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100‘000 Soldaten, 22 Gripen, 5 Milliarden Franken

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Kürzlich ist das „kleine Wun­der von Bern“ ge­sche­hen: Der Na­tio­nal­rat hat be­kannt­lich mit 99:66 Stim­men be­schlos­sen, dass das Ver­tei­di­gungs­de­p​ar­te­ment zur Erfüllung sei­nes Si­cher­heits­-­Auf­t​rags künftig jährlich fünf Mil­li­ar­den Fran­ken be­kom­men soll, wie ich das mit mei­ner Mo­tion in der Si­cher­heits­po­li­t​i­schen Kom­mis­sion ge­for­dert hat­te. Ent­ge­gen dem ursprünglichen Par­la­ments­be­schlu​ss vom Sep­tem­ber 2011 hatte der Bun­des­rat das Ar­mee­bud­get im Frühjahr 2012 verfassungswidrig  um 300 Mil­lio­nen auf 4,7 Mil­li­ar­den Fran­ken re­du­ziert. Nur wenn auch der Ständerat in der Som­mer­ses­sion auf den 5 Mil­li­ar­den be­harrt, kann die Armee ihren Si­cher­heits­auf­tra​g zu­frie­den­stel­lend​ erfüllen. Die zwin­gende Mi­ni­mal-­For­mel dafür lau­tet: 100‘000 Mi­li­z-­Sol­da­ten, 22 Gri­pen-­Kampf­flug­z​euge und 5 Mil­li­ar­den Fran­ken pro Jahr – sowie Bei­be­hal­tung der  all­ge­mei­nen Wehr­pflicht. Alles an­dere ist un­taug­li­ches, lee­res Geschwätz.

An einem besonders heissen Sommertag, am 21. Juli 1969 - gleichentags ist Neil Armstrong auf dem Mond gelandet – bin ich mit vielen Kollegen in die Motorisierte Infanterie RS in Bière/VD eingerückt.  Ob es auch ein paar Begeisterte darunter hatte, weiss ich nicht mehr. Aber eines weiss ich: Hätte uns jemand im legendären Morges-Apples-Bière-B​ähnli mit den Holzsplitter-Bänken gesagt „Wer will, der kann wieder nach Hause fahren, der Militärdienst ist ab sofort freiwillig“, so hätten mit Sicherheit 90% (ich inklusive) rechtsumkehrt gemacht. Weil das Militär für uns aber eine selbstverständliche Pflicht war, habe ich schliesslich insgesamt rund 1400 Diensttage geleistet. Ich habe dabei sehr viel profitiert (auch wenn man es vielleicht nicht immer merkt), ich habe das Welschland gut kennen und schätzen gelernt und viele Freunde gewonnen.

Darum mag ich das dumme Geschwätz von der sogenannten „freiwilligen Miliz“ oder von einer Schweizer Berufsarmee nicht mehr hören. Denn unsere verfassungsmässige allgemeine Wehrpflicht, die untrennbar verbunden ist mit dem schweizerischen Milizsystem, verlangt, dass jeder Schweizer in der Armee seinen Beitrag für die Sicherheit und die Unversehrheit unseres Landes leistet. Es geht darum, unsere Bevölkerung, unsere Familien, unsere Heimat, unsere Freiheit, unsere Unabhängigkeit, unsere Volksrechte und die sozialen Errungenschaften zu schützen und zu verteidigen. Und dies nötigenfalls unter Einsatz des eigenen Lebens. Der Bürger in Uniform muss seinen Dienst bei unsicheren Lagen unterhalb der Kriegsschwelle (Schutz der Infrastruktur bei Terrorgefahr;  im Katastrophenfall) und natürlich im Kriegsfall (Verteidigung) leisten, wenn die Armee als letztes Mittel zum Einsatz kommt. Die Wehrpflicht aufheben hiesse, unser Land der Wehr- und Schutzlosigkeit preiszugeben. Eine Freiwilligenarmee würde uns zudem Rekrutierungsprobleme​ oder vor allem Waffennarren und Rambos bescheren. Eine Aussage von General Nash, dem seinerzeitigen Oberkommandierenden der internationalen Truppen in Bosnien/Herzegowina ist mir unvergesslich geblieben. Er hatte vernommen, dass man auch in der Schweiz über eine Freiwilligen- bzw. Berufsarmee diskutiert und fragte uns: „Aber wo wollen Sie denn die Soldaten  rekrutieren, Sie haben ja gar keine Slums?“   

