Christian Nussbaumer

Christian Nussbaumer
Christian Nussbaumer
Wohnort: Schweiz
Beruf:
Jahrgang: 1981

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Sprachen, Reisen, Filme aller couleur und Sicherheitspolitik



Meine neusten Kommentare

October 2011 Kommentar zu
Argumente für eine freiwillige Miliz-Armee
-Zu viel Personal: Nein, eben nicht. Der Bundesrat forderte 80'000, die 22'000 waren zur Kompetenzerhaltung der Verteidigung vorgesehen. Mit 22'000 Mann können Sie während 2-3 Wochen ca. 20 wichtige Objekte beschützen. Dann muss eine Ablösung kommen. In der Schweiz gibt es 100 dieser wichtigen Objekte. Nur gehen Sie ohne Führungsunterstützung​ oder die Luftwaffe gar nicht erst in den Einsatz, weil Sie dies nicht mehr können. Die Kommunikation und der Schutz von oben muss sichergestellt sein. Auch nicht eingerechnet wurden die friedensunterstützend​en Einsätze wie der im Kosovo oder die UNO Militärbeobachter. Die Schweiz war übrigens schon vor über 60 Jahren mit einer ganzen Kompanie im Einsatz, dieses Konzept ist also nicht allzu neu. Sie scheinen von Sicherheitspolitik nicht allzu viel zu verstehen, überlassen Sie doch solche Diskussionen Leuten die etwas verstehen!

-Wehrpf​licht für Frauen: Gleiche Rechte bedeuten auch gleiche Pflichten, alles andere ist inkonsequent, aber da spreche ich halt ein Tabu an. Nicht jeder Wehrpflichtige macht ja Armeedienst, da gibt es daneben noch den Zivildienst und Zivilschutz. Bei einer Ausweitung auf Frauen wäre die Situation für alle Schweizer insgesamt gerechter.

-Die militärische Ausbildung: Die Schweiz besteht zum grössten Teil aus KMU von denen viele die Vorteile einer militärischen Kaderausbildung wiederentdecken. Da ist eindeutig eine Trendwende auszumachen. Auch die internationalen Firmen profitieren von einer sicheren Schweiz und so kann man es ihnen auch verkaufen, man müsste nur die PR etwas anpassen.

Aber Sie haben etwas sehr richtiges gesagt. In der Schweiz profitieren alle von der Sicherheit. Die Armee ist garant für eben diese, die auch unsere Freiheit und nicht zuletzt unseren Wohlstand sichert als letztes Mittel und einzige Sicherheitsreserve auf Stufe Bund. Wir halten an der Wehrpflicht fest weil es dazu keine veritable Alternative gibt. Wir wollen weder einen Staat im Staat (Berufsarmee) die neben den selben Kosten mehr Nachteile bringt noch eine freiwillige Miliz die man nicht mit dem nötigen Personal alimentieren kann. Alle Länder in Europe die gerade zuletzt die Wehrpflicht abgeschafft haben klagen nun laut darüber das diese nicht genügend qualifizierte finden. Eine freiwillige Miliz ist eine Armeeabschaffung auf Raten. Wenn die diese also abschaffen wollen, so seien sie ehrlich und sagen sie dies auch so.

und eine Bereicherung war es für alle Leute die ich bisher als Offizier führen durfte, von denen war NIEMAND freiwillig da und trotzdem waren alle am Schluss dankbar der Erfahrungen die sie machen durften. Das versteht aber nur wer selber in der Armee war, sie können das wohl niht nachvollziehen...
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October 2011 Kommentar zu
Argumente für eine freiwillige Miliz-Armee
-zu viel Personal; Glauben Sie allen ernstes die "kämpfenden Truppen" kommen ohne Logistik und Führungsunterstützung​ und andere aus? Schon Sun Tsu wusste vor mehr als 2'000 Jahren das man eine Armee am schnellsten besiegt wenn man deren Rückschub kappt. 22'000 ist lächerlich um es salopp auszudrücken.

-Gle​ichberechtigung: Wehrpflicht auch für Frauen, das ist logisch.

-freiwill​ige Soldaten sind motivierter: Wir würden niemals genügend freiwillige für eine schlagkräftige Armee rekrutieren können, das wissen Sie genau. Das ist Armeeabschaffung auf Raten.

-zahlreiche​ Arbeitslose wären froh...: Ja genau, deshalb sind im Pflegebereich auch so viele Ausländer am arbeiten und welchen "soldatischen" Job wollen Sie privatisieren bitte?

-Die Wehrpflicht ist ein Manko des Schweizer Arbeitnehmers gegenüber dem Ausländer...: Ja und die militärische Kaderausbildung ist ein Vorteil gegenüber dem Ausländer.

-Diszip​lin lernen, auf eigenen Beinen stehen...: Dem wiederspricht niemandem. Nur gibt es in unserer Gesellschaft Rechte und Pflichten. Sich für sein land einsetzen, freiwillig oder nicht, ist in jedem Fall bereichernd... und Tatsache ist, wer nicht will kommt heute leichter weg als jemals zuvor. Ist für mich kein Argument.

- eine freiwillige Armee mit weniger Soldaten ist günstiger und entlastet den Steuerzahler: Bis zu dem Moment wo diese eben nicht mehr ausreicht, bis zu jenem Moment den wir uns alle nicht herbeiwünschen aber trotzdem eintreffen "kann". Eine Armee kann man nicht in kurzer Zeit wieder aufrüsten, das dauert mehrere Jahre bis Jahrzehnte. In den USA mag das System freiwillige Miliz funktionieren, da sie neben eben dieser noch eine Berufsarmee in ungefähr der gleichen Grösse haben. Die freiwillige Miliz ist sicher ein bequemer Weg, wohl der bequemste aber gerade wenn es um unsere elementare Sicherheit geht dürfen wir alles - nur nicht bequem sein.
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