Paulsen Jens
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Vor 27 Tagen Kommentar zu
Kindersegen
Sehr geehrter Herr Siegenthaler,
Sie haben Recht - Kinder sind so robust wie die Umwelt sie sein lässt. Auch wir haben lieber im Gebüsch gespielt statt beim SUVA-konformen Kinderspielplatz, und dabei so manchen Kratzer erwischt - wobei Kinder beides lieben.
Aber: Häusliche Gewalt und Kindesmisshandlungen kommen vor. Leider. Wenn man den Schutz der körperlichen Unversehrteheit sowie allgemein die Abwendung vom Recht des Stärkeren zum Rechtsstaat hin als eine der grundlegenden Aufgaben des Staates ansieht, dann MUSS der Staat eingreifen, wenn es Anzeichen solcher Taten gibt. Die Privatsphäre hört dort auf, wo es um den Schutz grundlegender Menschenrechte geht.
Das Pflegepersonal vermag Verletzungen durch Unfälle sehr wohl von solchen durch Misshandlungen zu unterscheiden, wie ich aus eigener Erfahrung weiss. Der Preis dafür mag sein, dass einmal eine Befragung zum Verletzungshergang etwas umständlicher sein mag als sie sein müsste. Andereseits haben aufmerksame Ärzte schon viel Leid von Kindern verhindert - dafür sollte man ihnen dankbar sein.
Kindersegen
Sehr geehrter Herr Siegenthaler,
Sie haben Recht - Kinder sind so robust wie die Umwelt sie sein lässt. Auch wir haben lieber im Gebüsch gespielt statt beim SUVA-konformen Kinderspielplatz, und dabei so manchen Kratzer erwischt - wobei Kinder beides lieben.
Aber: Häusliche Gewalt und Kindesmisshandlungen kommen vor. Leider. Wenn man den Schutz der körperlichen Unversehrteheit sowie allgemein die Abwendung vom Recht des Stärkeren zum Rechtsstaat hin als eine der grundlegenden Aufgaben des Staates ansieht, dann MUSS der Staat eingreifen, wenn es Anzeichen solcher Taten gibt. Die Privatsphäre hört dort auf, wo es um den Schutz grundlegender Menschenrechte geht.
Das Pflegepersonal vermag Verletzungen durch Unfälle sehr wohl von solchen durch Misshandlungen zu unterscheiden, wie ich aus eigener Erfahrung weiss. Der Preis dafür mag sein, dass einmal eine Befragung zum Verletzungshergang etwas umständlicher sein mag als sie sein müsste. Andereseits haben aufmerksame Ärzte schon viel Leid von Kindern verhindert - dafür sollte man ihnen dankbar sein.

April 2012 Kommentar zu
Aus alt mach' neu
"Wenn heute Wirtschaftsstudentinnen nicht einmal mehr berechnen können, vieviele Jahre es dauert, bis sich ein heut einbezahltes Kapital zu 2% verzinst, vedoppelt, liegt der Hund woanders begraben! Übrigens wurde die Aufgabe ohne Berücksichtigung von Teuerung und Kontoverzinsung gestellt."
Das kann vermutlich niemand - Zins 2%, Berechnung aber ohne Berücksichtigung der Kontoverzinsung gestellt - wie soll das bitte gehen?
Aus alt mach' neu
"Wenn heute Wirtschaftsstudentinnen nicht einmal mehr berechnen können, vieviele Jahre es dauert, bis sich ein heut einbezahltes Kapital zu 2% verzinst, vedoppelt, liegt der Hund woanders begraben! Übrigens wurde die Aufgabe ohne Berücksichtigung von Teuerung und Kontoverzinsung gestellt."
Das kann vermutlich niemand - Zins 2%, Berechnung aber ohne Berücksichtigung der Kontoverzinsung gestellt - wie soll das bitte gehen?

März 2012 Kommentar zu
Der EU beitreten heisst Souveränität gewinnen
Es fragt sich doch, woran man Souveränität messen soll.
