Roger Seglias
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Vor 2 Tagen Kommentar zu
Rettet die AHV aus den Klauen der Gewerkschaftsutopien!
Sehr geehrter Herr Ineichen
Um mal bei Ihrer letzten Forderung nach mehr Markt im Sozialwesen nachzuhaken: die unsägliche Geschichte mit den Krankenkassenprämien hat eindrucksvoll gezeigt, wohin mehr Markt hier führt. Hören wir also auf, immer nach der ach so hochgejubelten Marktregulierung zu schreien; die ist im Moment daran, ganze Staaten abzuschaffen.
Immer wieder interessant ist: die SUVA hat keine Konkurrenz, schreibt aber schwarze Zahlen. Wohl kaum trotz des fehlenden Marktes, sondern wohl eher deswegen.
Aber ich gebe Ihnen - zumindest fast - recht. Wir sollten endlich grundlegende Reformen anpacken und das bedingungslose Grundeinkommen für alle einführen. Da dabei die Sozialbeiträge auf Arbeitsplätze wegfallen, würde die Arbeit wesentlich verbilligt und der Arbeitsstandort Schweiz gefördert. Der ganze, milliardenteure Verwaltungsapparat der Sozialwerke würde auf ein Minimum zusammenschrumpfen.
Sie wollen ältere Menschen nicht mehr automatisch in Rente schicken? Woher wollen Sie die bezahlte Arbeit nehmen, um damit dann auch tatsächlich AHV-Ausgaben einsparen zu können???
Unbezahlte Arbeit gibt es mehr als genug, und ja, diese kann theoretisch von Pensionierten gemacht werden. Wenn diese aber kein Geld für Ihre Arbeit erhalten, brauchen sie AHV/Pension. Denn auch im fortgeschrittenen Alter lässt sich von der (Menschen-)Liebe allein nicht leben.
Ältere Menschen in den dringend benötigten Kinderkrippen? Das Schweizer Fernsehen hat erst kürzlich darüber berichtet, was geschieht (geschehen kann), wenn liebevolle und engagierte, aber in Kleinkindererziehung nicht ausgebildete Menschen mit Stress-Situationen in Kinderkrippen konfrontiert werden. Da nützt ein gutmütiger Opi oder eine liebenswerte Omi unter Umständen weniger, als sie schadet.
Rettet die AHV aus den Klauen der Gewerkschaftsutopien!
Sehr geehrter Herr Ineichen
Um mal bei Ihrer letzten Forderung nach mehr Markt im Sozialwesen nachzuhaken: die unsägliche Geschichte mit den Krankenkassenprämien hat eindrucksvoll gezeigt, wohin mehr Markt hier führt. Hören wir also auf, immer nach der ach so hochgejubelten Marktregulierung zu schreien; die ist im Moment daran, ganze Staaten abzuschaffen.
Immer wieder interessant ist: die SUVA hat keine Konkurrenz, schreibt aber schwarze Zahlen. Wohl kaum trotz des fehlenden Marktes, sondern wohl eher deswegen.
Aber ich gebe Ihnen - zumindest fast - recht. Wir sollten endlich grundlegende Reformen anpacken und das bedingungslose Grundeinkommen für alle einführen. Da dabei die Sozialbeiträge auf Arbeitsplätze wegfallen, würde die Arbeit wesentlich verbilligt und der Arbeitsstandort Schweiz gefördert. Der ganze, milliardenteure Verwaltungsapparat der Sozialwerke würde auf ein Minimum zusammenschrumpfen.
Sie wollen ältere Menschen nicht mehr automatisch in Rente schicken? Woher wollen Sie die bezahlte Arbeit nehmen, um damit dann auch tatsächlich AHV-Ausgaben einsparen zu können???
Unbezahlte Arbeit gibt es mehr als genug, und ja, diese kann theoretisch von Pensionierten gemacht werden. Wenn diese aber kein Geld für Ihre Arbeit erhalten, brauchen sie AHV/Pension. Denn auch im fortgeschrittenen Alter lässt sich von der (Menschen-)Liebe allein nicht leben.
