Karin Kündig

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Oktober 2010 Kommentar zu
Lehrermangel – Bildungsmangel?
Auch Lehrer mit den besten Voraussetzungen können ihre Fähigkeiten nicht einsetzen, wenn ihnen von Seiten der Schüler weder Respekt noch Lernwille entgegengebracht wird. Es werden immer mehr Fachpersonen und Fördergruppen herbeigezogen, aber die Hilfe der eigentlichen "Erzieher" wird immer weniger in Anspruch genommen. Sind in dieser Problematik nicht gerade wir Eltern gefragt? Würden sich Eltern interessierter und praktischer im Schulwesen involvieren (dürfen), so würde sich wohl einiges verändern am Image des Lehrerberufs und des Schulwesens schlechthin.
Meiner Meinung nach ist die Präsenz von Eltern im Schulalltag gefragt
- um zu gewährleisten, dass Schüler soziale Umgangsformen und Anstandsregeln beibehalten und nach Bedarf erlernen (gegenüber Lehrpersonen aber auch gegenüber anderen Schülern)
- um Schüler zu motivieren und ihnen (u.a. also den eigenen Kindern) durch ihr Interesse und ihren Einsatz vorzuleben, wie wichtig Bildung und Lernen ist
- um Hilfestellung bei Lernschwierigkeiten und zwischenmenschlichen Problemen zu leisten.
Statt Militärdienst hätten somit Eltern einmal im Jahr ein paar Tage "Schuldienst". Vielleicht ist so ein Einsatz in unserer berufsorientierten Gesellschaft schon unmöglich geworden - Bildung ist ökonomisch gesehen scheinbar weniger wichtig als das Militär. Aber vielleicht wäre es für alle Parteien (Kinder, Eltern, Lehrer) ein Schritt in Richtung Zusammenarbeit und gesellschaftliche Integration.
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