Das tägliche Leben wird durch die Finanzmärkte und die internationalen Konzerne weitestgehend bestimmt - verteidigen wir also unseren Luftraum (den zwar niemand bedroht) mit neuen Fliegern und das Recht, selber zu bestimmen, was auf den Gummibärchenpackungen stehen muss.
Immerhin hat diese böse EU uns seit über 60 Jahren vor Kriegen in Westeuropa verschont, die vorher beispielsweise zwischen Deutschland und Frankreich so alle 40 Jahre einmal auszubrechen pflegten, mit riesigen Kollateralschäden für unseren ganzen Kulturraum. Sie hat aus Erbfeinden gute Nachbarn gemacht, und das ist auch in userem ureigensten Interesse.
Der EU beitreten heisst Souveränität gewinnen
Es fragt sich doch, woran man Souveränität messen soll.
Das tägliche Leben wird durch die Finanzmärkte und die internationalen Konzerne weitestgehend bestimmt - verteidigen wir also unseren Luftraum (den zwar niemand bedroht) mit neuen Fliegern und das Recht, selber zu bestimmen, was auf den Gummibärchenpackungen stehen muss.
Immerhin hat diese böse EU uns seit über 60 Jahren vor Kriegen in Westeuropa verschont, die vorher beispielsweise zwischen Deutschland und Frankreich so alle 40 Jahre einmal auszubrechen pflegten, mit riesigen Kollateralschäden für unseren ganzen Kulturraum. Sie hat aus Erbfeinden gute Nachbarn gemacht, und das ist auch in userem ureigensten Interesse.

März 2012 Kommentar zu
Der Bund soll seine Fehler selber berappen!
Wettbewerb funktioniert im Gesundheitswesen nur bedingt, weil, wenn beispielsweise jemand eine Blinddarmentzündung hat, dieser dann gewöhnlich nicht zuerst 7 Offerten einholt und erst nachher zum Arzt seiner Wahl geht.
Vileleicht wäre eine obligatorische Grundversicherung die bessere Wahl, die nur das abdeckt, was einen wirklich ruinieren kann, also beispielsweise längere Spitalaufenthalte und gewisse Krankheiten? Wer mag, kann sich ja dann zusätzlich noch privat gegen alle möglichen Zipperlein versichern.
Die jährlichen Bürokratieorgien mit abmelden, anmelden, neuer Vertrag, neue Versicherungskarte usw. wäre hiermit ebenfalls unnötig.
Der Bund soll seine Fehler selber berappen!
Wettbewerb funktioniert im Gesundheitswesen nur bedingt, weil, wenn beispielsweise jemand eine Blinddarmentzündung hat, dieser dann gewöhnlich nicht zuerst 7 Offerten einholt und erst nachher zum Arzt seiner Wahl geht.
Vileleicht wäre eine obligatorische Grundversicherung die bessere Wahl, die nur das abdeckt, was einen wirklich ruinieren kann, also beispielsweise längere Spitalaufenthalte und gewisse Krankheiten? Wer mag, kann sich ja dann zusätzlich noch privat gegen alle möglichen Zipperlein versichern.
Die jährlichen Bürokratieorgien mit abmelden, anmelden, neuer Vertrag, neue Versicherungskarte usw. wäre hiermit ebenfalls unnötig.

März 2012 Kommentar zu
Viel Steuergelder mit sehr geringer Wirkung verschenkt
Der Beitrag bringt es auf den Punkt ... was nützen Abzüge (vom steuerpflichtigen Nettoeinkommen) den Leuten, die sowieso schon fast nichts bezahlen, weil sie ein sehr kleines Einkommen haben?
Es wäre wesentlich zielführender, *alle Abzüge* sowie auch noch die Mehrwertsteuer abzuschaffen und das, was man fördern will, ausschliesslich und gezielt durch Direktbeiträge zu fördern, also beispielsweise Kinder durch höhere Familienzulagen statt durch höhere Kinderabzüge beim Einkommen.