Ältere Menschen in den dringend benötigten Kinderkrippen? Das Schweizer Fernsehen hat erst kürzlich darüber berichtet, was geschieht (geschehen kann), wenn liebevolle und engagierte, aber in Kleinkindererziehung nicht ausgebildete Menschen mit Stress-Situationen in Kinderkrippen konfrontiert werden. Da nützt ein gutmütiger Opi oder eine liebenswerte Omi unter Umständen weniger, als sie schadet.

Vor 13 Tagen Kommentar zu
Managed Care rettet Leben
Sehr geehrter Herr Michel
Wieviele Jahre ist es nun her, seit in der Schweiz den rasant steigenden Krankenkassenprämien der Kampf angesagt wurde? Wieviele Modelle wurden seither eingeführt, und um wieviel sind seither die Krankenkassenprämien wegen dieser Modelle nicht unverhältnismässig teurer geworden (Unter einer verhältnismässsigen Teuerung verstehe ich eine, die unter dem allgemeinen Teuerungs-Durchschnitt bleibt)?
Sie befürworten einerseits die zur Debatte stehende Managed Care-Vorlage, verlinken dabei aber ausgerechnet zu diesem Kassensturz-Beitrag.
Nicht dass wir uns falsch verstehen: Die Gründe, die vom Kassensturzmoderator für ein Managed Care-Modell vorgebracht wurden, überzeugen durchaus. Wenn da nur das Interview mit Jaquline Fehr nicht wäre...
Spätestens seit diesem Interview ist klar: Managed Care-Modelle gibt es schon seit geraumer Zeit. Aber gerade dieses Interview brachte mich dazu, dass zur Abstimmung kommende MC-Modell abzulehnen:
Warum dies?
Laut Jaqueline Fehr sind diejenigen MC-Modelle, die es jetzt schon gibt und die den in der Abstimmungskampagne angeführten Verbilligungseffekt schon seit geraumer Zeit erbringen, bei Annahme des vom Bund vorgesehenen MC-Modells nicht mehr möglich - also eigentlich gerade Modelle, nach denen die Politik nun schon seit gut 20 Jahren sucht.
Laut Jaqueline Fehr würde das vorliegende MC-Modell, sollte es angenommen werden, hingegen einiges mehr an Verwaltungsaufwand bringen, der die entstehenden Einsparungseffekte wieder zunichte macht - und das wäre dann genau das, was wir schon seit Jahren kennen: Neue Modelle werden entworfen und den Stimmbürgern als griffiges Mittel, die Teuerungen des Gesundheitswesens in den Griff zu bekommen, schmackhaft gemacht. Und was passiert wirklich?
Eben. Die Krankenkassenprämien steigen munter weiter…
Würden die bestehenden Managed Care-Modelle durch das zur Debatte stehende Gesetz nicht verhindert, sondern gefördert, könnte ich mit gutem Gewissen zur Vorlage Ja sagen. Aber nachdem dies nun ebenso ein Flop zu werden droht, wie alle andern Bemühungen - Nein, einen weiteren Flop brauchen wir nicht.
Managed Care rettet Leben
Sehr geehrter Herr Michel
Wieviele Jahre ist es nun her, seit in der Schweiz den rasant steigenden Krankenkassenprämien der Kampf angesagt wurde? Wieviele Modelle wurden seither eingeführt, und um wieviel sind seither die Krankenkassenprämien wegen dieser Modelle nicht unverhältnismässig teurer geworden (Unter einer verhältnismässsigen Teuerung verstehe ich eine, die unter dem allgemeinen Teuerungs-Durchschnitt bleibt)?
Sie befürworten einerseits die zur Debatte stehende Managed Care-Vorlage, verlinken dabei aber ausgerechnet zu diesem Kassensturz-Beitrag.
Nicht dass wir uns falsch verstehen: Die Gründe, die vom Kassensturzmoderator für ein Managed Care-Modell vorgebracht wurden, überzeugen durchaus. Wenn da nur das Interview mit Jaquline Fehr nicht wäre...
