Lucio Maron FDP

Lucio Maron
Lucio Maron FDP
Wohnort: Jona
Beruf: Student
Jahrgang: 1983

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Beschneidungen: Religion und Recht
Am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag konnte man davon Zeuge wer­den, wie das Par­la­ment in un­se­rem nörd­li­chen Nach­bar­staat in Panik aus­brach. Dabei ging es nicht etwa dar­um, dass Spa­
Mit Mohammed-Strichmännch​en gegen religiöse Zensur
Hamsa Kasch­gari ist ein sau­di­scher Au­tor, der im Fe­bruar die­ses Jah­res zu ei­ni­gem Auf­se­hen in der Welt­presse ge­führt hat. In drei Tweets er­klärte er, dass er den Pro­phe­ten M
Grundeinkommen light
Prinzipiell klingt dass doch gut: 2500 Franken monatlich bar auf die Hand, ohne irgendwelche Bedingungen. Dies würde doch vielen Menschen erlauben, weniger für Lohn und Brot zu arbeiten und mehr
Ständerat entscheidet für die Freiheit und das Kindeswohl
Entgegen den Voten aus erzkonservativen Kreisen hat der Ständerat in einer denkbar knappen Abstimmung entschieden, das Adoptionsverbot für Homosexuelle Paare aufzuheben.Dieser Entscheid markiert

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Meine neusten Kommentare

August 2012 Kommentar zu
Beschneidungen: Religion und Recht
Sehr geehrter Herr Bachmann,

Also da muss ich gleich von Anfang an mal wiedersprechen. Ich bin der Autor dieses Artikels und was das Thema von dem Artikel sein soll oder nicht, entscheide immer noch ich. Unddas Thema, dass ich gewählt habe, ist die politische Reaktion des Bundestages in Deutschland auf die Feststellung, dass Beschneidungen Illegal sind. Ich stimme ihnen zu, dass Religionsfreiheit bei der Frage der Beschneidung letztlich keine Rolle spielt, bei dieser Reaktion ist das Thema aber sicher wichtig.

Ich muss ihnen auch stark darin wiedersprechen, dass mein Standpunkt antiliberal ist. Wenn sie meinen Artikel nochmals genau lesen, werden sie feststellen, dass ich darin gar keine Stellung zur Frage ob Beschneidungen verboten sein sollen gemacht habe.

Wenn wir ehrlich sind, bin ich aber durchaus der Ansicht, dass Beschneidungen illegal sind und bleiben müssen. Ich fordere kein Verbot für Beschneidungen. Ich fordere nur, dass das Gesetz, so wie es heute ist, durchgesetzt wird. Die Mediziner geben selbst zu, dass eine Beschneidung eine Körperverletzung ist und medizinisch nicht notwendig. Körperverletzungen, in die nicht eingewilligt wurden (und die nicht medizinisch zu dem Grad notwendig sind, dass man nach treu und glauben von einer impliziten Einwilligung ausgehen kann) sind verboten. Eine Einwilligung der Eltern für eine Körperverletzung an ihren Kindern ist klar Sittenwidrig, ansonsten hätte man zB. einen Fritzl ja kaum belangen können.

Ich weiss nicht was sie unter Liberalismus verstehen. Aber dass man im Liberalismus so wenig Staat wie möglich will, ist erst der zweite Satz. Der erste Satz ist: Der Staat muss umbedingt und in jedem Fall die Rechte seiner Bürger schützen, allen voran das Recht auf Freiheit, körperliche Unversehrtheit und Eigentum. Beschneidungen betreffen ganz klar die körperliche Unversehrtheit daher hat ein liberaler Staat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, hier einzugreifen.

Elte​rliche Gewalt dagegen wird schon von den ersten liberalen Denkern in der Luft zerrissen. John Lockes zweite Abhandlung über die Regierung ist mehr oder weniger das Manifest des liberalen Gedankenguts. Die erste Abhandlung handelt dagegen fast nur vom Thema, wieso Elterliche Gewalt kein Recht begründen kann. Bei allem Respekt, aber was sie vertreten ist irgendwo zwischen Libertarianismus und Anarchismus.