Ob der Staat jegliche Einnahmenüberschüsse sofort durch Steuersenkungen vermeiden soll, wäre frühestens dann zu diskutieren, wenn es keine Schulden mehr zu bedienen gibt. Mit Steuereinnahmen Schulden zu bedienen ist noch dümmer, als diejenigen zu fördern, die es eigentlich gar nicht brauchen.
Viel Steuergelder mit sehr geringer Wirkung verschenkt
Der Beitrag bringt es auf den Punkt ... was nützen Abzüge (vom steuerpflichtigen Nettoeinkommen) den Leuten, die sowieso schon fast nichts bezahlen, weil sie ein sehr kleines Einkommen haben?
Es wäre wesentlich zielführender, *alle Abzüge* sowie auch noch die Mehrwertsteuer abzuschaffen und das, was man fördern will, ausschliesslich und gezielt durch Direktbeiträge zu fördern, also beispielsweise Kinder durch höhere Familienzulagen statt durch höhere Kinderabzüge beim Einkommen.
Ob der Staat jegliche Einnahmenüberschüsse sofort durch Steuersenkungen vermeiden soll, wäre frühestens dann zu diskutieren, wenn es keine Schulden mehr zu bedienen gibt. Mit Steuereinnahmen Schulden zu bedienen ist noch dümmer, als diejenigen zu fördern, die es eigentlich gar nicht brauchen.

März 2012 Kommentar zu
Raumplanung: Plädoyer für eine kluge Revision
Ich befürchte, es wird eine weitere Notbremse brauchen.
Die Mühe der Gebirgskantone, den Volksentscheid zu den Zweitwohnungen zu akzeptieren, zeigt, dass der Verstand beim Profit aufhört - Gier frisst Hirn.
In Bezug auf die Landschaft handelt man wie ein Bauer, der die Kühe statt die Milch verkauft. Das geht so lange gut, wie man noch Kühe im Stall hat - aber was nachher?
Raumplanung: Plädoyer für eine kluge Revision
Ich befürchte, es wird eine weitere Notbremse brauchen.
Die Mühe der Gebirgskantone, den Volksentscheid zu den Zweitwohnungen zu akzeptieren, zeigt, dass der Verstand beim Profit aufhört - Gier frisst Hirn.
In Bezug auf die Landschaft handelt man wie ein Bauer, der die Kühe statt die Milch verkauft. Das geht so lange gut, wie man noch Kühe im Stall hat - aber was nachher?

März 2012 Kommentar zu
Ja zu einer eidgenössischen Erbschaftssteuer
Bevor hier Missverständnisse aufkommen:
- Die Frage, wieviel soll der Staat an Stuergeldern erhalten, ist getrennt zu betrachten von der Frage, wo er es holen soll. Hier geht es nur um die zweite Frage. Die Antwort "bei den anderen" ist unfair.
- Das Steuersystem sollte vereinfacht werden: Einnahmen sind Einnahmen, egal woher. Abzüge gibts für Kinder, für die Pflege von anderen Menschen, sowie einen Freibetrag für das Existenzminimum. Was darüber ist, wird progressiv direkt besteuert - alle anderen Steuern fallen dann weg. Es gibt keine Sonderabzüge, denn das sind meist Ergebnisse politischer Lobbyarbeit.
- Die Steuerkonkurrenz zwischen Gemeinden und Kantonen muss aufhören; weil viele Leistungen der öffentlichen Hand auch auswärts bezogen werden, weil die Bevölkerung allgemein mobiler ist als früher und weil davon nur die Leute profitieren, die soviel Geld haben, dass sie den Wohnort trotz horrender Preise in Steuerparadiesen "optimieren" können.
- Es soll nur noch eine einheitliche Steuererklärung für die ganze Schweiz geben, die Kantone können dann wie jetzt die Gemeinden mit unterschiedlichen Ansätzen arbeiten.
- Die Steuerlast soll sich, wie in der Bundesverfassung festgehalten, ausschliesslich an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientieren und nicht daran, wie leicht es greifbar ist. Einkommen durch Eigenarbeit ist steuerlich gegenüber leistungslosem Einkommen (aus Zinsen, Mieten, Dividenden usw.) zu begünstigen.
