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Folgen der Mehrwertsteuersenkung​​ in der Schweiz

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Am 18. Oktober.2017 hat der Bundesrat, das erste Mal in der Geschichte der Schweiz, die Senkung der Mehrwertsteuer beschlossen. Das neue Mehrwertsteuergesetzt​​ (MWSTG) trat zum 01.01.2018 in Kraft.

Seit mehr als 20 Jahren, um es genauer zu sagen, seit 1994 wurde die Warenumsatzsteuer von der uns heuten bekannten Mehrwertsteuer abgelöst. Seitdem wurde diese von 6,5 Prozent auf 8 Prozent in vier Schritten angehoben. Nun wurde die normale MwSt. in der Schweiz im letzten Jahr auf 7,7 Prozent gesenkt. Der alte Steuersatz von 8 Prozent, senkt sich also um 0,3 Prozentpunkte. Genau wie in Deutschland werden nicht alle Waren und Dienstleistung mit ein und derselben MwSt. besteuert, so ändert sich der Sondersatz der Hotellerie auf 3,7 Prozent. Bei Lebensmitteln, Medikamenten und Co., welche mit einem reduzierten Satz besteuert werden ändert sich nichts, dieser bleibt unverändert bei 2,5 Prozent.


Brachte die Änderung nur Vorteile?

Diese Frage ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Zwar ist die Schweiz eines der Länder in Europa, welche ohnehin einen der niedrigsten Mehrwertsteuersätze besitzen und eine Senkung hört sich im ersten Moment sehr Verlockend an, jedoch birgt diese Änderung nicht nur Vorteile (mithilfe eines Treuhand Dienstleisters kann allerdings optimiert werden). Einer der größten Nachteile kommt auf ausländische Unternehmen in der Schweiz zu. Ab 2018 zählt nicht nur der erwirtschaftete Umsatz im Umland, sondern es wird auch der aus dem Ausland hinzugezählt. Im Gegenzug dazu brauchen sich Unternehmen, welche nur Leistungen anbieten, die von der Steuer ausgenommen sind, nicht mehr bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung melden. Denn diese zählen zukünftig nicht mehr als steuerpflichtige Person. Dies stellt wiederum einen Vorteil dar. Als deutlicher Gewinner der Reform hat sich die Warenwirtschaft herauskristallisiert wie beispielsweise die Matratzenindustrie (Hintergründe zum Matratzenschutz).​​


Das Wichtigste kurz und knapp

• Die Mehrwertsteuer wurde zum 01. Januar.2018 gesenkt

• Normale Mehrwertsteuer senkt sich von 8 Prozent auf 7,7 Prozent

• Sondersatz der Hotellerie beträgt dann 3,7 Prozent

• Reduzierter Satz für Lebensmittel, Medikamente und Co. bleibt bei 2,5 Prozent

• Ausländische Unternehmen erhalten die Grenze von 100.000 € Umsatz für In- und Ausland (vorher nur Schweiz)

• Unternehmen, welche nur Leistungen anbieten, die von der Steuer ausgenommen sind, müssen sich künftig nicht mehr als steuerpflichtige Person beider Eidgenössische Steuerverwaltung melden

• Abrechnungsformulare für das vierte Quartal 2017 für die Pauschalsteuersatzmet​​hode, sowie Saldosteuersatzmethod​​e für das zweite Semester, bieten die Möglichkeit Steuersätze für Umsätze zu den bisherigen oder den neuen auszuweisen

• Rechnungen, welche Ausgestellt worden sind, die Leistung aber erst im Jahr 2018 erbracht wird, müssen korrigiert werden


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(9 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 14 Tagen

Unglaublich was und wer uns alles Vorschriften machen will, sogar von einem gesetzlichen Riegel schreibt die Frau Wimstein. Ich bin immer noch der Meinung ich entscheide selber ob oder warum ich welches Auto fahren will oder sogar aus technischen Gründen muss.
Frau Wimstein sie fahren hoffentlich gar kein Auto,alles andere wäre doch sehr verlogen oder doch nur der pure Neid.


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63%
(8 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 16 Tagen

Vorbildlich: Die Gelbwesten in Frankreich protestieren gegen Steuern auf Benzin/Diesel, weil dadurch böse CO-2 Gase enstehen.

