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Wir leisten uns einige fragwürdige Prioritäten: Korrigiere!

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Die Schweiz hat bei­nahe 8.5 Mil­lio­nen Ein­woh­ner. 5 Mil­lio­nen davon sind Ar­beit­neh­mer. Knapp 70% davon Ar­bei­ten in KMUs. 100% wer­den ein­mal die AHV be­kom­men.
Es gibt 584'624 KMUs und von 1590 gros­sen Be­trie­ben be­schäf­ti­gen 280 mehr als 1000 Arbeitnehmer.
(https:/​/www.kmu.admin.ch/kmu​/de/home/kmu-politik/​kmu-politik-zahlen-un​d-fakten/kmu-in-zahle​n/firmen-und-beschaef​tigte.html)

Unsere po­li­ti­schen Prio­ritäten soll­ten sich ei­gent­lich auch da­nach rich­ten. Tatsäch­lich leis­ten wir uns aber ein paar sehr frag­wür­dige Prio­ritäten:

 

  • Steuergeschenke werden grundsätzlich mal zuerst Firmen zugesprochen - Arbeitnehmer haben nie Priorität.

  • Von den Vergünstigungen profitieren nicht in erster Linie die meisten Betriebe oder Betriebe mit den meisten Beschäftigten - sondern die reichsten Betriebe.

  • Steuervergü​nstigungen für Firmen sind immer “längst fällig”, stets gratis und an keine Gegenleistung geknüpft: Nie muss eine Steuersenkung messbare Ziele erreichen!

  • Eine Finanzspritze der AHV oder eines Sozialwerkes muss hingegen immer “finanzierbar” und “massvoll” sein - Und sie ist scheinbar nur dann machbar, wenn mindestens derselbe Betrag an Steuergeschenken an Firmen fliesst!

  • Das Verursacherprinzip gilt vor allem für Bürger, Arbeitnehmer und KMUs: Grosskonzerne können entlassene Arbeitnehmer, zerstörte Ökosysteme, Bankenkrisen, Rohstoffkriege und Klimakatastrophen stets den Staaten der Welt kostenfrei übertragen und erhalten im Gegenzug reduzierte Steuersätze.


Man kann durchaus behaupten, dass Stimmvolk sei mündig genug über eine Vorlage aus verschiedenen Sachgebieten zu entscheiden. Aber es liesse sich auch fragen: Welche Naturgewalt hat denn ein international akzeptiertes Steuerrecht so untrennbar mit einem milliardenschweren Steuerausfall verschmolzen?


Nun gut: Diese hässliche Politik haben wir uns mit einer bürgerlichen Mehrheit ins Parlament gewählt - und daher nicht anders verdient.

Das sollten wir aber unbedingt bei nächster Gelegenheit korrigieren… und abwählen!


Kommentare von Lesern zum Artikel

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0%
(3 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte September 2019

"Wir leisten uns einige fragwürdige Prioritäten: Korrigiere!"

Sie sehen das soweit ganz richtig, Herr Michel. Inzwischen hat aber politisch die drohende weltweite Klimakatastrophe auch für die Schweiz höchste Priorität. In der ersten Session müssen die eidg. Räte ein Notstandsgesetz beschliessen, damit der Bundesrat umgehend wirksame Massnahmen in kraft setzen kann.


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33%
(9 Stimmen)
Georg Bender sagte May 2019

Es ist schon interessant, wie man die Zusammenhänge nicht begreifen will, aber trotzdem den Daumen nach unten drücken kann.
Wissen Sie der Pflichtpreisanteil wird zum frei verfügbaren Gegenwert der Arbeit addiert und subtrahiert für die Sozialbeiträge und addiert für die Steuern zur Weiterleitung. Es ist doch nicht so schwer dies begreifen zu können?
In den Bruttoeinnahmen sind auch die Teile der Pflichtpreise Staat und Soziales enthalten, oder glauben Sie dieses Volumen fliest in den Himmel und die Arbeitgeber erhalten das Ihnen zugeordnete Volumen von der Hölle?
Korrekt und viel einfacher, wäre die direkte Abwicklung zwischen Wirtschaft und Staat! Parameter: branchendefinierten Tarif und Umsatz an den Endbenutzer! Damit würden Unternehmungen in Produktion und Veredelung, sowie sämtliche Bürger im Bereich Einkommen von jeglicher Abwicklung befreit!

Es geht eben nicht um die eingehämmerte Meinung von Zahlen, sondern ökonomisch nur um den Rückfluss!

So viel Sachverstand kann man von Ökonomen, Regierende und Teile der Bürger erwarten, darum wissen die genannten Personen haargenau, welche Betrügereien organisiert werden, wie hier der STAF!




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55%
(11 Stimmen)
Werner Nabulon sagte May 2019

Herr Adrian Michel,
Sie schreiben es schon korrekt,
Die Schweiz hat bei­nahe 8.5 Millionen Ein­woh­ner. 5 Millionen davon sind Arbeitnehmer.

Knapp 70% davon Ar­bei­ten in KMUs. 100% wer­den ein­mal die AHV be­kom­men. Korrektur ""Es erreichen leider nicht 100% das AHV Alter""

Es gibt 584'624 KMUs und von 1590 gros­sen Be­trie­ben be­schäf­ti­gen 280 mehr als 1000 Arbeitnehmer.

KMU sind Betriebe welche im Land ansässig sind, die *müssen* hier bleiben, können nicht einfach abwandern.
Mit den Grosskonzernen ist es so, dass die Arbeit ins Land bringen. Mal für die Immobilien in denen sie Arbeiten und Wohnen.
Es werden aus dem Land oder aus dem Ausland Kaderleute beschäftigt, ebenso AssistentenInnen, plus je nach dem auch Forschungsplätze, oder auch Produktion.