- Bei den Rentenbeiträgen ist angemessen zu berücksichtigen, dass Leute, die Kinder haben, dadurch einen wesentlichen Anteil an die Rentensicherung der Zukunft leisten; dies wäre bei den Beitragssätzen zu berücksichtigen.
- Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern wie Schwarzfahren eine Form von Parasitismus. Ob jemand 10'000 Steuern "spart" oder 10'000 Sozialhilfe erschleicht, ist das selbe.
- Die Wähler müssen damit aufhören, Leute zu wählen, die durch unhaltbare Versprechen die Wähler mit ihren eigenen Steuergeldern bestechen. Steuersenkungen erst, wenn der Staat keine Schulden hat - Schuldzinsen bezahlen ist das dümmste, was man mit Steuergeldern machen kann. Sowohl das hemmungslose Austeilen von staatlichen Mitteln an Leute, die kein Geld haben (Sozialhilfe) wie an solche, die schon sehr viel haben (Steuergeschenke an Reiche) muss aufhören.
Wenn man eine Gesellschaft der Gleichberechtigung glaubt - gleiche Chancen für alle, gleiche Startbedingungen für alle, materielles Wohlergehen gemäss persönlicher Leistungsbereitschaft - dann ist eine Erbschaftssteuer mit angemenssenen Freibeträgen naheliegend. Dass vor allem Leute quietschen, die dank Erbschaft bis jetzt jede arbeitsähnliche Tätigkeit vermeiden konnten, ist zu erwarten.
Ja zu einer eidgenössischen Erbschaftssteuer
Bevor hier Missverständnisse aufkommen:
- Die Frage, wieviel soll der Staat an Stuergeldern erhalten, ist getrennt zu betrachten von der Frage, wo er es holen soll. Hier geht es nur um die zweite Frage. Die Antwort "bei den anderen" ist unfair.
- Das Steuersystem sollte vereinfacht werden: Einnahmen sind Einnahmen, egal woher. Abzüge gibts für Kinder, für die Pflege von anderen Menschen, sowie einen Freibetrag für das Existenzminimum. Was darüber ist, wird progressiv direkt besteuert - alle anderen Steuern fallen dann weg. Es gibt keine Sonderabzüge, denn das sind meist Ergebnisse politischer Lobbyarbeit.
- Die Steuerkonkurrenz zwischen Gemeinden und Kantonen muss aufhören; weil viele Leistungen der öffentlichen Hand auch auswärts bezogen werden, weil die Bevölkerung allgemein mobiler ist als früher und weil davon nur die Leute profitieren, die soviel Geld haben, dass sie den Wohnort trotz horrender Preise in Steuerparadiesen "optimieren" können.
- Es soll nur noch eine einheitliche Steuererklärung für die ganze Schweiz geben, die Kantone können dann wie jetzt die Gemeinden mit unterschiedlichen Ansätzen arbeiten.
- Die Steuerlast soll sich, wie in der Bundesverfassung festgehalten, ausschliesslich an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientieren und nicht daran, wie leicht es greifbar ist. Einkommen durch Eigenarbeit ist steuerlich gegenüber leistungslosem Einkommen (aus Zinsen, Mieten, Dividenden usw.) zu begünstigen.
- Bei den Rentenbeiträgen ist angemessen zu berücksichtigen, dass Leute, die Kinder haben, dadurch einen wesentlichen Anteil an die Rentensicherung der Zukunft leisten; dies wäre bei den Beitragssätzen zu berücksichtigen.
- Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern wie Schwarzfahren eine Form von Parasitismus. Ob jemand 10'000 Steuern "spart" oder 10'000 Sozialhilfe erschleicht, ist das selbe.
- Die Wähler müssen damit aufhören, Leute zu wählen, die durch unhaltbare Versprechen die Wähler mit ihren eigenen Steuergeldern bestechen. Steuersenkungen erst, wenn der Staat keine Schulden hat - Schuldzinsen bezahlen ist das dümmste, was man mit Steuergeldern machen kann. Sowohl das hemmungslose Austeilen von staatlichen Mitteln an Leute, die kein Geld haben (Sozialhilfe) wie an solche, die schon sehr viel haben (Steuergeschenke an Reiche) muss aufhören.