Um die immer noch vorhandenen Mängel in der Armee (Logistik, Ausrüstung des Wehrmannes, Unterhalt von Kasernen und Einrichtungen, Beschaffung von Waffensystemen) auch nur einigermassen zu beheben und gleichzeitig das „Dach“ mit dem Gripen zu ergänzen und zu erneuern, sind die erwähnten 5 Milliarden Franken ein absolutes Muss. Schon mit diesem Betrag muss die Zitrone massiv ausgepresst werden – mit der Schliessung von militärischen Standorten und Flugplätzen und dem Verlust von gegen tausend Arbeitsplätzen. Sollte sich die bundesrätliche Variante mit bloss 4,7 Milliarden Franken durchsetzen, so ginge es definitiv ans „Eingemachte“. Dringende Rüstungsgüter könnten nicht mehr beschafft werden. Die Armee wäre nicht mehr einsatzfähig und könnte ihren Auftrag  zu wesentlichen Teilen nicht mehr erfüllen.

Mit bloss 4,7 Milliarden Franken würde auch die dringend nötige Beschaffung des Gripen verunmöglicht – es sei denn, die „übrige Armee“ (Bodentruppen) würde in unverantwortlicher Weise ausgehungert. Und das dürfen wir uns nicht leisten!  Der Gripen – davon bin ich nach einjähriger Arbeit in der entsprechenden Subkommission überzeugt  – ist ein taugliches und quasi massgeschneidertes und auch noch bezahlbares Kampfflugzeug für unser Land. Es ist von den geprüften Varianten das Flugzeug mit dem besten Nutzen/Kosten-Verhält​nis. Und einmalig bei einer solches Beschaffung: Unser Rahmenvertragspartner​ ist der schwedische Staat. Soeben ist nun auch im Bereich der sogenannten Offset-Geschäfte (für die Schweizer Industrie werden Gegengeschäfte in der Höhe von 100% des Gripen-Vertragswertes​ von 3,126 Milliarden Franken gesichert) bestätigt worden, dass der Saab-Konzern zusätzlich den Entscheid getroffen hat, Schweizer Unternehmen mit der Entwicklung, Produktion und Montage wesentlicher Komponenten des Gripen, einschliesslich des Rumpfhecks, zu beauftragen.

Fazit: Wir brauchen ein taugliches „Gesamtsystem Armee“ nach der Formel „100‘000 Soldaten/22 Gripen/5 Milliarden Franken“ und mit allgemeiner Wehrpflicht. Die Sicherheit unseres Landes muss uns diesen Preis wert sein. Im Vergleich zu andern Ausgabenposten (der Bundesrat will eine weitere Aufstockung der Entwicklungshilfe von rund 3 auf 4 Milliarden Franken jährlich/3 Milliarden pro Jahr verschlingt das Asylunwesen) ist dieser Preis sogar bescheiden. 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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63%
(16 Stimmen)
Hubert Kirrmann sagte August 2013

Die Zukunft der Armee anzuknüpfen an die Anschaffung von 22 untauglichen Schrottkisten ist Wasser auf die Mühle der Gegner. Die einzig sinnvollen Einsätzen der Schweizer Armee als solche finden im Ausland statt (KFOR zu Ehren), was sich in der Schweiz abspielt, sind Hällebardenspiele von nostalgiger SVPler.. Die Initiative ist eine Gelegenheit, die Armee zu überdenken: Helikopters statt Gripen, Zusammenarbeit mit der NATO statt Reduitgedanke, Armee als "Schule der Nation" statt gelangweilte, krautrauchenden Rekruten.


