Patrick Menz BDP
Steuergeld? - Nein, Danke!
Die SPD geführten Bundesländer haben in der vergangenen Woche ein Steuerabkommen zu Fall gebracht, dass dem deutschen Staat satte Einnahmen mit wenig Aufwand beschert hätte. Und dies obschon die...
Die SPD geführten Bundesländer haben in der vergangenen Woche ein Steuerabkommen zu Fall gebracht, dass dem deutschen Staat satte Einnahmen mit wenig Aufwand beschert hätte. Und dies obschon die...
Mehr Vorschriften = Weniger Probleme?
Der Nationalrat will die Herausgabe von Kreditkarten an unter 25 Jährige einschränken, um damit das Problem der Überschuldung zu lösen. Aber können mehr Vorschriften überhaupt zu einer Lösung des
Der Nationalrat will die Herausgabe von Kreditkarten an unter 25 Jährige einschränken, um damit das Problem der Überschuldung zu lösen. Aber können mehr Vorschriften überhaupt zu einer Lösung des
Ja zum Buch?
Die Befürworter der Buchpreisbindung sind der Ansicht, dass mit diesem Gesetz nicht nur die Preise fallen würden, sondern auch die Vielfalt auf dem Buchmarkt gewährleistet werden kann - als
Die Befürworter der Buchpreisbindung sind der Ansicht, dass mit diesem Gesetz nicht nur die Preise fallen würden, sondern auch die Vielfalt auf dem Buchmarkt gewährleistet werden kann - als
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Dafür setze ich mich ein
-ein schlanker Staat-Bildungsstätte Schweiz
-Finanzplatz Schweiz
-Integrationspolitik mit fördern und fordern, nach kanadischem Vorbild
-kleine aber schlagkräftige Armee (keine Neuen Kampfjets)
-gute Rahmenbedingungen für die Schweizer Wirtschaft
-liberale Gesellschaft
-Umweltschutz
Das habe ich erreicht
-Mitglied GL BDP TG-Vorstandsmitglied BDP Arbon
-Matur
-Praxiserfahrung
-FCE, CAE & CPE
-gelebte Internationalität
Meine politischen Ämter und Engagements
| 2010 | - | Mitglied Geschäftsleitung BDP Thurgau | |
| - | [Kandidatur] Kantonsrat | ||
| 2009 | - | Mitglied Vorstand BDP Bezirk Arbon |
Hobbies / Interessen
Sport, Politik, Börse, Autos, ReisenMeine neusten Kommentare
Februar 2012 Kommentar zu
Ja zum Buch?
"Der Volg-Vergleich greift nicht: Essen braucht man jeden Tag, egal wies im Portemonnaie aussieht;[...]"
Es spricht aber nichts dagegen sich das Essen beim Discounter zu besorgen oder beim Coop oder bei der Migros. Sie sehen also das der Vergleich überhaupt nicht hinkt. Zumal - wie erwähnt - auch (Elektro-)Fachgeschäfte überleben können.
"(Zum Pathos linker Politiker: Ich wähle GLP und BDP. Ausschliesslich! Imfall ;) )"
Das freut mich natürlich sehr. Besten Dank.
"Die Frage nach innovativen Neuerungen, die im Buchmarkt bestehen könnten, taucht natürlich nicht erst jetzt auf. Die Möglichkeiten, die die Kulturbranche im Allgemeinen hat, sind allerdings sehr beschränkt."
Mir ging es nun nicht so sehr um das Buch an sich, sondern darum was ein Laden seinen Kunden konkret bieten kann - an Mehrwert. Das ist sicher keine leichte Aufgabe, aber so könnte man natürlich eine langfristige Kundenbindung aufbauen. Gewissermassen relationales Marketing. Denn das Produkt bleibt identisch, egal ob im Exlibris erworben oder im Buchladen um die Ecke. Proaktives Verkaufen, CRM, Bonusprogramme, Joint Ventures um nur einige Beispiele zu nennen. In wie fern diese Möglichkeiten in der Branche umsetzbar bzw. denkbar sind kann ich als Aussenstehender aber zu wenig beurteilen.
Weiterhin alles Gute und viel Erfolg!
Ja zum Buch?
"Der Volg-Vergleich greift nicht: Essen braucht man jeden Tag, egal wies im Portemonnaie aussieht;[...]"
Es spricht aber nichts dagegen sich das Essen beim Discounter zu besorgen oder beim Coop oder bei der Migros. Sie sehen also das der Vergleich überhaupt nicht hinkt. Zumal - wie erwähnt - auch (Elektro-)Fachgeschäfte überleben können.