Ich meine Haben oder nicht Haben ist die Frage. Kriegen wir sie hier ins Land (mit reduzierten Steuern) oder bleiben sie weg?
Warum glauben sie macht man International Druck, dass wir "Deppen" daran herum studieren, die Grundlagen so zu verändern, dass die wegbleiben?
Ach da wäre noch Ethik und Moral, Soziale Verantwortung? Die Weltweit auch wenn die Lippenbekenntnisse es anders sagen, von Niemandem, weder Konzernen noch Ländern wahr genommen werden.


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42%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte May 2019

Herr Ernst Jacob

So viel Geschichte muss sein. Die Erwerbsarbeit wurde unter Blutvergiessen erzwungen!

Der Arbeitgeber bezahlt keinen Rappen, er stellt den Arbeitsplatz solange zur Verfügung als er rentiert!


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25%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte May 2019

Wir sind keine Steuer- und Sozialzahler! So viel sollte im Denkvermögen des 21. JH. angekommen sein?
Der Staat braucht keine Einnahmen zur Abdeckung seiner Gemeinwohl- und Sozialaufgaben. Er ordnet den Rückfluss zur Stabilität der Volkswirtschaft zu!

Die Pflichtpreisumlage über das Erwerbseinkommen ist nicht korrekt; denn die Arbeitnehmer sind nicht die Berechtigten. Man frage sich, was es soll, dass die Addition und Subtraktion der Sozialausgaben und die Weiterleitung der Staatsquote auf meiner Lohnabrechnung?.
Ric​htig Arbeitsplätze und Indoktrinierung des Virus Zahler! Geldzirkulation zum Ausgleich der gegenseitigen Leistungserbringung ist der Schlüssel!


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42%
(12 Stimmen)
jan eberhart sagte May 2019

Ich werde auch im Oktober bürgerlich wählen und keine einzige Stimme an die rot-grünen Kapitalismus-Abschaff​er veschwenden.

Die Zustände bei GC zeigen, wohin rot-grüne Kuscheljustiz führt. Ein paar Wochen in Einzelhaft und die Krawallbrüder würden sich etwas mehr vom Rechtsstaat fürchten.


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55%
(11 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte May 2019

Nun,das mit dem "Prioritäten" setzen ist nicht so einfach!Die Vorgeschichte zu diesen Vorlagen ist auf internationalen Druck zustande gekommen!Besonders die EU mischt sich immer mehr in die inneren Angelegenheiten anderer Länder ein.Dazu gehört,dass Steuer-Privilegien für internationale Konzerne nicht mehr anwendbar sein sollen,und somit allen anderen Unternehmen im Lande "gleichgestellt" werden müssen.
Somit wird es dazu führen,dass im Allgemeinen die Kantone für alle Unternehmen die Steuern weiter "optimieren" wollen.Ein paar haben das bereits getan.Das in der Hoffnung,dass auch Konzerne,ihre Sitze und Arbeitsplätze nicht ins Ausland verlegen,sondern in der Schweiz bleiben werden.Bei dieser ganzen Geschichte geht es in zweiter Linie natürlich auch um kleinere Unternehmen,die oft als Zulieferer und Produzenten für die diese grossen Konzerne tätig sind.KMU`s und Konzerne sitzen somit beinahe im selben Boot!Diese "Verkettung" der Binnenwirtschaft und Abhängigkeiten von "Klein"- zu Gross-Unternehmungen"​wird gerne vergessen!Und natürlich sind dahinter auch die Arbeitnehmer,die somit ihre Jobs nicht verlieren und dank ihrer Tüchtigkeit und Fachwissen oft nicht einmal schlecht verdienen.Irgend jemand muss logischerweise etwas "tiefer" in die Tasche greifen!
Ja, und wie immer wird es der Mittelstand sein,der zur Kasse gebeten wird.Alles in allem müsste es trotzdem ein moderater Anstieg im Steuersatz sein und natürlich wird auch das nicht in allen Kantonen gleich schmerzhaft sein.
Das Gejammere vom armen Arbeitnehmer der nun wieder mit höheren Steuern "bestraft" wird,trifft nur bedingt zu.Man kann für die Vorlage sein,oder aber dagegen!Man kann sie auf Grund der Verknüpfung mit dem AHV-Deal auch als unseriös betiteln.Dass muss jeder für sich selber beurteilen.Nur eines muss Herr Michel wissen!Unser Wohlstand ist dank einer ausgewogenen und darum bürgerlichen Politik sehr erfolgreich gewesen in den letzten zwanzig Jahren!!Der Zusammenbruch der sozialistischen Parteien in D und F hat einen Grund..!!..furchtbare​ Misswirtschaft..riesi​ge Schuldenberge...und Arbeitnehmer die zu hundertausenden,ja Millionen von einem Job nicht mehr leben können!Unsere linken Medien berichten ausserordentlich "sparsam" darüber!!!


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58%
(12 Stimmen)
Ernst Jacob sagte May 2019

> Diese hässliche Politik haben wir uns mit einer bürgerlichen Mehrheit ins Parlament gewählt ...

Sie möchten wohl lieber eine sozialistische Republik, so etwa wie Venezuela, dann ginge es den Arbeitnehmer|innen wahrscheinlich viel besser.

Aber Arbeit schaffen nicht Arbeitnehmer|innen, sie arbeiten ja nur, weil es Arbeitsschaffer gibt. Und die gehen, wie jeder vernünftige Mensch auf dieser Welt, bevorzugt dorthin, wo sie selber dann auch etwas daran verdienen können.

Man nennt sowas Wirtschaft. Auch wenn es mit einer Beiz ja nichts gemein hat ...


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