Spätestens seit diesem Interview ist klar: Managed Care-Modelle gibt es schon seit geraumer Zeit. Aber gerade dieses Interview brachte mich dazu, dass zur Abstimmung kommende MC-Modell abzulehnen:
Warum dies?
Laut Jaqueline Fehr sind diejenigen MC-Modelle, die es jetzt schon gibt und die den in der Abstimmungskampagne angeführten Verbilligungseffekt schon seit geraumer Zeit erbringen, bei Annahme des vom Bund vorgesehenen MC-Modells nicht mehr möglich - also eigentlich gerade Modelle, nach denen die Politik nun schon seit gut 20 Jahren sucht.
Laut Jaqueline Fehr würde das vorliegende MC-Modell, sollte es angenommen werden, hingegen einiges mehr an Verwaltungsaufwand bringen, der die entstehenden Einsparungseffekte wieder zunichte macht - und das wäre dann genau das, was wir schon seit Jahren kennen: Neue Modelle werden entworfen und den Stimmbürgern als griffiges Mittel, die Teuerungen des Gesundheitswesens in den Griff zu bekommen, schmackhaft gemacht. Und was passiert wirklich?
Eben. Die Krankenkassenprämien steigen munter weiter…
Würden die bestehenden Managed Care-Modelle durch das zur Debatte stehende Gesetz nicht verhindert, sondern gefördert, könnte ich mit gutem Gewissen zur Vorlage Ja sagen. Aber nachdem dies nun ebenso ein Flop zu werden droht, wie alle andern Bemühungen - Nein, einen weiteren Flop brauchen wir nicht.

September 2011 Kommentar zu
Empörung über die Secondos!
Heute Vormittag habe ich die Webseite second@s besucht, um Hinweise auf die erhobenen Vorwürfe zu finden. Im Zuge dieser Recherchen stiess ich auf einen Hinweis, die von Frau Estermann erwähnten Aussagen seien anlässlich eines TagesAnzeiger-Beitrags vom 19. September gemacht worden.
Dies hätte ich gerne überprüft - interessiert hätte mich dabei der tatsächliche Wortlaut der second@s-Äusserungen. Frau Estermann, ich bitte Sie daher, hier den originalen Text zu verlinken, damit Ihre Aussagen anhand dieses Textes überprüft werden können.
Es wäre nicht das erste mal, dass aus einer als konstruktive Kritik gedachten Aussage urplötzlich ein apokalyptisches Monster würde...
Nach meinen Recherchen hat das Schweizer Kreuz tatsächlich seinen Ursprung im Christentum - sofern man einem Kriegsherrn (dem deutschen Kaiser im 13. Jahrhundert) tatsächlich zugestehen wollte, in ausschliesslich ehrbarer Absicht unter einem christlichen Symbol wie dem heiligen Kreuz krieg zu führen. Ich bin klar der Ansicht, das sich die beiden Dinge nicht wirklich vertragen. Der deutsche Kaiser war damit ein Inquisiteur, aber bestimmt kein Gottesmann.
Die Verfassung unseres Landes begann lage Zeit mit den Worten "Im Namen Gottes..." und tut dies m.W. auch heute noch. Somit ist das Schweizer Kreuz auch ein christliches Symbol, und ich denke, das ist gut so.
Aber dann muss ich doch daran erinnern, dass es Leute gibt, die diesen chrislichen Hintergrund unseres Landes zwar hervorheben, ihn aber gleichzeitig mit Füssen treten, indem sie andersdenkende und kritische Personen diffamieren. Schade für ein offenes, direktdemokratisches Land wie das unsere...
Übrigens - ich habe auch die Webseite "neue Heimat.ch" kurz besucht. Nicht mein Ding. Der erste Eindruck war...etwas zu schleimig.
Empörung über die Secondos!