"(Zum Pathos linker Politiker: Ich wähle GLP und BDP. Ausschliesslich! Imfall ;) )"
Das freut mich natürlich sehr. Besten Dank.
"Die Frage nach innovativen Neuerungen, die im Buchmarkt bestehen könnten, taucht natürlich nicht erst jetzt auf. Die Möglichkeiten, die die Kulturbranche im Allgemeinen hat, sind allerdings sehr beschränkt."
Mir ging es nun nicht so sehr um das Buch an sich, sondern darum was ein Laden seinen Kunden konkret bieten kann - an Mehrwert. Das ist sicher keine leichte Aufgabe, aber so könnte man natürlich eine langfristige Kundenbindung aufbauen. Gewissermassen relationales Marketing. Denn das Produkt bleibt identisch, egal ob im Exlibris erworben oder im Buchladen um die Ecke. Proaktives Verkaufen, CRM, Bonusprogramme, Joint Ventures um nur einige Beispiele zu nennen. In wie fern diese Möglichkeiten in der Branche umsetzbar bzw. denkbar sind kann ich als Aussenstehender aber zu wenig beurteilen.
Weiterhin alles Gute und viel Erfolg!

Februar 2012 Kommentar zu
Ja zum Buch?
Ich hatte jetzt eigentlich einen schönen Text im Kopf um Ihre Argumente zu widerlegen und auch die passenden Zahlen vorzuweisen. Allerdings: Quervergleiche hinken, Statistiken sind selten monokausal und letztendlich bleiben die Auswirkungen Spekulation. Deshalb möchte ich Ihnen konstruktiv einen Input geben:
Der Strukturwandel ist da. Immer mehr Buchhandlungen müssen schliessen, die Aufhebung der BPB würde diesen Trend nur beschleunigen.
Film- und Musikindustrie haben den Wandel ihrer Industrie lange verpasst. Der Buchbranche muss es doch aber nicht gleich gehen. Ich frage mich: Warum überlebt der Volg oder der Beck bei uns im Dorf, obwohl beide preislich nicht mit der übermächtigen Konkurrenz mithalten können. Warum überlebt das Elektrofachgeschäft, obwohl der „Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markt“ nicht weit weg ist? Diese Geschäfte scheinen den Konsumenten etwas zu geben, was sie woanders nicht bekommen - einen Mehrwert, auch wenn dieser offensichtlich nicht finanziell ist. Für mich muss sich die Buchbranche also die Frage stellen: Welchen Mehrwert können wir als Branche, als kleine Läden oder auch als kleiner Verlag dem Kunden bieten? Wie machen wir aus dem Buchkauf ein Erlebnis?
Stellen Sie sich vor: Nicht nur ihre Branche muss sich beweisen. In praktisch jeder Branche verändern sich die Gegebenheiten, muss man sich von Zeit zu Zeit neu erfinden und es erschliesst sich mir nicht, warum das nicht auch auf die Buchbranche zutreffen sollte. Ausser Sie können mir sachlich erklären, was ein Buch zum Kulturgut werden lässt, und warum eine CD oder ein Film das nicht sein kann bzw. was den Sonderstatus Buch rechtfertigt. Und lassen Sie bitte den Pathos weg, davon haben die linken Politiker bereits genug verwendet.
Gute Geschäfte und Ideen überleben fast jede Krise, das hat die Schweizer Wirtschaft in den letzten Jahren eindrücklich aufgezeigt. Zeit die Zügel selbst in die Hand zu nehmen und innovativ zu werden, dann sehe ich für Ihre Branche auch wieder gute Zeiten in Sicht...
P.S.: Das Sie als direkt Betroffener eine andere Sichtweise haben ist für mich nachvollziehbar, aber lassen Sie es sich doch zumindest durch den Kopf gehen. Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Erfolg und gönne es Ihnen auch.
Ja zum Buch?
Ich hatte jetzt eigentlich einen schönen Text im Kopf um Ihre Argumente zu widerlegen und auch die passenden Zahlen vorzuweisen. Allerdings: Quervergleiche hinken, Statistiken sind selten monokausal und letztendlich bleiben die Auswirkungen Spekulation. Deshalb möchte ich Ihnen konstruktiv einen Input geben:
Der Strukturwandel ist da. Immer mehr Buchhandlungen müssen schliessen, die Aufhebung der BPB würde diesen Trend nur beschleunigen.