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61%
(28 Stimmen)
Heinz Mahler sagte May 2013

Aus Sicherheitsgründen muss der Armeedienst reorganisiert werden, gerade was die Motivation und Effizienz angeht ist der freiwillige Dienst nötig.
Motivierte Soldaten rennen sicher nicht mit gespantem Verschluss durch die Gegend um russisch Roulette spielen:

http://www.admin.​ch/aktuell/00089/inde​x.html?lang=de&msg-id​=48905


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57%
(47 Stimmen)
Stefan Pfister sagte May 2013

Ich mag die Militärromantik nicht mehr hören. Es ist ja schön für Herrn Fehr, dass er als Rekrut welsche Freunde gewonnen hat. Das wäre aber mit einem Schüleraustausch genauso gegangen. Kantonsübergreifende Männerfreundschaften zu arrangieren ist nicht Sinn und Zweck der Armee.

Auch das mit den 100 000 Soldaten geht an der Realität vorbei. Für die Landesverteidigung reichen 22 500, laut Bundesrat. Was machen die anderen 77 500? So viele "subsidiäre Aufgaben" kann es gar nicht geben. Und die Berichte aus RS und WKs, die ich so höre, zeigen auch, dass vor allem sehr viel herumgestanden/gesess​en und gewartet oder gejasst wird. Auf Staatskosten.



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52%
(44 Stimmen)
Stefan Pfister sagte May 2013

Herr Fehr und seine Partei wollen überall sparen. Ausser beim Departement ihres eigenen Bundesrates. Der soll sogar noch mehr Geld erhalten. Wo kommt das Geld her? Aus dem Zauberhut? Nein, das geht auf Kosten der anderen Departemente. Die sollen ein bisschen mehr sparen, damit der Maurer Ueli genug Geld hat.


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60%
(30 Stimmen)
August Sommerhalder sagte May 2013

Armeen und Polizei-Corps werden offensichtlich ausschliesslich zum Schutz der "Mächtigen" aufgerüstet, bezw. missbraucht. Herr Fehr hegt ja berechtigte Befürchtungen, falls es zu einem Bürgerkrieg in der Schweiz kommen würde. Diesbezüglich könnte man wünschen, Wilhelm Tell hätte gelebt und nach Walterli weitere Nachkommen gezeugt, die mit der Armbrust umgehen könnten, damit gegen die heutigen "Gessler-Nachfolger​" etwas unternommen werden könnte. Die unerhörten Einschränkungen der viel besungenen Freiheit sind kaum mehr vertretbar und dienen primär der "Privilegierte-Cliqu​e".


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50%
(22 Stimmen)
Hans Knall sagte May 2013

Kriege werden heutzutage routinemässig als Mittel zur Herstellung, Durchsetzung, Sicherung oder Erhaltung des Friedens erklärt.

Die Schweizer Armee hat solchen Anspruch nicht. Sie ist einzig dazu da, die Souveränität, die Unabhängigkeit und die Autonomie des durch die Landesgrenzen festgelegten Gebietes der Schweiz im Notfall gegen jeglichen Angreifer militärisch zu verteidigen.

Diesen grundsätzlichen Auftrag hat die Armee unabhängig von einer irgendwie beurteilten "Bedrohungslage" zu jeder Zeit.

Dass seit dem 2. Weltkrieg (nicht seit bestehen der EU) in Europa keine Kriege mehr stattgefunden haben (die EU-NATO hat in Serbien/Kosovo zwar einen Angriffskrieg gegen ein souveränes, Europäisches Land geführt, aber das ist ja jetzt nicht so schlimm), hat vielschichtigere Gründe als die Nobelpreis-EU.

Beim "Friedensargument",​ so wie es heute als Rechtfertigung für jeden zentralistischen Vorstoss benutzt wird, spricht Vieles dafür, dass es die PR-Agenturen in Brüssel nachgeschoben haben, als die Bedrohung aus dem Osten wegfiel und die zentralistische Politik der EU anders begründet werden musste.