Man soll etwas tun und Steuern zahlen, damit weniger CO-2 produziert wird? die Gelbwesten in Frankreich sagen Nein!


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11%
(9 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 16 Tagen


https://www.faceboo​k.com/extrolfreiburg/​videos/29838160414381​5/UzpfSTEyMTc0NjcxMTc​6MTAyMTM0MDA3OTQzMTM3​OTE/


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13%
(8 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 16 Tagen

Und was interessiert sie aus Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern) was wir Schweizer für Autos kaufen ?
Nach dem Deutschland schon dauernd sich in unsere innere Angelegenheiten einmischen wili kommen nun auch Einzelpersonen daher.
Das man als Flachänderin keine Ahnung hat warum man in einem Alpen Land bei Autos auf 4WD setzt kann ich ja noch nachvollziehen, aber wenn man keine Ahnung hat schweigt man besser.



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55%
(11 Stimmen)
Walter Beck sagte Vor 17 Tagen

"(...) Deshalb muss diesem negativen Trend nun ein gesetzlicher Riegel geschoben werden. (...)"

Was schlagen Sie vor, Frau Wimstein? Ein Verbot, Offroader zu importieren oder zu verkaufen? Bietet unsere Verfassung eine Grundlage für ein solches Gesetz? Wie viel wird die Gesetzgebung kosten und wie viel die Administration und Kontrolle?



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10%
(10 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 17 Tagen

Wenn nicht wohlstandverwöhnte SUV's mit viel Spritverbrauch kaufen/leasen würden VW und co bankrott gehen.

Wo kämen wir denn hin, wenn wir nur das ausgeben, was wir auch in der Kasse haben.


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67%
(9 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Vor 17 Tagen

Leasing aufhören, nur noch Barverkäufe zulassen, das Problem löst sich von selbst. Schreiben wir schon seit 20 Jahren.


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55%
(11 Stimmen)
Karlos Gutier sagte Vor 17 Tagen

Der CO2 Ausstoss ist für mich mit Sicherheit kein Ding, ist mir egal, für mich Zählt dass der Wagen sparsam im Verbrauch ist und nicht übermotorisiert, aber so das er flott unterwegs ist.
Ich hatte immer einen Kombi, zur Zeit eine Oktavia, ist für mich ein idealer Familienwagen.

Auc​h mir fällt auf, dass meist kleine zarte Damen die grössten Allrad "Panzer" fahren, finde ich auch doof, meist sind es auch diese die immer von Umweltschutz schwafeln und dann solche Autos fahren, sie merken den Widerspruch aber nicht.

Von Verboten halte ich nichts, es wird schon zu viel verboten und die Besteuerung will ich auch nicht ändern, aber solange die Leute mit Leasing sich Autos reinholen die sie sonst niemals finanzieren könnten müssen sie wohl ihre Persönlichkeit und Selbstvertrauen damit aufpeppen.



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57%
(14 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 19 Tagen

Der CO2 Ausstoss bei Autokäufen und auch sonst, ist zurecht kein Entscheidungsgrund. Zum Glück!

Denn es gibt eben anscheinend noch genügend Vernünftige die wissen, dass CO2 das unabdingbare Lebenselixier aller Pflanzen ist, die ohne diesen Stoff gesamthaft verenden würden. Und damit ist CO2 auch das unabdingbare Lebenselixier für die Produktion von Sauerstoff durch diese Pflanzen, welchen die menschliche und tierische Spezies zum Überleben benötigt.

Und an alle, die dem geldaffinen Propagandagesülze erliegen, dernach das durch Menschen verursachte CO2 Grund für den Klimawandel sein soll, sei mal vor Augen geführt, wie das Verhältnis des menschengemachten CO2-Ausstosses zu dem durch die aktuellen Waldbrände in den USA, in Italien usw oder von den jährlich Dutzenden Vulkanausbrüchen "verursachten" aussieht. Spätestens dann sollte klar werden, wie unglaubwürdig diese These ist.

Das Verbot von Grossraumfahrzeugen und das Besteuern oder der Grosshandel mit CO2 (wer profitiert wohl von den Kontingenten und dem Handel, ausser jenen, die sie verordnen?) ist dagegen eine reine Farce zur Pseudoprofilierung vermeintlich gutmenschlicher Moraldirektiven.


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