Film- und Musikindustrie haben den Wandel ihrer Industrie lange verpasst. Der Buchbranche muss es doch aber nicht gleich gehen. Ich frage mich: Warum überlebt der Volg oder der Beck bei uns im Dorf, obwohl beide preislich nicht mit der übermächtigen Konkurrenz mithalten können. Warum überlebt das Elektrofachgeschäft, obwohl der „Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markt“ nicht weit weg ist? Diese Geschäfte scheinen den Konsumenten etwas zu geben, was sie woanders nicht bekommen - einen Mehrwert, auch wenn dieser offensichtlich nicht finanziell ist. Für mich muss sich die Buchbranche also die Frage stellen: Welchen Mehrwert können wir als Branche, als kleine Läden oder auch als kleiner Verlag dem Kunden bieten? Wie machen wir aus dem Buchkauf ein Erlebnis?
Stellen Sie sich vor: Nicht nur ihre Branche muss sich beweisen. In praktisch jeder Branche verändern sich die Gegebenheiten, muss man sich von Zeit zu Zeit neu erfinden und es erschliesst sich mir nicht, warum das nicht auch auf die Buchbranche zutreffen sollte. Ausser Sie können mir sachlich erklären, was ein Buch zum Kulturgut werden lässt, und warum eine CD oder ein Film das nicht sein kann bzw. was den Sonderstatus Buch rechtfertigt. Und lassen Sie bitte den Pathos weg, davon haben die linken Politiker bereits genug verwendet.
Gute Geschäfte und Ideen überleben fast jede Krise, das hat die Schweizer Wirtschaft in den letzten Jahren eindrücklich aufgezeigt. Zeit die Zügel selbst in die Hand zu nehmen und innovativ zu werden, dann sehe ich für Ihre Branche auch wieder gute Zeiten in Sicht...
P.S.: Das Sie als direkt Betroffener eine andere Sichtweise haben ist für mich nachvollziehbar, aber lassen Sie es sich doch zumindest durch den Kopf gehen. Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Erfolg und gönne es Ihnen auch.

Februar 2012 Kommentar zu
Ja zum Buch?
Gerne nehme ich zur Ihren Inputs Stellung:
1. Es geht hier primär nicht darum, dass Schweizer ins Ausland fahren um Bücher einzukaufen, sondern das sie diese Online bestellen (bei Amazon.de zum Beispiel). Es ist zwar richtig, das Deutschland die Preisbindung kennt, aber der Deutsche Verlagspreis liegt trotzdem oft unter dem in der Schweiz - und das deutlich. Auch weil Deutsche Verlage in der Schweiz von der Hochpreisinsel profitieren wollen, bzw. die Schweizer Kunden zu Deutschen Händlern treiben wollen. Und: Amazon versendet die Bücher in jedem Fall Versandkostenfrei in die Schweiz und zieht die MwSt noch ab. Zusammen mit dem günstigen EUR/CHF Kurs ergibt das ziemlich günstige Bücher. Im Moment können Schweizer Händler den Preis mitgehen, oder sogar unterbieten, weil sie flexibel sind und nicht an einen Preis gebunden. Das zeigen auch die Zahlen: Wurden vor der Abschaffung der Buchpreisbindung noch Bücher im Wert von 125 Mio. CHF von Amazon in die Schweiz verkauft, so sind es heute rund 35% weniger. Die Abschaffung der Preisbindung hilft also den heimischen Buchhändlern mehr, als sie schadet.
Im Weiteren ist es eine Illusion zu glauben, man könne die Preisbindung auch für ausländische Online Händler durchsetzen. Somit wird der Bumerang "Buchpreisbindung" hier die Händler am härtesten treffen.
Stichwort "E-Books": Ich glaube schon, dass es gedruckte Bücher noch eine Weile geben wird, aber der Markt der elektronischen Bücher wird wachsen und damit wird die Preisbindung noch weniger umsetzbar
Kurz zum Vergleich mit GB: Der Markt in GB ist ein anderer und war schon vor der Abschaffung der Preisbindung konzentrierter (Sowohl im Bezug auf Händler als auch auf Titelvielfalt). Ab 1995 wurde der Prozess allenfalls beschleunigt. Zum Preis: Es ist genau passiert, was abzusehen war. Die Preise für Bestseller sind gesunken, während Fach- und Nieschenbücher teurer wurden. Unter der Annahme, dass der Grossteil der verkauften Bücher Bestseller sind hat sich aber das Preisniveau durchschnittlich eher gesenkt. Die Preise müssen nämlich in Relation zu den verkauften Büchern gesehen werden und nicht nur zum zahlenmässigen Buchangebot. Wenn 80% der Käufer 10% und mehr bei den Büchern sparen, und 20% im Schnitt 7,5% mehr bezahlen, dann profitieren unterm Strich fast alle.
