Roger Seglias

Roger Seglias
Roger Seglias
Wohnort: St.Gallen
Beruf:
Jahrgang: 1955









Meine politischen Ämter und Engagements




Hobbies / Interessen

Fotographie, Computer, Eisenbahn



Meine neusten Kommentare

Februar 2014 Kommentar zu
Carlos gewinnt vor Bundesgericht
Herr Safado

Das Bundesgericht hat nicht Carlos recht gegeben, sondern die Reaktion der Zürcher Justiz verurteilt.
-
Februar 2014 Kommentar zu
Carlos gewinnt vor Bundesgericht
Sehr geehrter Herr Lohmann

Danke! Rechtsstaatlichkeit ist in der Tat nicht etwas, das nur auf jene anwendbar ist, die vom Rechtsstaat nicht zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Rechtsstaatlichkeit, die sich nach belieben aushebeln lässt, ist keine solche.
Leute wie Carlos brauchen ein spezielles Motiv, um gewisse gesellschaftlichen Regeln einzuhalten. Solches kommt naturgemäss immer aus einem selbst, niemals von aussen.
Gerade asiatische Kampfsportarten wirken für Otto-Normalbürger in unseren Kulturkreisen vom Zusehen her speziell brutal - dass gerade diese Sportarten härteste Selbstdisziplin voraussetzen und verlangen, weiss nur der, der sich damit befasst hat.
Und Disziplin ist ja gerade das, was sich solche Leute aneignen müssen.
Mit Kasernenhof-Disziplin​ ist hier gar nichts auszurichten.
-
Februar 2014 Kommentar zu

Sehr gehrte Frau Schneeberger
Ich denke, das mit dem Duo Burkhalter/Blocher wäre gar keine so schlechte Idee - ich sehe Herrn Burkhalter schon vor mir, wie er in seiner ruhigen, aber bestimmten und überlegten Art dem Herrn Blocher die internationale Diplomatie und ihrer Taktik erklärt;-))
-
Februar 2014 Kommentar zu

Sehr gehrter Herr Bühler
Und was macht sie so sicher, dass ausgerechnet der alte Streithahn Christoph Blocher zu einer optimalen Verhandlungslösung beitragen kann? Wäre dies wirklich möglich, hätte er dies auch schon im Initiativtext durchblicken lassen können. Da steht, nebst einer schwammigen kann-Formulierung, das Wort Kontingent - was schlicht zahlenmässige Begrenzung bedeutet. Und genau hier entfachen sich die Geister, da dies einer einschränkung eines EU-Grundrechts gleichkäme.
Das wäre etwa so, wie wenn wir zwar direkte Demokratie in derr Schweiz hätten, aber nur unter gewissen Bedingungen. Und genau das wollen viele nicht wahrhaben.
-
Februar 2014 Kommentar zu
Yves Rossier - der richtige EU-Verhandler ?
Sehr geehrter Herr Müller

Ich bin wie Sie der Meinung, dass die Schweiz der EU viel zu bieten hat. Diese Stärke können wir aber nur dann aussspielen und für uns nutzen, wenn wir konstruktiv agieren und nicht gleich jedesmal, wenn uns was nicht passt, das Kind gleich mit dem Bad ausschütten.
Ach, Frau Habegger: indem wir unsere ureigene Lösungsvorstellung gleich in die Verfassung geschrieben haben, ohne vorher eine konstruktive Lösung zu suchen, fürchte ich, müssen wir nun mit der EU verhandeln, dmit unser vorschnelles Handeln nicht allzu destruktiv wird.
Die Bilateralen1 ohne die Personenfreizügigkeit​ - das erinnert mich irgendwie schon an das Anmmieten einer Wohnung, abeer ohne das dazugehörige Wohnzimmer mitzumieten.
-
Februar 2014 Kommentar zu
Yves Rossier - der richtige EU-Verhandler ?
Sehr geehrter Herr Müller

