauzeit. Deshalb darf man den ersten produktiv einsetzbaren Reaktor erst Mitte dieses Jahrhunderts erwarten. Wie lange es gehen wird, bis die Kernfusion dann auch ökonomisch vertretbar eingesetzt werden kann, wissen wir allerdings heute noch nicht. Doch zum Glück bekommt auch die Weiterentwicklung der Kernspaltung weltweit wieder zunehmend Schwung. Brennstoff hat es für mindestens einige 10'000 Jahre genug. Wer in Kern- und Reaktorphysik nicht ausgebildet ist, glaubt oft, Uran sei der Brennstoff unserer Kernreaktoren. Doch bis heute nutzen wir erst dessen Isotop Uran-135. Das sind gerade mal 2% des Natururans. Die übrigen 98% sind Uran-138. Die kommende Generation von Kernreaktoren wird auch dieses Isotop nutzen können. Daneben ist auch noch das weltweit in grossen Mengen vorhandene Thorium-132 ein Brennstoff. Es sind Kernreaktoren der 4. Generation, die diese Brennstoffe nutzen können. Bei Reaktoren der 4.Gen. werden zudem Kernschmelzen wie in Fukushima nicht mehr möglich sein. Der verbleibende Abfall hat dann nur noch Halbwertszeiten von ca. 100 Jahren. Ein erster solcher produktiv einsetzbarer Reaktor wird zurzeit in Rongcheng (China) gebaut. Er ist ziemlich klein, so dass er auch per Bahn transportiert werden kann. Vielleicht wird er schon bald ein preisgünstiger chinesischer Exportschlager.

Vi​elleicht haben meine Mails an Schweiger, Wasserfallen, Amstutz und an die meisten der Ständeräte ein bisschen dazu beigetragen, dass heute gilt: „Wir wollen kein Technologie-Verbot“. Bei der Kernfusion sind wir dank der ETH Lausanne und unserem Engagement bei „Iter“ mit dabei, doch bei der Kernspaltung sowie bei der Transmutation von hochaktiven Radionukliden (5% der ausgemusterten Brennstäbe unserer heutigen AKW) läuft uns die weltweite Forschung davon.

Klar haben wir auch die erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz. In der Schweiz (und auch in Österreich) ist die Wasserkraft sehr gut nutzbar und der Bau von Staudämmen ermöglicht es unseren Stromproduzenten, die Spannung im Netz auf konstantem Wert zu halten. Doch reichen unsere Staumauern leider nicht aus, um die im Winterhalbjahr wegen den deutlich weniger Wasser führenden Flüssen vorhandene Stromlücke zu schliessen. Allein um einmal im Jahr Strom produzieren zu können, lohnt sich der Bau von weiteren Staumauern nicht.
Die Nutzung von Windkraft ist in windreichen Gebieten sehr produktiv. In Gegenden mit wenig Wind bringt diese Stromproduktion nicht mehr viel. Es gilt: doppelte Windstärke bringt achtmal mehr Strom. Leistungsfähige Gleichstromleitungen von den Küstengebieten bis zu unseren Pumpspeicherbecken werden dereinst die Bedeutung der Windkraft deutlich erhöhen.

Photovolt​aik bringt uns in der Schweiz zurzeit fast nichts. (Gleiches gilt auch für Österreich.) Im Sommerhalbjahr haben wir Stromüberschuss. Jede dann zusätzlich produzierte Kilowattstunde bringt uns nichts. Zeitweise bezahlen die Stromproduzenten sogar dafür, dass sie ihren Strom aufs Netz bringen können. Im Winterhalbjahr importieren wir hauptsächlich aus Frankreich (Kernkraftwerke) und Deutschland (fossile Kraftwerke) viel Strom. Nur mickrige 0,2% der Stromproduktion konnten wir 2014 mit Photovoltaik im Winterhalbjahr abdecken. Realistisch gerechnet ist Strom aus Photovoltaik in der Schweiz und in Österreich horrend teuer. In Deutschland und andern Ländern mit Strombedarf im Sommerhalbjahr bringt Photovoltaik wesentlich mehr. Sobald die Umstellung auf Elektroantrieb im Strassenverkehr dank leistungsfähigeren Akkus allgemein kommen wird, wächst unser Strombedarf etwa im Rahmen unserer heutigen Stromproduktion aus den bestehenden Kernkraftwerken. Dann wird Photovoltaik wahrscheinlich auch in der Schweiz sehr nützlich.

Erst 25% unserer Energieversorgung wird heute mit Elektrizität abgedeckt. Der Prozentsatz dieses (oder allenfalls auch eines andern) Energieträgers wird parallel zur schrittweisen Ablösung der fossilen Brennstoffe auf ca. 60% - 80% wachsen. Experten schätzen, dass ca. 12% mit Biomasse abgedeckt werden können. Was die direkte Nutzung der Erdwärme bringen wird, wissen wir heute noch nicht.

Auch wenn die zukünftige Energieversorgung der Schweiz sehr schwierig abzuschätzen ist, haben wir heute noch nicht den geringsten Grund, langfristig auf die unbeschränkt verfügbare und schon bald sehr sichere Kernenergie-Nutzung zu verzichten. Zurzeit steht jedoch nicht der Bau von neuen Kernkraftwerken im Vordergrund. Unsinnigen „Subventionitis“ müssen wir vermeiden.
Offenheit für kommende Entwicklungen sowohl bei den erneuerbaren Energien wie bei der Kernenergie ist die nahe liegende und in die Zukunft weisende Energiestrategie.