Ja zum Buch?
Gerne nehme ich zur Ihren Inputs Stellung:
1. Es geht hier primär nicht darum, dass Schweizer ins Ausland fahren um Bücher einzukaufen, sondern das sie diese Online bestellen (bei Amazon.de zum Beispiel). Es ist zwar richtig, das Deutschland die Preisbindung kennt, aber der Deutsche Verlagspreis liegt trotzdem oft unter dem in der Schweiz - und das deutlich. Auch weil Deutsche Verlage in der Schweiz von der Hochpreisinsel profitieren wollen, bzw. die Schweizer Kunden zu Deutschen Händlern treiben wollen. Und: Amazon versendet die Bücher in jedem Fall Versandkostenfrei in die Schweiz und zieht die MwSt noch ab. Zusammen mit dem günstigen EUR/CHF Kurs ergibt das ziemlich günstige Bücher. Im Moment können Schweizer Händler den Preis mitgehen, oder sogar unterbieten, weil sie flexibel sind und nicht an einen Preis gebunden. Das zeigen auch die Zahlen: Wurden vor der Abschaffung der Buchpreisbindung noch Bücher im Wert von 125 Mio. CHF von Amazon in die Schweiz verkauft, so sind es heute rund 35% weniger. Die Abschaffung der Preisbindung hilft also den heimischen Buchhändlern mehr, als sie schadet.
Im Weiteren ist es eine Illusion zu glauben, man könne die Preisbindung auch für ausländische Online Händler durchsetzen. Somit wird der Bumerang "Buchpreisbindung" hier die Händler am härtesten treffen.
Stichwort "E-Books": Ich glaube schon, dass es gedruckte Bücher noch eine Weile geben wird, aber der Markt der elektronischen Bücher wird wachsen und damit wird die Preisbindung noch weniger umsetzbar
Kurz zum Vergleich mit GB: Der Markt in GB ist ein anderer und war schon vor der Abschaffung der Preisbindung konzentrierter (Sowohl im Bezug auf Händler als auch auf Titelvielfalt). Ab 1995 wurde der Prozess allenfalls beschleunigt. Zum Preis: Es ist genau passiert, was abzusehen war. Die Preise für Bestseller sind gesunken, während Fach- und Nieschenbücher teurer wurden. Unter der Annahme, dass der Grossteil der verkauften Bücher Bestseller sind hat sich aber das Preisniveau durchschnittlich eher gesenkt. Die Preise müssen nämlich in Relation zu den verkauften Büchern gesehen werden und nicht nur zum zahlenmässigen Buchangebot. Wenn 80% der Käufer 10% und mehr bei den Büchern sparen, und 20% im Schnitt 7,5% mehr bezahlen, dann profitieren unterm Strich fast alle.

Februar 2012 Kommentar zu
Wem der Soziale Frieden etwas wert ist,....
Sehr geehrte Frau Fehr,
bei Ihrer Argumentation machen Sie zwei fundamentale Fehlannahmen:
Betrachten Sie CHF 4000 als das schweizweite Minimum. Dabei vergessen Sie aber, dass die Schweiz ein föderalistischer und durchwegs heterogener Staat ist. Sie können nicht wirklich die Situation von Genf oder Zürich mit derjenigen von Frick vergleichen. Steuern, Löhne (und damit Preise) sowie Mieten - um nur einige Beispiele zu nennen - variieren je nach Standort. Ein einheitlicher Mindestlohn benachteiligt deshalb einen nicht zu verachtenden Teil der Arbeitnehmer.