Heute Vormittag habe ich die Webseite second@s besucht, um Hinweise auf die erhobenen Vorwürfe zu finden. Im Zuge dieser Recherchen stiess ich auf einen Hinweis, die von Frau Estermann erwähnten Aussagen seien anlässlich eines TagesAnzeiger-Beitrags vom 19. September gemacht worden.
Dies hätte ich gerne überprüft - interessiert hätte mich dabei der tatsächliche Wortlaut der second@s-Äusserungen. Frau Estermann, ich bitte Sie daher, hier den originalen Text zu verlinken, damit Ihre Aussagen anhand dieses Textes überprüft werden können.
Es wäre nicht das erste mal, dass aus einer als konstruktive Kritik gedachten Aussage urplötzlich ein apokalyptisches Monster würde...
Nach meinen Recherchen hat das Schweizer Kreuz tatsächlich seinen Ursprung im Christentum - sofern man einem Kriegsherrn (dem deutschen Kaiser im 13. Jahrhundert) tatsächlich zugestehen wollte, in ausschliesslich ehrbarer Absicht unter einem christlichen Symbol wie dem heiligen Kreuz krieg zu führen. Ich bin klar der Ansicht, das sich die beiden Dinge nicht wirklich vertragen. Der deutsche Kaiser war damit ein Inquisiteur, aber bestimmt kein Gottesmann.
Die Verfassung unseres Landes begann lage Zeit mit den Worten "Im Namen Gottes..." und tut dies m.W. auch heute noch. Somit ist das Schweizer Kreuz auch ein christliches Symbol, und ich denke, das ist gut so.
Aber dann muss ich doch daran erinnern, dass es Leute gibt, die diesen chrislichen Hintergrund unseres Landes zwar hervorheben, ihn aber gleichzeitig mit Füssen treten, indem sie andersdenkende und kritische Personen diffamieren. Schade für ein offenes, direktdemokratisches Land wie das unsere...
Übrigens - ich habe auch die Webseite "neue Heimat.ch" kurz besucht. Nicht mein Ding. Der erste Eindruck war...etwas zu schleimig.

September 2011 Kommentar zu
Empörung über die Secondos!
Wer fordert hier was? Wer macht hier Witze? Wer fällt auf etwas herein, was nicht wirklich ernst zu nehmen ist??
Sorry, Frau Estermann, aber wenn sie ein solches Anliegen als ernsthaft genug erachten, überhaupt nur darauf einzugehen, kann ich nur den Kopf schütteln.
Anhand der hier geäusserten Voten ist erkennbar, dass wir nicht nur bloss stolz auf unser ach so heeres Staatssymbol sein können/dürfen, sondern dass angemessene Selbstkritik durchaus angebracht sein kann. Trotz dieser Tatsache bin ich stolz, Schweizer zu sein - das Schweizer Kreuz steht für mich in der heutigen Zeit für den Zusammenhalt der vier Landesteile Svizzera Rumantsch, Svizzera Italiana, Suisse Romand und deutsche Schweiz. Auch wenn diese Interpretation in früheren Zeiten so noch nicht Möglich war - für Zusammenhalt stand das Schweizerkreuz immer. Übrigens, Herr Wyss, das Schweizerkreuz steht nicht als Christliches Symbol und hatte meines Wissens auch in der alten Eidgenossenschaft nie eine entsprechende Bedeutung.
Empörung über die Secondos!
Wer fordert hier was? Wer macht hier Witze? Wer fällt auf etwas herein, was nicht wirklich ernst zu nehmen ist??
Sorry, Frau Estermann, aber wenn sie ein solches Anliegen als ernsthaft genug erachten, überhaupt nur darauf einzugehen, kann ich nur den Kopf schütteln.