In meinen Aussagen habe ich mich nicht ausschliesslich auf ihre Äusserungen bezogen - vieles bezieht sich eher auf gehässige Reaktionen im allgemeinen.
Zu ihrer Aussage zu Udo Jürgens. Der Mann ist mir bekannt (wem nicht?), ich bin aber nicht ein solcher Schlagerfan, dass ich seine Aussagen minutiös verfolge. Für mich ist er ein bemerkenswerter Man, der etliche sehr gute Songs zum besten gegeben hat. Auch seine Auftritte, soweit ich sie denn mitbekommen habe, haben Eindruck auf mich gemacht.
Trotzdem glaube ich ihn gut genug zu kennen, das seine Aussage, die sie zitiert haben, so nicht richtig widergegeben wurde.
Ich denke viel mehr, dass er dafür tiefere Gründe gehabt hat. Und einer dieser Gründe war wohl sicher die Frage: kann denn der einzelne Bürger überhaupt objektiv über eine Sache informiert sein, so dass er nach bestem Wissen und Gewissen seine Stimme dazu abgeben kann?
Grundsätzlich:​ er kann. Realistisch: er kann dann nicht, wenn die politischen Verantwortlichen ihre Vormacht mit möglichst populistischen Voten behaupten wollen, ohne auf sachliche Argumente einzugehen.
Einen Verrat an dder Schweiz durch Herrn Jürgens sehe ich hier nicht; vielmehr erscheint mir dies als zwar harte, aber durchaus gutgemeinte Kritik - nicht am System der direkten Demokratie selbst, sondern an dem Umgang damit.
-
Februar 2014 Kommentar zu
Yves Rossier - der richtige EU-Verhandler ?
Sehr geehrter Herr Müller

Was die unterschätzte Stärke der Schweiz angeht, stimme ich Ihnen zu - aber es reicht nicht, dies zu bemerken. Die neu entdeckte Stärke muss auch richtig eingesetzt werden.
Wenn wir, aufgrund der aufgetretenen Probleme, zum Schluss kommen, dass wir unseren Umgang mit der Einwanderung in unser Land und damit auch die Personenfreizügigkeit​ überarbeiten müssen, so muss dies dringend geschehen. Wenn wir dann aber hingehen und das gewünschte Endziel gleich in der Verfassung verankern, ohne auf die Konsequenzen Rücksicht zu nehmen, dann hat dies sehr viel mit "Das Kind mit dem Bad ausschütten" zu tun.
Stärke manifestiert sich nicht durch rücksichtsloses rundumschlagen. Stärke manifestiert sich vielmehr darin, die Positionen des Mitbewerbers und dessen Rechte zu erkennen und zu respektieren - Stärke manifestiert sich auch nicht dadurch, dass man dies erst (und nur dann) tut, wenn der andere zuerst Respekt zeigt. Und vor allem manifestiert sich Stärke nicht dadurch, dass man jeden anderen, der seine Meinung und seine Position kundtut, in den Schmutz zieht. Und genau dies ist seit Jahrzehnten das Hauptmerkmal der populistischen SVP-Politik - leider!
In diesem Zusammenhang möchte ich wieder mal an die Altbundesräte Ogi und Schlumpf erinnern. Beide waren/sind SVP-Politiker und haben als solche das Heu nicht auf der gleichen Bühne, wie ich. Aber das ist nicht nur unwesentlich, sondern das Salz in einer lebendigen Demokratie - wesentlich aber war die Konstruktivität der beiden Altbundesräte!
Das Problem mit der italienischen Firma, die sich wegen der günstigeren Konditionen im Tessin niedergelassen hat, da aber hauptsächlich (oder ausschliesslich?) italienische Grenzgänger zu für schweizer Verhältnisse viel zu tiefen Löhnen beschäftigt, ist nicht wirklich ein Problem, das es nur in der Schweiz gibt. Es existiert auch innerhalb der EU - und bewirkt, dass Arbeitnehmende auch in EU-Ländern unter den Druck von Lohndumping geraten - mit all den negativen Folgen, den so etwas im Sozialbereich mit sich bringt.
Würde die EU selbst dieses Problem angehen, würde dies in der Schweiz trotz Personenfreizügigkeit​ wohl gar nicht auftreten. Und wenn Grenzgänger in einem Land das Landesübliche Salär erhalten, das, wie im Falle Italiens, den wirklichen Bedarf weit übersteigt, würde Kapital auf wirtschaftlichem Weg nach zB. Italien fliessen und so den italienischen Bedarf an finanzieller EU-Unterstützung zu reduzieren mithelfen.
Was sollte die EU gegen so ein Modell haben? Die Personenfreizügigkeit​ würde nicht durch politische Regelungen eingeschränkt. Eingeschränkt würden nur deren negative Auswirkungen.