Wieder einmal wird Grossbritannien mit der Schweiz verglichen (vgl. Buchpreisdebatte). Ja, GB kennt den Mindestlohn, aber im Unterschied zu Ihrem Vorschlag wird der nicht in die Verfassung geschrieben, sondern wird de facto von der Low Payment Comission, welcher neben Gewerkschaftsvertretern auch Wirtschaftsvertreter angehören, bestimmt. Damit wird sichergestellt, dass die Arbeitsmarktsituation variabel bleibt. Der Mindestlohn wurde in GB 1999 eingeführt. Danach sank die Arbeitslosenquote, das ist richtig. Was Sie aber verschweigen: Bereits in den Jahren davor (1993-1999) hat die Arbeitslosenquote von 10.5% auf 5.7% abgenommen - ganz ohne Mindestlohn, aber im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs. Dieser Aufschwung setzte sich nach der Einführung fort. In praktisch allen europäischen Ländern nahm die Arbeitslosigkeit nach der Jahrtausendwende markant ab. In GB kamen eine gelockerte Geldpolitik sowie verbesserte Rahmenbedingungen hinzu, um die negativen Effekte des Mindestlohns abzufedern. Die positive Entwicklung der Arbeitsmarktdaten in den folgenden Monaten können Sie also unmöglich auf den Mindestlohn zurückführen. Wie erklären Sie sich, dass GB heute wieder 8.5% Arbeitslose hat, was letztmals 1995 der Fall war?
Auch Irland hat nach der Einführung des Mindestlohns im Jahr 2000 erneut die Arbeitslosenquote senken können - allerdings ist der Mindestlohn auch hier in eine Boom-Phase gefallen. Weiters arbeiteten - wegen vieler Ausnahmen - gerade einmal 3% der Beschäftigten im Mindestlohn - das ist jeder 33. Arbeitnehmer. Auf die Gesamtzahl der Arbeitssuchenden lässt sich somit kein signifikanter Trend ableiten. Eine Studie (Evaluating the Impact of a National Minimum Wage: Evidence from a new Survey of Firms) zeigt aber, dass sich der Mindestlohn negativ auf die Beschäftigung in jenen Unternehmen ausgewirkt hat, die besonders davon betroffen waren.
Wem der Soziale Frieden etwas wert ist,....
Sehr geehrte Frau Fehr,
bei Ihrer Argumentation machen Sie zwei fundamentale Fehlannahmen:
Betrachten Sie CHF 4000 als das schweizweite Minimum. Dabei vergessen Sie aber, dass die Schweiz ein föderalistischer und durchwegs heterogener Staat ist. Sie können nicht wirklich die Situation von Genf oder Zürich mit derjenigen von Frick vergleichen. Steuern, Löhne (und damit Preise) sowie Mieten - um nur einige Beispiele zu nennen - variieren je nach Standort. Ein einheitlicher Mindestlohn benachteiligt deshalb einen nicht zu verachtenden Teil der Arbeitnehmer.
Wieder einmal wird Grossbritannien mit der Schweiz verglichen (vgl. Buchpreisdebatte). Ja, GB kennt den Mindestlohn, aber im Unterschied zu Ihrem Vorschlag wird der nicht in die Verfassung geschrieben, sondern wird de facto von der Low Payment Comission, welcher neben Gewerkschaftsvertretern auch Wirtschaftsvertreter angehören, bestimmt. Damit wird sichergestellt, dass die Arbeitsmarktsituation variabel bleibt. Der Mindestlohn wurde in GB 1999 eingeführt. Danach sank die Arbeitslosenquote, das ist richtig. Was Sie aber verschweigen: Bereits in den Jahren davor (1993-1999) hat die Arbeitslosenquote von 10.5% auf 5.7% abgenommen - ganz ohne Mindestlohn, aber im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs. Dieser Aufschwung setzte sich nach der Einführung fort. In praktisch allen europäischen Ländern nahm die Arbeitslosigkeit nach der Jahrtausendwende markant ab. In GB kamen eine gelockerte Geldpolitik sowie verbesserte Rahmenbedingungen hinzu, um die negativen Effekte des Mindestlohns abzufedern. Die positive Entwicklung der Arbeitsmarktdaten in den folgenden Monaten können Sie also unmöglich auf den Mindestlohn zurückführen. Wie erklären Sie sich, dass GB heute wieder 8.5% Arbeitslose hat, was letztmals 1995 der Fall war?
Auch Irland hat nach der Einführung des Mindestlohns im Jahr 2000 erneut die Arbeitslosenquote senken können - allerdings ist der Mindestlohn auch hier in eine Boom-Phase gefallen. Weiters arbeiteten - wegen vieler Ausnahmen - gerade einmal 3% der Beschäftigten im Mindestlohn - das ist jeder 33. Arbeitnehmer. Auf die Gesamtzahl der Arbeitssuchenden lässt sich somit kein signifikanter Trend ableiten. Eine Studie (Evaluating the Impact of a National Minimum Wage: Evidence from a new Survey of Firms) zeigt aber, dass sich der Mindestlohn negativ auf die Beschäftigung in jenen Unternehmen ausgewirkt hat, die besonders davon betroffen waren.