Wenn man eine Gesellschaft der Gleichberechtigung glaubt - gleiche Chancen für alle, gleiche Startbedingungen für alle, materielles Wohlergehen gemäss persönlicher Leistungsbereitschaft - dann ist eine Erbschaftssteuer mit angemenssenen Freibeträgen naheliegend. Dass vor allem Leute quietschen, die dank Erbschaft bis jetzt jede arbeitsähnliche Tätigkeit vermeiden konnten, ist zu erwarten.

März 2012 Kommentar zu
Ja zu einer eidgenössischen Erbschaftssteuer
Bundesrat Ritschard sagte damals: "Nur die Reichen können sich einen armen Staat leisten".
Ich erkenne einen Trend, leistungslose Einkommen (Dividenden, Zinsen, Erbschaften usw.) steuerlich zu begünstigen und dagegen diejenigen mehr zu belasten, die selbst für ihr Geld arbeiten müssen. Auch die Mehrwertsteuer als Konsumsteuer gehört hierher, denn wer mit seinem Gehalt gerade so über die Runden kommt, der zahlt auf alles nochmal die MWSt. Wer sein Geld hingegen "arbeiten" lässt (wer arbeitet eigentlich?), der zahlt dafür keine solche Steuer. Gerecht?
Ebenso fehl am Platz sind allerlei Förderungsprogramme durch Steuernachlässe, denn davon profitieren immer die, die sowieso schon viel haben.
Warum also nicht da Steuern, wo es niemandem weh tut?
Jeder Bauer mäht auch zuerst da, wo es viel Gras hat.
Ja zu einer eidgenössischen Erbschaftssteuer
Bundesrat Ritschard sagte damals: "Nur die Reichen können sich einen armen Staat leisten".
Ich erkenne einen Trend, leistungslose Einkommen (Dividenden, Zinsen, Erbschaften usw.) steuerlich zu begünstigen und dagegen diejenigen mehr zu belasten, die selbst für ihr Geld arbeiten müssen. Auch die Mehrwertsteuer als Konsumsteuer gehört hierher, denn wer mit seinem Gehalt gerade so über die Runden kommt, der zahlt auf alles nochmal die MWSt. Wer sein Geld hingegen "arbeiten" lässt (wer arbeitet eigentlich?), der zahlt dafür keine solche Steuer. Gerecht?
Ebenso fehl am Platz sind allerlei Förderungsprogramme durch Steuernachlässe, denn davon profitieren immer die, die sowieso schon viel haben.
Warum also nicht da Steuern, wo es niemandem weh tut?
Jeder Bauer mäht auch zuerst da, wo es viel Gras hat.

März 2012 Kommentar zu
Besonnenheit auch in der Energiepolitik
Herr Jorns,
ich zitiere Sie:
"Mit Kernfusionsreaktoren und mit inhärenten (= nicht überhitzbaren) Kernreaktoren sind zwar Unfälle wie in vielen Industrieanlagen immer noch möglich. Doch sind solche Ereignisse bereits von der Auslegung der Reaktoren her nicht so, dass Evakuierungen wie in Fukushima notwendig sein könnten. Folgen wie in Tschernobyl sind bereits bei unseren Leichtwasserreaktoren gar nicht möglich. Der „Atommüll“ schliesslich wird zum grössten Teil kurze Halbwertszeiten haben und kaum ein unlösbares Problem sein."
Die genau gleichen Geschichten hat man schon bei der AKW-Einführung in den 50er Jahren gehört, dann wieder zum schnellen Brüter, dann zum Kugelhaufenreaktor …
In der EDV-Branche nennt man sowas "Vaporware", arbeiten kann man aber nur mit Dingen, die in der Realität funktionieren. Den Unterschied zwischen "funktioniert im Labor" und "funktioniert draussen" haben die Leute zuletzt in Fukushima am eigenen Leib erfahren. Und auch das AKW Fukushima war bis zum 11. März 2011 gemäss den Betreibern "sicher"
Lesen Sie doch einmal folgenden Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unfällen_in_kerntechnischen_Anlagen
Die Unfälle treten genau so auf, wie es rein statistisch zu erwarten ist, mal gibt es Perioden mit wenig, dann wieder solche mit gehäuften "Ereignissen".