Tja,​ und nun kann man ja hingehen und der EU vorwerfen, sie habe das selbe Problem wie wir, tue aber aus Sturheit (und Machthunger?) nichts dagegen und meinen, man könne nun in aller Ruhe sein eigenes Süppchen kochen - oder man könnte das Problem auch durch vorbringen von konstruktiven Vorschlägen angehen.
-
Februar 2014 Kommentar zu
Yves Rossier - der richtige EU-Verhandler ?
Sehr geehrte Frau Habegger

Die Frage, ob dies der richtige Verhandlungspatner ist, steht nicht einfach so im Raum - Sie haben sie gestellt. Wenn Politiker landauf, landab nun versuchen, eine einvernehmliche Lösung mit der EU zu finden, so tun sie dies, um die bilateralen Verträge mit der EU nicht vollends den Bach runtergehen zu lassen und die immensen negativen Auswirkungen auf unsere Wirtschaft zu verhindern.
Ich stelle einfach fest: die SVP politisiert nach wie vor populistisch, da es ihr Ausschliesslich um politischen Erfolg geht. Blocher ist nach wie vor von seiner Streitkultur überzeugt und hält diese auch nach wie vor für konstruktiv.
Diese Studie (http://www.vimentis.​ch/d/publikation/366/​Hoffnungen+und+Bef%FC​rchtungen+zur+Persone​nfreiz%FCgigkeit.html​) rückt die meisten Behauptungen der Befürworter ins rechte Licht, ohne die Probleme zu verschweigen. Sie sollten sie eingehend studieren - nicht nur kopfschüttelnd überfliegen.
Nun ja, das Kind ist jetzt mit dem Bade ausgeschüttet. Sehen wir zu, dass wirs wiederkriegen.
-
Februar 2014 Kommentar zu
SVP muss Verantwortung übernehmen, FDP wird sie unterstützen
Geschätzte Mitbürger
In der Folge der letzten Abstimmung ist mir wieder einmal mehr etwas aufgefallen: Es gibt zwar das Recht eines jeden EU-Bürgers, sich innerhalb der EU da niederzulassen und zu arbeiten, wo er will, bzw. wo er arbeit findet. Aber es gibt auf EU-Ebene keine Regelungen für diese Personenfreizügigkeit​.

Es ist ja nicht so, dass von ausländischen Arbeitern nur Löhne in der Schweiz unter Druck kommen. Dasselbe kennt man auch in Deutschland. Allerdings sind es da Arbeiter aus Polen und anderen östlichen EU-Staaten, die für wesentlich weniger Geld in Deutschland arbeiten. Genau das sind die Gründe, weswegen in mehreren europäischen Staaten in weiten Teilen die Bevölkerung der Personenfreizügigkeit​ skeptisch bis ablehnend gegenübersteht.
Der Schluss daraus ist ganz einfach: es ist Sache der EU, diese Problematik zu regeln. Und zwar dahingehend, dass eine Person, die in einem andern Land arbeiten will, nicht weniger verdienen darf, als es in diesem andern Land dem üblichen Durchschnitt entspricht.
Gleichze​itig müsste die EU regeln, dass Firmen, die in einem andern EU-Land (oder EU--Partner wie der Schweiz), von erleichterten Niederlassungbedingun​gen provitieren, eine Mindestanzahl einheimischer Arbeiter beschäftigt.
Eine solche Regelung würde Einwanderungsländer auch innerhalb der EU vor überbordenden Zuströmen schützen und gleichzeitig der unterschwelligen EU-Skepsis in vielen EU-Staaten entgegenwirken.
Und wer weiss, vielleicht hätte mit einer solchen EU-weiten Regelung unsere Abstimmung zur Masseneinwanderung eine andere Wendung genommen.
-
Februar 2014 Kommentar zu
Eidgenossen ziehen die Notbremse
Sehr geehrte Herren