Anhand der hier geäusserten Voten ist erkennbar, dass wir nicht nur bloss stolz auf unser ach so heeres Staatssymbol sein können/dürfen, sondern dass angemessene Selbstkritik durchaus angebracht sein kann. Trotz dieser Tatsache bin ich stolz, Schweizer zu sein - das Schweizer Kreuz steht für mich in der heutigen Zeit für den Zusammenhalt der vier Landesteile Svizzera Rumantsch, Svizzera Italiana, Suisse Romand und deutsche Schweiz. Auch wenn diese Interpretation in früheren Zeiten so noch nicht Möglich war - für Zusammenhalt stand das Schweizerkreuz immer. Übrigens, Herr Wyss, das Schweizerkreuz steht nicht als Christliches Symbol und hatte meines Wissens auch in der alten Eidgenossenschaft nie eine entsprechende Bedeutung.

September 2011 Kommentar zu
Entwurf für ein neues Programm für die SP Schweiz
Sehr geehrter Herr Keller
Seit wann beschränkt sich die Beziehung eines EU-Mitgliedslandes zur EU ausschliesslich auf finanzielle Aspekte?
Nachdem dieser Blog schon ein gutes Jahr alt ist, fällt mir beim durchlesen desselben und im Gedenken an die EU-Debatte im allgemeinen vor allem eins auf: Als gegenargument gegen einen EU-Beitritt wird unter anderem immer wieder die finanzielle Belastung erwähnt, die der Schweiz als EU-Mitglied entstünde und die starke wirtschaftliche Position einer Schweiz im Alleingang angeführt.
Tja, seit einigen Monaten ist aber jedem klar: die Stärke der Schweiz kann auch gleichzeitig die Schwäche sein. Gerade die Stärke der Schweiz lässt den Schweizer Franken immer stärker werden und droht so Szenarien zu schaffen, in denen unsere sehr stark vom Export abhängige Wirtschaft an Konkurenzzfähigkeit im Ausland verliert. Oder andersherum: gerade durch unsere Abschottung vom umgebenden Europa bringen wir uns und unsere Wirtschaft ins trudeln.
Aber - wir haben uns ja so entschieden. Der damalige Volkswille ist unumstösslich, trudeln hin oder her.
Oder etwa doch nicht?
Entwurf für ein neues Programm für die SP Schweiz
Sehr geehrter Herr Keller
Seit wann beschränkt sich die Beziehung eines EU-Mitgliedslandes zur EU ausschliesslich auf finanzielle Aspekte?
Nachdem dieser Blog schon ein gutes Jahr alt ist, fällt mir beim durchlesen desselben und im Gedenken an die EU-Debatte im allgemeinen vor allem eins auf: Als gegenargument gegen einen EU-Beitritt wird unter anderem immer wieder die finanzielle Belastung erwähnt, die der Schweiz als EU-Mitglied entstünde und die starke wirtschaftliche Position einer Schweiz im Alleingang angeführt.
Tja, seit einigen Monaten ist aber jedem klar: die Stärke der Schweiz kann auch gleichzeitig die Schwäche sein. Gerade die Stärke der Schweiz lässt den Schweizer Franken immer stärker werden und droht so Szenarien zu schaffen, in denen unsere sehr stark vom Export abhängige Wirtschaft an Konkurenzzfähigkeit im Ausland verliert. Oder andersherum: gerade durch unsere Abschottung vom umgebenden Europa bringen wir uns und unsere Wirtschaft ins trudeln.
Aber - wir haben uns ja so entschieden. Der damalige Volkswille ist unumstösslich, trudeln hin oder her.
Oder etwa doch nicht?

Juli 2011 Kommentar zu
Runter mit dem starken Franken
Sehr geehrte Frau Keller
Ihr Link ist sehr... schockierend und eindrücklich. Ihre Frage mehr als Berechtigt:
"...und nach der Lektüre noch Gründe finden, warum wir weiter mitspielen sollen? "
Ich muss auch hier wieder feststellen: solange wir in der EU kein Mitspracherecht haben, nützt es uns rein gar nichts, wenn wir da nicht mitspielen wollen - unsere Banken tun dies mit Bestimmtheit.