Nun ist es ein erprobtes Verfahren statistischer Schönrechnerei, jeden Unfall als Einzelfall zu betrachten, und so das "Restrisiko" beliebig klein zu halten. Eigenartigerweise machen das die grossen Versicherungskonzerne nicht - es gibt keine Versicherung, die das Schadenrisiko eines AKWs zu bezahlbaren Prämien abdecken würde. Warum wohl nicht? Rechnen können die nämlich sehr gut.
Die Frage, die sich stellt, bevor man auf dem Niveau der Technik weiterdiskutiert, wäre folgende:
Ist eine Technik zulässig, die, ich wiederhole es, Hunderte von Quadratkilometern auf Jahrzehnte unbewohnbar macht, die eine unbestimmte, aber möglicherweise sehr grosse Zahl von Menschen umbringen oder unheilbar krank machen kann (und dies auch regelmässig tut), und die im regulären Betrieb Abfälle erzeugt, deren Beseitigung zur Zeit ungelöst ist und die man deshalb grosszügig und "verantwortungsbewusst" den nächsten Generationen überlässt?
Jede Gemeinde erlässt eine Baubewilligung nur, wenn der Gesuchsteller einen Anschluss ans eine Kläranlage nachweisen kann oder eine gleichwertige Lösung auf eigene Kosten erstellt. Alles andere wäre unverantwortlich. Warum soll diese Regel bei AKWs nicht gelten?
Ich zitiere Sie nochmals: "Es ist mir klar, dass ich hier schreiben kann, was ich will, die „Grünen“ können ihren „Glauben“ nicht plötzlich beiseite legen. Sie haben vielfach schon gar nicht die Fähigkeit, Aussagen in ihr Gehirn rein zu bringen, die nicht ihrer tief verwurzelten Denkweise entsprechen."
Ich bin nicht Mitglied einer "grünen" Partei, aber ich verfüge über etwas Lebenserfahrung und über ein eigenes Gehirn - wenn die Tatsachen eine andere Sprache sprechen als das Hochglanzpapier, dann ziehe ich meine Schlüsse aus dem, was passiert ist, egal wieviele hochdotierte "Experten" mir das Gegenteil einreden wollen.
Mit freundlichen Grüssen,
J. Paulsen
Besonnenheit auch in der Energiepolitik
Herr Jorns,
ich zitiere Sie:
"Mit Kernfusionsreaktoren und mit inhärenten (= nicht überhitzbaren) Kernreaktoren sind zwar Unfälle wie in vielen Industrieanlagen immer noch möglich. Doch sind solche Ereignisse bereits von der Auslegung der Reaktoren her nicht so, dass Evakuierungen wie in Fukushima notwendig sein könnten. Folgen wie in Tschernobyl sind bereits bei unseren Leichtwasserreaktoren gar nicht möglich. Der „Atommüll“ schliesslich wird zum grössten Teil kurze Halbwertszeiten haben und kaum ein unlösbares Problem sein."
Die genau gleichen Geschichten hat man schon bei der AKW-Einführung in den 50er Jahren gehört, dann wieder zum schnellen Brüter, dann zum Kugelhaufenreaktor …
In der EDV-Branche nennt man sowas "Vaporware", arbeiten kann man aber nur mit Dingen, die in der Realität funktionieren. Den Unterschied zwischen "funktioniert im Labor" und "funktioniert draussen" haben die Leute zuletzt in Fukushima am eigenen Leib erfahren. Und auch das AKW Fukushima war bis zum 11. März 2011 gemäss den Betreibern "sicher"
Lesen Sie doch einmal folgenden Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unfällen_in_kerntechnischen_Anlagen
Die Unfälle treten genau so auf, wie es rein statistisch zu erwarten ist, mal gibt es Perioden mit wenig, dann wieder solche mit gehäuften "Ereignissen".