Zuerst einmal möchte ich mich für die zahlreichen Antworten bedanken! Besonderen Dank möchte ich an Herrn Stampfli ausrichten für den Link zu dem überaus interessanten Zeitungsartikel, aus dem ich nachfolgend doch gleich einige für mich sehr schöne Sätze zitieren möchte:

"Die Schweizer haben nicht dafür gestimmt, dass die Grenzen dicht gemacht werden, sondern dass die Regelung der Personenfreizügigkeit​ ein Thema der nationalen Souveränität ist und nicht eines, das an Brüssel delegiert werden kann.
Im Rahmen des bewusst offen gehaltenen Antrags zur „Masseneinwanderung“ haben die Schweizer Bürger nun ihre Regierung gezwungen, mit Brüssel darüber neu zu verhandeln.
Es fällt dem SPD-Mann Stegner offenbar schwer zu verstehen, dass es Länder gibt, in denen der Souverän seinen Politikern sagen kann, was zu geschehen hat.
Die Gehässigkeit, mit der Stegner blind auf die Schweizer einschlug und dabei alle Vorurteile bediente, ist genauso entlarvend wie die peinliche Entschuldigungs-Salve​.
In Deutschland können SPD und CDU mit fast vollkommener Machtfülle regieren. Das verdirbt die Politiker."

Die Masseneinwanderung ist tatsächlich ein Problem, das gelöst werden muss - insbesondere auch die Problematik mit den italienischen Grenzgängern im Tessin.

Es ist wirklich zu wünschen, dass unser Entscheid in Europa neue Massstäbe setzt, wie laut dem Zitat von Herrn Stämpfli die NLZ geschrieben hat.
Insbesondere muss in den europäischen Ländern meines Erachtens sehr viel mehr direkte Demokratie eingeführt und konsequent durchgesetzt werden. Spontan fallen mir da Stuttgard21 oder der neue Berliner Flugplatz ein, die mich beide sehr stark an die aktuellen Geschichten um das Olympiastadion in Sotschi erinnern (und die wohl beide nicht so stark finanziell aus dem Ruder gelaufen wären, wenn Bürger mitreden könnten und ernst genommen würden).

Nur schleckt keine Geiss weg, dass die Reaktionen in der EU und in diversen Mitgliedländern ebendieser so sind, wie sie sind.
Aber wer heute die Tagesschau verfolgt hat, hat mitgekriegt, wieviel Unsicherheit der Volksentscheid in Wirtschaftskreisen ausgelöst hat - und zu diesen Wirtschaftskreisen zählen nicht nur Dachverbände wie Economy Swiss, sondern auch verschiedene, zu grossen Teilen exportorientierten KMU's. Gegenstand der Verunsicherung ist die bevorstehende Kündigung der Bilateralen 1, die automatisch erfolgt, wenn eine der enthaltenen Vertragspunkte – eben die Personenfreizügigkeit​ - gekündigt wird.
Ob die betroffenen Wirtschaftskreise die drei Jahre, die uns für eine allfällige Neuregelung zur Verfügung stehen, abwarten, um die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, darf stark bezweifelt werden - welcher halbwegs vernünftige Manager wird schon zuwarten, bis anstehende Veränderungen (beim Zugang zum europäischen Markt zum Beispiel) sein Unternehmen an den Rand des Ruins treiben?
-