Runter mit dem starken Franken
Sehr geehrte Frau Keller
Ihr Link ist sehr... schockierend und eindrücklich. Ihre Frage mehr als Berechtigt:
"...und nach der Lektüre noch Gründe finden, warum wir weiter mitspielen sollen? "
Ich muss auch hier wieder feststellen: solange wir in der EU kein Mitspracherecht haben, nützt es uns rein gar nichts, wenn wir da nicht mitspielen wollen - unsere Banken tun dies mit Bestimmtheit.

Juli 2011 Kommentar zu
Runter mit dem starken Franken
Sehr geehrte Frau Müller
Mit Kommunismus hat das Europäische System nun gar nichts zu tun - mit Zentralismus und Bürokratie hingegen leider schon (noch?).
Sie fragen, wieso die SP die Schweiz (Zitat:) "in dieses menschenverachtende System zwingen" will?
Eines vorab: von versuchtem Zwang seitens der SP kann keine Rede sein - eher von einem Zwang der Situation, wie sie durch das EWR-Nein seither entstanden ist - eine Situation, die uns letztendlich dazu zwingt, EU-Regelungen und Normen zu übernehmen, ohne an deren Entstehung mitspracheberechtigt zu sein.
Wenn Sie Situationen, wie sie in indirekten Demokratien entstehen können (da zählt die EU leider noch immmer dazu, aber auch etliche ihrer Mitgliedstaaten), als letztlich menschenverachtend bezeichnen, stimme ich Ihnen auf jeden Fall zu. Solche Situationen zu verhindern, braucht aber Menschen, die sich ebendiesen in direktdemokratischer Weise entgegenstellen und nicht tatenlos abseits stehen und auf bessere Zeiten hoffen.
Runter mit dem starken Franken
Sehr geehrte Frau Müller
Mit Kommunismus hat das Europäische System nun gar nichts zu tun - mit Zentralismus und Bürokratie hingegen leider schon (noch?).
Sie fragen, wieso die SP die Schweiz (Zitat:) "in dieses menschenverachtende System zwingen" will?
Eines vorab: von versuchtem Zwang seitens der SP kann keine Rede sein - eher von einem Zwang der Situation, wie sie durch das EWR-Nein seither entstanden ist - eine Situation, die uns letztendlich dazu zwingt, EU-Regelungen und Normen zu übernehmen, ohne an deren Entstehung mitspracheberechtigt zu sein.
Wenn Sie Situationen, wie sie in indirekten Demokratien entstehen können (da zählt die EU leider noch immmer dazu, aber auch etliche ihrer Mitgliedstaaten), als letztlich menschenverachtend bezeichnen, stimme ich Ihnen auf jeden Fall zu. Solche Situationen zu verhindern, braucht aber Menschen, die sich ebendiesen in direktdemokratischer Weise entgegenstellen und nicht tatenlos abseits stehen und auf bessere Zeiten hoffen.

Juli 2011 Kommentar zu
Soziale Sicherheit für alle statt für wenige.
Sehr geehrter Herr Gassmann
Danke für Ihre Antwort. Rein aus Gründen der Logik könnte man dies sicher so sagen, wie Sie das formulieren. Das ist doch ganz einfach: Wenn ich irgendwo für irgendwas mehr bezahlen muss als anderswo, gebe ich mein Geld da aus, wo ich weniger bezahlen muss.
Aber eben - ganz so einfach ist das eben nicht. Entscheidend sind die Vorausetzungen und Folgen, die entsprechendes Handeln auslösen, bzw. zur Folge haben.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Beschäftigte in den oberen und obersten Kadern nicht automatisch zu den Superreichen gezählt werden können, sondern denke vielmehr, dass es in diesen Positionen mit einigen Ausnahmen doch viele Leute gibt, die ein entsprechendes Einkommen nicht erreichen.
Die wirklich Superreichen dürften vielmehr unter anderem auch unter den pauschalbesteuerten Ausländern zu finden sein.
Deren Einkommen - gleichgültig, woher es letztlich auch stammt - ist auch Teil des Volkseinkommens.