​Es wäre für Sie Herr Landolt und Ihre Pateikollegen/Parteik​olleginnen sehr gut, in der Energiepolitik diese Offenheit zu leben und auch ehrliche andere Meinungen zu respektieren. Insbesondere ist die Energiestrategie auch weiterhin in ihrer grundsätzlichen Ausrichtung offen und ehrlich im Energieartikel 89 der Bundesverfassung zu formulieren und dementsprechend vom Volk bestätigen zu lassen. Einen Vorschlag für eine Neuformulierung finden Sie in www.ch-strategie.ch
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February 2015 Kommentar zu
Apocalypse Now
Vor seiner heutigen Selbständigkeit war Martin Landolt während vielen Jahren ein Banker, zuletzt bei der UBS. Zufälligerweise war ich eine Woche vor der Wechselkursfreigabe an einem Vortrag der UBS-Strategen. Auf die Frage eines Kunden, ob weiterhin mit einem festen Wechselkurs des Frankens zum Euro zu rechnen sei, antwortete der Chef-Stratege ohne zu zögern mit „Ja“. Die Nationalbank könne es sich nicht leisten, ein Absinken des Euros zuzulassen. Viel zu gross wäre ihr Verlust. Ich dachte mir, hoffentlich sieht der Chef-Stratege das richtig. Weiss er, wie gross zurzeit die Euro-Käufe der Nationalbank sind? Heute wissen wir alle und insbesondere die Anleger im Euro-Raum, der Chef-Stratege der UBS erzählte uns „Mist“.

Die Beurteilung der nun zu erwartenden Entwicklung der schweizerischen Volkswirtschaft ist äusserst schwierig. Selbst die Meinungen erfahrener Nationalökonomen gehen auseinander. Während Martin Landolt nur die andern Parteien kritisiert, habe ich einen konkreten Vorschlag. Hier mein Leserbeitrag in der NZZ:

Die Stützung des Wechselkurses ist „Pflästerli-Politik“.​ Da sie letztendlich unter wachsendem Druck aufgegeben werden muss, bringt sie langfristig nichts. Der Euroraum und die USA streben mit ihren Geldmengen-Erhöhungen​ eine Inflationsrate von 2% an. Die Ökonomen erachten diesen zwar kleinen aber langfristig doch wirksamen Kaufkraft-Verlust als die beste Basis für eine optimale Konjunktur. Wir haben als Wirtschaftspartner eine Inflationsrate bei ungefähr Null. Das passt nicht! So kommen unsere Währungskurse andauernd unter Druck und unser Export leidet auch bei sonst besten Bedingungen.
Wir müssen dringend eine vergleichbare Inflationsrate anstreben! „Inflation“ heisst auf Deutsch nichts anderes als „Kaufkraftverlust“. Tun wir doch dasselbe wie die USA und der Euroraum! Wir erhöhen die Geldmenge in der Schweiz schrittweise und vorsichtig genau so stark, dass wir eine Inflationsrate von 2% erreichen. Sobald die Nationalbank und unsere Regierung gemeinsam dieses währungspolitische Ziel glaubhaft bekannt geben, sinkt der Druck auf den Schweizerfranken sofort spürbar.
Die sinnvollste Anlage dieser zusätzlichen Geldmenge wäre in der Schweiz die Bildung eines Fonds für die langfristige Infrastruktur-Erneuer​ung. Diese wird in der Schweiz schon bald äusserst teuer. Mehr dazu im Migros-Magazin und in einer früheren Ausgabe des „Beobachters“.
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January 2015 Kommentar zu
ETH Zürich prognostiziert der Schweiz eine Rezession
Das Vergrössern der Geldmenge bringt ein entsprechendes Absinken der Kaufkraft. Eine Inflationsrate von 2 Prozent ist erfahrungsgemäss eine ideale Basis für eine gesunde konjunkturelle Entwicklung (gut laufender Markt mit wenig Arbeitslosigkeit, jedoch noch keine Überhitzung). Das Absinken der Kaufkraft drückt zudem den Wert der Währung im Vergleich zu andern Währungen nach unten. Zurzeit erwartet man weltweit kein Absinken der Kaufkraft des Schweizerfrankens. Dies im Gegensatz zum Euro und zum Dollar. Das drückt den Wechselkurs zum SFr. spürbar nach oben.
Der soeben erfolgte Anstieg des Frankenkurses machte uns Bürger spürbar reicher. Unser Vermögen ist beim Einkauf von ausländischer Ware deutlich grösser. Eine Inflationsrate von 2 Prozent nimmt uns von dieser Wertvermehrung wieder einen kleinen Teil weg. Nämlich genau soviel, wie die Vermehrung der Geldmenge durch die Nationalbank ausmachen würde. Dieses Kapital hätte nun der Staat zur Verfügung. Früher haben sich allmächtige Herrscher so ihre Prunkschlösser und ihre Armee finanziert. Dafür hatte dann der Bürger wertloses Geld in der Hand. Soweit dürfen wir natürlich niemals gehen. Die jährliche Wertverminderung (= Inflation) wäre auf 2 Prozent limitiert. Zudem wäre das so entstehende Zusatzvermögen des Staates für die Erhaltung unserer Infrastruktur bestimmt. Z.B. in http://www.migrosmaga​zin.ch/menschen/dossi​er/artikel/infrastruk​tur-wer-soll-das-beza​hlen ist ersichtlich, dass unglaublich grosse finanzielle Belastungen in den kommenden Jahren auf uns zukommen. Sie sind aussergewöhnlich hoch. Dies aus verschiedenen Gründen. Übliche Staatsaufgaben wie die Finanzierung der Schulen, der Armee oder der Sozialausgaben dürfen natürlich nicht auf diese Weise abgedeckt werden.
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