Nun ist es ein erprobtes Verfahren statistischer Schönrechnerei, jeden Unfall als Einzelfall zu betrachten, und so das "Restrisiko" beliebig klein zu halten. Eigenartigerweise machen das die grossen Versicherungskonzerne nicht - es gibt keine Versicherung, die das Schadenrisiko eines AKWs zu bezahlbaren Prämien abdecken würde. Warum wohl nicht? Rechnen können die nämlich sehr gut.
Die Frage, die sich stellt, bevor man auf dem Niveau der Technik weiterdiskutiert, wäre folgende:
Ist eine Technik zulässig, die, ich wiederhole es, Hunderte von Quadratkilometern auf Jahrzehnte unbewohnbar macht, die eine unbestimmte, aber möglicherweise sehr grosse Zahl von Menschen umbringen oder unheilbar krank machen kann (und dies auch regelmässig tut), und die im regulären Betrieb Abfälle erzeugt, deren Beseitigung zur Zeit ungelöst ist und die man deshalb grosszügig und "verantwortungsbewusst" den nächsten Generationen überlässt?
Jede Gemeinde erlässt eine Baubewilligung nur, wenn der Gesuchsteller einen Anschluss ans eine Kläranlage nachweisen kann oder eine gleichwertige Lösung auf eigene Kosten erstellt. Alles andere wäre unverantwortlich. Warum soll diese Regel bei AKWs nicht gelten?
Ich zitiere Sie nochmals: "Es ist mir klar, dass ich hier schreiben kann, was ich will, die „Grünen“ können ihren „Glauben“ nicht plötzlich beiseite legen. Sie haben vielfach schon gar nicht die Fähigkeit, Aussagen in ihr Gehirn rein zu bringen, die nicht ihrer tief verwurzelten Denkweise entsprechen."
Ich bin nicht Mitglied einer "grünen" Partei, aber ich verfüge über etwas Lebenserfahrung und über ein eigenes Gehirn - wenn die Tatsachen eine andere Sprache sprechen als das Hochglanzpapier, dann ziehe ich meine Schlüsse aus dem, was passiert ist, egal wieviele hochdotierte "Experten" mir das Gegenteil einreden wollen.
Mit freundlichen Grüssen,
J. Paulsen

März 2012 Kommentar zu
Besonnenheit auch in der Energiepolitik
Herr Müller,
das wird aber ziemlich unbequem, denn wenn die alle weg sind, müssen wir Dinge wie Klo putzen, Müllabfuhr, Kanalreinigung, Hilfsarbeiten auf dem Bau usw. wieder selber erledigen. Und auf die satten Steuergelder der pauschal besteuerten Ausländer verzichten.
Dazu kämen noch rund 700'000 Auslandschweizer, die konsequenterweise zu uns zurückkehren müssten.
Dürften dann Feriengäste aus dem Ausland, wenn sie hier sind, unseren Strom verbrauchen? Darf die Industrie, wenn sie Waren produziert, die für den Export sind, das mit einheimischen Strom tun?
Ich vermute, sich aus Stromspargründen vom Ausland abzukoppeln, wäre ein Schuss in den eigenen Ofen.
Besonnenheit auch in der Energiepolitik
Herr Müller,
das wird aber ziemlich unbequem, denn wenn die alle weg sind, müssen wir Dinge wie Klo putzen, Müllabfuhr, Kanalreinigung, Hilfsarbeiten auf dem Bau usw. wieder selber erledigen. Und auf die satten Steuergelder der pauschal besteuerten Ausländer verzichten.
Dazu kämen noch rund 700'000 Auslandschweizer, die konsequenterweise zu uns zurückkehren müssten.
Dürften dann Feriengäste aus dem Ausland, wenn sie hier sind, unseren Strom verbrauchen? Darf die Industrie, wenn sie Waren produziert, die für den Export sind, das mit einheimischen Strom tun?
Ich vermute, sich aus Stromspargründen vom Ausland abzukoppeln, wäre ein Schuss in den eigenen Ofen.