Wie Sie wissen, hat der Kanton Zürich die Pauschalbesteuerung abgeschafft. Nicht, dass der Kanton in der Folge von Konsequenzen verschont geblieben wäre und keine Massnahmen ergreifen musste, aber die Apokalypse der Totalabwanderung der reichen Ausländer und damit das steuerliche Fiasko sind ausgeblieben.
Sie wollen die oberste Stufe der Steuerprogression eliminieren?
Und was ist mit der Steuerprogression bei mittleren und unteren Einkommen? Da, wo sich Steuerprogression wesentlich verheerender auswirkt? Sie sollten sich bewusst sein, dass sich höhere Steuerbelastungen trotz teuerungsbedingt gleichbleibendem Einkommen verheerend auswirkt. Entsprechende Folgen auf die Kaufkraft und damit auf die Binnenwirtschaft einfach nur mathematisch darzustellen, ist schon beinahe ein Hohn gegenüber des betreffenden Bevölkerungsteils.
Sie wollen die oberste Stufe der Steuerprogression abschaffen? Ausgerechnet für Leute aus den Kreisen, die eh die Mittel haben, sich wo nötig rechtlich Gehör zu verschaffen oder andersweittig wirksame Gegenmittel zu ergreifen? Ausgerechnet für Kreise, die gerade deswegen hier in unserem Land sind, weil die Schweiz nicht nur im Vergleich mit Europa ein Steuerparadies ist, trotz dieser Progression?
Der Schweizer Franken ist nicht nur des schwächelnden Euros wegen so stark - er ist es letztlich auch gerade deshalb, weil wir mit unserer Steuerpolitik viele reiche Ausländer in die Schweiz locken und so dem Ausland, auch ohne Steuerbetrug, die nötigen Ressourcen entziehen. Womit das Karrussell dann 'fröhlich' seine Runden dreht...
Soziale Sicherheit für alle statt für wenige.
Sehr geehrter Herr Gassmann
Danke für Ihre Antwort. Rein aus Gründen der Logik könnte man dies sicher so sagen, wie Sie das formulieren. Das ist doch ganz einfach: Wenn ich irgendwo für irgendwas mehr bezahlen muss als anderswo, gebe ich mein Geld da aus, wo ich weniger bezahlen muss.
Aber eben - ganz so einfach ist das eben nicht. Entscheidend sind die Vorausetzungen und Folgen, die entsprechendes Handeln auslösen, bzw. zur Folge haben.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Beschäftigte in den oberen und obersten Kadern nicht automatisch zu den Superreichen gezählt werden können, sondern denke vielmehr, dass es in diesen Positionen mit einigen Ausnahmen doch viele Leute gibt, die ein entsprechendes Einkommen nicht erreichen.
Die wirklich Superreichen dürften vielmehr unter anderem auch unter den pauschalbesteuerten Ausländern zu finden sein.
Deren Einkommen - gleichgültig, woher es letztlich auch stammt - ist auch Teil des Volkseinkommens.
Wie Sie wissen, hat der Kanton Zürich die Pauschalbesteuerung abgeschafft. Nicht, dass der Kanton in der Folge von Konsequenzen verschont geblieben wäre und keine Massnahmen ergreifen musste, aber die Apokalypse der Totalabwanderung der reichen Ausländer und damit das steuerliche Fiasko sind ausgeblieben.
Sie wollen die oberste Stufe der Steuerprogression eliminieren?
Und was ist mit der Steuerprogression bei mittleren und unteren Einkommen? Da, wo sich Steuerprogression wesentlich verheerender auswirkt? Sie sollten sich bewusst sein, dass sich höhere Steuerbelastungen trotz teuerungsbedingt gleichbleibendem Einkommen verheerend auswirkt. Entsprechende Folgen auf die Kaufkraft und damit auf die Binnenwirtschaft einfach nur mathematisch darzustellen, ist schon beinahe ein Hohn gegenüber des betreffenden Bevölkerungsteils.