Dazu ein sehr fundierter Artikel: http://www.zeit-frage​n.ch/index.php?id=655​




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59%
(37 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte May 2013

Der besten Schutz für die Schweiz ist - auch wenn das gewisse Kreise nicht gerne hören - das ERFOLGREICHE FRIEDENS- UND WIRTSCHAFTSPROJEKT EU!

http://www.vim​entis.ch/d/dialog/rea​darticle/f-r-i-e-d-e-​n-s-n-o-b-e-l-p-r-e-i​-s---f-ue-r---d-i-e--​-e-u-/

Das der FRIEDENSNOBELPREISTÄG​ERIN EU sind wir von einem Gürtel von stabilen, friedlichen und demokratischen Rechtsstaaten umgeben!

Die Europäische Integration hat unserem Kontinent Frieden und Wohlstand gebracht!

http://s​chlemihlsblog.wordpre​ss.com/eu/


Währe​nddem die Schweiz früher von sich gegenseitige bekriegenden Grossmächten umgeben war, die damals alles andere als Rechtsstaaten waren (ich erinnere an Nazi-Deutschland oder Mussolini-Italien oder an die jahrzehntelangen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen F und D) und sich gegenseitig zu Grunde richteten, haben wir es heute mit der erfolgreichsten Wirtschaftsmacht der Welt zu tun, in der man auf liberale Art und Weise Handel betreibt!

Dank der EU war die Sicherheitslage für die Schweiz noch nie so gut!!!





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55%
(33 Stimmen)
Manfred Eberling sagte May 2013

Das VBS sollte mal gründlich ausgemistet werden!
Aber auch die Finma mit ihrem früheren Boss sollte nicht verschont bleiben.
Aber, wie sagt man so schön: "Es kommt nichts besseres nach!"


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52%
(52 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte May 2013

Es ist schon erschreckend wie sorglos Herr Fehr mit unseren Steuergeldern um sich werfen will!

Da gibts massive Missstände beim VBS, wie hier sehr schön aufgezeigt wird:

http://wp.me​/p1BHeC-9Q

Und trotzdem will Herr Fehr dem VBS mehr Geld zur Verfügung stellen, bevor diese massiven Mängel behoben sind. Und wir Steuerzahler sollen das Ganze berappen!




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65%
(34 Stimmen)
Heikki Alikoski sagte May 2013

Welch ein Glück können Schweizer wenigstens darüber abstimmen.


Die europäischen Regierungen wissen genau, was ihnen bevorsteht. Um nicht die eigene Armee gegen die Bürger des Landes einsetzen zu müssen, wurde heimlich, still und leise die paramilitärische Gendarmerie-Truppe der EU gegründet. Die European Gendarmerie Force kann theoretisch überall dort eingesetzt werden, wo die EU eine Krise sieht und aufstände zu zerschlagen! Ja sogar ein Geheimdienst der von Brüssel aus die ganze EU bespitzeln darf. EU = DDR?


Noch ein Interassnter link dazu.
http://www.zei​t-fragen.ch/index.php​?id=800Absolut neben den Schuhen und völlig weg von


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61%
(59 Stimmen)
Heinz Mahler sagte May 2013

Bin mir nicht sicher ob das die Bevölkerung gutheissen wird das die AHV missbraucht wird um die Armeedefizite zu finanzieren.


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45%
(85 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte May 2013

Der Mythos von der Wehrhaftigkeit der Schweiz und ihrer Milizarmee wird eifrig gepflegt: Von Willhelm Tell über Winkelried bis zu General Guisan. Nach wie vor ist der Irrglaube weit verbreitet, die Armee habe die Schweiz vor dem Angriff von Nazi-Deutschland beschützt. Und nach wie vor glauben naiverweise viele Schweizer, der Wehrmann könne die Schweiz mit dem Sturmgewehr (das er zu Hause im Kleiderschrank aufbewahrt und mit dem er beim Obligatorischen jährlich fleissig übt) beschützen.