Was diese Krebsstudien angeht, kann ich sie auch auf Studien verweisen, welche festgelegt haben, dass beschnittene Menschen ein signifikant weniger erfülltes Sexualleben haben als unbeschnittene Männer. Und für jede studie die sie für einen positiven medizinischen Effekt einer Beschneidungins Feld führen, kann ich eine ins Feld führen, die einen negativen medizinischen Effekt nachweist. Und selbst wenn ich das nicht könnte, haben sie in ihrem Text gerade breit und lange erklärt, dass das Kindeswohl keinen eingriff in die Freiheitsrechte erlaubt. Dem Stimme ich zu. Deshalb ist das Kindeswohl auch kein Argument dafür, eine Beschneidung durchzuführen.

mfg Lucio Maron
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June 2012 Kommentar zu
Mit Mohammed-Strichmännch​en gegen religiöse Zensur
Ich habe nie behauptet, Muslime würden Mohamed anbeten. Die Übersetzung von einem der Tweets von Hamsa Kashgari besagt einfach, dass dieser 'Mohamed nicht anbeten will, sondern ihm die Hand schütteln will, als gleiche Person' vielleicht ist die übersetzung schlecht, vielleicht war der tweet an Allah gerichtet, vielleicht war es den Saudis auch einfach egal, dass sie Mohammed nicht anbeten.

Wie ich bereits in meinem text geschrieben habe: Es geht nicht um den Islam, es geht nicht um den Nahen Osten. Es geht darum, dass Religionen mir nicht vorzuschreiben haben, was ich zeichnen darf und was nicht. Es ist nicht meine Absicht Muslime zu beleidigen, indem ich Mohammed zeichne, aber wenn ich es doch tue: Mit allem Respekt, Pech für die Muslime. Was ist den das nächste? Das Biologie-Bücher verboten werden, weil sie im Widerspruch zur Bibel stehen?
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May 2012 Kommentar zu
Mehr Frauenpower
Ich muss vielleicht nochmals genauer werden. Bei der letzten KR-Wahl bei uns hatten wir 16 Listenplätze. Wir hatten 14 Leute, 3 Frauen und 11 Männer, die zugesagt haben, sie würden sich aufstellen lassen. Und jetzt erläutern sie mir bitte, wieso männliche Selbstüberschätzung Frauen daran gehindert hat, sich für die beiden übrigen Plätze zu melden. (Mal ganz davon abgesehen, dass eine ganze Reihe dieser 11 Männer mit Freuden seinen Listenplatz einer Frau überlassen hätten.)

Und dann bitte ich sie auch noch meine Ursprüngliche Frage zu beantworten: Was kann man dagegen tun?
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May 2012 Kommentar zu
Mehr Frauenpower
OK. Sie schlagen vor, dass das Problem an einem mangelnden Selbstvertrauen der Frauen im Allgemeinen liegt. Soziophilosophische Überlegungen, wieso das so ist mal zur Seite gelegt: Was kann man Konkret dagegen tun?

Könnten sie mir Beispiele nennen zu den Dingen in dieser Diskussion, die mir, wenn ich durch göttliche Intervention Morgen ohne Hoden aber mit einem Ovarium aufwache, mir den Spass an der Politik verderben würden? Ich bin etwas spät in die Debatte eingestiegen und habe nicht die Zeit alles durchzugehen.

