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"Klimaschutz ist kein Kampf zwischen Links und Rechts"

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Während mei­nes Stän­de­rat­s­wahl­ka​​​mpfs im Win­ter/Früh­ling 2019 war ich mehr­fach an den Kli­ma­de­mos in St. Gal­len. Ein Trans­pa­rent hatte eine Ka­ri­ka­tur zweier bo­xen­der Kan­dia­ten, einer mit grü­nem Hemd, mit dem Slo­gan: "Kli­ma­schutz ist kein Kampf zwi­schen Links und Rechts".

Es stimmt: Klimaschutz ist jenseits der politischen Einteilung in links und rechts. Es geht schlicht darum, den Planeten nicht an die Wand zu fahren. Nur auf nachhaltiger Grundlage können wir darüber streiten, wie wir die Wirtschaft gestalten und die Verteilung des Wohlstands organisieren. Klimasc​​​hutz lässt sich aber nicht trennen von der sozialen Frage. Wenn Massnahmen zur krassen Benachteiligung breiter Bevölkerungsschichten​​​ führen und sich vermögende Kreise davon absetzen, dann kann der ökologische Umbau nicht funktionieren. Soziale Konflikte haben das Potenzial, Umweltfragen in den Hintergrund zu drängen. Es führt kein Weg an einer Verbindung von Überleben und Gerechtigkeit vorbei.

Ich unterstütze die Klimastreikenden, und zwar nicht aus Opportunismus im Wahljahr, sondern aus Ueberzeugung. In den 1980er Jahren wurde auch ich im Rahmen von Aktionen der Oeko-Gruppe an der Kantonsschule St.Gallen politisiert. Schon damals wurde uns verboten, am schulpflichtigen Samstag zu den grossen Umwelt-, Anti-AKW und Friedens-Demonstratio​​​nen nach Bern zu fahren. Zur Strafe für meine Absenz galt es, den Kanti-Innenhof zu säubern, schwierige Physik-Aufgaben zu lösen und politisch motivierte Aufsätze zu verfassen.

Demokratie​​​ schliesst das Recht auf freiwillige unkonventionelle Aktionen mit ein. Es gibt Dinge, die sind wichtiger als der ungestörte Routine-Alltag in unseren Bildungsinstitutionen​​​.

http://patrick-zi​l​t​ener.ch/?p=377


Kommentare von Lesern zum Artikel

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60%
(5 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 9 Tagen

Die anti-kapitalistische und pro-sozialistische Einstellung der Klima-Jakobiner ist nicht zu übersehen.

Mit dem "Klimawandel" soll das herbeigeführt, woran Lenin und Stalin gescheitert sind.


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