Fakt ist: Die Schweizer Milizarmee hat zwar ehrenvollen Arbeit bei Sportanlässen wie Skirennen oder der EURO 2008 und bei Umweltkatastrophen geleistet. Wirklich beschützt hat sie die Schweiz aber noch nie!


http://www.​vimentis.ch/dialog/re​adarticle/der-mythos-​von-der-erfolgreichen​-schweizer-milizarmee​/


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47%
(72 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte May 2013

Die Bedrohungslage der Schweiz ist heute so gut wie noch nie. Dies vor allem dank dem Friedensprojekt "Europäische Integration". Dieses hat dem kriegerischen und heruntergekommenen Europa Wohlstand und Sicherheit gebracht. Die Schweiz macht zwar nicht mit, profitiert aber, da sie von einem gewaltigen Gürtel von friedlichen EU-Rechtsstaaten umgeben ist.

In der heutigen globalisierten Welt mit den heutigen Bedrohungsszenarien braucht es vermehrt internationale Kooperation um die Sicherheit sicherzustellen. So lassen sich der internationale Terrorismus wohl kaum mit Milizsoldaten und deren Sturmgewehr bekämpfen sondern durch vermehrte internationale Kooperation der Nachrichtendienste. Zudem lassen sich durch internationale Kooperation (z.B. bei der Luftraumüberwachung) auch die Effizienz steigern und die Kosten senken.


http://w​ww.vimentis.ch/d/dial​og/readarticle/der-my​thos-von-der-erfolgre​ichen-schweizer-miliz​armee/


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60%
(73 Stimmen)
Hans Knall sagte May 2013

Es gibt wahrscheinlich kein anderes Land auf der Welt, in dem praktisch alle (männlichen) Bürger eine fundierte militärische Ausbildung absolviert haben und mit dem Gebrauch aller gängigen sowie der modernsten Waffen vertraut sind. Ein Land, in dem die Bürger Nutzniesser, aber auch selber die Verteidiger ihrer Freiheiten und ihrer Souveränität sind.

Bis vor Einführung der unsäglichen Armee XXI konnte man diese Aussage bedenkenlos vertreten.

Heute geht es darum, die Chance darauf zu erhalten, dass der oben beschriebene Zustand wieder einmal möglich wird. Und dazu braucht es die beschriebene Minimalarmee in Form der Schweizer Miliz.

Ich bin froh, dass wir uns auf Politiker wie Sie, Herr Fehr SVP, verlassen können. Auf Leute die dazu stehen, dass die Armee nicht ein wirtschaftliches Primat haben darf, weil die wirtschaftlichen Freiheiten eines Landes letztendlich alle auf einem glaubwürdigen Verteidigungspotentia​l desselben beruhen.



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60%
(58 Stimmen)
Elmar Hutter sagte May 2013

Wenn für die Finanzierung der Schweizer Armee 1 % des BIP (Bruttoinlandprodukt = Mass der wirtschaftlichen Leistung eines Landes) eingesetzt wird, liegt dieser Ansatz immer noch unter dem Durchschnitt der europäischen NATO-Länder.
(1 Prozent von 550 Milliarden Fr./Jahr = 5,5 Milliarden Fr./Jahr).

Damit lässt sich endlich eine zeitgemässe Ausrüstung realisieren. Der Finanz-
rahmen bleibt so nachhaltig an die Wirtschaftsleistung des Landes gekoppelt. Das dauernde politische Gerangel,welches nicht im Sinn einer verlässlichen Sicherheitspolitik steht, entfällt. Das Schlaraffenland kann sich dann auch andern wichtigen Politfeldern zuwenden.
Ein zu knapper Mitteleinsatz verträgt sich nicht mit den Leistungen, die unsere dienstwillige Jugend im Interesse aller Einwohner zu erbringen hat.


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