Die Mehrheit der Diskussion scheint sich sowieso darum zu drehen, ob eine Quote sich Possitiv auf das Unternehmensergebniss​ auswirkt oder nicht. Aus meiner Sicht ist dies sowieso eine Debatte, die völlig am Ziel vorbeischiesst. Es ist nicht Aufgabe des Staates, die Unternehmensergebniss​e von Privatunternehmen zu verbessern, indem er Unternehmerische Entscheidungen für den Unternehmer trifft. Von dem her kann der wirtschaftliche Erfolg kein Argument für eine Quote sein.
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May 2012 Kommentar zu
Mehr Frauenpower
Interessant, aber ich hätte da eine andere Frage um Frauen und Politik. Sie haben im Eingangstext darauf hingewiesen, dass die Zahl der weiblichen National- und Ständeratenden(?) deutlich unter 50% stagniert. Das Problem geht aber tiefer. Schon auf den Listen zur Wahl findet man meistens weniger Frauen als Männer. Und aus meiner eigenen Arbeit in Regional- und Ortsparteien weiss ich, dass dies im normalfall nicht an einem chauvinistischen Weltbild liegt, sondern daran, dass es schlicht nicht mehr Frauen gibt, die bereit sind, sich auf eine Liste stellen zu lassen. Und das geht längst nicht nur den Bürgerlichen so. Es scheint also so, als ob Frauen sich nicht genug für Politik interessieren (aus was für Gründen auch immer). Was können wir dagegen tun?
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May 2012 Kommentar zu
Mehr Frauenpower
Humanitär ist etwas anderes als humanistisch. Eine humanistische Gesellschaft lehnt die Idee einer absoluten Moral welche von einer göttlichen Instanz eingeführt wurde prinzipiell ab. Die Anteil an Menschen, die sich in der Schweiz als Christlich bezeichnen nahm von 1970 bis 2000 von etwa 97% auf etwa 80% zurück. Der Anteil an Muslimen stieg von 0,3% auf 4,3%. Aber der Anteil an Menschen, die sich als Atheisten, Agnostiker und Konfessionslose bezeichnen stieg von 1% auf über 11%. Daneben gibt es noch eine Gruppe von Leuten, die keine Angaben machen. Diese stieg von 0,3% auf 4,3% und es macht durchaus sinn, dass ein nicht zu unterschätzender anteil dieser Menschen auch Atheisten, Agnostiker und Konfessionslose sind. Statistisch ist es also Unsinn, zu behaupten, das Christentum sei wieder erstarkt. Menschen die sich von Religionen losgesagt haben übertreffen in ihrer Anzahl die Muslime in unserem land nach wie vor um den Faktor 3:1 und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie das Christentum einholen. Den selbst mit sehr viel Fantasie macht die Heilsvorstellung des Christentums für einen aufgeklärten Menschen keinen Sinn. Aber wie gesagt, dass ist eine komplett andere Geschichte.
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May 2012 Kommentar zu
Grundeinkommen light
Fair enough, ich hätte vielleicht darauf hinweisen sollen, dass ich vom Modell der Initianten spreche und nicht einfach von der Initiative schlechthin. Nichts desto trotz haben die Initianten traditionell ein Wort bei der Umsetzung einer Initiative mitzureden, von dem her wäre es auch falsch, nur den Initiativtext anzuschauen und die Vorstellungen der Initianten zu ignorieren.
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May 2012 Kommentar zu
Grundeinkommen light
Bitte lesen sie dazu den dritten, vierten und fünften Abschnitt meines Textes. Danke :)
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May 2012 Kommentar zu
Mehr Frauenpower
Das ist natürlich eine ganz andere Debatte. Als historiker muss ich sagen: Wenn wir die letzten tausend Jahre betrachten ist das Christentum insgesamt unseren heutigen Werten genau so fremd, wie der Islam. Ich denke religionen insgesamt müssen eine Abwertung in unserer Gesellschaft erfahren, wollen wir unsere humanistischen Werte erhalten. Religionsfreiheit muss als ein negatives Abwehrrecht der Bürger gegen die Religion verstanden werden, nicht als possitives Sonderrecht, von religiösen Gruppierungen um ihre Partikularintressen durchzusetzen. Schneller als die Zahl der Muslime steigt in der westlichen Welt die Zahl der Menschen, die organisierter Religion komplett entsagen, nicht länger 2000+ Jährige Schriften als moralischen Kompass akzeptieren und stattdessen der Vernunft und der Wissenschaft auf der Suche nach Antworten zuwenden. Nur diese Gruppe kann ein Garant dafür sein, dass wir nie wieder religiösem Fanatismus ausgesetzt sind.
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May 2012 Kommentar zu
Mehr Frauenpower
Ich finde einfach, dass hier mit zwei verschieden langen Ellen gemessen wird. Die Katholische Kirche zahlt keinen Rappen steuern, ja wird sogar durch leistungen vom Steuerzahler unterstützt, indem wir zB. auf Staatskosten ihre Mitgliederbeiträge einkassieren. Trotzdem sollen sie frauen diskriminieren dürfen, soviel sie wollen. Auf der anderen Seite will man privaten Unternehmen, die keinerlei direkte Unterstützung vom Staat erhalten und obendrein noch Steuern an den Staat zahlen vorschreiben, wie die Geschlechterverteilun​g auszusehen hat. Die Forderung sollte ganz klar sein: Entweder können Frauen bei der RKK jedes Amt innehaben, dass Männer auch innehaben können, oder sie sammelt ihre Mitgliederbeiträge in Zukunft selber ein.

Wieso sollten Leute die Kirchensteuern zahlen von diesen 4% Kultursteuer verschont bleiben? Dadurch schaft man nur falsche Anreize...
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