Sie wollen die oberste Stufe der Steuerprogression abschaffen? Ausgerechnet für Leute aus den Kreisen, die eh die Mittel haben, sich wo nötig rechtlich Gehör zu verschaffen oder andersweittig wirksame Gegenmittel zu ergreifen? Ausgerechnet für Kreise, die gerade deswegen hier in unserem Land sind, weil die Schweiz nicht nur im Vergleich mit Europa ein Steuerparadies ist, trotz dieser Progression?
Der Schweizer Franken ist nicht nur des schwächelnden Euros wegen so stark - er ist es letztlich auch gerade deshalb, weil wir mit unserer Steuerpolitik viele reiche Ausländer in die Schweiz locken und so dem Ausland, auch ohne Steuerbetrug, die nötigen Ressourcen entziehen. Womit das Karrussell dann 'fröhlich' seine Runden dreht...

Juli 2011 Kommentar zu
Soziale Sicherheit für alle statt für wenige.
Sehr geehrter Herr Gassmann
Wieviel Prozente des Volksvermögens besitzen denn diese 3%? Die Zahl ist mir im Moment nicht mehr gegenwärtig - aber wenn ich mich richtig erinnere, besitzen diese 3% der Schweizer +/- 90% des Volksvermögens...
Soziale Sicherheit für alle statt für wenige.
Sehr geehrter Herr Gassmann
Wieviel Prozente des Volksvermögens besitzen denn diese 3%? Die Zahl ist mir im Moment nicht mehr gegenwärtig - aber wenn ich mich richtig erinnere, besitzen diese 3% der Schweizer +/- 90% des Volksvermögens...

Juni 2011 Kommentar zu
Warnung: Ein EU-Beitritt ist nicht vom Tisch!
Sehr geehrte Frau Estermann
Eines muss man Ihnen lassen: Sie sind sehr Zielbewusst. Schade ist nur, dass Siees mit der Wahrheit nicht immer so genau nehmen:
Bei dem in Brüssel deponierten Beitrittsgesuch geht es nicht um einen Beitritt zur heutigen EU, sondern um deren Vorgänger EG. Wollten wir heute der EU beiteten, müsste das Beitrittsgesuch neu gestellt werden.
Immer wieder interessant finde ich, dass die SVP die Schweiz von Verträgen befreien will, die der Schweiz in den letzten Jahren wirtschaftlichen Erfolg und im Vergleich mit vielen Staaten schon beinahe märchenhaften Wohlstand beschert haben.
Ach ja: Was will denn die SVP? Noch mehr als 30% Prozent Wähleranteil? Die Parteienlandschaft dominieren, so dass sie faktisch die einzige Grosspartei ist? Und wo bleibt dann der Unterschied zum Demokratischen Absolutismus?
Die Lamenti der SVP gegen die anderen, angeblich die Demokratie unterlaufenden Dateien wird je länger je mehr überflüssig...
Warnung: Ein EU-Beitritt ist nicht vom Tisch!
Sehr geehrte Frau Estermann
Eines muss man Ihnen lassen: Sie sind sehr Zielbewusst. Schade ist nur, dass Siees mit der Wahrheit nicht immer so genau nehmen:
Bei dem in Brüssel deponierten Beitrittsgesuch geht es nicht um einen Beitritt zur heutigen EU, sondern um deren Vorgänger EG. Wollten wir heute der EU beiteten, müsste das Beitrittsgesuch neu gestellt werden.
Immer wieder interessant finde ich, dass die SVP die Schweiz von Verträgen befreien will, die der Schweiz in den letzten Jahren wirtschaftlichen Erfolg und im Vergleich mit vielen Staaten schon beinahe märchenhaften Wohlstand beschert haben.
Ach ja: Was will denn die SVP? Noch mehr als 30% Prozent Wähleranteil? Die Parteienlandschaft dominieren, so dass sie faktisch die einzige Grosspartei ist? Und wo bleibt dann der Unterschied zum Demokratischen Absolutismus?
Die Lamenti der SVP gegen die anderen, angeblich die Demokratie unterlaufenden Dateien wird je länger je mehr überflüssig...

